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Platz zwei in England. Sonne, Meer, Liverpool – und ein paar Chaoten

Ostern. Unsere alljährliche Auslandsfahrt führte uns diesmal wieder nach England. Für mich das dritte Mal – und ich hätte niemals gedacht, mal mit einem Sonnenbrand von der Insel zurück zu kommen. Bis zu 25 Grad über Ostern – unfassbar. Was ich allerdings (im Gegensatz zu manchem naiven Mitreisenden) vorher wusste: Nach England fährt man nicht, um kulinarische Genüsse zu erleben… Es ging um Fußball, den hatte ich als besonders fair und respektvoll in Erinnerung. Hat ein bisschen gelitten, womöglich sind einige Briten bereits Brexit-geschädigt und mögen die Deutschen nicht mehr so… dabei haben sie sich doch die Suppe selbst eingebrockt…Unsere Tour begann gleich nach der Ankunft am Karfreitag mit einer Busfahrt zum Zweitligaspiel Preston North End gegen Ipswich. Interessant. Am Samstag dann die ersten Spiele. Wir starteten mies. 1:2 (völlig unnötige Niederlage) gegen die englische Creig City Academy. Aber nette und kampfstarke Gegner, denen man es irgendwie gönnte. Danach ein 0:3 gegen Matlock Town FC. Eigentlich war der Keks schon gegessen. War das erste Spiel noch sehr fair, fiel bereits im zweiten Duell der latente Hass auf. Man zeigte uns mit den Fingern Hitlerbärte, Hitlergrüße und es gab wüste Drohungen. „Ich bringe Dich um“ direkt zu unserem Spieler vor den Augen und Ohren des Referees – sowas gab gerade mal Gelb. Der Schiedsrichter und die Turnierleitung – taten im Grunde nichts. Die Quittung bekamen sie schon im Spiel darauf, als das Duell Matlock gegen CS Dammartin völlig eskalierte. Auch die Franzosen sprachen vom blankem Hass und Rassismus, wussten sich aber zu wehren. Drei Matlock-Chaoten landeten im Krankenhaus. Wir beendeten den ersten Turniertag mit einem versöhnlichen 6:0 gegen Campile United aus Irland. Eine freundliche Truppe. Abends noch die schöne Eröffnungsfeier des Turniers. Zu Tag zwei: Wir legten gut los mit einem 3:2 gegen Matlock Town B. Die britische Volksseele kochte ob unseres Sieges – aber der war nun einmal verdient. Danach ein 3:0 gegen Dammartin. Auch hier eine freundliche Atmosphäre – und ein Fair-Play-Zeichen unsererseits: einen unberechtigten Strafschoss verschossen wir absichtlich. Alle lobten uns… aber das sollte sich im Finale ändern. Matlock Town wartete wieder. Nach den Problemen beim ersten Mal nun die Eskalation: Die Engländer schlugen zuerst zu, es gab eine wüste Keilerei und einen Spielabbruch. Die Verantwortlichen von Eurosportring komplett überfordert (was sich schon bei der Ansetzung auf einem Nebenplatz zeigte, bei dem die Zuschauer einen Meter neben der Auslinie standen) – und auch nicht willig, andere Schuldigen als uns zu sehen. Sogar die Polizei rückte an. Die waren schnell, während ein Schwerverletzter von uns (gute Besserung an Melvin) zwei Stunden lang vergeblich auf einen Krankenwagen wartete… Peinlich für so ein großes Turnier. Ich sage: Die Jungs haben sich gewehrt – und die Provokateure waren die anderen. Unverständlich, weil sie sportlich besser waren (im Finale stand es zehn Minuten vor dem Ende 2:0). Ob man es von unserer Seite nicht anders lösen kann und sollte – ich denke schon (etwas mehr Gelassenheit täte unseren Spielern gut), aber es ist nunmal passiert. Ich sage: Auch, weil die Schiedsrichter nicht annähernd so gut waren wie vor zwei Jahren und weil womöglich mittlerweile das Turnier einfach zu groß geworden ist, dass das Niveau insgesamt nachgelassen hat. Wenn ich höre, dass Oranje Berlins U15 ähnliches erlebt hat wie wir – dann dürfte Eurosport auch in Sachen Blackpool Cup dem Brexit nicht mehr fern sein… Am Montag spielten wir dann noch ein Freundschaftsspiel beim Poulton FC (1:2), am Dienstag erlebten wir eine spannende Stadiontour an der Anfield Road in Liverpool. Danach ging es zurück nach Berlin. Für mich die letzte Auslandsreise mit der Truppe – ich denke, wir haben gemeinsam manche Schlacht geschlagen… Borsigwalde in England: Kader: Lamon, Dominik – Simon, Tobias, Dejan, Christian, Melvin, Daniel, Nico, Lucas, Pascal,Ibo, Gianlucca, Oguzhan, Yasin, Fabian.

Weihnachten mal wieder im weißen Sand – am Ende eines Erfolgs-Jahres

16. Dezember.Traditionen muss man pflegen. Das galt in diesem Jahr auch wieder für unser Nikolausturnier am 6. Dezember mit dem verbissen geführten Kampf um Schoko-Nikoläuse – und erst Recht für die Weihnachtsfeier, die im weißen Sand stattfand. Beachsoccer im Märkischen Viertel. 90 Minuten raus aus der Kälte, rein ins Karibik-Feeling. Auf zwei Feldern, mit vier Teams. Dass nach uns gleich die 2.F den Platz gebucht hatte, zeigt: es ist ein Spaß, unabhängig vom Alter. Erstaunlich auch, mit wie viel Ehrgeiz mancher unserer Spieler noch bei der Sache war. Am Ende gewann Team A, dass es sehr ernst nahm (Justin, Nico, Daniel, Simon) mit 13 Punkten aus sechs Partien vor Team D (Ablaye, Mamadou, Dominik, Matthias/Boris/Norbert) und den Teams C mit sieben Punkten (Lamon, Dejan, Joshua, Ibo) und B mit vier Punkten (Pascal, Tobi, Oguzhan, Christian). Danach ging es zum gemütlichen Pizzaessen ins Vereinsheim, wo jeder Spieler sein Geschenk bekam – in diesem Jahr ein Borsigwalde-Rucksack von Nike. Schön, dass auch die Verletzten allesamt da waren (teilweise schon in der Soccerhalle), so dass am Ende alle 22 Akteure mit an Bord waren. Wir konnten noch einmal auf ein sensationelles Jahr zurückblicken, das so keiner für möglich gehalten hätte. Den Aufstieg in die Verbandsliga – und nun 31 Zähler aus 15 Partien. Ein Wahnsinn, wenn man sich vor Augen hält, wie jung die Mannschaft ist. Sowas geht nur mit gaaaaaanz viel Teamgeist. Und den müssen wir uns auch noch einmal für diese harte Rückrunde erhalten, wo unser Ziel klar definiert ist: Klar, der Überraschungseffekt ist weg, keiner wird uns mehr unterschätzen – aber ich denke, für eine Punktezahl von 20+ sollten wir gut sein. Vielen Dank auf diesem Wege von den Trainern an die Spieler und Eltern für die Geschenke und die warmen Worte…

