Archiv Rückrunde 15/16 und Saison 16/17

6:2 gegen Grünauer BC. Ein Sieg zum Abschluss einer erfolgreichen Saison – und dann wurde gefeiert

24. Juni. Wie sieht der passende Abschluss zu einer erfolgreichen Saison aus? Am besten mit einem Sieg – und dazu dann noch ein schönes Abschlussfest. Beides gelang uns heute.

Teil eins: Überzeugend besiegten die Jungs den Grünauer BC mit 6:2. Wir kombinierten sehr schön, erspielten uns schon früh viele Möglichkeiten gegen einen Gast, der gewillt war, die Saison ordentlich abzuschließen – sich aber nach dem 2:0 von uns durch eine Rote Karte selbst dezimierte. In der Folge sah es lange so aus, als ob die lauf- und kampfstarken Grünauer  deutlich unter Wert geschlagen würden. Sie trafen die Latte, verschossen einen Handelfmeter – bevor sie noch zu zwei verdienten Ehrentreffern kamen. Grünau, das in diesem Jahr das Halbfinale des Berliner Pokals erreichte (und wie wir gegen Union ausschied), müsste nun eigentlich noch in die Relegation, wird aber die Landesliga freiwillig verlassen. Hat für die neue Saison vermutlich noch nicht einmal eine A-Jugend, weil die guten 2000er vom neureichen Nachbarklub VSG Altglienicke weggeholt werden. Die-C-Jugend wiederum fühlt sich nicht stark genug für die Landesliga. Da regiert die Vernunft. Was auch den Blick auf uns lenkt. Um ein Haar hätten auch wir noch Relegation gespielt, aber Wilhelmsruh holt nun eine Mannschaft, die den Platz der alten B einnimmt. So ist es ein Hin und Her, auch schon im Jugendfußball… Ich glaube, für uns ist es so der beste Weg. Verbandsliga in Borsigwalde – noch zu früh. Noch… Trotzdem gab es einiges zu feiern. Undf wir mussten leider Jungs verabschieden. Also Teil 2: Mehr dazu, wie immer in unserer Rubrik „Abseits“. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit:Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Ahmed, Jendrek, Tim, Fabian, Jan, Nikola, Stefan.

5:0. Viel Spielfreude und starker Einsatz bei Stern Marienfelde

18. Juni. Letztes Auswärtsspiel der Saison – und erneut, wie schon die letzten Spiele, ein starker Auftritt der Borsigboys. Zwei Jungs mit ihrem ersten Einsatz in der Landesliga (gelungen) – und viel Einsatzfreude bei allen. Am Ende ein 5:0-Erfolg beim FC Stern Marienfelde, der sich tapfer wehrte, auch in der ein oder anderen Situation Pech hatte (u.a. bei einem Lattenschuss), aber letztlich chancenlos war. Und das trotz nicht gerade optimaler Vorbereitung von unserer Seite. Die Spiele im Südwesten sind für uns scheinbar nicht gerade die besten Termine. Diesmal blockierte eine Radveranstaltung viele Straßen (von der scheinbar nur der Trainer und drei weitere Eltern gehört hatten…), die Mannschaft war zur Hälfte erst eine Viertelstunde vor dem Anpfiff vor Ort. Gut, dass es so warm war, dass sich keiner groß warm machen musste… Auf dem glühend heißen Kunstrasen in Marienfelde zeigten wir unter der Leitung eines sehr guten Schiedsrichters  nach anfänglichen Schwierigkeiten eine wirklich begeisternde erste Hälfte mit flottem Pressing und gut organisiertem Gegen-Pressing. Eine ganz andere Einstellung als noch vor kurzem gegen die Absteiger aus Lichtenrade, die ich auf einer Stufe mit Stern sehen würde. Zur Pause denn auch ein verdientes 4:0. Manch einer ließ nun leider in der Konzentration stark nach (was vielleicht menschlich ist bei einer so klaren Führung), denn ansonsten hätten wir das ein oder andere Tor machen müssen. So ging mancher leer nach Hause – obwohl er doch mehrfach so frei vor dem Torwart stand.  Aber grundsätzlich ein sehr guter Auftritt, der nun sogar noch die Möglichkeit eröffnet, durch einen Sieg gegen Grünau in der Rückrunde auf die gleiche Punktzahl zu kommen wie in der Hinrunde. Damit hätte nun wirklich keiner gerechnet in dieser starken Staffel. Letzter Kick off der Saison also am kommenden Samstag, 10.45 Uhr, Tietzstraße. Dann leider ohne unseren Kapitän Daniel, der zwar das Glück hat, nach einem Auswahlverfahren zu einem sechswöchigen Leader-Sportcamp in die USA fliegen zu dürfen – aber damit leider das letzte Spiel verpasst. Wenn der Trainer das gewusst hatte, als er den Amis seine Stellungnahme zu dem Thema abgeben musste… Aber heute hat man ja wieder mal gesehen, wie viel Potenzial ungeachtet von Ausfällen von Stammspielern (zwei verletzte und zwei abwanderungswillige, auf die wir verzichtet haben) in der Truppe steckt. Jungs, das kann man so mal sagen: Wir haben einfach klasse in dieser Saison gearbeitet und uns das redlich verdient! Egal, wie Grünau ausgeht: Am 24. Juni wird gefeiert – Ihr habt wirklich die Landesliga gerockt. Auch heute wieder danke an Carsten für die Spiel-Fotos. Borsigwalde mit Onur B., Dominik – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Ahmed, Jendrek, Tim, Fabian, Abdul.

2:2. Es war mehr drin, aber: gerechtes Remis in Mahlsdorf

21. Mai. Vorneweg: Ein Kompliment an beide Mannschaften. Sportlich ging es um nicht mehr viel, allenfalls um die Ehre und den ein oder anderen Tabellenplatz – und trotzdem rissen sich alle den Hintern auf, marschierten bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Rasenplatz am Rosenhag. Beide Teams, so viel steht fest: sind topfit. Der Kollege von Eintracht Mahlsdorf berichtet von einer ebenso hohen Trainingsbeteiligung wie bei uns. Und, bevor ich ins Detail gehe, möchte ich mein Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass so eine junge und talentierte Truppe wie die Mahlsdorfer absteigen müssen. Guckt man aufs Ergebnis-Tableau, stellt man fest, wie oft die Jungs Remis gespielt haben, also nah dran waren – und dann vergleicht man, wie oft wir unsere Partien eng gewonnen haben. Freud und Leid liegen eben oft eng beinander – und ich denke, bis auf die drei Top-Teams in unserer Staffel sind die Leistungs-Unterschiede nicht allzu gravierend. Unter diesem Aspekt ist unsere Performance in dieser harten Staffel auch noch einmal als bemerkenswert anzusehen. Viele hatten uns jedenfalls als Absteiger auf dem Zettel… Nun zum Spiel: Die Anfangsphase gehörte klar uns, wir beschäftigten Mahlsdorf 20 Minuten lang sehr intensiv – die Ausbeute von nur einem Treffer, mal wieder unser Manko. Die Gastgeber kamen danach besser ins Spiel und besaßen Gelegenheiten, wir verwalteten zu sehr. Nach der Pause wieder eine starke Startphase von uns. Um ehrlich zu sein, hatte ich drauf gesetzt, dass ein frühes zweites Tor uns den Sieg bringen würde angesichts der Temperaturen. Das Tor fiel  – aber wir wähnten uns zu sicher. Das erste Gegentor fiel nach einer Stunde nach einem der vielen Freistöße gegen uns. Der Schiedsrichter traf aus unserer Sicht bei der Einschätzung von Zweikämpfen sehr viele zweifelhafte und auch falsche Entscheidungen gegen uns. Dennoch müssen wir es besser verteidigen. Den zweiten Treffer schenken wir Mahlsdorf – und der bissige Gegner wollte nun noch mehr. Wir hätten die Partie rasch wieder beruhen können – aber wir vergaben einen Foulelfmeter und noch zwei, drei hundertprozentige Chancen. In einem Fall rätsel ich bis jetzt, warum die Kugel nicht hinter die Linie ging, sondern irgendwie noch rausgewurschtelt wurde. Alles in allem aber denke ich aber, dass das Unentschieden in Ordnung geht – weil eben die Lila-Weißen auch sehr viel investiert haben. Eintracht Mahlsdorf wünsche ich alles Gute beim Unternehmen Landesliga-Rückkehr. Vor uns steht, nach der England-Reise, nun unsere zweite große Tour bevor – an die Ostsee. Unsere Saison-Abschlussreise, die auch Abschluss-Charakter hat, weil ja unser Trainerteam kommende Saison die A-Jugend übernehmen wird und so mancher Spieler (auch wenn er eigentlich noch im B-Bereich verbleiben könnte) mitgehen wird. Bis zum nächsten Punktspiel sind jedenfalls vier Wochen Pause. Die Spiel-Fotos, wie immer, von Carsten. Borsigwalde heute mit: Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Jan, Pascale, Nico, Ahmed, Muhudin, Kandia.

Borsigboys ordentlich, aber: Aufsteiger BFC Dynamo heute zu stark

18. Mai. Als alles vorbei war, feierten die Dynamos ihren Aufstieg. Schon vor dem Spiel hatten sie betont, alles mobilisiert zu haben für diese Partie. So ist das eben, wenn man als kleinerer Verein unter der Woche zu einem großen muss… Aber dafür haben wir es gegen einen der Top-Favoriten unserer Staffel sehr, sehr ordentlich gemacht. Sachlich und solide, wieder mit viel Teamspirit. Vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir gerieten leider sehr schnell in Rückstand. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich unsere heutige Achillesferse: Die Abwehr leider nicht so sattelfest wie zuletzt gegen Wilhelmsruh – es mag neben der Stärke der Offensivabteilung des BFC auch daran liegen, dass uns Wochentagspiele nach langen Schultagen nicht liegen. Fakt ist: Die ersten drei Treffer wirkten irgendwie – geschenkt. Klar, die Flanken vor dem zweiten und dritten Tor waren  schon klasse – aber ob Gegenspieler so frei und ungedeckt stehen müssen, stelle ich da mal in Frage. Vor allem das 1:2 und 1:3 waren ärgerlich, weil wir nach unserem Ausgleich die Partie in den Griff bekommen hatten – und auch unsere Chancen besaßen. Das dritte Tor – eine Art Genickbruch heute, in einem temporeichen, rasanten Spiel bei hohen Temperaturen ins Sportforum lockte.  In der zweiten Halbzeit ließen wir im Grunde fast nichts mehr zu – kassierten das 1:4 aus einer derart glasklaren Abseitsposition, dass man auch konstatieren muss: Der Referee, der uns schon zwei Mal in dieser Saison top gepfiffen hat, erwischte heute auch nicht den besten Tag. Uns pfiff er zwei, drei Mal zurück, als es nie im Leben Abseits war. Aber, eines ganz klar gesagt: Der 23. Mann war nicht der Grund für unsere Niederlage. Der BFC Dynamo war besser. Körperlich heute deutlich überlegen, spielerisch den entscheidenden Tick besser. Der BFC gewann verdient – letztlich auch, weil wir in Halbzeit zwei kaum noch zu Offensivaktionen kamen. Glückwunsch an die Weinroten zum Aufstieg. Wir müssen konstatieren, dass wir vor allem in den Partien gegen solche, auch individuell stark besetzen Spitzenmannschaften (Dynamo hatte heute einen afrikanischen Spieler vorne drin, den man normalerweise permanent hätte doppeln müssen… hat in der Rückrunde schon 26 Treffer erzielt…) gemerkt haben, dass wir eine gute Mannschaft sind – aber eben noch keine Spitzenmannschaft. Das ist nicht schlimm, wir waren vier Spieltage vor Saisonschluss in dieser bärenstarken Liga auch rechnerisch schon gerettet – das hat uns wohl keiner zugetraut. Und es sind noch neun Punkte zu vergeben… Spielfotos: Carsten. Borsigwalde heute mit: Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Jan, Pascale, Nico, Ahmed, Jendrek, Stefan.

4:1! Historischer Sieg gegen Concordia Wilhelmsruh. Teamgeist lebt

13. Mai. Ein überraschend deutliches 4:1 gegen den FC Concordia Wilhelmsruh, eines der Top-Teams in unserer Liga. Ein furioser Sieg mit zwei Geschichten. Fangen wir mal bei der Historie an: Das erste Aufeinandertreffen mit Concordias starken 2000ern hatte ich bei NNW, in der D-Jugend. 0:1. Wir waren jüngerer Jahrgang in der Landesliga. Dann gab es Spiele in der C-Jugend und in dieser Hinrunde. Wir erzielten nie mehr als ein Tor, unterlagen stets deutlich und hoch. Nun also der erste Sieg. Das ist schonmal ein Grund zum Feiern. Norbert spendierte danach Fassbrause für alle. Und die Jungs hatten es sich verdient. Womit wir zur zweiten Geschichte rund um dieses Spiel kommen: Das 2:3 von Lichtenrade (auch wenn wir wohl die Punkte noch am grünen Tisch zugesprochen bekommen, weil der LBC es nicht so genau mit den Regeln genommen hat) hat uns Trainer die Augen geöffnet. Dafür, dass manch einer die Saison nur noch ausklingen lässt. Nicht mehr für die Mannschaft fightet, nur noch sein eigenes Ding macht, sich auch vom Trainerteam nicht mehr aus der Lethargie wecken lässt – und zudem noch bei eigenen Fehlern uneinsichtig ist, was auf die Stimmung bei vielen Teamkollegen  schlägt. Wenn ich morgens vor dem Spiel noch einen Anruf bekommen von einem Vater eines nicht nominierten Spielers, der mir – sorry für die Deutlichkeit – auf diese Art und Weise kommt, dann fühle ich mich bestätigt: Ego-Denken hat hier keinen Platz. Und manche Dinge prallen nach zwölf Jahren als Trainer einfach nur noch an mir ab. Nur nebenbei: Was sollten denn die anderen Jungs sagen, die in dieser Saison nicht so viel Spielzeit bekommen haben? Nein, für manch einen geht immer nur um einen selbst… traurig, aber wahr. Zurück zum Spiel: Im Vergleich zum Lichtenrade-Spiel also der Kader heute auf vier Positionen verändert. Mit Jungs, die immer beim Training sind – und sich dieses Spiel schlichtweg verdient hatten. Das sorgte durchaus für Gesprächsstoff im Vorfeld – aber im Nachhinein können wir sagen: alles richtig gemacht. Und dabei möchte ich hier auch Mal meine Co-Trainer, im Speziellen Marius, loben. Er hat sich hier sehr eingebracht. Noch am Freitag haben wir über den Kader korrespondiert – und am Samstag jede Einwechslung en detail besprochen. Und ich muss sagen: Die 16 Jungs, die heute eingesetzt wurden, haben den Matchplan voll umgesetzt. Ein einfacher Plan: früh stören, attackieren, Wilhelmsruh nicht ins Spiel kommen lassen. Einfach Herz zeigen. Ein Appell vorn mir an den Teamgeist, schon vor dem Warmmachen – mancher löste sein Versprechen ein, sich für das Kollektiv den Arsch aufzureißen. Einer für alle, alle für einen. All das, was uns in der Hinrunde in engen Partien stark gemacht hat, war auch heute wieder zu sehen. Wilhelmsruh gehörten die ersten Minuten, dann erarbeiten wir uns Chance um Chance, die wir leider wieder mal nicht nutzten. Bis hin zu einem Ball, der an den Dreiangel klatschte. Concordia machte aus der ersten richtigen Chance das Tor – aber diesmal ließen wir uns von dem Rückstand nicht verunsichern, drückten weiter und gingen verdient mit einem 2:1 in die Kabine. Auch hier spürbar: Immer positive Aufmunterung untereinander, keine Vorwürfe. Danach recht bald das 3:1 – und wütende Reaktionen der Gäste. Nun wurden wir immer müder, spielten aber unseren Trumpf aus:  Bankspieler, die nicht draußen saßen und damit haderten, sondern Bankspieler, die sofort umsetzten, was wir taktisch forderten. Also keine wirklichen Bankspieler, sondern JOKER. Die stachen. Sie liefen und kämpften – und mit etwas Glück überstanden wir diese starke Drangphase der Pankower – und setzten kurz vor dem Ende den finalen Stoß. Durch einen dieser Joker. Ein starkes Spiel mit viel Verwöhnaroma, wir Trainer sind stolz auf die Truppe. Da freut man sich schon gleich auf die nächste schwierige Nummer, das Duell am Donnerstag beim Aufstiegsanwärter BFC Dynamo. Und manch einem sollte das heute Stoff zum Nachdenken liefern, wie so eine Fußball-Mannschaft funktioniert. Vielleicht hat der ein oder andere im Laufe der letzten Wochen und Monate vergessen, dass Fußball kein Sport der Egoisten ist – sondern Teamwork. Deshalb, das betonte auch der von mir hoch geschätzte Wilhelmsruher Trainerkollege Tobias, haben wir den Sieg heute auch verdient. Ich wünsche Dir, lieber Tobias (ich weiß, dass Du hier immer mitliest) auf diesem Wege alles Gute für die Zeit nach der Trainerzeit, jedes Spiel gegen Dein Team (auch die Niederlagen) hat mir viel Input gebracht – mach`s gut. Auch bei uns stehen Veränderungen an, die bisweilen auch sein müssen. Wobei ich in Deinem Fall sicher bin: Irgendwann wird es auch Dich wieder jucken… Die Spiel-Fotos heute, wie immer in bewährter Manier von Carsten. Borsigwalde heute mit: Kader: Onur B. – Tobias, Hussein, Eren, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Jan, Tim, Pascale, Kandia, Nico, Fabian, (Kais).

Zerpfiffen, zerhackt – Fußball wie im Stau. 2:3 in Lichtenrade

Update 26. Mai: In der Sportrechtssache Lichtenrader BC 25 I – SC Borsigwalde, B-Junioren Landesliga der B-Junioren vom 02.05.2017, hat das Sportgericht Jugend aufgrund des Einspruchs des Vereins SC Borsigwalde 1910 für Recht erkannt:

1.
Das Spiel der B-Junioren, vom 2. Mai 2017 zwischen dem LBC und dem SC Borsigwalde ist nach
§ 21 SPO dem SC Borsigwalde als gewonnen und dem LBC entsprechend als verloren zu werten.
 
2.
Der Verein Lichtenrader BC wird nach § 44 Ziff. 1 Buchst. a RVO in eine Geldstrafe in Höhe von
30 EURO genommen.
 
3.
Der Trainer des Lichtenrader BC wird nach § 45 Nr. 1 RVO unter Haftung seines
Vereins in eine Geldstrafe von 30,00 € genommen.
 
Kurzum: Die Partie wurde nachträglich mit 6:0 für uns gewertet, weil der LBC Spieler eingesetzt hat, die er nicht hätte einsetzen dürfen. Irgendwie passend zu dem, was passiert ist an dem Tag…

 

2. Mai. In der Nachspielzeit fiel er doch noch – der Ausgleichstreffer. Längst verdient, weil wir Druck ohne Ende machten. Der Ball im Tor – aber der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Alle unsere Eltern, die auf dieser Höhe standen, schwören Stein und Bein: nie im Leben. So blieb es beim 3:2 für den Lichtenrader BC. Und die Szene passte zu diesem Spiel, das wenig Spaß machte. Die Anfahrt: eine Katastrophe. Eine Stunde und 40 Minuten brauchte ich selbst – viele Spieler, die mit dem Auto anreisten, kamen zu spät. Der Torwart gar erst zehn Minuten vor dem Anpfiff. Staus ohne Ende. Ich sage es mit einem Satz: Es ist hochgradig unfair vom Lichtenrader BC, der einen Freitermin gezogen hat, uns und Concordia Wilhelmsruh ohne Not unter der Woche ans andere Ende der Stadt zu lotsen. Damit erschleicht man sich einen Wettbewerbsvorteil. Dann hatten wir auch noch einen Schiedsrichter, der unter Beobachtung stand. Nach diesem Spiel sage ich: Bevor ich als Jugendleiter noch einem jungen Menschen rate werde, Schiedsrichter zu werden, zahlen wir weiter lieber Fehlabgabe (die sowieso im System der modernen Wegelagerei des BFV ein Thema für sich ist). Wer sich das freiwillig antun möchte – gerne. Aber man sollte sich das gut überlegen. Der Schiedsrichter entschuldigte sich schon vor dem Spiel dafür, wie er pfeifen und handeln müsse – es seien ja Beobachter des Verbandes da. Die, mit gezücktem Stift und Block, haben mit ihren Anteil daran, dass es das schrecklichste Fußballspiel seit Jahren wurde. „Materialkontrolle“ (so nannte es der Referee) bei jeder Auswechslung, die gefühlt jeweils eine Minute dauerte. Schuhkontrolle, wie in der Bundesliga. Dazu ständige Maßregelungen der Spieler – alles für die Galerie. Noch nie habe ich ein dermaßen zerhacktes Fußballspiel gesehen. Wenn die Nettospielzeit bei 50 Minuten lag, dann war es viel. Kurzum: Der junge Schiedsrichter, bestimmt ein Guter, tat mir richtig leid. Aber zurück zu uns: Wir hatten die Partie anfangs völlig unter Kontrolle, gingen folgerichtig mit 1:0 in Führung. Was danach passierte, spottet jeder Beschreibung. Mit einfachsten Mitteln ließen wir uns, nach drei haarsträubenden individuellen Fehlern, drei Tore einschenken. Unser Sturmlauf in den letzten 20 Minuten kam dann schlichtweg zu spät. Man könnte nun konstatieren: Mal abgesehen von der beschwerlichen Anreise machten einige Spieler den Eindruck, dass sie die Saison als beendet ansehen. Wir Trainer hatten auf der Rückfahrt jede Menge Zeit, darüber zu sprechen – und werden unsere Schlüsse daraus ziehen. Kurzum: Der ein oder anderem, der derzeit vielleicht nicht damit rechnet, wird auf den letzten Metern der Saison noch seine Chance kriegen. Andere haben in Lichtenrade das falsche Zeichen gesetzt. Borsigwalde heute mit: Onur B., Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Onur Y., Muhudin, Jendrek, Stefan.

0:2 – Tasmania unterstreicht seine Favoritenrolle

30. April. Am Ende kam der Schiedsrichter und entschuldigte sich bei uns für „eine Fehlentscheidung“. Eine große Geste. Beim Stande von 1:0, etwa 20 Minuten vor Schluss, war ihm nach eigener Aussage die Sicht versperrt. Als ein Tasmane mit beiden Händen auf der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Keeper klärte. Statt Strafstoß ging die Partie einfach weiter, später kassierten wir noch das 0:2. Wir könnten nun hadern, aber um der Wahrheit Genüge zu tun: Diese Blackout des ansonsten sehr guten Referees war nicht entscheidend für unsere Niederlage. Tasmania in der Breite schlichtweg individuell besser besetzt, körperlich und auch spielerisch den entscheidenden Tick besser als wir. Ein Punkt wäre, auch angesichts der Tatsache, dass wir noch die ein oder andere gute Chance hatten, im Bereich des Möglichen gewesen – aber der Sieg für einen der Staffelfavoriten geht alles in allem in Ordnung. Bei bestem Fußballwetter und auf Naturrasen forderte uns der Gegner von der ersten Minute an sehr, wir verteidigten sehr diszipliniert – aber vorne fehlte dann doch die finale Durchschlagskraft. Wie gesagt: Wir spielen bis dato eine gute Rolle in dieser Liga, auch läuferisch war das heute wieder stark von uns – aber wir müssen auch konstatieren, dass zu den Top-Teams einiges fehlt. Nicht schlimm, wie ich finde. Schon am Dienstag geht es beim Lichtenrader BC weiter. Die Partie zweifellos vom LBC vorgezogen, um sich im Abstiegskampf einen Vorteil zu verschaffen. Nicht ohne Grund werden Borsigwalde und Wilhelmsruh durch Freitermine gezwungen, unter der Woche die weite Reise anzutreten. Ich denke, wir werden den Ärger darüber in positive Energie umzusetzen wissen… Borsigwalde heute mit: Onur B., (Joel) – Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Onur Y., Pascale, Jendrek.

.

Demonstration der Stärke im Nordduell – 8:1 gegen den Frohnauer SC

22. April. Nordduell an der Tietzstraße. Und die erste halbe Stunde gehörte mit zum Besten, was die Truppe in dieser Saison abgeliefert hat. Am Ende ein nicht für möglich gehaltenes 8:1 – im Hinspiel hatten wir uns noch zu einem 0:0 gemüht. Eine Demonstration unsererseits – und irgendwie auch eine Demütigung für den Gegner. Der Frohnauer SC mit Schwindelanfällen bei unseren Angriffen, die Abwehr stetig unsortiert, wir mit immensem Druck. Als sich der Torhüter der Gäste verletzte (was eher einen Bruch bei uns als bei Frohnau verursachte), stand es schon 5:0 für uns – und eine höhere Führung zur Pause wäre sogar möglich gewesen. Die Chancenverwertung noch immer nicht top – aber deutlich besser als noch in den letzen Partien.  In der zweiten Halbzeit war der Schwung ein wenig dahin, wir wechselten auch viel durch – aber es blieb die Dominanz in einem für die neutralen Zuschauer recht einseitigen Derby. Die Borsigwalder hatten ihre Freude am Spieltrieb unserer Jungs, die den Alterskollegen aus Frohnau heute wenig gestatteten. Wir eroberten sehr, sehr viele Bälle schon im Mittelfeld, spielten präzise und schnell. Im Grunde ein richtiges Sechs-Punkte-Spiel, das wir auch in der Höhe verdient gewannen. Weil der FSC den ersten Abstiegsrang belegt, auf den wir nun elf Zähler Vorsprung haben, zählt der Erfolg quasi doppelt. Noch sind wir rechnerisch nicht durch – aber es sieht gut aus. Kompliment an die Mannschaft, die den Schwung aus England (Bericht unter „Abseits) mitgenommen hat. Borsigwalde heute mit: Onur B., Joel –  Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex, Lamin, Daniel, Onur Y., (Pascale).

Unglücklich gegen Berliner SC – das bessere Team verliert

25. März. So ist eben manchmal Fußball. Damit könnte man das Spiel in einem Satz beschreiben. Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft. Dass wir heute dem Berliner SC mit 0:2 unterlagen, ist eigentlich immer noch schwer zu begreifen. Wir bestimmten überraschend das Spiel, im Grunde über 80 Minuten. Im Hinspiel gelang uns das nur eine Halbzeit, weshalb ich unseren damaligen Sieg als etwas glücklich sah, umso unglücklicher die Niederlage heute. Wir erarbeiteten uns hundertprozentige Torgelegenheiten fast am Fließband, vor allem in Halbzeit eins – und doch unterlagen wir. Ich glaube, der Gegner brachte vier, fünf Bälle auf unser Tor – das war`s.  Kam ansonsten kaum ins Spiel. Bot wenig Überraschendes. Dieses 0:2 kann man so erklären: Wir hatten heute sehr viel Pech und nicht die nötige Konzentration im Abschluss, aber vor allem: Der Gegner hatte einen sensationellen Torwart, der Reflexe ohne Ende zeigte. Der Junge lenkte Bälle noch mit den Fingerspitzen an die Latte, parierte mit der Fußspitze – die beste Torhüter-Leistung, die ich in dieser Saison bisher in unserer Staffel gesehen habe. Wenn man dann weiß, dass der Trainer diesen Keeper in der Winterpause ersetzen wollte (durch unseren Torwart, weshalb wir uns hier nicht auf der Gerüchteebene bewegen), dann sieht man, wie es bisweilen im Fußball funktioniert. Heuern und feuern ist bei manchen groß in Mode. Ich will nicht drum herum reden: Ich habe dem Trainerkollegen erst im Januar in einem Gespräch gesagt, dass Leute wie er aus meiner Sicht den Jugendfußball kaputt machen. Wenn in der B-Jugend-Landesliga schon mit Siegprämien und Einsatzprämien gearbeitet wird, Spieler nach Gutdünken ausgetauscht werden und man hemmungslos (mit Kohle) bei Mitkonkurrenten in der Staffel wildert – dann ist das nicht meine Wellenlänge. Aber es ist, zum Glück, auch nicht die Regel im Jugendfußball. So gesehen: Respekt den beiden Trainerkollegen, seine beiden Co-Trainer aus der Hinserie, die jahrelang für den Berliner SC beste Arbeit abgeliefert haben – und mit ihm ab dem Winter nicht mehr zusammen arbeiten wollten. Damit aber zurück zum Spiel, bei dem mich nur eines ärgert: das Ergebnis. Ansonsten gibt es keine zwei Meinungen: Wir haben (im Gegensatz zum vergangenen Sonntag) guten Fußball geboten, immer offensiv, immer attraktiv – wurden aber halt zwei Mal ausgekontert. Das ist schade, aber nicht schlimm. Ich habe mir längst abgewöhnt, nur in Ergebnissen zu denken – und ich hoffe, ich konnte das auch jenen unserer Spieler vermitteln, die  es leider zuerst nicht so sahen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., (Dominik) –  Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Nico, Ablaye, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex, Muhudin, Daniel, Onur Y.

Mutlos, kampflos – schwacher Auftritt bei Hürtürkel

19. März. Das heutige Spiel gegen den BSV Hürtürkel war mal wieder der Beweis: Wenn zahlreiche Spieler nicht an ihr Limit gehen, haben wir in dieser ebenso starken wie ausgeglichenen Staffel nichts zu bestellen. In der ersten Halbzeit trat eine mutlose, ja fast schon ängstliche Borsigwalder Mannschaft auf. Eingeschüchtert von der aggressiven Stimmung am Columbiadamm, schon vor dem Spielbeginn (eskalierte schon fast alles bei der Passkontrolle), überließen wir dem Gegner komplett das Feld. Ich war selten so enttäuscht von meiner Mannschaft, die vor lauter Zaghaftigkeit auch noch Fehler in Serie produzierte. Das 0:3 ging absolut in Ordnung. Hürtürkel war uns körperlich und kämpferisch (schon traurig, dass ich das über meine Mannschaft sagen muss, denn wenn wir als jüngerer jahrgang nicht über den Kampf kommen – über was dann?) überlegen. Die Gastgbeber zeigten all das, was uns sonst ausgezeichnet hat – während wir zu oft den Schwanz einzogen. Wenn man so will, kam die aufrüttelnde Kabinenansprache, als ich an das Ehrgefühl der Spieler appellierte, zu spät. In der zweiten Halbzeit, die aufgrund einer zum Glück nicht so schwer wie befürchteten Verletzung eines Hürtürkel-Spielers eine halbe Stunde unterbrochen war, lieferte den Beweis: Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, gegen die man nicht verlieren muss. Die Heimelf kam fast nicht mehr vor unser Tor – allerdings waren wir auch nicht zwingend genug. Mehr als das 1:3 war nicht drin. Die Defensive war heute sehr mit Fehlern behaftet, die Offensive ein Totalausfall, im Mittelfeld überließ man dem Gegner zu viele zweite Bälle und stand zu weit weg – nein, so kann man keine Spiele gewinnen. Zum Glück ist in der Tabelle nichts passiert, wir haben weiterhin elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit Onur B., (Joel) –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex.

Spiel gegen JFC gedreht – mit klugem Kopf beim Rasenschach

11. März. Das war wieder kein Spiel für schwache Nerven gegen den JFC Berlin. Nach 23 Minuten lagen wir 0:2 hinten – und wussten nicht, warum. Obwohl, eigentlich ist es keine Breaking News, wenn ich sage, dass wir wieder einmal grob fahrlässig Chancen haben liegen lassen. In einer Frequenz, als müssten wir sie nur von den Bäumen schütteln – so wie in Mali die Kokosnüsse. Womit alles gesagt wäre zum Spielverlauf: Borsigwalde drückte, kombinierte, begeisterte – wobei Letzteres streichen wir ab Minute 23. Denn da waren Eltern und Trainerteam langsam, aber sicher verärgert über diese fatale Inkontinenz und Inkonsequenz vor dem Tor. Was für die Truppe spricht: Sie spürte selbst, dass sie eigentlich die bessere Mannschaft war. Vor allem spielerisch heute den körperlich starken Gästen aus Lichtenberg überlegen. Bis zur Pause schafften wir tatsächlich noch den Ausgleich – im Grunde wäre auch ein 5:2 oder 6:2 verdient gewesen, aber so waren wir froh, den Kelch wenigstens halbvoll sehen zu können. Und es war gut, dass wir nicht mit einem Rückstand gen Umkleide gingen, denn das Spiel sollte sich völlig verändern. Der JFC kam mit veränderter Taktik zurück. Für Außenstehende mag es wie Ergebnis-Halten ausgesehen haben, uns war schnell klar, worauf das zielte: Die Gäste verteidigten nun gefühlte zehn Meter höher und disziplinierter. Aus einem schönen Spiel wurde so Rasenschach. Der JFC lauerte auf einen Fehler der Borsigboys. Unsere Jungs aber machten es gut – sie ließen sich nicht locken und warteten ihrerseits geduldig auf ihre Chance. Und die kam. Mit einer sehr feiner Einzelaktion erhöhten wir auf 3:2 (64.) und machten dann den Sack zu (78.). Ein vollauf verdientes 4:2, was auch der Trainerkollege des JFC einräumte. Ganz klug gespielt, auch von den Jungs, die sonst den Kopf nur zum Frisieren haben.  Wenn man nun nochmal guckt, dass der JFC letzte Woche Tasmania besiegt hat, die Tasmanen ihrerseits Viktoria besiegt hatte am ersten Rückrundenspieltag – dann zeigt das, welche gute Truppe wir heute geschlagen haben. Und es zeigt einmal mehr, wie mörderisch die Staffel ist, in der vor allem im Abstiegskampf alle Register gezogen werden. So nimmt der Lichtenrader BC ausgerechnet gegen uns und Wilhelmsruh (die am weitetesten entfernten Team) seine Freitermine, lässt uns unter der Woche anreisen… Ich kann nur sagen: Man sieht sich bestimmt mal wieder in einer Staffel. Gut, dass wir uns heute in einer fairen Partie mit einem guten Schiedsrichter wieder ein paar Meter vom Keller weggearbeitet haben, wo mittlerweile mit allen Mitteln gearbeitet wird. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., (Dominik) –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Simon, Lamin, Jan. Jendrek, Lucas.