 

Ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden: Die Borsigboys bei Bayer Leverkusen. Fußball unter den Augen von Rudi Völler – bei tollen Gastgebern, die uns tiefe Einblicke gewährten

11. und 12. Mai. Manchmal können auch noch die Träume von größeren Kindern wahr werden…

Ich will das Erlebte mal mit drei Episoden beschreiben, die sinnbildlich sind. Die erste, aus der Halbzeitpause: Einer unserer Spieler, für den das halbvolle Glas sonst eher immer halbleer ist, sagt: „Matthias, das macht hier so viel Spaß.“ Da lagen wir wohlgemerkt schon 0:4 zurück – und es war klar, dass wir chancenlos sind. Die zweite, als das Spiel aus war und wir 0:12 verloren hatten. Da kam einer der Jungs, die die A-Jugend in diesem Jahr verlassen, und sagt: „Danke Matthias, dass wir das erleben durften.“ Und als wir am Samstag gegen Mitternacht wieder daheim waren, verabschiedete sich einer der Spieler vor der U-Bahn von mir mit den Worten: „Matthias, ich bin so dankbar.“ Dann zog er mit seinem Leverkusen-Shirt in die dunkle Nacht…

Punkt eins: Dankbar sollten wir Helmut Jungheim sein, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, der uns dieses besondere Erlebnis ermöglicht hat. Und das waren auch alle bei uns. Zum Abschluss hatte jeder Spieler nochmal das Bedürfnis, Herrn Jungheim die Hand zu schüttelt, der prompt sogar sagte: „Sympathische Truppe, toller Verein. Das können wir gerne nächstes Jahr nochmal machen…“ Wahnsinn.

Der Reihe nach: Ankunft in Leverkusen um 15 Uhr. Über Bayer 04 hatten wir Sonderkonditionen bei Best Western, einem Vereinssponsor bekommen. Schönes Hotel, 15 Minuten Fußmarsch zur Arena – wo wir schon erwartet wurden. Der erste von zwölf Ordner, die eigens für unser Spiel Dienst schoben, begrüßte uns mit den Worten: „Wo ist denn Euer Bus?“ Dann kam Helmut Jungheim mit dem ersten Highlight: Umziehen in der Gästekabine, an der schon das Wappen von Hannover 96 hing. Die Jungs schon hin und weg, die Kabine gefühlt 20 Mal so groß wie eine in Borsigwalde… „Hier hat auch schon Messi gesessen“, sagte Helmut Jungheim noch. Und nebenan in der Kabine: Die Profis von Bayer 04 nach dem Training, die gerade die Arena verließen, von manchem Borsigwalder gleich angequatscht…

Warmmachen im Ulrich-Haberland-Stadion. André durfte erst fotografieren, als er sein Leibchen hatte – wie in der Bundesliga. Der Rasen: ein Teppich. Die Jungs: wie eine Herde junger Wildpferde, begeistert, aufgeregt. Smalltalk mit dem Schiedsrichtergespann, dann kamen die Gegner. Sagen wir es mal so: Sie waren nicht gerade klein…, obwohl die U19 von Bayer 04 heute nur mit 2000ern und einem 99iger antrat, dazu zwei 2001er Probespieler. Der Bursche, der beim gemeinsamen Erinnerungsfoto neben mir stand, sah aus wie Gerald Asamoah… Dass heute mancher Leverkusener Spieler, der zum Beispiel an einen anderen Klub ausgeliehen war, nochmal mitspielte, um sich zu zeigen, vielleicht doch bei Bayer 04 weitermachen zu dürfen – machte die Sache für uns auch nicht leichter. Kurzum: Wir trafen vor 150 Zuschauern, darunter Rudi Völler, der die Partie aus dem Vip-Raum der Arena beäugte, auf zwanzig hochmotivierte Bayer-Spieler. Die zeitweise sogar nach eigenen Toren den Ball eigenhändig wieder aus dem Tor zum Anstoßpunkt brachten. Mit Markus von Ahlen und Iraklis Metaxas waren zwei Trainer auf der Gegenseite, die uns höflich begrüßten. Eine wirklich freundliche Atmosphäre. Ich gebe zu: auch ich war etwas nervös in meiner Coaching-Zone.

Das legte sich rasch: Die ersten Minuten spielten wir frech, versuchten die Spielereröffnung von Bayer zu verhindern – und hatten auch den ersten Torschuss. Doch nach acht Minuten, der erste vehemente und schnell vorgetragene Bayer-Angriff – und gleich das 0:1. Fortan waren wir vornehmlich mit Verteidigen beschäftigt, schossen vielleicht insgesamt drei, vier Mal aufs Tor. Die beste Gelegenheit hatte Lucas, freistehend: drüber geköpft. Erst in der Schlussphase kamen wir noch nach Balleroberungen zu Konterchancen, die wir aber leider schlecht in Überzahl ausspielten. Ein Törchen wäre so schön gewesen. Ich glaube, wir hätten alle Lambada an der Eckfahne getanzt. Aber auch so war es schön… Der Unterschied von drei Spielklassen: allzeit deutlich zu sehen. Traurig war von den Jungs keiner, im Gegenteil: Mancher bewies Humor, indem er danach auf lächelnde Gegenspieler mit den Worten zuging: „Also für Dich ist in Borsigwalde immer ein Platz frei.“ Einer im roten Trikot sagte sogar grinsend: „Danke Jungs, ich werde es mir überlegen.“ Null Arroganz oder Hochmut – einfach eine klasse Stimmung. Die noch besser wurde, als der Bayer-Zeugwart in die Kabine kam und Polo-Shirts an alle verteilte. Die Dinger, die man nicht kaufen kann – die sonst nur die Spieler tragen. Eine schöne Erinnerung.

Noch am Freitag, nach dem Spiel, lud uns Bayer 04 zum Essen ins Hotel Lindner ein. Vier Sterne, tolles Buffet, super Gespräche. Helmut Jungheim und Markus von Ahlen waren auch mit dabei. Gastfreundschaft pur. Helmut Jungheim betonte noch einmal die Motivation, sowas zu machen: Zum einen habe Bayer 04 ein Image (Plastikklub, Pillenklub), das dem Verein nicht gerecht werde – durch solche Aktionen wolle man doch auch mal was geraderücken. Zum anderen, sagte der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, „seid Ihr doch die wahren Sportler. Was wären wir Profis ohne die vielen Amateurklubs wie Borsigwalde, die so tolle Jugendarbeit betreiben?“ Um 23 Uhr zogen wir alle von dannen – die vielleicht glücklichsten Verlierer, die Borsigwalde je gesehen hat…

Am Samstag, 10 Uhr, ging das Abenteuer weiter. Helmut Jungheim empfing uns schon an der Arena – zur Tour durch das Allerheiligste. Wir sahen viele Bereich, in die sonst nur Mitarbeiter kommen. Was mich besonders überrascht hat: In der Dreiviertelstunde, die Herr Jungheim mit uns auf der Tribüne saß und über die Strukturen der Nachwuchsarbeit bei Bayer 04 sprach, hingen die Jungs an seinen Lippen. So konzentriert hätte ich sie gerne auch an der Taktiktafel vor dem Friedenau-Spiel gehabt… Apropos Taktik-Tafel: In Leverkusen läuft das schon digitaler, werden zur Pause bei Spielen der U17 und U19 bereits Bilder aus der ersten Halbzeit auf einem großen Monitor mit den Spielern analysiert. Nach zweieinhalb Stunden in der BayArena, in denen die Jungs Herrn Jungheim mit Fragen gelöchert haben, hatten wir so viel Input, dass einem der Abschied fast schon schwerfiel. Als Sahnehäubchen obendrauf aber hatten wir ja noch die Freikarten für die Partie der Bundesligaprofis  gegen Hannover 96. Da kassierte 96 das erste Tor schon in Minute fünf, was einen von uns zu der verwegenen Aussage trieb: „Wir haben die null aber länger gehalten.“ Neben uns saß ein Spieler der Bayer-U19 und schmunzelte…

Von diesen wunderbaren Tagen in Leverkusen werden die Jungs noch ihren Kindern erzählen. Und ich wette, im Laufe der Jahre wird es so laufen wie in der Fußgängerzone von Leverkusen, wo eine Gruppe unserer Jungs in ihren roten Bayer-Shirts gefragt wurden, ob sie Jugendspieler von Bayer 04 sind. „Klar“, kam die Antwort, ohne rot zu werden, im Pokal habe man zwar gerade am Mittwoch unglücklich das Finale verloren, dafür jetzt „ein Freundschaftsspiel gegen Borsigwalde hoch gewonnen…“ Fazit: Klasse Ausflug, starke Aktion von Bayer Leverkusen – ein Bundesliga-Verein hat auf einmalige Weise Kinderträume wahr gemacht…

Fotos: Andre Weishaupt

Schön wars in Bella Italia – sieht man mal von den Schwalbenkönigen und Tomaten-Schiedsrichtern ab

Ostern 2018. Am Ende waren irgendwie alle begeistert von dieser fünftägigen Auslandsfahrt. Einhelliger Tenor: hat riesigen Spaß gemacht. Könnte auch bedeuten: Ab einem gewissen Alter sind die Ergebnisse allein nicht mehr so entscheidend… Der Reihe nach: Nach Spanien, Kroatien und England wollten die Borsigboys den nächsten Turnier-Länderpunkt sammeln. Die Wahl für die diesjährige Turnierreise fiel auf – Italien. Obwohl der Trainer ja bekanntlich ein Skeptiker ist, wenn es um die Italiener geht. Da hält er es eher mit Sir Alex Ferguson, der einst gesagt hat: „Wenn mir ein Italiener sagt, dass das auf dem Teller Pasta ist, schaue ich unter der Soße nach, um sicher zu gehen. Die sind die Erfinder der Vernebelungstaktik.“ Nach unserer Erfahrung würde ich nun sagen: Sie sind auch die Erfinder des peinlichen Schwalben-Fußballs, des Weicheier-Rumjammer-Fußballs und des Tomaten-Schiedsrichterwesens. Ich mache es also kurz: Wir siegten bei diesem Turnier in fairen Partien gegen die deutschen Mannschaften der FG Marktbreit Martinsheim (1:0) und FC Lörrach-Hauingen (3:0), wir unterlagen dem US Audace 0:2, dem US Brugnera 0:2 und dem FC Spinea aus Italien 1:2 – wobei wir diese Partie vorzeitig beendeten. Bevor es zu eskalieren drohte. Wir wissen alle, wie emotional unsere Jungs reagieren können, wenn sie ungerecht behandelt werden, und manchmal ist das auch schwer verständlich. In diesem Fall aber nicht. Ich lasse deshalb mal einen Spieler des FC Hauingen zu Wort kommen, der hinterher zum Eurosportring-Mitarbeiter ging und nett fragte: „Darf ich mal ein Feedback abgeben?“ Er durfte. „Wir kommen hierher, zahlen viel Geld – um auf einem Acker zu spielen und von den italienischen Schiedsrichtern ständig klar und entscheidend benachteiligt zu werden.“ Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Die Referees pfiffen so unverschämt und dreist für ihre     Landsleute, wie ich es noch nie gesehen habe. Da wurde mit gelben und roten Karten gegen die deutschen Teams nicht gegeizt. Die Gelben gab es schon für simple Berührungen, Rote erlebten wir für das erste Foul an der Mittellinie. So kam es, dass wir ständig dezimiert waren und am zweiten Tag beide Partien nur jeweils mit elf Mann (ohne Ersatzbank) bestreiten mussten, weil plötzlich auch noch einer mit Gelb-Sperren um die Ecke bog. In Sachen Regelauslegung und Passkontrollen – wie in der Champions League – aber nicht einmal einen Ersatzball zur Hand. Der Sportplatz: schlecht gepflegt. Ich schlage vor: Sollen die Italiener nächstes Jahr unter sich spielen – so wie wir jetzt die WM ohne sie spielen. Besser so. So behandelt man jedenfalls keine Gäste. Die Krönung waren jene Spieler und Trainerkollegen, die beim Warmmachen noch Bälle von uns schnorrten – um uns gleich darauf als „Nazis“ zu verunglimpfen. Da haben die Herren Mussolini und Co. wohl im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst… Damit ist alles gesagt zu einem Turnier, bei dem wir sportlich keinem Gegner unterlegen waren. Eine Überraschung angesichts unseres zusammengewürfelten Kaders, der mit Abstand der jüngste war (in der U19 dürfen sogar vier Spieler bis 21 Jahre mitspielen). Von 13 Mann waren wieder neun B-Junioren. Weil wir aber bekanntlich ein großes Kämpferherz haben, mussten wir eben anders besiegt werden. Durch Schwalbenkönige und Pfeifenheinis. Sorry, dass ich so unsachlich bin, aber: dieses Turnier war das schwächste, was ich jemals erlebt habe. Eigentlich dem Veranstalter Eurosportring unwürdig, geschäftsschädigend. So, und nun kommen wir zum angenehmen Part, der letztlich überwog (vielleicht auch, weil wir schon mit sportlich bescheidenen Zielen angereist waren): Wir hatten tolles Wetter, 19 bis 21 Grad, der Strand war ein Traum – und unser Hotel Union in Riccione auch. Super Essen, freundliche Mitarbeiter – ein Knaller, diese Location. Die Jungs nutzten die Lage aus, waren allabendlich auf Achse. Wirklich witzig fand ich dabei den Pool-Wettbewerb. Über Schnick-schnack-schnuck wurde entschieden, wer spontan in welchem Hotelpool springen musste. Wohlgemerkt: fremden Hotelpool. Unser Rahmenprogramm für das gesamte Team: Wir sammelten auch hier unseren Fußball-Länderpunkt in Form eines Fußballspiels. Sassuolo Calcio gegen SSC Neapel. Beeindruckend, was die Napoli-Ultras auf die Beine stellten. Die Busfahrt: lang, aber erträglich – und irgendwie auch spaßig. Die Kiezhelden-Hymne und deutsche Schlager auf den Lippen. Und nächstes Jahr? Gerne wieder Ausland, muss ja nicht Italien sein. Unseren fußballerischen Gastgeber rufen wir nochmal ein dreifach donnerndes „Ohne Italien fahren wir zur WM“ zu. Basta. Danke an alle mitreisenden Eltern, die sich prima eingebracht haben. Unser Team in Rimini: Julian, Alexander, Dominik, Eren, Tobias, Lucas, Marc, Adnan, Gianluca, Christian, Pascal, Melvin, Simon. Trainer: Matthias und Norbert. Dazu unser Fanclub: Anja, Kerstin, Tanja, Erik, Wilhelm, Bianca, Tiara, Sina, Louisa und Leni.