 

Mutlos gegen spielerisch überlegenen FC Viktoria

4. März. Eine Szene kurz vor Schluss. Mit Symbolwert. Der Torwart ist ausgespielt, das Tor des Gegners leer – aber wir schießen den Spieler auf der Torlinie an, aus wenigen Metern. Wir hätten heute wohl noch bis zum Morgengrauen weiter kicken können – und keinen Treffer erzielt gegen den FC Viktoria 89. Es gibt solche Tage. Verloren aber haben wir die Partie nicht nur, weil wir unsere Torchancen, ein gutes halbes Dutzend so genannter hundertprozentiger vor allem in Halbzeit eins, allesamt regelrecht kläglich liegen ließen – nein, so einfach erklärt sich kein 0:5. Ja, der Gegner war einfach auf fast jeder Position individuell besser (was schon beim Hinspiel zu sehen war) – und wir stellten uns auch taktisch sehr naiv an. Da fielen Tore im direkten Gegenzug auf Chancen von uns, oder dribbelte einer an drei Abwehrspielern von uns vorbei durch den Strafraum. Einige hatten heute die Hose gestrichen voll, dass ich den, der die waschen muss, nicht beneide. Mancher wirkte so ängstlich und verkrampft, dass unser Kollektiv nicht funktionierte. Und nur übers Kollektiv haben wir eine Chance gegen Gegner, die uns Woche für Woche körperlich überlegen sind. Doch es waren zu viele Bälle, die beim Gegner landeten, von der ersten Minute an, in der es in unserem Kasten auch schon hätte klingeln können. Ich denke, das war heute unser schlechtestes Saisonspiel. Ich verstehen es nicht, weil wir gegen solche Gegner mit ihren Ausbildungsteams und einem Zulauf in jeder Transferperiode ohne Ende doch rein gar nichts zu verlieren haben. Warum diese Mutlosigkeit gegen einen allseits faire Gegner, der in der von einem guten Referee geleiteten Partie auf spielerische Mittel setzte – und nicht auf jene Härte, mit der wir uns oft auseinander setzen müssen? Vielleicht zwei, drei Leute von uns waren heute in Normalform – mehr keinesfalls. Manch einer dürfte auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden sein, und das ist auch gut so. Denn noch sind wir mit der Sache nicht durch, 25 Zähler reichen nicht für den Klassenverbleib. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit Onur B., Joel  –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Simon, Muhudin, Alexander, Lucas.

Guter Rückrundenstart: Nur die Chancenverwertung stimmt nicht beim verdienten Sieg gegen den SSC Teutonia

25. Februar. Um ehrlich zu sein: Ich war überrascht. So hatte ich den Spandauer SC Teutonia nicht erwartet. Das war nicht mehr die Mannschaft, die uns noch im letzten Spiel vor der Winterpause einen starken Kampf mit viel Leidenschaft, Spielkunst und noch mehr Charakter geliefert hatte. In Unterzahl waren die Teutonen damals besser als heute mit voller Kapelle und Ersatzbank. In der ersten Halbzeit an der Tietzstraße: ein Klassenunterschied. Der Gast nur mit langen Bällen, mit Fußball hatte das nichts zu tun. Nur eine Chance aus der Ferne. Wir mit tollen Kombinationen, viele Offensivdrang – purer Lust am Spiel. Schnell führten wir 2:0 – und wir hätten eigentlich bis zur Pause alles klar machen müssen. Wir verschossen noch einen Elfmeter, trafen Aluminium oder scheiterten am wieder einmal famosen Spandauer Torhüter. Ein 5:0 – und kein Gast hätte sich beschweren dürfen. Schon früh war der Frust beim körperlich überlegenen und spielrisch heute unterlegenen Gegner spürbar, in vielen Fouls und Provokationen drückte er sich aus. Doch kein Vorwurf, so ist Fußball – und wir machten den Fehler und das Spielchen bisweilen mit. Unsere Strafe: zwei Gegentore nach Freistößen. Ganz ärgerlich, weil man heute das Gefühl hatte, aus dem Spiel heraus hätte Teutonia nichts gebacken bekommen. So war es eigentlich ein Witz, dass wir – auch wenn wir in Halbzeit zwei nicht mehr an die bärenstarke erste Hälfte anknüpfen konnten, blieben wir doch immer die bessere Mannschaft  – bis zur letzten Sekunde zittern mussten. Jungs, da müssen wir einfach noch mehr unser Hirn einschalten. Was dann bei Teutonia in den letzten Minuten passierte, auch noch nach dem Schlusspfiff (sogar noch weit, weit nach dem Schlusspfiff) – das möchte ich nicht kommentieren. In der heutigen Zeit habe ich als ergrauter Trainer das Gefühl, dass mir sowas durchaus auch mal passieren kann. Gewisse Werte bleiben einfach bei gewissen Leuten immer mehr auf der Strecke. Das gilt für viele Spieler in diesem pubertären Alter, wie ich quer durch fast alles Teams feststellen muss. Und da ich das ebenso kompetente wie konsequente Trainer- und Betreuerensemble von Teutonia sehr schätze (ebenso wie es sich beim Großteil der Truppe um sehr faire Sportsleute und gute Kicker handelt), spare ich mir sowieso den erhobenen Zeigefinger. Zumal ich auch weiß: Die Teutonen werden das intern klären. Mit ihrem ohnehin schon dünnen Kader haben sie sich heute durch Undiszipliniertheit (zwei Rote Karten rund um den Schlusspfiff) im Abstiegskampf selbst geschadet. Und wenn mich nicht alles täuscht, gibt es noch ein drittes „internes Rot“ wegen latenter Dumm- und Niveaulosigkeit in der dritten Halbzeit. Irgendwie schade, denn es war mal wieder ein interessantes Spiel, wie immer wenn die beiden Teams aufeinander prallen. Eines, das wir letztlich vollkommen zu Recht gewannen – und damit den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößerten. Unsere Mannschaft hat den Schwung aus der guten Vorbereitung mit sehr vielen Testspielen, in denen wir vor allem an der taktischen Variabilität gearbeitet haben, super mitgenommen. Darauf lässt sich aufbauen, denn es folgen nun bis zu unserer England-Reise an Ostern sehr, sehr schwere Partien. Wir wirken gerüstet. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Onur B., –  Onur Y., Kais, Tobias, Hussein, Pascale, Eren, Christian, Nico, Ablaye, Daniel, Jendrek, Simon, (Muhudin), Alexander, Lucas.  Bei der A haben heute ausgeholfen (2:4 beim Köpenicker SC): Fabian, Ahmed, Jan.

Hier findet Ihr den Bericht von Teutonia

Tolle Hinrundenbilanz, aber jetzt: irgendwie müde … Borsigboys mühen sich zu einem Punkt bei dezimiertem SSC Teutonia

18. Dezember. Endlich Winterpause! Durchatmen… Beim 1:1 heute im Stadion Hakenfelde fühlte ich mich an die vergangene Bundesliga-Woche erinnert. Schalke schon nach vier Minuten mit zehn Mann gegen Leverkusen – und klar die bessere Mannschaft, weil einer für den anderen lief… Heute haben wir das auch so ähnlich erlebt. Der SSC Teutonia, seit Wochen von argen Verletzungssorgen geplagt, trat nicht zum ersten Mal in Unterzahl an. Wir fanden im Grunde eine Halbzeit lang kein Mittel gegen eine gut organisierte Mannschaft. Die Spandauer glichen ihre Unterzahl durch die körperliche Überlegenheit kraft ihres Alters und sehr viel Kampfgeist aus, wir fanden auch spielerisch keine Lösung – und verloren zu viele Zweikämpfe. Das 0:0 zur Pause ging mehr als in Ordnung für die Gastgeber, hüben wie drüben so gut wie keine Torraumszenen, die erwähnenswert gewesen wäre. Einmal liefen wir alleine auf den Torwart zu, der uns zum ersten, aber beleileibe nicht zum letzten Mal heute in die Suppe spuckte mit einer bärenstarken Reaktion. In Halbzeit zwei machten wir es deutlich besser vorne, vergaben aber mehrere hundertprozentige Gelegenheiten. Die Gastgeber kamen deutlich seltener gefährlich vor unser Tor, wir aber ebneten ihnen den Weg durch ein unnötiges Foul, das einen Strafstoß nach sich zog. Dass wir später einen aus unserer Sicht klaren Elfer nicht bekamen – Schwamm drüber. Sich darüber aufzuregen, hieße vom wahren Grund abzulenken. Wir sind zu spät aktiv geworden! In den letzten Minuten zeigten wir, wie es hätte funktionieren können. Da warfen alle nochmal alles rein. Lange Zeit hatten wir den Eindruck, dass der ein oder andere gar nicht richtig unter uns ist. Das mag auch damit erklärbar sein, dass gerade gegen deutlich größere und kräftigere Gegner mancher 2001er, der derzeit nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist (auch wir hatten viele Kranke und Verletzte in den letzten Wochen) bei uns nach wie vor an seine Grenzen stößt. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Gleichzeitig gilt: Wir haben im Grunde gegen alle Mannschaften, die hinter uns stehen, sehr ordentlich gepunktet. 22 Punkte, wer hätte das ist dieser starken Staffel gedacht? Der Zähler heute kann auch noch ganz wichtig sein. Andere jedenfalls (Gruß zum Berliner SC) kriegen im Keller offenbar schon derart die Panik, dass sie bei uns und einem anderen Klub aus der Staffel versucht haben, durch unseriöse Angebote an Spieler Unruhe zu stiften. Ich nenne das jetzt mal durch die Art und Weise, wie der zuvor von mir durchaus geschätzte Trainerkollege vorgegangen ist, schlechten Stil – und drücke mich damit vornehm aus. Hinten herum die Spieler anrufen, obwohl man sich unter Trainern seit Jahren kennt – ganz mies. Meine Nummer hätte er nicht recherchieren müssen, die der Spieler schon… Und wenn auch nur ansatzweise stimmt, was ein Spieler aus einem anderen Verein herum erzählt bzw. in der Welt herumschreibt – der Berliner SC, wohlgemerkt die zweite Mannschaft, ködere ihn mit einer stattlichen Sieg- und einer zusätzlichen Torprämie, plus Fußballschuhen -, dann sage ich: Wie weit sind wir in der Landesliga der B-Junioren eigentlich schon gekommen? Was ist aus diesem einst zu Recht so stolzen Verein geworden? Wir jedenfalls bilden weiter aus – und bleiben cool: In der Phase, da man versucht hat, bei uns so Unruhe zu stiften, haben wir jetzt zehn Punkte aus vier Partien geholt… Frohes Fest, sage ich da nur. Die Fotos sind heute wieder von Carsten. Danke. Borsigwalde heute mit Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Jendrek, Kais, Lucas, Simon, Jan, Muhudin, Onur Y., Nico.

Dritter Erfolg in Folge. 3:2 gegen Stern Marienfelde – fast noch den verdienten Sieg verschenkt

10. Dezember. Elf Minuten vor dem Ende schien der Drops gelutscht. Wir führen 2:0. Endlich. Der Riegel schien geknackt. Doch ehe wir uns versahen, stand es 2:2 – wieder hatten wir uns scheinbar selbst um den Lohn gebracht. In der 79. Minute dann aber noch das erlösende 3:2 gegen den FC Stern Marienfelde. Fazit: Ohne Nervenkitzel geht bei uns scheinbar nichts. Fakt ist aber auch: Wir haben jetzt 21 Zähler, einer mehr als wir uns gewünscht hatten. Da kann man nicht meckern. Gegen alle vier Teams, die unter dem Strich stehen, in der Abstiegszone, haben wir dreifach gepunktet. Völlig unbelastet gehen wir also in die letzte Partie beim SSC Teutonia – auch eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft. Heute zeigten wir einmal mehr, dass wir bereits sind, diesen Kampf anzunehmen. Es war das erwartet schwere Spiel. Stern tat in der ersten Halbzeit so gut wie nichts für die Offensive, igelte sich hinten massiert ein – und kam zu keiner einzigen Gelegenheit aus dem Spiel heraus. Wir vergaben fünf, sechs beste Einschuss-Möglichkeiten gegen eine Gastmannschaft, die erst in Halbzeit zwei zeigte, wie viel Potenzial sie doch hat. Ausgerechnet als die Marienfelder immer selbstbewusster wurden und die ersten Top-Gelegenheiten besaßen, erzielten wir das 1:0, ließen das 2:0 folgen. Dann leider sofort danach ein richtig schwerer Abwehrschnitzer zum 1:2 – und überhaupt viel zu viel Unruhe in unseren Reihen. Das 2:2 fiel durch einen umstrittenen Strafstoß, für den unsere Spieler und wir Trainer kein Verständnis hatten – ein Handspiel ja, aber wo soll der Junge hin mit seiner Hand? Wollen wir im Jugendfußball auch schon Spieler, die völlig unnatürlich mit den Händen hinter dem Rücken durch den Strafraum laufen? Das 3:2 für uns war dann auch etwas kurios. Zu dem Zeitpunkt war Marienfelde nur noch zu zehnt und spielte der ein oder andere bei den Gästen bereits auf Zeit. In diesen Fall der Torhüter, der den Ball so lange hielt (gefühlt 30 Sekunden), dass der Referee indirekten Freistoß im Strafraum gab. Eine ebenso harte Entscheidung wie bei unserem Strafstoß, wobei ich betonen muss: Beide Entscheidungen kann man nach dem Regelbuch so treffen. Man könnte also sagen, der Schiedsrichter hat alles richtig gemacht. Wie dem auch sei: Wir gewannen letztlich verdient in einer umkämpften, aber stets fairen Partie. In erster Linie verdient, weil wir in Halbzeit eins einfach drückend überlegen waren und leider kein Kapital daraus schlugen. Es war für uns nun an einem Tag, da vor allem in der Offensive mancher nicht in Bestform war, der dritte Sieg in Folge. Glückwunsch an die Mannschaft, Noch einmal aufraffen… Borsigwalde heute: Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Jendrek, Kais, Lucas, Simon, (Jan), Muhudin, Onur Y., (Fabian).

 

Starker Auftritt! 4:2 beim Grünauer BC – wir wollten den Sieg unbedingt. Und wir bekamen ihn.

04. Dezember. Es gibt diese Spiele, da hast Du als Trainer nie das Gefühl, dass sie verloren gehen könnten. Obwohl sie eng sind, hart umkämpft – und der Gegner stark. Heute war so ein Spiel – und ich glaube, die Mannschaft spürte meine Zuversicht die ganze Zeit. Ich hatte das Bedürfnis, die gb1 gb2Jungs immer wieder anzutreiben. Denn es war ein wirklich packendes Spiel von unserer Mannschaft, vielleicht die beste Saisonleistung in einem Punktspiel. Von der ersten Minute an voll konzentriert gegen den Grünauer BC, konnte man jedem Spieler ansehen, dass er nur eines wollte: den Sieg. Und, wie gesagt: Ich war immer sicher, dass wir es schaffen würden. Die Jungs fighteten gb4 gb5 gb6 gb7 gb8 gb9heute um jeden Meter auf wirklich sehr schwierigem Boden (rutschiger Kunstrasen, mit Reifglätte). Der Gegner: Mit wuchtigen, zweikampfstarken Hünen. Unsere Spieler aber wuchsen über sich hinaus – so gar keine Bi-Ba-Butzelmänner am Buntzelberg in Grünau (ich musste unbedingt ein Foto machen von der doch noch recht „ostigen“ und sehr idyllischen Sportanlage), sondern eine Truppe, in der jeder für den anderen lief und ackerte. Und ja: Wir brauchten heute bei dieser Schlacht zu früher Stunde (für die meisten ging es um 7.30 Uhr zuhause los) am anderen Ende der Stadt jeden Mann,  keiner ging ohne ordentliche Einsatzzeit nach Hause. Weil sich alle auf dem Feld auspowerten – im Dienste der Mannschaft. Das hat mit imponiert, dafür ein großes Lob an die Jungs. Das Spiel, wieder nichts für schwache Nerven. Zwei Mal gerieten wir in Rückstand – zwei Mal antworteten wir recht schnell. Weil der Rückstand jeweils auch unverdient war, belohnte sich die Mannschaft. Dann, sechs Minuten vor dem Ende, unser 3:2 – als Grünau schon ein wenig im Verwaltungs-Rhythmus war, wir aber noch nach dem Sieg gierten. Und mit dem Schlusspfiff, per Foulelfmeter, das 4:2. In einer wirklich sehenswerten, umkämpften Partie – aber allseits fair, wie auch der gegnerische Trainer sagte und betonte, wir seien die bessere Mannschaft gewesen. Ja, ich muss sagen: Es war auch ein Duell in angenehmer gb3Atmosphäre, mit einem fairen Gegner und einem umsichtigen Schiedsrichter, der seine Linie beibehielt und sehr viel mit den Spielern kommunizierte. Keiner dieser Wichtigtuer, sondern einer, der sich als Teil des Spiels versteht. Keiner ist perfekt und natürlich fühlten wir und der Gegner uns hin und wieder benachteiligt – aber nachdem wir diesen Referee schon bei unserem Spiel beim JFC  hatten, muss ich sagen: Ich hätte gerne mehr von der Sorte… eben weil er mit den Jungs auf dem Feld spricht und sich auch nicht zu schade ist, uns Trainern mal was zu erklären, zwischendurch. Der Mann war übrigens neun Kilometer mit dem Fahrrad angereist – das ist einer von den Referees, die es nicht um des Geldes willen machen, sondern aus Leidenschaft und Freude am Fußball. Wie wir ehrenamtlichen Trainer. Nochmals Glückwunsch an meine Mannschaft, die jetzt nah dran ist an unserem Ziel, das wir uns bis zur Winterpause gesetzt haben. Acht Punkte Vorsprung sind es durch diesen Sieg im Sechs-Punkte-Spiel auf den ersten Abstiegsrang, den der Grünauer BC belegt. Wie ich denke, nicht bis zum Ende – die Mannschaft hat mehr Qualität. Die Spielfotos sind heute wieder von Carsten und geben ganz gut die Stimmung wieder, frühmorgens im Südosten Berlins. Danke. Borsigwalde heute: Onur B., Eric – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Jendrek, Kais, Lucas, Simon, Jan, Stefan, Muhudin.