 

 

Sensationelle Hinrunde, wunderbare Weihnachtsfeier – von Träumen im im weißen Sand

Es ist ja auch schon eine Art Tradition. Eine Tradition, die viele der Jungs lieben. Alternativprogramm? Irgendwie kein Thema. Viele wollten wieder kicken im Sand. Also ging es zum Abschluss der Hinrunde, zur Weihnachtsfeier, tatsächlich wieder in den weißen Sand – zum Beachsoccer in der Königshorster Straße. Eineinhalb Stunden Spaß und Konditionseinheit der besonderen Art. 17 Spieler und der Trainer als Ergänzungsspieler, tummelten sich im Sand. Es wurde in vier Teams wieder verbissen und bis zur Erschöpfung um jeden Ball gekämpft, bevor die Sieger stattfanden. Danach ging es rüber ins Vereinsheim, wo Melanie und Dennis festlich geschmückt hatten – und lecker selbst gemachte Pizza vorbereitet hatten. Es war köstlich, vielen Dank an die Crew vom Vereinsheim für den schönen Jahresabschluss. Danke auch an die Eltern und Spieler, die uns Trainer Matthias und Norbert (Marius musste leider arbeiten) mit Geschenken und Dankesworten überhäuften. Die Jungs erhielten alle ein paar Spielerhandschuhe – in blau. Sieht bestimmt genial aus, wenn wir alle damit auflaufen (wobei ein Spieler, der auch bei minus zehn Grad in kurzen Hosen und T`Shirt trainiert betonte, er könne damit so gar nix anfangen…) – zu unseren schicken schwarz-blauen Trikots. Natürlich haben wir auch nochmal kurz diese Rückrunde Revue passieren lassen, die man mit einem Wort beschreiben kann: sensationell. Nur ein Zähler Abstand zum Zweiten, das hätte wirklich keiner gedacht. Wir konnten mit allen mithalten… Bei uns nimmt niemand das Wort mit „A“ in den Mund – aber die Jungs sind heiß, wollen so lange wie möglich da oben bleiben. Und bei acht Siegen, zwei Remis und nur vier Niederlagen haben sie sich dieses Selbstbewusstsein auch erarbeitet. Wir Trainer achten dann schon darauf, dass die Bodenhaftung erhalten bleibt, für die Vorbereitung sind schon einige Testspiele gegen starke Verbandsligisten gebucht. Also: Nochmals danke und Glückwunsch zu einer geilen Hinrunde, lasst uns die Liga weiter rocken! Wir wünschen auf diesem Wege allen unseren Fans und Freunden ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr. Ein paar der Jungs treffen sich am Samstag nochmal zu einem Turnier in der Soccerhalle, dann ist aber auch wirklich Schluss für 2017… – ein starkes Jahr für die Borsigboys.

 

Es gibt mal wieder was zu feiern: Ein Sieg zum Abschluss der Erfolgssaison. Viel Abschiedsschmerz im Vereinsheim

25. Juni. Wie sieht der passende Abschluss zu einer erfolgreichen Saison aus? Am besten mit einem Sieg – und dazu dann noch ein schönes Abschlussfest. Beides gelang uns heute.

Teil eins: Überzeugend besiegten die Jungs den Grünauer BC mit 6:2. Wir kombinierten sehr schön, erspielten uns schon früh viele Möglichkeiten gegen einen Gast, der gewillt war, die Saison ordentlich abzuschließen – sich aber nach dem 2:0 von uns durch eine Rote Karte selbst dezimierte. In der Folge sah es lange so aus, als ob die lauf- und kampfstarken Grünauer  deutlich unter Wert geschlagen würden. Sie trafen die Latte, verschossen einen Handelfmeter – bevor sie noch zu zwei verdienten Ehrentreffern kamen. Grünau, das in diesem Jahr das Halbfinale des Berliner Pokals erreichte (und wie wir gegen Union ausschied), müsste nun eigentlich noch in die Relegation, wird aber die Landesliga freiwillig verlassen. Hat für die neue Saison vermutlich noch nicht einmal eine A-Jugend, weil die guten 2000er vom neureichen Nachbarklub VSG Altglienicke weggeholt werden. Die-C-Jugend wiederum fühlt sich nicht stark genug für die Landesliga. Da regiert die Vernunft. Was auch den Blick auf uns lenkt. Um ein Haar hätten auch wir noch Relegation gespielt, aber Wilhelmsruh holt nun eine Mannschaft, die den Platz der alten B einnimmt. So ist es ein Hin und Her, auch schon im Jugendfußball… Ich glaube, für uns ist es so der beste Weg. Verbandsliga in Borsigwalde – noch zu früh. Noch…