6:2 gegen Eintracht Mahlsdorf. Ergebnis täuscht – auch diesen Sieg mussten wir uns hart erarbeiten

26. November. Es war eines dieser Sechs-Punkte-Spiele in unserer Staffel. Gegen einen Mitbewerber um den Klassenerhalt. Das habe ich die ganze Woche betont, auch vor dem Pokal-b2Highlight gegen Union: „Dieses Spiel gegen Eintracht Mahlsdorf ist wesentlich wichtiger!“ Doch beim Aufwärmen schon hatte ich nicht den Eindruck, dass alle Spieler die Botschaft verstanden hatten. Dieser Eindruck verfestigte sich leider in der ersten Halbzeit. Mit einem 2:2 ging es in die Pause – und der Gast brachte uns nicht nur bei den beiden Toren in arge Verlegenheit. Mag sein, dann manch einem auch noch das schwere Pokalspiel in den Knochen steckte – aber irgendwie hatte ich den Eindruck: Mahlsdorf will es mehr als wir… Deutliche Worte waren in der   b3 b4 b5 b7Kabine nötig – und, das muss man der Mannschaft lassen, die Jungs nahmen sie an. Mit zwei schnellen Treffern nach Wiederbeginn brachten wir uns auf die Siegerstraße. Es wurde flüssiger kombiniert, die taktischen Vorgaben besser umgesetzt. Am Ende ein 6:2 – und einmal mehr die Erkenntnis: In unserer Liga gibt es keine schwachen Teams. Schön, dass wir in der Lage waren, im b1zweiten Abschnitt eine Schippe drauf zu legen, aber: Das Ergebnis spiegelt nicht wider, wie sich der BSV Eintracht an der Tietzstraße verkauft hat. Ein, wie wir, fast durchweg jüngerer Jahrgang mit sehr viel Potenzial und sehr viel Leidenschaft, Mut und Spielkultur. Wenn überhaupt, dann waren wir das berühmte Quäntchen besser – aber keinesfalls diese vier Tore. Aber wir haben nicht unverdient gewonnen, auch diese drei Punkte mussten wir uns hart erarbeiten. Es sind wichtige Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt – ein Mitkonkurrent wurde auf Distanz gehalten. Glückwunsch an die Truppe. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit Onur B.,  – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Muhudin, (Fabian), Kais, Lucas, Simon, Jan.

Pokal-Niederlage gegen den 1.FC Union rückt durch MAN-Aktion in den Hintergrund

23. November. Keine Ahnung, wann es zuletzt so voll war auf unserem Sportplatz. Gut und gerne 400 bis 500 Zuschauer waren an diesem Mittwoch gekommen – auch, aber beileibe nicht nur wegen des Fußballspiels der 1.B-Jugend gegen den 1.FC Union Berlin. Der Pokalschlager stand eher im dsc_0246 dsc_0214 dsc_0209 dsc_0197 dsc_0175 dsc_0168 dsc_0167 dsc_0149 dsc_0141 dsc_0129 dsc_0111 dsc_0110 dsc_0109 dsc_0108 dsc_0079 dsc_0070 dsc_0012Hintergrund. Es ging um unsere Solidaritätsaktion für das MAN-Werk in Tegel. Dort sollen 300 der 520 Arbeitsplätze wegfallen. Auf dem alten Borsig-Gelände, wo auch der SC Borsigwalde als Arbeiterverein seine Wurzeln hatte. Zahlreiche der Arbeiter  von MAN waren gekommen, viele jugendliche Mitarbeiter des Werkes – um dabei zu sein, wenn Ihr Kiezklub ein Zeichen setzt. Das gelang uns in gesellschaftlicher und sozialpolitischer Funktion – fußballerisch waren unsere um ein Jahr jüngeren und drei Klassen tiefer spielenden B-Junioren dann aber doch ein wenig überfordert gegen den Bundesligisten aus Köpenick. Dennoch: Unsere Kiezhelden haben es gut gemacht. Der gesamte Verein hat mit dieser Veranstaltung einen erstklassigen Auftritt hingelegt.

Wenn der erste Treffer, absolut vermeidbar, nicht so früh (bereits nach einer Viertelstunde) gefallen wäre, hätten die Jungs die Partie vielleicht etwas länger spannend halten können. So stand am Ende ein 0:9, leider ohne Ehrentreffer. Der wäre angesichts von mehreren guten Chancen durchaus möglich und verdient gewesen – aber die Eisernen erwiesen sich als sehr ehrgeizig. Nach Treffern wurde der Ball teilweise sogar aus dem Tor geholt. Und am Ende hatte man den Eindruck:

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Berlin, 23.11.2016 Fußballspiel zwischen dem FC Borsigwalde und dem 1. FC Union Berlin

Die Unioner waren mit dem Ergebnis nicht einmal zufrieden… Zum Sportgruß tauchte zur Verwunderung des Referees leider auch keiner mehr auf – ist aber auch in der Junioren-Bundesliga nicht mehr üblich. So dass ich denke: kein böser Wille der fairen Köpenicker, die auch das ganze Drumherum klaglos „ertrugen“: Fototermine eine halbe Stunde vor Spielbeginn mitten auf dem Platz, Einlaufkinder an ihren Händen – das haben die Jungs auch nicht alle Tage bei ihrer Vorbereitung auf ein Spiel. So gesehen: Vielen, vielen Dank an die Eisernen, dass Ihr mitgemacht habt. Die Jungs der MAN-Belegschaft haben nicht ohne Grund ein Plakat mit der Aufschrift gebastalt: „Schlosserjungs halten zusammen!“ Darauf zu sehen: Die Logos von Union, Borsigwalde, MAN und IG Metall. Aus unserer Sicht war mit alle diesen Aktionen schon vor dem Spiel auch klargestellt: Die Partie hatte aus sportlicher Sicht nicht die höchste Priorität,  es ging darum ein Zeichen zu setzen. Das ist uns gelungen. Mancher der MAN-Arbeiter und auch die zahlreichen Vertreter der IG Metall waren richtig begeistert und gerührt von unserem Engagement , allen voran Carsten Trezciok aus dem MAN-Betriebsrat, dort für die Ausbildung zuständig. Er kickt auch bei unserer Ü50 kickt und sagte: „Diese Aktion passt wirklich perfekt: Ein Arbeiterverein setzt sich für Arbeiter ein – junge Spieler für junge Auszubildende, die um ihre Zukunft bangen. Ich bin echt stolz, wie mein Verein sich hier präsentiert.“ Carsten hatte bei unserem Jugendleiter Matthias Wolf, der fortan in zahlreichen vorbereitenden Gesprächen den engen Kontakt zu IG Metall und MAN hielt,  mit seiner Idee einer Zusammenarbeit sofort offene Türen eingerannt. „Der SC Borsigwalde steht für Vielfalt, Toleranz und hohes soziales Engagement. Wir beschäftigen uns mit Kindern und Jugendlichen und gerade an so einem Tag, wenn die Leute von MAN hier erscheinen, war für uns eine Selbstverständlichkeit, hier ein Zeichen zu setzen“, sagte SCB-Vizepräsident Frank Radunz. „Wir haben viele, viele Jugendliche im Verein, die demnächst eine Ausbildung machen wollen, auch bei MAN eine Ausbildung machen wollen – und auch deshalb unterstützen wir die Aktion.“ Frank Radunz und unsere Geschäftsführer Bernd Naß sorgten mit einer perfekten Organisation dafür, dass auch das Drumherum stimmte – tolle Bewirtung, toller Teamgeist hinter der Theke, draußen unsere E-Junioren und andere Jugendteams mit Trommeln und Tröten. Insgesamt ein ganz, ganz starker Auftritt! Gut, dass Hans-Peter gekonnt wie immer am Mikrofon agierte – damit auch alle Besucher verstanden, um was es heute ging. Irgendwann spielte er den Song ein „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen…“ Symbolwert… Um Symbole und Solidarität ging es heute. Ein Dank von den B-Junioren und der Jugendleitung an den gesamten Verein, der mit seinen Helfern aus allen Abteilungen wieder einmal gezeigt hat, wie viel Kraft wir besitzen, wenn wir zusammen anpacken. Angefangen von den Kleinsten, unseren Auflaufkindern aus der F-Jugend – bis zu den Damen und Senioren. Liebe Borsigwalder, ich möchte Euch sagen:

DAS WAR BUNDESLIGA!

Und wer weiß, vielleicht haben wir ein bisschen was dazu beigetragen, dass der Kampf der MAN-Malocher nicht vergebens ist. „Durch so eine Aktion in der Öffentlichkeit, die auch ihre Kreise zieht, kann man den Druck auf den Konzern erhöhen. Ich meine das eine ist es, das verdeckt zu machen, betriebsintern. Aber unsere Aufgabe ist es, das in die Öffentlichkeit zu tragen und so zu verhindern, dass dieser Stellenabbau passiert“, sagte Robby Kohanka, Jugendvertreter bei MAN. Er habe zwar sonst mit Fußball wenig am Hut, aber: „Ich finde die Aktion der Borsigwalder Fußballer einfach klasse.“

Constantin Borchelt von der IG Metall brachte es so auf den Punkt: Fußball und Arbeitskampf – das sei „ganz nah beinander. Man weiß, wie viel Kraft die Fans im Fußball haben, auch Druck aufzubauen auf Verantwortliche“. Borchelt weiter: „Ich freue mich riesig, dass der Verein SC Borsigwalde mitmacht. Das ist hier ein ganz wichtiger Schritt, um Öffentlichkeit herzustellen. Es stehen zwei Drittel der Arbeitsplätze bei MAN zur Diskussion – und die wollen wir verteidigen mit allen Mitteln, und wie im Fußball muss man kämpfen.“  Fotos: Ivonne Bärwolff und Christian von Polentz. Borsigwalde heute mit: Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Muhudin, (Ahmed), Jan,  Fabian, Kais, Lucas, Simon.

 

0:3 – enttäuschender Auftritt in Wilhelmsruh

19. November. Einige Spieler entschuldigten sich nach dem Abpfiff bei mir für ihre Leistung heute. Müssen sie gar nicht – dafür haben gerade diese selbstkritischen Spieler in dieser Saison schon zu oft sehr gut gespielt. Aber der Vorgang zeigt Zweierlei: Erstens, einige Jungs haben einen richtig cw1 cw2 cw3starken Charakter. Zweitens: Wenn es so weit kommt, ist die tiefe Enttäuschung, die der Trainer heute nach Spiel-Ende verspürte, auch berechtigt. „War nicht mein Tag“, schrieb einer der Jungs per Whattsapp, eine Stunde nach Spielende. Man könnte sagen: Es war nicht UNSER Tag. Zur Pause ein 0:2, bei dem man sich fragen musste: Warum 0:2? Die anderen waren nicht besser, aber halt viel cleverer. Drei Mal aufs Tor gezielt, zwei Mal war der Ball drin. Wir haben unsere Chancen liegen lassen. Beim 1:0 hat Concordia Wilhelmsruh schon im Grunde aus Nichts alles gemacht – ein Fernschuss aus über 30 Metern, eine Fehlerkette bei uns. Ebenso beim 0:2 – ein Tor, wie wir es von Concordia kennen. Nicht, dass der Trainer nicht exakt solche Situationen vorhergesagt hätte…. Hinzu kam: Uns pfiff der Schiedsrichter, der auch nicht seinen besten Tag hatte, mehrmals beste Chancen als Abseits weg – zwei Mal völlig absurd, ganz bitter, weil wir gegen den reinen 2000er-Jahrgang von Concordia, dessen Wege wir ja seit Jahren kreuzen und um dessen spielerische und kämpferische Stärke wir wissen, uns ohnehin alles hart erarbeiten müssen. Zur Pause also dieses cw4 cw5 cw6 cw70:2, das die Gastgeber eigentlich nicht verdient hatten. Den Sieg aber verdienten sie sich dann in der zweiten Halbzeit, als wir uns leider nicht aufbäumen konnten, auch spielerisch klar unterlegen wirkten, und mit nur noch einem Gegentreffer (nach erneutem krassen individuellen Fehler) gut bedient – das hat mich dann erst richtig enttäuscht. Mag sein, dass wir Verletzungen und Krankheiten nicht so gut kompensieren können wie andere Teams – aber unser Kader ist groß, und aus der zweiten Reihe kommt derzeit nicht genug. Das ist schade, weil wir Kampfgeist zeigen müssen, um unser Saisonziel Ligaerhalt zu schaffen. Dann hätten wir mit unserer Truppe (heute wieder nur ein 2000er) ein sehr hoffnungsvolles zweites Jahr in der Landesliga vor uns. Auch jene Spieler, denen jetzt noch ein Quäntchen fehlt. Die aber zumindest zeigen müssen, dass sie da sind, wenn sie gebraucht werden. Nun das Highlight gegen Union am Mittwoch, das wir genießen müssen – wichtiger sind alledrings die nächsten Punktspiele. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Onur B. – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Muhudin, Onur Y., Jan, Ahmed, (Fabian), Kais,  Simon.

Verdienter Sieg, wichtige Punkte – 2:0 gegen Lichtenrader BC

12. November. Ganz wichtige Punkte holten wir heute im Kampf um den Klassenerhalt. Einmal mehr wurde heute deutlich, welche Hammerstaffel wir in der Landesliga erwischt haben: Mit dem b1aLichtenrader BC stellte sich der nominell Letzte vor – der vermutlich in der anderen Staffel null Abstiegssorgen hätte und so gar nicht wie ein Letzter spielte. Ähnlich ist ja die Situation für uns: In der anderen Staffel müssten wir vermutlich auch nicht zittern. Aber gut, so ist es jede Woche ein Kampf auf Biegen und Brechen, der unsere Jungs weiter bringt – auch heute. In Summe geht unser Sieg klar in Ordnung, weil wir deutlich mehr Top-Torchancen hatten, vor allem in der ersten Halbzeit. Aber wenn es blöd b1läuft, macht Lichtenrade beim Stande von 0:0 freistehend aus acht Metern das Ding rein – und wir gucken blöd aus der Wäsche, weil wir zuvor einige hundertprozentige Möglichkeiten haben liegen b2 b3 b4 b5 b6 b7lassen. Abhaken, bloß nicht drüber nachdenken, weiter konzentrieren – so kamen wir voll motiviert wieder aus der Kabine und erzielten gleich das 1:0. Der LBC reklamierte abseits, aber auf den Fotos ist auch gut zu erkennen, dass der Treffer regelgerecht war. Das 2:0 war dann letztlich regelrecht erarbeitet in einer nicht mehr so prickelnden zweiten Halbzeit. Die Gäste schwächten sich durch Undiszipliniertheiten selbst, wobei ich betonen möchte: Der LBC ist keine unfaire Mannschaft! Und aus meiner Sicht auch kein Team, das absteigen wird. Dafür wirkten die Jungs viel zu strukturiert und körperlich stark. Ich denke, in unserer Liga wird es noch ganz, ganz eng. Gut, dass wir heute wichtige Zähler gesammelt haben. So wertvoll die Unentschieden zuletzt waren – man tritt mit so einem Punkt ja doch irgendwie auf der Stell. Auch deshalb: Glückwunsch zum Dreier. Dankeschön an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute: Onur B. – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Simon, Kais, Pascale, Hussein, Nico, Jendrek, Lucas,  (Muhudin), (Onur Y.), (Eric.)

Favoriten gefordert – 4:4 gegen den SV Tasmania. Siegchance bis zum Ende

5. November. Es gibt diese Spiele, die sind nicht einfach zu erzählen. An deren Ende man nicht weiß, ob man sich freuen oder ärgern soll. Sagen wir es so: Wir haben es heute geschafft, einen der Staffelfavoriten tas2richtig zu fordern. Bis in die Nachspielzeit führten wir 4:3. Dass man dann noch nach einem individuellen Fehler das 4:4 bekommt, ist immer ärgerlich – aber man muss auch ehrlich sein und tas3 tas4 tas5 tas6 tas7 tas8zugeben: Der SV Tasmania, ein gefühlter Verbandsligist, hatte gefühlte 70 Prozent Ballbesitz. Das Spiel drohte mehrfach in die Richtung unserer Gäste zu kippen, auch in Phasen wie vor unserem 3:2, das zu diesem Zeitpunkt aus dem Nichts kam. Wir verhinderten eine Niederlage mit sehr viel Leidenschaft. Vor allem, wenn rund um unseren Strafraum gefährlich agiert wurde. Tolle Abwehrleistung mit wenigen Fehlern. Pep Guardiola hätte am schnellen Kombinationsspiel der Neuköllner seine Freude gehabt – manch anderer Trainer an unserer disziplinierten Spielweise. Für die Zuschauer war es ein spannendes, ein packendes Spiel. Häufiger hörte ich heute am Ende wieder: Wir haben nicht erwartet, in Borsigwalde eine solche starke Truppe zu sehen. Wir warfen als junge Truppe das in die Waagschale, was wir zu bieten haben: Laufbereitschaft und sehr viel Herz, gepaart mit schnellem Umschaltspiel. So erarbeiteten wir uns zahlreiche hochkarätige Tormöglichkeiten, von denen wir unterm Strich zu wenige nutzten. Hört sich nach einem 4:4 komisch an, aber wie gesagt: Es gibt tas1Spiele, die sind nicht einfach zu erklären. Das 3:4 fiel nach unserem 4:2 zu schnell, aus unserer Sicht aus klarer Abseitsposition – aber auch darüber zu diskutieren, ist müßig. Am Ende, denke ich, geht das 4:4 in Ordnung. Für uns ist das ein wertvoller Punkt auf dem Weg, die Klasse zu halten. Gute Besserung an Alex, dessen Knieverletzung hoffentlich nicht so schlimm ist wie der erste Verdacht. Ein MRT wird das zeigen. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Kader: Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Eren, Daniel, Christian, Simon, Kais, Pascale, Alexander, Hussein, Nico, Jendrek, Lucas, Jan, Muhudin.