Zurück zu uns. Wir hatten heute allen Grund zum Feiern im Vereinsheim (danke an Wirtin Melanie). Kaum zu glauben, aber wahr: Wir haben exakt die identische Punktzahl geholt wie in der Hinrunde. Satte 22 Zähler. Ich will ehrlich sein: Das hatte ich nicht für möglich gehalten für unsere junge Mannschaft. Das Trainerteam ist megastolz auf die Jungs, die es bis zum Ende durchgezogen haben – und einen sensationellen Fußball gezeigt haben. Seit der England-Tour hatte ich den Eindruck, da ist eine Truppe nochmal deutlich mehr zusammen gewachsen, da sind auch Jungs aus der zweiten Reihe nach vorne getreten. Wie sagt man heute so schön: Die Borsigboys haben richtig gut performt. Darunter auch zwei, die wir heute in die höherklassige Verbandsliga verabschiedeten. Und auf solche Wechsel ist ein Trainer immer stolz. Da war heute ein bisschen Augenwasser im Spiel, als Onur und Hussein mir ein persönliches Geschenk überreichten – und es war auch bewegend, als wir auch so manchen Spieler „einteilten“ und somit zumindest für ein Jahr verabschiedeten. Die einen gehen mit in die A-Jugend, die anderen bleiben in der B-Jugend. Denn es geht um das große Ganze: den Verein. Alle bleiben auf dem Niveau Landesliga – was für die kommende Saison Herausforderung und wieder Spaß verspricht. Ich bin sicher: Wir werden zwei Mal die Landesliga rocken – ohne zu träumen. In Demut erst einmal das Ziel Klassenerhalt anpeilen. Manch einer der 2001er, die mit in die A gehen, wird daran wachsen, gegen Ältere zu spielen. Und mancher einer, der in dieser Saison nicht Stammspieler war, wird es in der kommenden Saison in der neuen B sein. Wir haben in dieser emotional schwierigen Rückrunde gesehen, als wir auch schmerzhafte Schnitte vollziehen mussten, welch tolle Jungs wir haben. Seit einigen Wochen wird bei uns wieder extrem konzentriert trainiert. Wir Trainer freuen uns jedenfalls auf die neue Saison – und wir wissen, dass wir die 2001er, die in der B bleiben, in gute Hände geben.

Ich möchte mich auf diesem Wege nicht nur bei meinen ehrgeizigen Spielern bedanken (in diesem Alter nicht mehr eine Selbstverständlichkeit, wenn andere Dinge wichtiger werden), sondern auch und vor allem bei den Eltern. Von ganzem Herzen. Schon die Ostsee-Tour hat mir gezeigt, wer wirklich zu schätzen weiß, was wir ehrenamtlichen Trainer reinfeuern. Es waren heute wieder sehr viele Eltern bei unserer sehr harmonischen Abschlussfeier. Und ja, ich werde auch die Eltern von Hussein vermissen – und die von Onur. Immer ehrlich, immer offen – so passt es. Tolle Sportsleute. Andere werde ich vermissen, weil ihre Jungs in der B bleiben. Aber man sieht sich: Geplant ist, zu gemeinsamen Zeiten zu trainieren und dass die A vor der B spielt… Und an alle anderen Eltern: Leute, ich habe erst zuhause beim Auspacken gesehen, welch schönes Geschenk auch die Eltern mir und meiner Frau gemacht haben. Sorry, dass ich es nicht bei der Feier schon gewürdigt habe – aber Ihr habt ja alle gemerkt, dass ich etwas ergriffen war… danke auf diesem Wege auch nochmal an meine beiden Co-Trainer Marius und Norbert – es war mir in dieser Saison eine Ehre! Nur gemeinsam haben wir geschafft, was wir geschafft haben. Und es ist, viel, viel mehr als alle erwarten konnten. Es war eine starke Saison, in der wir auc viel gelernt haben. Sportlich wie menschlich.

Traditionelle Ostsee-Reise: Spiel und Spaß an der Küste. Turniersieg in Schönberg, Sieg gegen Männerteam – und Action im Hansa-Park

Pfingsten, 2.-5.Juni. Es waren nur drei Worte. Aber ich finde, sie charakterisieren diese Reise ganz gut. Als wir zurück in Berlin waren, schrieb mir einer der drei Flüchtlingsjungs, die mit uns an der Ostsee waren: „Es war schön.“ Just jener Bursche, der eigentlich gar nicht mitfahren wollte – und von uns erst überzeugt werden musste. Der Fuß tut weh, schrieb er noch am Tag zuvor, und außerdem sei ja Ramadan. Nun tickerte er also: „Es war schön.“ Dem ist eigentlich nur wenig hinzuzufügen. Unsere Reise an die Ostsee, diesmal mit 37 Borsigwaldern (plus drei im Privat-Pkw) war wieder für die Jungs ein Highlight. Ich habe viele lachende Gesichter gesehen, die Disziplin war top. Und wenn eine ganze Truppe nachts bis ein Uhr zusammen am Strand sitzt – dann muss man auch als Betreuerteam mal Fünfe gerade sein lassen… Dabei war es diesmal nicht so einfach, den Borsigboys auch fußballerisch was zu bieten. Die Turniere in Schleswig-Holstein schwächeln. Immer weniger Spieler und Teams im strukturschwachen Raum – in manchen Ligen spielen Neuner und Elfer-Truppen in einer Spielklasse. Das Turnier in Schackendorf diesmal komplett ohne Großfeld. Schön, dass uns der TuS Fahrenkrug bei Schackendorf mit seiner ersten Männermannschaft einlud zum Freundschaftsspiel. Eine harte Nuss, dachte ich vorher, auch wenn die Jungs nur in der zweitniedrigsten Spielklasse kicken, so dürften wir doch körperlich keine Chance haben. Dem war aber nicht so. Von der ersten Minute an ließen wir Ball und Gegner laufen,  spielten auf dem Rasenplatz einen sehr guten Ball – und machten die Sache in Halbzeit zwei klar, als wir einfach den längeren Atem hatten. Am Ende ein 6:3 für uns, das fast noch schmeichelhaft für die Kreisklassen-Männer war – was von denen aber mit Fassung und sportlicher Fairness ertragen wurde. Beim gemeinsamen Elfmeterschießen und Grillen danach noch viel Spaß und interessante Gespräche. Ein toller Verein, super gastfreundlich – sogar mit Extra-Grill für unsere Moslems. Das hat alles rundweg Riesenspaß gemacht. Danke an den Jugendobmann Mike, der das 90-Minuten-Spiel bei herrlichem Sonnenschein möglich gemacht hat. Um 21.45 Uhr waren wir dann in der Jugendherberge in Dahme, bezogen die Zimmer. Samstag dann vier Stunden Strand, mit Baden in der kühlen Ostsee – bevor es nachmittags nach Schönberg ging – zum abgespeckten Ostsee-Cup. Auch hier nur noch ein Großfeldturnier: das der B-Jugend. Dafür durfte im Stadion gespielt werden, auf einem riesigen, gepflegten Rasenplatz. Wir hatten zwei Teams gemeldet – was bei 16 Feldspielern und drei Torhütern sehr gewagt war. Ein Spieler hatte sich nämlich morgens noch beim Rennen ins Meer den Zeh verletzt. Zudem beklagten im Verlauf des Turniers zwei weitere Spieler Verletzungen – so dass es bei 16 Minuten Spielzeit und insgesamt zehn Partien bei einigen, die doppelt spielen mussten, ordentlich an die Substanz ging. Ich denke mal, mit nur einem Team hätten wir trotz teilweise guter Konkurrenz locker das Turnier gewonnen – so grätschten wir eher glücklich auf Platz eins mit Team A und auf den letzten Platz mit Team B. per Losentscheid waren die Teams übrigens gebildet worden, um klar zu machen: Der Spaß stand im Vordergrund. Wie gesagt: Am Ende waren wir nur ein Tor besser als die Konkurrenz aus Holstein und Hamburg. In einem Turnier, bei dem nur wenige Treffer fielen, hatten wir drei erzielt – und kein einziges Gegentor bekommen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Übrigens: Alle unsere drei Torhüter durften fleißig im Feld mitwirken und machten das gut. Abend fand dann das gemeinsame Gucken des Champions League Finales auf dem Programm, wobei auch in diesem Jahr der Basketball-Court und Fußballplatz sehr eifrig genutzt wurden. Am Sonntagabend zu einem Duell der besonderen Art: Unsere Jungs spielten gegen eine Mädchen-Handballmannschaft. Unglaublich, welcher Ehrgeiz da im Spiel war. Der Sonntag war ansonsten geprägt vom Besuch im Hansa-Vergnügungspark, der mit einigen spektakulären Attraktionen aufwarten kann. Kam gut an bei den Jungs – die Begleitpersonen wagten sich zumindest auf die zahlreichen Wildwasserbahnen und jene Achterbahnen, die nicht für Lebensmüde gedacht sind… Irgendwann kam auch die Sonne raus – und wir verbrachten noch schöne Stunden am Strand. Am Montag dann: Zimmer aufräumen, letzter Strandbesuch – und Abfahrt. Für manch einen, der den Verein verlassen wird oder in die A-Jugend geht einfach nur: ein wunderbarer Abschied für diese Saison. Auf ein Wiedersehen in Dahme! Oder, um es mit drei Worten zu sagen: Es war schön.

 

 

Unsere England-Tour: Zwischen Halbfinale in Blackpool, Middlesbrough und Old Trafford – Erinnerungen fürs Leben

Ab auf die Insel – hieß das Motto für die Borsigboys über Ostern, vom 14. Bis 18. April. Hier die Erlebnisse:

Erster Tag, Freitag: Anreise. Witzig, schon am Flughafen Schönefeld fragte uns ein Security-Mitarbeiter, aus welcher Region denn unser Verein kommt. „Borsigwalde? In Berlin? Nie gehört.“ Ein weiteres Argument  für unsere unlängst vollzogene Wappen-Änderung… Nach der Ankunft in Manchester empfing uns schon unser Busfahrer Martyn und fuhr uns ins Hotel nach Blackpool, Norbreck Castle. Das in Burgform gehaltene Hotel hat äußerlich schon die besten Zeiten hinter sich – aber innen war alles super. Pool, schöne Zimmer, gutes Essen. Allerdings stellten wir rasch fest, dass mancher nicht weiß, was gutes Essen ist. Der McDonald`s in Blackpool machte jedenfalls gute Geschäfte mit einigen Borsigboys. Die Jungs hatten freien Ausgang, nach dem Essen bis 22 Uhr. Andere nutzten die Zeit für den Strand direkt vor der Haustür – unser Helferteam schleppte Essen für die Mahlzeiten mittags beim Turnier an. Schon an dieser Stelle einen großen Dank an unsere Spielerväter Wilhelm, Norbert und Christian, die Marius und mich, sowie unsere Reiseleiterin Tanja, bestens unterstützt haben. Jeder Wunsch des Trainers wurde umgesetzt. Ganz starker Auftritt von Euch, verbunden mit viel Arbeit – nicht nur das Schleppen des Essens ins Hotel, sondern auch das Beaufsichtigen der Spieler. Das war nicht immer leicht.

Zweiter Tag, Samstag. Turniertag im Myerscough College in Preston. Gute Plätze (bis auf einen, aber dazu später mehr). Spiel eins gegen Matlock Town FC aus England war ein schwerer Gang. Unsere Jungs hatten große Probleme mit dem ebenso spielstarken wie robusten Gegner, das 0:1 zur Pause (nach eher unnötigem Elfmeter-Foul von uns) eher schmeichelhaft für uns. Wir stellten um, auch das System. Und rissen die Partie endlich zumindest phasenweise an uns – kamen zum Ausgleich, auch durch Strafstoß. Zwei Elfmeter – ein Indiz, wie diese Partie geführt wurde. 1:1.

Vorrunden Spiel zwei dann gegen die Schotten von Claremont AFC – nicht so einfach wie das Ergebnis es besagt. Der Gegner kam zu einem 1:1-Ausgleich, weil wir zu viel liegen ließen – wir aber siegten letztlich 4:1. Ein starker Fight. Nun ging es gegen Roundwood AFC aus Irland. Der Gegner war uns in nahezu allen Belangen unterlegen. Das 3:0 eine viel zu geringe Ausbeute angesichts unserer Dominanz. Und das sollte sich rächen: Trotz eines guten ersten Turniertages nur Platz zwei aufgrund der schlechteren Torausbeute in der Gruppe hinter Matlock. Eine harte Nuss drohte im Viertelfinale. Am Abend hüpften einige noch in den Pool, andere zogen wieder los. Mit der Bettruhe nahm es mancher nicht so genau – für einige steht eben nur das eigene Vergnügen im Vordergrund, nicht das mannschaftliche Gesamterlebnis. Schade eigentlich. Ein schwieriges Alter.