7:0 gegen den BSC Rehberge – zweite Pokal-Hürde niedriger als erwartet

13. Oktober. Recht mühelos erreichten wir heute die dritte Runde des Berliner Pokals. Der eigentlich erwartete schwere Gang gegen den Bezirksligisten BSC Rehberge sollte sich auch und vor allem deshalb doch als leichte Übung erweisen, weil unsere Mannschaft sehr konzentriert und mit reh1 reh1a reh2sehr viel Leidenschaft und Spielfreude zu Werke ging. Am Ende standen sieben Tore. Dabei hatte selbst ich offensichtlich unterschätzt, wie wichtig den Jungs das Spiel war… Aufgrund der Vorkommnisse der  vergangenen Saison hatte schon unter der Woche der ein oder andere Akteur – und auch der ein oder andere im Umfeld – davon gesprochen, dass da noch eine Rechnung offen sei. Ich sagte der Mannschaft noch einmal vor der Partie, dass es auch meiner Sicht nicht so ist. Ich habe längst meinen Frieden damit gemacht. Denn der BSC Rehberge ist trotz der offensichtlichen Unfairness in der Partie gegen uns (die letztlich die Schiedsrichter-Disziplinarkommission mit einem Verweis gegen den „Unparteiischen“ geahndet hat) in der Bezirksliga kleben geblieben, wir und Lichtenberg 47 sind aufgestiegen. Alles gut also, wenn es denn einen Fußballgott gibt (wie Ihr wisst, zweifeln seit 2001 alle Schalker daran…). Letztlich stiegen die beste Mannschaft der Hinrunde (wir) und die beste der Rückrunde (L47) auf. Erwähnen möchte ich hier noch, dass sich das Trainergespann und mehrere Spieler aus Lichtenberg die heutige Partie angeschaut haben – und uns angefeuert haben. Das fand ich richtig klasse, das hatte Stil. Danke dafür an Marco und André, sowie die Jungs. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen für den Aufstiegskamp in der Bezirksliga – und uns, dass wir trotz Hammer-Staffel drin bleiben in der Landesliga, damit es bald ein Wiedersehen gib! Zurück zur Pokalpartie: Rehberge begann so, wie wir es erwartet hatten: hochmotiviert. Allerdings bereiteten sie uns nur fünf Minuten wirklich Probleme. Danach übernahmen wir mehr und mehr die Spielkontrolle. Meine Mannschaft setzte eins zu eins um, was ich verlangt hatte. Kurzum: Losgelöst vom Punktspieldruck mit zuletzt extrem starken Gegnern (was uns abhärtet) zeigten wir Spaßfußball mit Verwöhnaroma – sehr zur Freude der Zuschauer, soweit sie nicht aus dem Wedding kamen. Immer wieder wurde die Viererkette der Gäste düpiert, auf die allzeit gespielten langen Bälle waren wir auch bestens vorbereitet. Ehrlich gesagt hatten wir mehr Kombinationsfußball erwartet. Kurzum: Irgendwann wurde es einseitig, in Halbzeit zwei kam von Rehberge so gut wie nichts mehr. Das 7:0 am Ende eher schmeichelhaft und nur einer exzellenten Torwartleistung geschuldet. Kompliment an meine Spieler, die von der ersten Minute an zeigten, dass sie – wenn keiner an dem Spiel rumschraubt – deutlich mehr Qualität besitzt als Rehberge. In Runde drei wünschen wir uns nun – Hertha. Da Klubs wie wir eh nicht Pokalsieger werden, sollte das Motto gelten: Wenn schon, denn schon… Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Hussein, Eren, Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Muhudin, Jan, Tim, Kais, Alexander.

Nicht schön, aber selten: 0:0 im Nordduell beim Frohnauer SC

8. Oktober. Manche Spiele bekommen das Ergebnis, das sie verdient haben. In diesem Fall ein 0:0.  Beim Abgang vom Platz sagte ein Frohnauer Trainerkollege zu mir, dieses Spiel habe keinen fsc1Sieger verdient gehabt – ich wollte nicht widersprechen. Es wurde viel zu viel gepuffert statt kombiniert, beide Teams kamen im Grunde nur ansatzweise zu Torchancen – was für beide Abwehrreihen spricht. Kompliment also an beide Defensivreihen, die sehr gut standen. Beide Offensivabteilungen, da bin ich mir sicher, können deutlich mehr. Dass der Frohnauer SC (der diesmal drei Spieler aus seiner fsc1 fsc2 Verbandsligamannschaft in der Startformation hatte) daheim schwer zu bespielen ist, wusste ich aus einer Spielbeobachtung. Lichtenrade erging es so: Die Südberliner machten eine halbe Stunde lang das Spiel, aber kein Tor – dann den ersten Fehler, und landeten auf der Verliererstraße. Das wollten wir vermeiden. Und das gelang uns auch in einem vielleicht nicht so unterhaltsamen, aber allseits fairen Nordduell. Schade, dass wir darüber hinaus nicht so viele eigene Akzente setzen konnten – und die Jungs auch manche meiner Tipps nicht annahmen. Irgendwie haben sie sich dieses Spiel heute auch aufzwingen lassen – statt ihr eigenes zu machen. Einige Jungs wirken nach zwei englischen Wochen und wirklich hammerharten und körperlich überlegenen Gegner zuletzt auch schon arg müde – so dass heute unsere sonst so verbreitete Spielfreude fsc3nicht wirklich oft aufblitzte. Schwamm drüber, ein Punkt ist ein Punkt. Frohnau hat uns noch nie gelegen – und das fsc2macht den Punkt eigentlich noch wertvoller. Und wer sich die heutigen Ergebnisse von Viktoria und JFC anschaut, der weiß auch einzuordnen, wie gut wir gegen diese fsc4 fsc5 fsc6„Riesen“ gegengehalten haben. So gesehen sind wir mit acht Zählern und einer ordentlichen Tordifferenz bisher gut im Soll. Der Gegner, der unsere junge Truppe abschießt – der muss erst noch kommen. In diesem Sinne feilen wir in den Herbstferien an einigen Dingen – und punkte danach fleißig weiter. Danke an Carsten für die Spielfotos. Für Borsigwalde spielten heute Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Muhudin, Pascale, Kais, Alexander.

Niederlage – aber mutiger Auftritt gegen FC Viktoria 89

4. Oktober. Um gegen solche Teams zu spielen, haben wir in der vergangenen Saison wie die Löwen um die Landesliga gekämpft… Klar, wir waren heute dem FC Viktoria 89 aus Lichterfelde unterlegen, nicht nur körperlich, auch spielerisch – aber das ist ja nur logisch und auch nicht das v1entscheidende Kriterium. Unsere Borsigboys haben  sich super verkauft gegen eine Mannschaft, die seit Jahren dem Prozess der Auslese unterworfen ist, mit Spielern, die übrig geblieben sind und nicht durchs Sieb gefallen sind beim Leistungsfußball in all den Jahren, da sie von den Trainer des LFC ausgebildet wurden. Vermutlich tauchen dort hundert Mal so viele Probespieler auf wie bei uns… und wie hat es einst ein Fußball-Philosoph über den FC Bayern gesagt: „So eine Mannschaft könnte auch der Platzwart trainieren.“ Genau so sah das auch bei Viktoria aus: sehr viel Dynamik, sehr viele Automatismen, entstanden in all den Jahren. Schlichtweg: schöner Fußball mit sehr viel Kraft. Dem wir uns bravourös entgegen stemmten. Guckt man sich die bisherigen Ergebnisse der Truppe an, muss man schon das 0:0 zur Pause als Erfolg für uns werten. Schon da hatten wir eine gehörige Prise Glück, aber auch sehr viel Können gezeigt. Denn auch wir hatten unsere Gelegenheiten, drei, vier richtige gute. Der LFC ständig im Vorwärtsgang, fand irgendwann den Schlüssel, um unsere gut organisierte Truppe zu überwinden. Und als wir nach dem 1:2 nochmal kurz Hoffnung hatten, stellten die Südberliner quasi im Gegenzug wieder den alten Abstand her. Das 1:4 fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Fazit: Trotz der Niederlage hat es Spaß gemacht, unseren Jungs (und natürlich auch denen von Viktoria) zuzusehen. Wir wissen sehr wohl, dass wir heute ein besonders dickes Brett zu bohren hatten – und in der Staffel noch andere Gegner warten, mit denen wir trotz unserer jungen Mannschaft auf Augenhöhe sind. Für Borsigwalde spielten heute Onur B., Eric – Ablaye, Tobias, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, (Simon), Onur Y., Muhudin, Pascale, Kais, Alexander.

Um den Lohn gebracht. Elfmeterpfiff befördert BFC Dynamo auf die Siegerstraße

1. Oktober. Eines vornweg: Der BFC Dynamo ist normalerweise nicht unsere Kragenweite. Ein Verein, der den Anspruch hat, mit der U17 mindestens Verbandsliga zu spielen und sich nun unglücklicherweise (auch weil der BFV letzte Saison keine glanzvolle Rolle gespielt hat) in der b1 b2 b3 b4Landesliga widerfindet, außerdem mit seinem 2000er-Jahrgang gegen unsere junge Mannschaft (nur ein älterer Jahrgang in der Startformation) ganz klarer Favorit ist. Ich hätte also nie gedacht, dass ich mich am Ende über ein 1:3 gegen diesen BFC Dynamo ärgern würde. Ist aber so. Aus gutem Grund, unabhängig davon, dass der Sieg für den BFC aufgrund der Spielanteile nicht unverdient war. Aber beim Stande von 1:1 gab es einen geradezu absurden Elfmeter, eine Schwalbe auf der Torauslinie, die selbst den  Dynamo-Spielern ein hämisches Lachen ins Gesicht zauberte, als der Schiedsrichter tatsächlich auf den Punkt zeigte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er längst die Partie aus der Hand gegeben; im Grunde schon als er auf die ständigen Dauer-Beleidigungen durch die Dynamo-Bank zuvor („Betrüger“, „Blinder“), die ihrerseits unser 1:0 als nicht regulär angesehen hatte, nicht angemessen reagierte – sondern dadurch, dass er nun seine b5 b6Linie völlig aufgab und es offensichtlich den Gästen „recht machen“ wollte. Unsere Jungs wurden so um den Lohn ihrer Arbeit gebracht. Ich finde, wir haben taktisch diszilpiniert und mutig agiert, hatten vor dem 1:1 noch eine Riesenchance zum 2:0. Aber so ist das eben oft im Fußball: Der angesetzte Schiedsrichter ist gar nicht erst erschienen, der freiwillige Ersatz auf den letzten Drücker  ist mit dem Spielniveau (Tempofußball Landesliga) überfordert und am Ende der Gelackmeierte. Weil beide Mannschaften feststellten, wie schwach die Leistung des Referees war. Uns hat das alles am Ende allerdings einen Punkt gekostet. Mehr will ich dazu gar nicht mehr sagen, die Enttäuschung über den Vorgang an sich wird noch lange anhalten. Allerdings sollte uns die Niederlage im Bemühen um den Ligaerhalt nicht umwerfen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit:Kader: Onur B., (Eric) – Ablaye, Tobias, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, (Onur Y.), Muhudin, Sami, (Pascale), Kais, Alexander.

´.

Das Glas ist halb voll! 3:3 beim JFC Berlin erspielt. Zweimal Rückstand aufgeholt.

27. September. Und wieder haben wir es spannend gemacht… Erst zwei Minuten vor dem Ende erzielten wir heute das 3:3. Ein gefühlter Sieg? Keineswegs. Schon zur Pause haderten wir mit einem 1:1, weil wir eigentlich mit zwei, drei Toren Unterschied hätten führen müssen. Schon da jfc1 jfc2sprach ich an, dass wir aufpassen müssen, nicht mit leeren Händen dazustehen. Die erste halbe Stunde ging klar an uns, spielerisch waren wir fast gut und gern 60 Minuten besser als der Gegner, der aber seine körperliche Überlegenheit und sehr viel Dynamik ins Feld führte. Das ist eine richtig gute Truppe! Ich blicke mal zwei Jahre zurück: Da verloren wir gegen die 2000er des JFC Berlin mit 1:5 unser Ligaspiel und waren schlichtweg chancenlos. So gesehen sah das diesmal viel, viel besser aus. Und wer sind wir, dass wir mit einer so jungen Mannschaft (wieder nur drei 2000er im Kader) den Anspruch haben dürfen, solche Spiele automatisch zu gewinnen? Ja, es wäre heute möglich gewesen zu siegen – aber wir sollten das Glas halb voll sehen. Wir machen auf diesem Niveau eben noch Fehler, die der Gegner gnadenlos bestraft. Mit fast 100prozentiger Ausbeute heute. Gnadenlos effektiv. Natürlich ist es schade, wenn aufgrund einer jfc3Spielbeobachtung meinerseits zuvor klar ist, wie der Gegner agiert – und wir trotzdem die Stärken nicht verhindern können… aber so ist nun einmal Fußball. Die Zuschauer jedenfalls sahen auf einem der Landesliga unwürdigen alten, rutschigen Sandplatz, der mal ein Kunstrasen war, ein packendes und allzeit faires Spiel unter der Leitung eines souveränen Referees. Über den Stadionnamen, der einfach nur eklig ist, verliere ich diesmal kein Wort mehr – sonst sind sie beim JFC wieder beleidigt…jeder weiß, wie sympathisch mir dieser Verein ist, der nur auf Jugendarbeit setzt und eine exzellente Arbeit macht, aber diese Stadionname geht gar nicht. Auch nicht in diesen Tagen, wo ich mal eines loswerden will: Leute, ich habe jetzt jede Grafik zum Tabellenstand der Königsblauen mindestens zehn Mal per Whatts App erhalten…macht Schluss, Ihr nervt! Ich weiß jetzt, dass Schalker bei Rewe keine Punkte sammeln, bei der Polizei keine Punkte kriegen, es eine neue Marienkäferart ohne Punkte in der Veltins-Arena gibt, ha, ha, ha… Zurück zum Spiel: Glückwunsch an die Mannschaft, die nach zwei Rückständen nie aufgab, tapfer zurück fightete. Man darf auch nicht vergessen, dass die Jungs erst am Sonntag ein schweres Spiel hatten und nach der Schule direkt so eine weite Auswärtsfahrt auf sich nehmen mussten. So gesehen: Alles gut… wir sind mehr als im Soll. Und weil fast alle es bisher so gut machen, müssen sich die Reservisten weiter in Geduld üben. Auch so ist Fußball. Samstag gegen es schon weiter gegen einen der Staffelfavoriten: BFC Dynamo. Borsigwalde heute mit: Eric, Onur B. – Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., (Muhudin), Sami, Pascale.

3:2 beim Berliner SC – starker Kampf der Borsigboys, wieder nichts für schwache Nerven.

25. September. Zweites Spiel, zweiter Sieg. Hart erarbeitet, wie man auch im Gesicht eines b1aSpielers ablesen konnte, der mit einem Cut über dem Auge ausscheiden musste. Letztlich das 3:2 gegen den Berliner SC nicht unverdient, wie man so schön sagt. In erster Linie, weil wir furios b2 b3 b4 b5 b6begannen und den BSC auf dem herrlichen Rasenplatz, dem Hauptplatz des Vereins (während die 1.B  auf dem Nebenplatz spielen musste) mit unserem schnellen Umschaltspiel völlig überraschten. Es hört sich vielleicht seltsam an, aber es wäre sogar mehr als diese 3:0-Führung möglich gewesen, zu der freilich auch der BSC mit Fehlern beitrug. Aber schon nach einer halben Stunde merkte man unseren Jungs an, wie viel Kraft dieses ständig Anlaufen auf tiefem Boden (und bei hohem Gras) gegen einen zeitweise konsterniert wirkenden Gegner kostete. Der BSC riss die Partie mehr und mehr an sich – und hätte in Halbzeit zwei auch einen Zähler verdient gehabt. Denn da kamen wir nur noch zu Konterchancen, trafen einmal den Pfosten und vergaben aus kürzester Distanz – ansonsten machen die Schwarz-b1bGelben das Spiel und setzten uns gewaltig unter Druck. Nach dem 2:3, dem zweiten Strafstoß und in diesem Fall einem unberechtigten Elfmeter, wurde das umkämpfte Spiel für uns in den letzten Minuten zu einer wahren Abwehrschlacht, die wir auch mit etwas Glück überstanden. Aber wie sagt man so schön? Glück hat nur der Tüchtige. Mancher von uns hatte am Ende Herzrasen – so macht Fußball Spaß. Glückwunsch an die Mannschaft zu einem Saisonstart, wie wir ihn mit unserer jungen Truppe nicht erwarten durften. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit Onur B. – Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Muhudin, Sami, Pascale, (Eric)..

2:1 gegen Hürtürkel. Gegner niedergekämpft. Mit viel Herz und Leidenschaft zum ersten Dreier

15. September. Starker Start ! Und ein würdiges Saison-Eröffnungsspiel an der Tietzstraße. Eine Landesligapartie mit sehr viel Rasse, Klasse und Tempo lieferten sich die Borsigboys und der BSV Hürtürkel am Donnerstag.  Das Duell war auf Wunsch der Gäste vorverlegt worden. Am Ende h1 h2 h3 h4 h5siegten wir in einem Duell, das nichts für schwache Nerven war und die Zuschauer voll mitnahm, mit 2:1. Wie ich, denke letztlich auch verdient. Wir zeigten heute einfach wieder sehr viel Herz und Leidenschaft. Die erste Halbzeit gehörte weitgehend uns. Wir waren spielerisch überlegen, Hürtürkel fiel wenig ein gegen unser schnelles und strukturiertes Offensivspiel. Die besseren Chancen hatten wir auch, unter anderem einen Lattenschuss. Kurz vor der Pause fiel dann auch das längst überfällige 1:0. Hürtürkel spielte erst nach dem Pausenpfiff so, wie ich sie von Beginn an erwartet hatte. Auf diesem Wege danke an meinen Trainerkumpel Andreas: Das Video vom Testspiel Hürtürkels gegen die Füchse (ein beeindruckendes 2:1 für die Neuköllner) war durchaus Gold wert. Wir waren jedenfalls vorbereitet auf das aggressive Pressing, ließen unterm Strich wenig zu, obwohl der Gegner plötzlich mehr Ballbesitz hatte und sehr drückte. Das sah gut aus – und vielleicht hatten wir auch in der einen oder anderen Szene Glück. Einen unserer Konter hätten wir aber bei einer Eins-gegen-eins-Situation von Stürmer und Torwart eigentlich zum 2:0 verwerten müssen, stattdessen kam Hürtürkel eine Viertelstunde vor dem Ende zum Ausgleich. Meine Jungs aber steckten nicht auf, kämpften weiter wie die Löwen. Das Spiel hatte nun huer1Pokalfight-Charakter, wurde zum offenen Schlagabtausch. Durch einen Strafstoß kamen wir noch zum Siegtreffer, wobei die Partie davor einige Minuten unterbrochen war – irgendwann war es doch recht hitzig auf dem Platz und Hürtürkel versuchte doch sehr intensiv, die körperliche Überlegenheit gegen unsere junge Mannschaft auszuspielen. Das führte letztlich zu einem klaren Strafstoß und einer Roten Karte. Ich bin stolz, dass meine Spieler weitgehend die Nerven behielten und am Ende sogar weitere Gelegenheiten hatten, um in der Nachspielzeit noch zu treffen. Kurzum: Ein toller Saisonauftakt gegen eine Mannschaft, die aus meiner Sicht oben mitspielen wird. Zwei, drei Akteure bei Hürtürkel sind schon Extraklasse. Wir haben die ersten Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Glückwunsch an alle. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Eric, (Onur B.) – Ablaye, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Daniel, Jendrek, Christian, Lucas, Simon, Onur Y., Fabi, Ahmed, (Jan).

Derbysieg in der ersten Pokalrunde. 9:1 gegen chancenlosen 1.FC Lübars

10. September. Die erste Runde im Berliner Pokal war für uns lueb8nicht die höchste Hürde. Unser Nachbar 1.FC Lübars, einst mein erster Verein als Trainer, wird derzeit nicht nur bei den Frauen lueb1 lueb2 lueb3 lueb4gebeutelt, die von der Zweiten Liga in die Verbandsliga durchgereicht wurden, sondern auch bei einigen Teams im Jugendbereich. Da wartet auf den neuen, sehr engagierten Jugendleiter, sehr viel Arbeit. Gerade erst im Training, mit dem von mir hochgeschätzten Recep als Vertretungstrainer, tauchten 13 Lübarser an der Tietzstraße auf – und wehrten sich so gut es ging. Ein bisschen taten mir die Jungs in ihren bei den Männern geborgten Langarm-Trikots bei über 30 Grad leid – meine Jungs aber stellten schnell die Weichen auf Sieg gegen einen vor allem in läuferischer Hinsicht klar unterlegenen Gegner. Spielerisch war das gar nicht übel, was viele Lübarser zeigten – über den Flügel, mit viel Drang nach vorne. Sie zeigten Mut und Herz, lueb6verkauften ihre Haut teuer – aber wir waren heute einfach die eine Spielklasse besser. Am Ende lueb7ein 9:1, das auch in der Höhe in Ordnung ging. Danke an die Lübarser für ein faires Derby. Etappe eins auf der „Road to Maobit“ ist geschafft, es warten nun allerdings härtere Brocken in den lueb10nächsten Wochen auf uns. Der erste Gegner in der Landesliga, Hürtürkel, setzte am letzten Wochenende mit einem 2:1 gegen Füchse ein Achtungszeichen. Dabke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute mit: Onur B. – Lucas, Ablaye, Simon, Tobias, Kais, Hussein, Nico, Eren P., Tim,  Ahmed, Jan, Daniel, Jendrek, Christian, Bilal.

5:1 am letzten Spieltag gegen Spandauer Kickers.

GESCHAFFT!

AUFSTEIGER!

18. Juni. Puhhhhhhhhh. Geschafft! Wir haben es richtig spannend gemacht. Bis zum letzten Spieltag. Aber mit dem heutigen 5:1-Erfolg gegen die Spandauer Kickers sicherten wir uns die Aufstieg1 Aufstieg2 Aufstieg3Meisterschaft und den Aufstieg. Zwei Jahre haben wir darauf hin gearbeitet – und in den letzten Wochen kam uns die Leichtigkeit abhanden. Die vielen Abstellungen (bis zu sieben Spieler pro Partie) für die B-Jugend, festgespielte Akteure, die in der C nicht mehr ran durften – all diese Faktoren haben die Jungs müde gemacht, hinzu kamen unerwartete Verletzungen, die uns zuletzt Aufstieg4 Aufstieg5 Aufstieg6 Aufstieg7 Aufstieg8mehrfach zum Improvisieren zwangen. Alles vergessen mit dem heutigen Tag, als die Truppe noch einmal gegen einen voll motivierten Gegner zeigte, was in ihr steckt. Vor allem die erste Halbzeit war Fußball mit feinstem Verwöhnaroma. Derart laufintensiv, dass mancher kaum noch konnte in Halbzeit zwei. Gespielt aber haben die Jungs genau so, wie wir es trainiert hatten in dieser Woche. Und ich muss sagen: Für mich als Trainer hat es sich auch gelohnt, die Spandauer zuletzt beobachtet zu haben. Die Jungs hingen heute an der Tafel an meinen Lippen, es war zu spüren: Alle sind focussiert. Und als die Stollen klapperten beim Rausgehen, da spürte ich eine Energie wie schon lange nicht mehr. Das war purer Willen, heute alles perfekt zu machen. Und wir knackten sie an ihrer Schwachstelle – über die Außen. Aber was sollen wir heute noch groß über ein Spiel sprechen, das wir durch ein 4:0 schon in der ersten Halbzeit entschieden? Es war nicht dieses eine Spiel, um das es geht. Wir blicken zurück auf eine Saison, in der wir auch schon in der Hinrunde den Grundstein legten. Ohne Doppelbelastung durch die B, in der mittlerweile fast jeder Spieler mal ausgeholfen hat, leisteten wir uns nur ein Remis – waren klar die beste Mannschaft der Staffel. In der Rückrunde mussten wir uns zwei Mal regulär (gegen Mitaufsteiger Lichtenberg 47 und Wannsee) und einmal unter unfairen und dubiosen Bedingungen (gegen Rehberge) geschlagen geben. Ich denke, dass nun wir und L47 aufsteigen – und nicht die mit Lichtenberg punktgleichen Rehberger – kann man so auf den Punkt bringen: Es gibt noch Gerechtigkeit im Fußball. Und wer mich kennt weiß, wie wichtig mir Gerechtigkeit ist. Aufstieg9 Aufstieg10Für viele Spieler beim BSC Rehberge tut es mir Leid, weil die Jungs nix dafür können – über andere, die einst Freunde waren, aber vor Wochen Fairplay mit Füßen traten, müssen wir nicht mehr reden. Wir haben unseren eigenen Weg beschritten. Und dass es mir vergönnt war, eine C1 C2 C3 C4 C5 C6komplette neue 2002er-Mannschaft nach Borsigwalde zu holen, die bestimmt nächstes Jahr die Landesliga halten wird, macht es zu einer perfekten Freude. Denn was wäre unser Aufstieg wert gewesen, wenn die interessante Liga nächstes Jahr schon wieder weg ist?  Alles Gute also den Jungs von Detlef Böhme! Wir können und dürfen uns nun richtig freuen. Das haben wir heute schon C7 C8 C9getan. Für mich wurde es ein nasser Tag, weil gleich zwei Wassereimer über mich ergossen wurden. Zuvor, das gebe ich ehrlich zu, war ich arg angespannt. Mancher behauptet, zu angespannt. Dass wir es so spannend machen würden, war nicht geplant. Um es so zu formulieren: Wer hätte gedacht, dass wir bei der C bis zum letzten Tag zittern müssen – und bei der B bis zum letzten Tag hoffen dürfen. Grandios heute unsere Elternschaft mit Trompeten, Plakaten – super, diese Mannschaft hinter der Mannschaft. Selbst in Kanada fieberte einer zu nachschlafender Zeit mit… Danke auch an alle anderen Fans. Es waren sehr viele heute da. Viele haben gezeigt, dass ihnen diese Mannschaft samt Trainer wichtig ist. Mann, war das laut heute auf der Gegengerade. Super laut. Einfach klasse, dieser Rückhalt, diese Gemeinschaft. Ich denke, es wird einigen Spielern, die höherklassig spielen wollen, schwer fallen, diese Gruppe zu verlassen. Und sie werden vermutlich im Laufe ihrer Fußballerzeit noch häufiger wehmütig dran zurückdenken. Aber ich habe Verständnis, wenn die Verbandsliga lockt. Heute jedenfalls hängten sich alle nochmal richtig rein – C10 C11 C12und genau das fand ich ebenfalls spitze. Danke an diese Jungs. Und: Sorry, wenn ich an Euch gezweifelt habe. Ich gratuliere Euch allen ganz herzlich, denn nicht ich stehe auf dem Feld und laufe auch bei brütender Hitze – IHR seid es. Nach dem Spiel gönnten wir uns noch das ein oder andere Getränk, das spendiert wurde – danke an Norbert, unseren Vereinswirt und an Frank. Danke an alle, die mich in den letzten Monaten unterstützt haben, die für mich sehr, sehr hart waren. Vor allem meinen Interims-Co-Trainer Norbert, auch Marius, zuletzt auch Tom. Zwei Teams gleichzeitig zu trainieren – das war enorm anstrengend und wurde mehrfach zu einer Nervenprobe. Aber immer, wenn ich geschwächelt habe, waren Leute da, die C13 C14mich gestützt haben. Danke dafür an Heidi, Totti, Jan, auch alte Borsigwalder wie Bernd, Andy und Gerald, bei dem wir erst noch am Mittwoch am Grill saßen. Der Verein hat Power, wenn die Kräfte gebündelt werden. Das hat man heute wieder gesehen. Morgen nun ein letzter Kraftakt. Die Fotos kommen heute von Gerald und Carsten. Beiden vielen Dank. Aufsteiger für Borsigwalde: Malcolm, Pascale, Muhudin, Hussein, Mohammad, Kais, Melvin, Jan, Tobias, Maurice, Nico, Eren, Daniel, Bianca, Vincent, Onur B., Onur Y., Ahmed, Simon, Firat, Christian, Jendrek.

Niederlage im Spitzenspiel

04. Juni. Und weiter sitzen wir vor dem Loch und kriechen nicht hindurch… Die Geschichte des heutigen Spitzenspiels gegen Lichtenberg 47 ist schnell erzählt. In der ersten Halbzeit waren wir C1 C2 C3 C4 C5sehr schwach, fast schon ängstlich, unser Spiel sehr fehlerbehaftet. Personell fast mit einer Notbesetzung (sogar mit Feldspieler im Tor), fingen wir uns zwei völlig unnötige Gegentreffer. Zwei Schüsse auf unser Tor- zwei Tore. In Halbzeit zwei kamen wir zwar noch zum Anschluss, ließen aber einige gute Möglichkeiten liegen. L47 kam jedoch auch zu einigen guten Kontermöglichkeiten. Ich denke dennoch, da wäre das Remis okay gewesen. Der Trainerkollege Marco hat seine Truppe aber 50 Minuten besser gesehen. Fakt ist:  Der SV Lichtenberg 47 konnte sich so noch seine Aufstiegshoffnungen erhalten. Wir haben nach wie vor die beste Ausgangsposition aller drei Teams, die aufsteigen können. Müssen halt den einen verflixten Punkt im letzten Saisonspiel noch holen. Die Mannschaft ist müde, durch kranke und verletzte Spieler sehr geschwächt – so dass uns die Spielpause am nächsten Wochenende gut tun wird. Im Übrigen auch dem Trainer, der dann nur ein Spiel hat mit der B-Jugend…Dann heißt es am 18. Juni: Bringen wir es auf eigenem Platz zu Ende! Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Pascale, Onur Y., Simon, Ahmed, Jan, Malcolm, Christian,  Eren, Melvin, Hussein, Maurice, Momo, Kais, Daniel, Nico, Firat.

Matchball vergeben. Müder und uninspirierter Auftritt beim 1:2 in Wannsee

27. Mai. Bei der FV Wannsee (1:2) haben wir den ersten Matchball vergeben. Kein Vorwurf an die Mannschaft, die arg geschwächt in diese Partie ging. Sechs Spieler purzelten eine halbe Stunde vor Anpfiff direkt von einer neun Stunden langen Busreise (Klassenfahrt) auf den Platz, andere waren 20160527_181323[1]auch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Ich will hier gar nicht ins Detail gehen, aber ich verbitte mir als Trainer der 1.C-Junioren, der ich noch bis zum Saisonende bin, dass Mitglieder aus einer 20160527_181338[1]anderen Abteilung über meinen Kopf hinweg einen Spieler zum Probetraining bei einem anderen Verein schleppen – ob die Initiative vom Spieler ausging, der hinterher festellstellte, er hätte nicht gewusst, dass das „so anstrengend“ ist, ist dabei irrelevant. Der Vorgang an sich ist schon seltsam, erst Recht vor so einer wichtigen Partie. Mancher im Verein hat immer noch nicht mitbekommen, welchen Kraftakt die Jungs der C-Jugend diese Saison leisten müssen. Für all jene: Die C-Jugend stopft Löcher im Verein, die kratertief sind. Ohne die C-Jugend gäbe es keine B-Jugend mehr (ja, wir hätten abgemeldet! Nochmal: abmelden müssen. Mittlerweile hat fast jeder C-Jugendspieler schon bei der B ausgeholfen), wir hätten also nicht einmal mehr B-Spieler, die wir nach Saisonende an die A-Jugend abgeben könnten. Und, glaubt es mir: Unsere A-Jugend wird diese 99er, die sonst weg wären oder gar nicht hier (weil ich sie überzeugt habe, für Borsigwalde zu spielen), noch bitter nötig haben. Um es kurz zu machen: Ich weiß, dass jede Abteilung ihre eigenen Sorgen und Nöte hat, ich verlange auch gar nicht, dass jeder so mitfühlt und mitleidet bei B und C wie ich als Trainer – aber ein bisschen Respekt für unsere Arbeit und Rücksichtnahme wäre schön. Ich dachte nämlich bislang, wir ein EIN Verein… In diesen Tagen ist über diesen Vorgang hinaus insgesamt so viel schief gegangen, dass es einem Trainer unter Doppelbelastung die Lust an allem rauben kann. Dafür kann ich auch nur um Verständnis bitten. Es gab zuletzt Trainingseinheiten, da stand ich mit 30 Mann alleine auf dem Platz. Diese Saison zerrt auch an meinen Nerven. Und vielleicht habe ich diesen Freitag in Wannsee (zu manchen Fairplay-Tiefschlägen in dieser Saison) gebraucht, um zu erkennen, was mal ein Trainerkollege gesagt hat: Der Verein kann noch so groß sein, als Trainer bist Du oft der einsamste Mensch. Auch und vor allem, weil Fußball zwar ein Teamsport ist – was aber noch lange nicht heißt, dass alle in einem Verein an einem Strang ziehen. Dass obendrein mancher Spieler aus meiner Truppe auch aufgrund der Ereignisse von Wannsee raus will aus dieser Bezirksliga, kann ich nachvollziehen: Wir hatten wieder einen Schiedsrichter, der nicht nur der älteste Akteur auf dem Platz war, sondern auch der schlechteste. Beide Mannschaften haderten sehr, uns traf es letztlich besonders hart, als er uns drei Minuten vor Schluss nach einem Freistoß den Ausgleich einfach weg pfiff. Begründung: Ein Spieler habe vor dem Torwart gestanden, „fast auf den Füßen“. Mal abgesehen davon, dass der Torwart nicht angegangen wurde, sind das noch diese Leute, die immer noch nicht begriffen haben dass der besondere Schutz für Torhüter nicht dem Regelwerk entspricht, sondern ein Mythos aus längst vergangenen Tagen ist. Ich möchte bei aller Enttäuschung aber nicht versäumen, Wannsee zum Sieg zu gratulieren. Wir wussten vorher, dass es schwer wird, schon im letzten Jahr haben wir uns dort die Zähne ausgebissen. Die Jungs von meinem geschätzten Trainerkollegen Florian waren bissig und leidenschaftlich, haben unseren insgesamt doch recht unstrukturierten Sturmlauf gut verteidigt. Wie sagt man so schön: glücklich, aber nicht unverdient gewonnen. Ich habe jedem einzelnen Wannsee-Spieler persönlich gratuliert, denn das war stark. Meiner Mannschaft kann ich nur zurufen: Mund abputzen, weitermachen. In dieser Woche trainieren wir als C-Jugend für uns alleine, auch ohne Probespieler. Unser Kader heute: Kader: Tobias, Onur Y., Simon, Ahmed, Jan, Malcolm, Christian,  Eren, Melvin, Hussein, Maurice, Vincent, Momo, Kais, Daniel, Nico,

Auch die Hitze kann uns nicht stoppen: Elf blitzsaubere Tore bei der SG Prenzlauer Berg

21. Mai. Unser größter Gegner war heute die Hitze auf dem schönen Platz der SG Prenzlauer Berg. Der Gegner selbst, auch noch ersatzgeschwächt, kam im Grunde nie gefährlich vor unser Tor. Das 20160521_110142[1]20160521_122807[1]11:0 am Ende Ausdruck unserer klaren Überlegenheit. Die SG begann nur mit zehn Mann, wir auch – später war es dann ein elf gegen elf. Wir kamen mit zwei Wechslern aus. Meckern kann man, wenn 20160521_122835[1]überhaupt, nur über die Chancenverwertung. Ansonsten ließen wir Ball und überwiegend jüngeren Gegner sehr gut laufen, zeigten ein schönes Flügelspiele – so knackt man einen massierten Deckungsverbund, wie wir ihn heute erlebten. Früh war alles klar, mancher durfte dann auf ungewohnter Position spielen. Der Schiedsrichter sorgte mit sehr korrekter Regelauslegung (zu Recht) mit dafür, dass uns bis zum Schlusspfiff die Spannkraft nicht ausging. Nun fehlt uns noch ein Sieg, um den Aufstieg perfekt zu machen. Das Ziel ist nahe, wir stehen kurz vor der Belohnung für zwei Jahre harte Arbeit… Borsigwalde heute mit Onur B., Onur Y., Simon, Ahmed, Jan, Malcolm, Christian,  Eren, Melvin, Firat, Hussein, Maurice, Vincent.