Dritter Tag, Sonntag: Müde Gesichter und viele Verspätete beim Frühstück. Die Entschuldigung lautete: „Aber wir haben doch nicht mal durchgemacht.“ Nur fast. Es ging bei einigen bis weit nach Mitternacht – unser Gegner Celtic Glasgow war im gleichen Hotel, legte aber eine andere Disziplin an den Tag. Die Standpauke vom Borsigwalder Trainer – nur logisch. Doch, das muss man den Jungs lassen, sie zeigte auch Wirkung. Der 1:0-Sieg durch einen kunstvollen Freistoß kurz vor Ende der jeweils auf 2×20 Minuten angesetzten Partien (auf einem supermodernen Kunstrasen), war vollauf verdient. Wir hatten die besseren Torchancen und die bessere Spielanlage, was mich überraschte. Tags zuvor hatte ich gesehen, wie Celtic die Jungs vom VFB Reichenbach aus Schwaben beim 6:0 schwindelig gespielt hatte. Der Celtic-Trainer hatte bestimmt nicht mit einer Niederlage gegen uns gerechnet – aber gratulierte fair: „Well done!“ Dazu möchte ich sagen, dass das immer so war hier in England. Faire Partien, faire Trainer – nach jedem Spiel. Man merkt, dass für die Engländer Fußball ein Kulturgut ist, das sie anständig behandeln. Das richtig Spaß gemacht, ebenso wie die vielen Gespräche mit englischen Trainerkollegen.

Im Halbfinale dann ein Schock: Es fand auf einem Acker statt, tief bis zum Knöchel versanken unsere Spieler an diesem regnerischen Tag. Diese Schlammschlacht war dem Semi-Final unwürdig – und wir wissen nicht, ob unsere weißen Hosen jemals wieder wirklich weiß werden. Allein das zweite Tor fiel nur aufgrund eines Platzfehlers – die Iren von Greystones Unites AFC kamen mit den Verhältnissen jedenfalls wesentlich besser zurecht.  Am Ende ein 2:3, nach dem viele sagten: Auf einem anderen Platz hätten wir gewonnen. Was mich nun enttäuschte: Zwei Jungs äußerten, dass sie auf das Spiel um Platz drei eigentlich keine Lust mehr haben. Unfassbar. So kann man das letzte Spiel so beschreiben: Die anderen, in diesem Fall die Belgier vom RFC Tournai, wollten es einfach mehr als wir. Borsigwalde hatte seine Chancen – aber die anderen waren zwingender.

Vierter Tag, Ostermontag: Wir spielten beim Poulton FC aus der A-Klasse. Die regionale Einteilung in England ist A, B und C. Schon beim Warmmachen stellten wir fest, dass der Gegner (Verbandsliga-Niveau) groß und kräftig ist – und einen guten Ball spielt. Unsere Gastgeber nahmen die Partie ernst, hatten sogar ein Schiedsrichter-Gespann engagiert. Die erste halbe Stunde gehörte fast nur uns – wieder einmal war die Ausbeute das Manko. Nur ein Treffer. Dann kam der Gegner auf. Erzwang den Ausgleich. Mit dem Pausenpfiff erzielten wir das 2:1 – vermeintlich. Never ever Abseits – aber der Linienrichter hatte halt die Fahne oben. Auch in der zweiten Halbzeit ein packendes, ausgeglichenes Spiel, das wir gefühlt gewonnen haben – aber im Endeffekt 2:3 verloren. Auch hier wieder: Sehr viel Wertschätzung für uns und unsere Art Fußball zu spielen. Mit dem Bus ging es nun nach Middlesbrough, zum Premier League Spiel gegen Arsenal London. Ein stimmungsvolles Erlebnis, weil wir direkt zwischen beiden sangesfreudigen Fanblöcken auf der Südtribüne saßen bzw. zumeist standen. Ein Dank hier nochmal an Boro, das uns nach intensivem Austausch mit der Nachwuchsakademie die Karten zur Verfügung stellte – obwohl das in England aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht erlaubt ist, weil wir keine „ticket history“ besitzen. Umso unschöner, dass drei Spieler von uns diese Gastfreundschaft nicht zu würdigen wussten – und sich nicht einfach nur drüber freuen konnten, dass einer von ihnen das Trikot von Özil mit nach Hause nehmen konnte. Mehr sage ich dazu nicht mehr. Auch als Trainer und Reise-Mitorganisator (gemeinsam mit meiner Frau) darf man mal traurig und enttäuscht sein. Nachts um halb zwei waren wir wieder im Hotel – einige haben jetzt Boro-Trikots…

Fünfter Tag, Dienstag: Wir wollten, dass die Jungs so viel wie möglich aus England mitnehmen. Sind also selbst den Abreisetag nicht ruhig angegangen. Heute begannen wir mit einer Stadion-Tour bei Manchester United. Graham von Man United empfing uns – nur unsere Mannschaft hatte einen eigenen Guide. Tolle Sache, toller Typ. Ein Mann, der Man United atmet – und viele super Geschichten zu erzählen hatte in diesen ganz speziellen knapp 70 Minuten. Als ihm auffiel, dass unser Klub genau in dem Jahr gegründet wurde, als Old Trafford seine ersten Spiele erlebte, wollte er auch viel über uns wissen. Highlights: Wir durften sogar in der ManU-Kabine Platz nehmen, auf den Sitzen der Spieler, und auf der Ersatzbank. Dabei fiel auf: In dieser kleinen Coachingzone hätte unser Trainer ein echtes Auslaufproblem… Danach durften die Jungs noch eine kleine Trainingssession auf einem Kunstrasenplatz vor dem Old Trafford mit Peter, einem FA-Lizenztrainer, absolvieren. War jetzt nicht der Brüller und super innovativ – aber eine Stunde Bewegung tat ganz gut, bevor wir noch in den Fanshop hüpften. Erst bei ManU, dann bei City um die Ecke. Über die Probleme am Flughafen, dass einige fast den Flieger verpasst haben und Marius sogar auf dem Flughafen übernachten musste – kein Wort mehr. So eine Teamreise ist stressig für die Aufsichtspersonen, nicht jeder weiß um die Gefahren, die auf so einer Reise lauern. Damit muss man als Trainer leben. Ich kann aber jene verstehen, die sagen: Sowas tue ich mir erst gar nicht an… Dann hieß es Goodbye Manchester, Goodbye England. Alles in allem hat es Spaß gemacht – und 90 Prozent der Mannschaft haben sich prima verhalten. Ich denke, manch einer wird die Erlebnisse nicht so schnell vergessen. On tour: Onur B., Dominik –  Kais, Tobias, Hussein, Eren, Nico, Simon, Jan, Jendrek, Lucas, Alex, Daniel, Onur Y., Tim, Ahmed, Christian (trotz Krücken), Begleitteam: Matthias, Marius, Norbert (Trainerteam), Christian, Wilhelm, Tanja (Organisation und Betreuung), Louisa (Maskottchen).