Torfestival zur Ehrung für die Borsigboys: Berliner Fußballverband zeichnet Team aus. Viel Spaß beim Grillen mit Gegner Bau-Union und der Filmpremiere

7. Mai. Das heutige Spiel gegen den SV Bau-Union rückte angesichts des Geschehens drum herum etwas in den Hintergrund.  Um es kurz zu machen: Die Partie gegen den Vorletzten war eine recht einseitige Sache. Wir belagerten das Tor der Gäste aus Lichtenberg pausenlos, die Jungs kämpften IMG_4191 IMG_4192 IMG_4289 IMG_4377zwar tapfer, kamen aber im Grunde so gut wie nie über die Mittellinie. In den ersten Minuten das Bau Union1 Bau Union2 Bau Union3 Bau Union4 Bau Union5bekannte Borsigboys-Muster: Chancen wurden in Hülle und Fülle liegen gelassen, irgendwann sorgte ein Abpraller für die Führung – eine Art Türöffner. Bis zur Pause ein 9:0, das wir auf 18:0 IMG_4402 IMG_4503 IMG_4517 IMG_4537ausbauten. Abgepfiffen wurde auf Wunsch der Gäste bereits fünf Minuten vor dem Ende – die Bau-Unioner waren nur mit zehn Mann angereist. Allerdings spielten wir die komplette Zeit auch IMG_4634 IMG_4643nur mit zehn Mann, wechselten zudem nur zwei Spieler ein. Trotzdem wirkten wir läuferisch bei sommerlichen Temperaturen allseits frisch, sehr spielfreudig und torhungrig. Es wurde nach der IMG_4624 IMG_4627 IMG_4629etwas egoistischen Startphase auch sauber kombiniert. Respekt vor unseren Gästen, dass sie bis zum Ende tapfer durchhielten. Ein großes Herz haben sie und ihr Trainer Mario allemal, wir drücken fest die Daumen für den Klassenerhalt, den sie in „Endspielen“ gegen die SG Prenzlauer Berg und Hansa noch fix machen können. Nach dem Spiel saßen wir mit den Jungs noch beisammen auf eine Bratwurst und ein Getränk – danke an den Berliner Fußballverband, der solche Begegnungen unter der Aktion „Freunde-Frühstück“ möglich macht. Schön, dass sich unsere Gegner auch noch gemeinsam mit uns und zahlreichen Eltern und anderen Vereinsmitgliedern die Ur-Aufführung unseres neuen Borsigboys-Films zur Copa Costa Brava in Bracelona anschauten. Ich denke, den Eltern vermittelte sich sehr gut, wie viel Spaß ihre Sprösslinge in Spanien hatten. Den Filrm werden wir die Tage auf youtube hochladen, er kann dann über unsere Team-Homepage unter der Rubrik BORSIGBOYS-TV angeklickt werden. Auf diesem Wege vielen Dank an unseren Vereinswirt Norbert, der mit seiner Crew aus der After-Game-Party eine schöne Sache machte. Vor dem Spiel bekamen wir vom Berliner Fußballverband die Ehrung für die Fairplay-Geste des Monats März überreicht. Dabei ging es um unser „angeordnetes Eigentor“ auf dem Spiel gegen Schwarz-Weiß Spandau, als es Schiedsrichterball den Weg ins Tor fand – und wir den alten Torabstand (statt 1:3 dann 2:3) wieder herstellten und für eine spannende Schlussphase in dieser Partie sorgten. Die Ehrung nahmen unsere sympathische Staffelleiterin Rosemarie Neumann und  – das war ihm sichtlich ein besonderes Vergnügen – unser stolzer Vereinspräsident Carsten Polte vor, der auch dem BFV-Jugendausschuss angehört. Danke an die beiden, die diese Ehrung auch für unser Team in feierlicher Form zu einer wunderbaren Sache machten. Ich glaube, auch die letzten in unserem Team (die damals zuerst geschockt über meine Anweisung waren) haben nun begriffen, dass Fairplay belohnt wird. Nicht immer, wie wir auch schon in dieser Saison schmerzlich erfahren mussten, wird Fairplay hoch gehalten – wir wollen jedoch weiter dafür sorgen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Onur B., Onur Y., Simon, Hussein, Maurice, Ahmed, Jan, Malcolm, Vincent, Eren, Momo und Nico.

Den Link zum Artikel des Berliner Fußballverbandes findet Ihr hier

Laufstark und mit Köpfchen: Ungefährdetes 5:1 gegen Blau-Weiß Spandau

16. April. Ungefährdeter als erwartet kamen wir heute zu unseren nächsten drei Punkten. Der FV Blau-Weiß Spandau war uns aus der Hinrunde noch als giftiger Gegner in Erinnerung, der uns lange das Leben schwer machte. Heute kauften wir ihnen schnell den Schneid ab, was auch daran gelegen 20160416_111429[1]haben könnten, dass die Gäste unkonzentriert waren. Denn die Gäste trudelten erst fünf Minuten vor dem geplanten Spielbeginn ein, so dass sich dieser um eine halbe Stunde verzögerte. Es hieß, sie hätten am Treffpunkt ewig auf einen, wohl sehr wichtigen, Spieler warten müssen. Ärgerlich. Aber wir ließen uns davon nicht beeinflussen – und begannen sehr forsch. Mit Sturm und Drang. Diesmal 20160416_111439[1]war auch unsere Chancenverwertung etwas besser, was dafür sorgte, dass wir rasch bereits mit 3:0 führten. Zur Pause ein auch in der Höhe verdientes 4:0. Bemerkenswert selten für unser nicht gerade großgewachsene Truppe: Drei Treffer fielen per Kopfball. Nach der Pause schalteten wir einen Gang zurück, was erklärbar war. Wir schafften es heute, mit nur einem Auswechsler auszukommen, was beweist: Die Jungs sind fit! Blau-Weiß spielte zwar gefällig und in Halbzeit zwei auch viel aggressiver, drang aber nur wirklich selten gefährlich ins letzte Drittel des Spielfeldes vor. So legten wir nach dem 1:4, einem wirklich sehenswerten Volleyschuss, rasch das 20160416_124227[1]5:1 nach. Dabei blieb es auch, obwohl wir noch die eine oder andere Gelegenheit hatten. Fazit: Wieder ein Schritt mehr zum großen Ziel, das immer näher rückt. Eigentlich wollte heute die C1 C2 C3Staffelleiterin Rosemarie Neumann vorbei schauen und uns mit der Fairplay-Geste des Monats März ehren – dies geschieht aber nun erst am 7. Mai. Wir freuen uns schon sehr auf die Auszeichnung, die auf eine Aktion in der Partie gegen Schwarz-Weiß Spandau zurück ging. Da hatten wir per Schiedsrichterball unabsichtlich das vorentscheidende 3:1 erzielt. Nach einem von der Trainerbank angeordnetem Eigentor durch uns verkürzten die Spandauer wieder auf 2:3 – und so blieb das Spiel bis zum Ende spannend. „Ich erlebe so viel Negatives, Woche für Woche steht auf den Spielberichten was über schlimme Zwischenfälle“, so Staffelleiterin Neumann, „da habe ich mich über diese wirklich einmalige Aktion sehr gefreut. Glückwunsch an die 1.C-Jugend des SC Borsigwalde für eine besondere Form von Fairplay.“ Wir verhehlen nicht: Auch wir haben in dieser C4 C5Saison schon unsere Erfahrungen mit Unfairness in ausgeprägter Form gemacht – und so hat sich unser ausrechtes Team diese Ehrung wirklich verdient. Danke an Carsten für die heutigen Spielfotos. Borsigwalde heute: Onur B., Onur Y., Momo, Eren, Christian, Simon, Nico, Maurice, Malcolm, Jan, Kais, Vincent.

Klares 3:0 – aber Torschusspanik und Buchholzer Riegel sorgen lange für Probleme

9. April. Eigentlich könnte ich fast den Spielbericht von letzter Woche kopieren. Wieder trafen wir auf einen massiert verteidigenden Gegner, der aber mit noch mehr Verve und Leidenschaft agierte 20160409_100215[1]20160409_100228[1]– und obendrein auch noch sehr diszipliniert und taktisch geschickt. Hut ab vor dieser Defensiv-Leistung des SV Buchholz. Das erinnerte mich an unsere Mannschaft aus dem vergangenen Jahr, als wir bisweilen sogar mit Fünferkette agierten gegen Gegner, die uns überlegen waren. Fakt ist: In der Rückrunde spielen viele Mannschaften anders gegen uns als noch in der Hinrunde – deutlich dfensiver. Wir kamen trotzdem von Beginn an zu einigen Chancen, verloren dann irgendwann nach dem hochverdienten 1:0 ein bisschen den Faden – und liefen zu oft ins Abseits. Dass da auch falsche Abseitsentscheidungen dabei waren, die uns auch ein Tor kosteten – nun ja, ohne Linienrichter ist es für den Referee immer schwer, wir 20160409_100311[1]müssen da selbst auch noch cleverer werden. Die zweite Halbzeit war dann ein einziger Sturmlauf von uns, bei dem wir es auch besser machten in Halbzeit eins und schön über die Flügel spielten. 20160409_112719[1]Was wir da aber liegen ließen an Tormöglichkeiten, vor allem nach durchaus sehr guten Flanken, das ist eigentlich unbeschreiblich und unfassbar. Man stelle sich vor (und im Geiste stellte ich mir das vor, was mir den Schweiß auf die Stirn trieb), der Gegner kommt zu einem Konter… Es dauerte lange, nervenaufreibend lange, bis wir endlich den Ball zum zweiten Mal im Tor unterbrachten – und der Widerstand der Jungs aus Französisch Buchholz gebrochen war. Am Ende 20160409_112740[1]ein 3:0, das im Grunde wieder nur unzureichend unsere Überlegenheit dokumentierte – aber andererseits muss man der Truppe auch zu Gute halten, dass auch heute wieder der ein oder andere auf ungewohnter Position agierte. Und dass es bisweilen nicht so einfach ist, richtig gute Abwehrriegel zu knacken. Borsigwalde heute: Onur B., Onur Y. (C), Momo, Eren, Christian, Melvin, Nico, Maurice, Hussein, Malcolm, Jan, Kais, Vincent, Bianca.

5:0 bei Hansa 07 – schwache Chancenverwertung verhindert höheren Sieg in Kreuzberg

2. April. Nach dem Schlusspfiff bedankte sich der Trainer der Freien Sport-Vereinigung Hansa 07 bei mir – für unsere Chancenverwertung. Damit traf er den Nagel auf den Kopf. Es soll nicht vermessen klingen nach einem klaren 5:0-Sieg in diesem vorgezogenen Punktspiel (eine Anreise Hansa1 Hansa2 Hansa3nach Kreuzberg am neuralgischen 1. Mai wird uns erspart), aber: Diese Partie hätte klar zweistellig ausgehen müssen. Ich weiß nicht, wie oft wir heute noch Pfosten und Latte malträtiert oder den wirklich famosen Torhüter anvisiert haben aus zwei, drei Metern Entfernung – aber egal, Hauptsache Pflichtaufgabe erfüllt. Die erste Halbzeit war dabei noch aus der Kategorie sehenswerter Kombinationsfußball, wobei bis zum 1:0 nach einer Standardsituation schon fünf Hundertprozentige liegen blieben. Halbzeit zwei wirkte mir bisweilen zu pomadig, so wie häufig eine Mannschaft spielt, die nichts zu befürchten hat. Hansa erarbeitete sich in den 70 Minuten nicht eine einzige zwingende Torchance, blieb aber stets sehr lauffreudig und bemüht, uns in unserem Aufbau zu stören. Das trug zumindest in Halbzeit zwei Früchte – und hielt Hansa4 Hansa5 Hansa6die Niederlage auch in Grenzen. Ärgerlich die völlig unnötige Rote Karte, die sich einer unserer Spieler in der Schlussphase abholte. Ich habe wenig Verständnis dafür, wenn man sich in einem absolut ruhigen und sachlichen Spiel so eine Entgleisung leistet und hinterher auch noch als Ausrede anführt, der Gegner habe provoziert. Ich habe Hansa 07, Trainerteam und Spieler, heute als rundweg fair und absolut umgänglich erlebt und hoffe, unser Akteur, der sich gerade einen Stammplatz erarbeitet hatte, lernt seine Lektion. Zumindest fand er abends entschuldigende Worte, was man anerkennen sollte. Danke an Carsten für die Fotos.

Erste Saison-Niederlage nach lächerlichem Schauspiel in der Freiluftbühne Rehberge

13. März. Heute verloren wir unser erstes Punktspiel der Saison. Mit Blick auf die Tabelle dürften nun viele sagen: weglächeln. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Worte zu verlieren – vor allem die Konkurrenz in unserer Staffel, die noch auf den Aufstieg schielt, dürfte sich dafür interessieren, C1 C2 C3 C4mit welchen Mitteln teilweise gearbeitet wird. Heute kommentierten jedenfalls viele Zuschauer, darunter auch Eltern von Rehberge (und sogar der Platzwart) das Geschehen mit einem Kopfschütteln und klaren Worten – und man hatte das Gefühl, da war bei diesen Leuten viel Fremdschämen dabei. Der Verband hatte keinen Schiedsrichter angesetzt, der Trainer des BSC Rehberge erzählte uns, er habe „einen neutralen organisiert, der ist vom SV Buchholz“. Besagter „Neutraler“ hatte tatsächlich einen Ausweis, so dass wir dies akzeptieren mussten. Er erzählte uns vorher schon, Borsigwalde sei „durch, ihr braucht doch die Punkte heute gar nicht mehr“. Der Satz taugte wohl zur Gewissensberuhigung bei einem Spiel, das wir als abgekartet ansehen müssen. Schon nach wenigen Minuten gab es zwei Situationen, die elfmeterreif für uns waren – eine davon glasklar. Stattdessen pfiff er auf der Gegenseite einen völlig absurden, lächerlichen Strafstoß. 1:0 für Rehberge. Während der Trainerkollege immer noch behauptete, der Mann sei ja neutral und vom SV Buchholz, sickerte durch: Dieser so genannte Unparteiische war der Vater eines Rehberge-Spielers. Er pfiff nahezu alles gegen uns, meine Spieler taten mir leid. Und ich bewundere sie dafür, wie gefasst sie das ertrugen, was heute hier passierte. In der Pause waren manche Kinder sehr erregt und fragten immer wieder: Wie kann sowas sein? Ehrlich, ich wusste so recht auch keine Antwort. Zumal er die Rehberge-Akteure ständig auch noch namentlich auf dem Feld coachte und meinen Jungs ständig  mit Platzverweisen drohte. Bei einer Spielunterbrechung kündigte ich ihm in Halbzeit eins in C5 C6 C7sachlicher Form an, dass wir einen Bericht an den Schiedsrichter-Ausschuss über ihn fertigen würden. Für ihn „eine Beleidigung“, für die er mich in der Pause maßregelte – und mir drohte. Ebenso drohte er mir nach dem Spiel, als er nach unserem Sportsgruß nochmal zu einer Moralpredigt in Richtung meiner Spieler, die sich heute tadellos verhalten haben, ansetzen wollte – und ich ihm sagte, dass es dazu nun wirklich keinen Anlass gibt und wir dankend verzichten. Nur so viel: Ich war die Ruhe in Person – trotz eines lächerlichen Theaters, das hier inszeniert worden war. Wenn dieser Mann wirklich Schiedsrichter ist (wovon man ausgehen kann, denn zumindest hat er vor einem Jahr den Anfängerlehrgang bestanden), hat er heute sein Amt gnadenlos für persönliche Zwecke missbraucht – oder hat sich instrumentalisieren lassen. Wie gesagt: Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir uns nicht grämen müssen – aber so viel möchte ich noch sagen: Heute endete für mich eine langjährige freundschaftliche Beziehung zu einem Trainerkollegen. Der hatte schon vor wenigen Tagen einen anderen Trainer instrumentalisiert, um unseren Verein wegen eines Formfehlers in der B-Jugend anzuschwärzen. Wohlgemerkt nach einem Spiel, als wir aufgrund von Freigabeproblemen und Krankheiten plötzlich am Spieltag in einer Notsituation waren. Bei einem Spiel, dass wir glaubten, gegen den Tabellenführer zweistellig zu verlieren. Dass der B-Jugend-Gegner nun wegen des Einsatzes eines C-Jugendspielers, der nicht hätte mitwirken dürfen, den einen Punkt will – sei`s drum. Auch so ist heute der Jugend-Fußball. Welche Freude allerdings der Rehberge-Trainer dabei empfindet, ist mir schleierhaft. Vom Trainerkollegen, den er auf das Pferd gesetzt hat,  kam jedenfalls mittlerweile ein „sorry“ für die Form. Das akzeptiere ich – und auch bisschen auch, dass man versucht, bei uns Unruhe zu stiften. Was allerdings heute im Stadion Rehberge abgelaufen ist, kann ich jedoch nicht so leicht verdauen. Manche  nannten es peinlich und eine Schande – ich bin einfach nur traurig. Mit den Leuten von Rehberge waren wir schon auf Turnier-Reise, viele Jungs pflegten Freundschaften – und gifteten sich jetzt nach dem Duschen. Wie kann man so viel kaputt machen wegen popligen drei Punkten? Oder ist da, wie so oft im Leben, auch Neid und Missgunst im Spiel? Nun, so geht es offenbar mittlerweile zu im Jugendfußball. Ich denke, ich werde mich am Saisonende mit den Jungs über den Aufstieg freuen – vorher schon mal ganz tief in mich gehen: ob das noch meine Welt ist.  Ich kann nach solchen Erlebnissen verstehen, warum immer mehr Ehrenamtliche aufhören. Ach ja, Fußball gespielt wurde auch noch: Wir hatten schon bessere Tage, ohne Zweifel – aber man wollte auch gar nicht erst zulassen, dass wir überhaupt ins Spiel kommen. So gesehen können wir diese 1:2-Niederlage heute gut einordnen und freuen uns trotzdem auf unsere Barcelona-Reise. danke an Carsten für die Fotos.

Nachtrag vom 21.04.: Das Sportgericht hat im Fall unseres Einspruches gegen die Rehberge-Spielwertung nicht auf Neuansetzung entschieden – alles, was der so genannte Unparteiische so gegen uns gepfiffen hat, wird als Tatsachenentscheidung gewertet. Aber ungeschoren kommt er nicht davon. So kam das Sportgericht sehr wohl zu dem Urteil, dass sich der Schiedsrichter Günes eines unsportlichen Verhaltens schuldig gemacht hat, indem er den Rehberge-Spielern taktische Anweisungen gegeben hat, in einer Szene ja sogar einen Spieler von uns am Trikot festgehalten hat. Das müsse die Disziplinarkommission des Schiedsrichter-Aussschusses ahnden. Und das ist auch gut so. Erst Recht, nachdem sowohl der Schiedsrichter-Obmann des SV Buchholz als auch der Vertreter des Schiedsrichter-Ausschusses versucht haben, unseren Einspruch abzubügeln. Der eine Herr (Buchholz) sprach dreisterweise von „Zeitdiebstahl und Pipifax“, der Ober-Schiedsrichter hatte auch so sein Problem mit dem hohen Gut der Meinungsfreiheit. Wenn ich so lese, wie es bei den DFB-Schiedsrichtern intern zugeht, so scheint das auf Berliner Ebene teilweise nicht anders zu sein, Probleme werden – wie in unserem Fall – gerne mal unter den Teppich gekehrt, man stellt sich selbst vor Referees, die nur eine Handvoll Spiele bestritten haben (wie Günes), macht sich über faire Teams (wie unsere Jungs, die die Ruhe behalten haben) lustig – und wundert sich dann, wenn es auf den Fußballfeldern teilweise eskaliert und der Respekt vor den Schiedsrichtern immer mehr verloren geht. Ich werde gespannt beobachten, was die Disziplinarkommission mit dem völlig uneinsichtigen Herrn Günes veranstaltet. Ich hoffe, er wird für eine gewisse Zeit aus dem Verkehr gezogen. Was einzelne Rehberge-Vertreter (nicht alle) vor dem Sportgericht zum Besten gegeben haben, habe ich emotionslos hingenommen – für uns ist ja klar, dass wir da keinerlei Kontakt mehr wünschen. Eine interessante Anekdote, sinngemäß widergegeben: Da wird der Trainer gefragt, ob er denn mitbekommen habe, dass ich mit der Spielleitung unzufrieden gewesen sei – nein, hat er nicht. Gegenfrage des Richters: Wie passe das mit der Rehberge-Kritik zusammen, dass der Borsigwalder Trainer bei einer Spielunterbrechung dem Schiedsrichter einen Sonderbericht angekündigt habe… „da muss er ja wohl doch unzufrieden gewesen sein, warum sonst der Sonderbericht?“ Damit sollte das Thema erledigt sein.

Bollwerk geknackt: Kombinationen und fünf schöne Tore gegen den BFC Südring

05. März. Mit dem BFC Südring stellte sich heute der nächste Verfolger an der Tietzstraße vor – und hoffte auf einen Ausrutscher der Borsigboys. Doch die zeigten von der ersten Minute an ein hohes Maß an Konzentration, allein die Chancenverwertung ließ wieder zu wünschen übrig. Man staunt C5 C4 C3 C2 C1immer wieder, welche Bälle nicht über die Linie gedrückt werden… Nach einer Viertelstunde aber wurde alles immer zwingender, irgendwann war das Bollwerk geknackt. Flüssige Kombinationen unsererseits, einen Gast, der auf Konter lauerte – so sah dieses Spiel im Grunde bis zum Ende aus. Ganz ordentlich. Und ich muss sagen: Die Jungs und das Mädel machten es heute trotz einiger Umstellungen wieder sehr gut. Zur Pause stand es bereits 3:0, wir hatten wenig zugelassen. In Halbzeit zwei folgten zwei weitere, auch technisch sehr wunderschöne Treffer gegen Kreuzberger, die zwar nie aufsteckten – aber nie das Gefühl bekamen, heute geht hier was. Endstand 5:0, auch in der Höhe absolut korrekt. Nach der Winterpause: vier Spiele, vier Siege. Nächste Woche nun das Duell bei unseren Freunden vom BSC Rehberge, was bestimmt nochmal spannend wird. Ich will ehrlich sein: Ich hätte nichts dagegen, wenn wir und die Weddinger, mit denen wir ja auch schon gemeinsam auf Reisen waren, am Ende ganz oben stehen würden. Aber am Sonntag geht es auf Naturrasen erst einmal um wichtige Punkte. Danke an Carsten für die Fotos.

Lange Anreise, kurzweiliges Spiel mit acht Toren: Nie gefährdeter Sieg beim BSC Marzahn

01. März. Zur Pause sagte der Vaters eines Spielers recht treffend: „Die einstündige Anfahrt hat sich gelohnt.“ In der Tat zieht es sich ja, von Borsigwalde bis Marzahn – aber das war schnell 20160301_183122[1]20160301_183132[1]vergessen… Denn wir zeigten vor allem in Halbzeit eins sehr guten Kombinationsfußball beim BSC Marzahn. Die Jungs hatten Spaß bei diesem 8:1-Erfolg, waren torgeil, bestens aufgelegt – allein wieder mal nicht sehr effektiv. Gut, dass der Gegner in der Abwehr das ein oder andere Entgegenkommen zeigte – und so unsere schwache Chancenverwertung nicht weiter auffällig wurde. Wir führten also zur Pause verdient mit 5:0. Danach schalteten wir ein, zwei Gänge zurück, wechselten auch sehr häufig mit Blick auf den ein oder anderen, der gerade erst eine Grippe auskuriert hat. Marzahn blieb stets durch strukturiert vorgetragene Konter gefährlich, verdiente sich den Ehrentreffer denn auch redlich. Im Grunde wäre für die Gastgeber sogar mehr als dieses eine Tor drin gewesen, weil wir doch sehr offensiv agierten und Räume anboten – was aber okay war. Es soll ja schön aussehen… Alles in allem ein gutes bis sehr gutes Spiel unserer Truppe, die die Spannkraft behält auch angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Bis Ostern haben wir noch zwei wichtige Spiele gegen Verfolger vor der Brust. Danke an Marzahn für eine faire Partie. Borsigwalde heute: Onur B., Onur Y., Momo, Eren, Pascale, Muhudin, Christian, Ahmed, Melvin, Daniel, Simon, Nico, Maurice, Hussein, Malcolm, Jan

Nervenkrimi im Top-Spiel: Team kämpft sich nach irregulärem Tor zurück, siegt 3:2 gegen Schwarz-Weiß

20. Februar. Das war heute nichts für schwache Nerven! Ersatzgeschwächt gingen wir in die Partie gegen Schwarz-Weiß Spandau, als Tabellendritter auf dem ersten Nichts-Aufstiegsplatz. Und somit SW1ging es heute eigentlich um sechs Punkte in diesem Topspiel… Bei Sieg hätten wir zwölf Zähler auf die Spandauer Vorsprung, sonst nur noch sechs. Es war also vorher klar, dass wir ein hartes Stück SW2 SW3 SW4 SW5Arbeit vor uns hatten. Zumal im Hinspiel beim 2:2 deutlich wurde: Diese Truppe liegt uns gar nicht. Die Zuschauer sahen denn auch ein von der ersten Minute an packendes Spiel, bei dem nur einer leider nicht mithalten konnte: The Man in Black. Darin waren sich am Ende beide Teams einig. Wir hatten in Halbzeit eins massiv das Gefühl, ebenso massiv benachteiligt worden zu sein. Wir stürmten von der ersten Minute an, in der wir auch gleich einen Strafstoß hätten bekommen müssen. Es gab ihn nicht, dafür das 1:0 für Schwarz-Weiß nach einem Konter – und zwar nach einem klaren Ausball. Ich kann das so flockig schreiben, weil auch der Betreuer des Gästeteams an der Seitenlinie die Fahne gehoben hatte. Nur: Den Referee interessierte das nicht… Zur Pause also ein unverdienter Rückstand, weil wir zahlreiche Top-Einschuss-Möglichkeiten leider liegen gelassen hatten. Damit muss man erst mal klarkommen als Mannschaft: Man läuft an, spielt gar nicht schlecht, belohnt sich aber nicht. Und: Es schien in Halbzeit zwei so weiter zu gehen, da Schwarz-Weiß nun mit der Führung im Rücken ganz offenkundig uns noch mehr kommen ließ. Aber, das muss ich jetzt auch nochmal sagen: Kompliment an die Truppe, die die Ansage in der Pause prima umgesetzt hat. Ruhiger zu SW6 SW7agieren – in jeder Hinsicht. Am Ball und mit dem Mundwerk. Meckern verboten. Die Spandauer haderten nun ihrerseits immer häufiger mit dem Schiedsrichter – erst recht, nachdem wir durch zwei Klasse-Freistöße 2:1 in Führung gingen. Ich erwähne sonst nie Torschützen, aber heute will ich eine Ausnahme machen: Das war, lieber Onur, wie in alten NNW-Zeiten! In der Folge gab es einen Strafstoß für die Gäste nicht, den man nach Aussage zahlreicher Zuschauer hätte geben können – und einen glasklaren Elfer für uns auch nicht. Das war eigentlich besonders kurios, weil auch die Gästebank schon kollektiv resignierend die Arme gehoben hatte – und auf die Ausführung des Strafstoßes wartete. Zu diesem Zeitpunkt spielten wir wegen Schiedsrichter-Beleidigung bereits in Überzahl. Wieder nutzten wir aber Chance um Chance nicht, das ist derzeit wirklich unser Manko. Und dann eine kuriose Szene dre

i Minuten vor dem Ende: Schiedsrichter-Ball, SW1 den wir zum Torwart schlagen – plötzlich lag der Ball im Netz. 3:1. Die Entscheidung? Nein, so wollte ich nicht gewinnen … Ich signalisierte also den Spandauern, dass wir nun ein Eigentor produzieren würden. Die Schwarz-Weißen spielten also ihren Anstoß zu uns, wir vollendeten formschön ins eigene Tor – und so blieben die letzten zwei Minuten noch megaspannend. Es gab noch ein, zwei Szenen, in denen wir auch noch das 3:3 hätten kassieren können. Aber so schafften wir einen vollauf verdienten 3:2-Sieg. Glückwunsch ans Team, auch dafür, wie besonnen die Spieler die zweite Halbzeit gespielt haben. Das spricht eindeutig für die Spiel-Intelligenz dieser Truppe, die nun ihren Vorsprung ausgebaut hat. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Onur B., Eren,  Momo, Daniel, Simon, Onur Y., Hussein, Muhudin, Maurice,  Jan, Malcolm, Ahmed, Nico, Pascale, Christian, Bianca.

Ein holpriges 6:2 bei Spandauer Kickers – aber Vorsprung in der Tabelle weiter ausgebaut

14. Februar. Heute begradigten wir die Tabelle, die nun noch besser aussieht – neun Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz sind es nach dem Nachholspiel bei den Spandauer Kickers. Spaki1 Spaki2 Spaki3 Spaki4Dass wir die unter abstrusen Umständen ausgefallene Partie vom 29. November erst heute austrugen, wieder sonntags um 9 Uhr, darauf soll sich jeder seinen Reim machen – man fand keinen anderen Termin, den man uns hätte anbieten können. Das Heimrecht tauschen, was wir angeboten hatten, wollte man auch nicht. So gingen wir halt ohne Freiluft-Generalprobe wieder in den Punktspielbetrieb. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass heute ein sehr netter Platzwart da war und auch sonst alles bestens. Keine zwei Quadratzentimeter großen Eisschöllechen – einfach nix. Nix war allerdings auch unser Spiel in den ersten Minuten. Das war richtig holprig, wir machten die Räume zu eng (noch im Hallenmodus?) – und kassierten nach einem völlig unnötigen Fehlpass das 0:1. Es blieb einer der wenigen Torschüsse der Spandauer an diesem Tag. Dass wir es dennoch zwischendurch spannend machten, lag an uns. Wir kontrollierten zwar die Partie fast die gesamte Zeit, ließen aber die Gelegenheiten, die Hundertprozentigen, in Serie liegen. Speziell nach der Pause, als wir Spaki5 Spaki6innerhalb der ersten zwei, drei Minuten auf 4:1 hätten erhöhen müssen, jedoch drei Mal kläglich vergaben. Stattdessen kassierten wir das 2:3, bevor wir endlich den Deckel zumachten – das wiederum mit einem eher glücklichen Treffer aus 25 Metern. Fazit: Wir können es besser, vor allem vor dem Tor müssen wir effektiver werden. Ansonsten kann man nun, da die Vorrunde abgeschlossen ist, wahrlich nicht meckern. Nur ein Mal gaben wir zwei Punkte ab – und dieser Gegner, Schwarz-Weiß Spandau, kommt nächsten Samstag. Zeit zur Wiedergutmachung. Und: Guckt man auf die Tabelle, Spaki8in der Schwarz-Weiß der erste Verfolger von uns und Rehberge ist, kann man dies als ein Sechs-Punkte-Spiel bezeichnen. Weiter, immer weiter. Gute Besserung an Kais, der nach einem Pressschlag mit dickem Fuß im Krankenhaus landete, eingegipst wurde – und leider erstmal ausfällt. Danke an Carsten für die Fotos. Wer mehr über den auch als Menschen interessanten Referee lesen möchte, der heute unsere Partie gepfiffen hat, kann dies hier tun. Borsigwalde heute: Onur B., Tobias, Pascale, Eren,  Momo, Simon,  Hussein, Muhudin, Maurice,  Kais, Jan, Malcolm, Onur Y., Daniel, Nico, Melvin

Starker Schlussspurt! 3:1-Erfolg beim Verfolger BFC Südring sichert uns die Herbstmeisterschaft

20. Dezember. Herbstmeister! Obwohl wir ein Spiel weniger als die Konkurrenz haben, sicherten wir uns heute Platz eins über den Winter. Ein erster Etappenerfolg, wenngleich noch nichts Zählbares. Mit 3:1 siegten wir vollkommen verdient beim BFC Südring, einem unserer Verfolger. Wobei das kein Selbstläufer war. Was an uns 20151220_090206_resizedselbst lag – und am Schiedsrichter. Der kam erst fünf Minuten vor Spielbeginn. Ich muss ehrlich sagen: Ich finde das ein Unding, erst recht wenn das Ganze garniert wird mit dem Satz „Ich kann 20151220_103705_resizedkommen, wann ich will“. Doch mit solchen „Spielvorbereitungen“ kommen auch solche Auftritte zustande, auf die ich gar nicht mehr näher eingehen will. Den Elfmeterpfiff, der zum 1:1 führte, nenne ich mal nett: umstritten. Es wäre die Krönung gewesen, wenn das für Südring zum Punktgewinn gereicht hätte gegen unsere Borsigboys, Sü+dring4 Südring1 Südring2 Südring3 Südring5 Südring6 Südring7die mal wieder einen Fehler machten: Zu viele Chancen wurden leichtfertig vergeben. Außerdem gab es da einen starken Kreuzberger Torhüter, bester Mann seiner Elf. Der Gegner schlug die Bälle konsequent hoch nach vorne auf dem kleinen Platz an der Lobeckstraße und setzte vorne auf zwei großgewachsene Angreifer. Gefährlich wurde Südring im Grunde nie aus dem Spiel, sondern nur über Standards. Mit Fußball hatte das leider zeitweise sehr wenig zu tun. Umso schöner, dass wir uns in der zweiten Halbzeit auf unsere Stärke besannen: Sich diesen Stil nicht mehr aufzwingen zu lassen, den Ball flach zu halten. So kamen wir nach dem für den BFC schmeichelhaften Ausgleich recht bald zum 2:1 und dann zum 3:1 – die Macht war letztlich mit uns in einer wirklich starken Schlussphase. Da holten einige nochmal 20151220_103712_resized20151220_103741_resizedalles aus sich heraus – durchaus bemerkenswert nach schlauchenden Wochen (es sei nochmal dran erinnert, dass wir am Mittwoch neun Akteure für die B-Jugend abstellten…). Damit schließen wir eine rundum gelungene Hinrunde ab, in der wir uns nur einen Wackler leisteten (ein 2:2 bei SW Spandau), ansonsten durchaus ansehnlichen Fußball zeigten. Auch heute. Nach dem Spiel ging es noch zum Hallenturnier beim SC Siemensstadt, wo wir Erster unter sieben Teilnehmern wurden (mehr unter Test & Turnier). Danke an Carsten für die Actionbilder. Für Borsigwalde spielten heute: Tobias unsd Onur B. im Tor (jeweils eine Halbzeit), Melvin, Eren,  Momo, Daniel, Simon, Onur Y., Hussein, Muhudin, Maurice, Pascale (C), Kais, Jan, Firat, Nico.