Spannender Besuch im Fuchsbau

15. Februar. Das war wohl der größte gemeinsame Ausflug der Jugendabteilung seit langem… Mit insgesamt 74 Jugendspieler(innen) und Begleitpersonen aus den jeweiligen Trainer- und Betreuerstäben waren wir am Mittwoch unter den 6900 Fans beim Handball-Bundesligaspiel der Füchse Berlin. Die B-Jugend war mit 22 Leuten dabei. Wie sagte Ex-Fußball-Nationalspieler Jimmy Hartwig so schön bei einem Interview in der Halle, in der Halbzeitpause:  „Handball ist Männersport. Wenn ich da sehe, wie manchmal die Fußballer rumjammern…“ Packende Zweikämpfe, und am Ende auch ein packendes Spiel, das die Füchse leider mit 29:30 überraschend verloren – weil zu lange nicht viel zusammen lief. Direkt neben uns war der Solinger Fanblock – die freuten sich wie die Kullerkekse, weil sie als Abstiegskandidat damit gar nicht gerechnet haben. Unser blauer Block mit D-, C-, B- und A-Juniorenspielern im Oberrang sorgte ebenfalls für ordentliche Stimmung.  Unser Dank geht auf diesem Wege noch einmal an die Füchse (mit ihrem Mitarbeiter Nicola Marotzke), die uns für die Partie die Freikarten zur Verfügung gestellt haben. Schöne Aktion. Hat Spaß gemacht! (Fotos: mw/Juro, Text: mw)

 

 

Das Turnier zum Jahresabschluss im warmen weißen Sand. Borsigboys feiern Weihnachten – und ein wenig auch sich selbst nach einem starken Jahr

23. Dezember. Das Jahr lassen die Borsigboys samt Anhang schon traditionell im weißen Sand ausklingen. Karibik-Feeling im Märkischen Viertel. Alle Spieler waren gekommen, selbst die Lahmen konnten wieder laufen und mitkicken. 90 Minuten Beach-Powerfußball. Zwei Felder, fünf   Teams. Nur kurze Erholungsphasen. Eine besondere Konditionseinheit zum Jahresende. Platz schaffen für die Gans – oder (für unsere Weddinger) den Weihnachts-Döner. Nach 20 hart umkämpften Vorrundenpartien ergaben sich 17 Zähler für Team C (Daniel, Nico, Jan, Abalye und Alex) und 13 Punkte für Team B (Muhudin, Christian, Tobi, Pascale und Domenik) – vielleicht kein Zufall, dass das die Teams mit einem Wechsler waren. Das war dann die Finalpaarung. Für das Spiel um Platz drei qualifizierten sich Team A mit 12 Punkten (Hussen, Onur Y., Kais, Eren) und   Team D mit acht Zählern (Simon, Tim, Eric, Fabi). Ins Trostrunden-Spiel gegen die All Stars (Norbert, Marius, Matthias und Umut) musste Team E mit nur fünf Zählern. Team E verlor auch diese Partie erwartungsgemäß gegen konditionsstarke, klug kombinierende und eiskalt verwandelnde Allstars mit 0:3. Im Spiel um Platz drei siegte Team D, das Finale gewann Team B erst im Sudden Death (Golden Goal) mit 2:1. Auch für mich ist immer wieder erstaunlich, dass die Jungs zwar immer größer werden – aber der Spaß an diesem Spielen im Sand nicht nachlässt. Einigen war es am Ende wieder „viel zu kurz“, obwohl sie sichtlich platt waren. Danach pilgerten wir die etwa 200 Meter ins „Little Italy“ zum Essen. Eine gute Entscheidung, denn es war wieder sehr, sehr lecker. Es gab wieder Geschenke (die Jungs neu eingekleidet), auch die Trainer sind nun dank der Elternschaft mit einheitlicher Kopfbedeckung unterwegs. Dankesworte an die Coaches, aber auch an Heidi. Und ein kurzer Rückblick auf ein fantastisches Jahr mit dem Aufstieg als C-Jugend, dem Klassenerhalt parallel als B-Jugend – und nun 22 tollen Punkten zur Halbserie in einer Staffel, da uns wohl viele deutlich weiter unten gesehen hatten. Ich denke, wir werden auch in der Rückrunde noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Nun aber heißt es erst einmal durchatmen, lasst den Ball ruhig mal links liegen. Wir sehen uns am 12. Januar wieder zum ersten Training, die Hälfte des Kaders trifft sich am 7. Januar vor Vorrunde der Hallenmeisterschaft. Bis dahin: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes Neues Jahr!

21. November. Teambuilding der Borsigboys. 22 Spieler und zwei Trainer waren mit dabei, außerdem eine Handvoll Geschwisterkinder auf der fünften Bahn. Bei Kaltgetränken (danke an bowling4Norbert für die Geburtstagslage) und Nachos ging es heute bei der B-Jugend mal um große, schwere Kugeln. Nachdem wir ja bereits zu Genüge wissen, wie einige mit den Fußbällen umgehen, bowling1 bowling2 bowling3muss man nach dem heutigen Tag einigen offenkundige völlige Talentfreiheit im Umgang mit runden Spielgeräten attestieren. Die Bowling-Wertung nach zwei Durchgängen endete wie beim letzten Mal: Der Cheftrainer auf Platz eins, dahinter schon ein Torhüter (Onur) sowie Alex. Der Rest pulverisiert unter ferner liefen, teilweise mit argen technischen Schwächen und Konzentrationsproblemen. Wie auf dem Rasen halt. Hauptsache Spaß gehabt.

Am Ende einer geilen Saison… wird gefeiert! Die Borsigboys gewinnen ihr eigenes Abschlussturnier – und lassen sich selbst hochleben

16. Juli. Saisonfinale bei den Borsigboys. Auch in diesem Jahr luden wir vor unserer Abschlussfeier A8A1zu einem Turnier. Diesmal mit dabei: Die U17 Teams des SC Staaken (Verbandsliga), SCC Berlin (Landesliga) und SV Lichtenberg 47 (Bezirksliga). Drei starke Teams – das Niveau entsprechend hoch. Für uns selbst überraschend, dass wir nach 3 mal 35 Spielminuten Platz ein errangen. Zum A6Auftakt besiegten wir unseren Staffel-Mitaufsteiger L47 mit 4:0 – etwas zu hoch, aber grundsätzlich verdient. In der zweiten Partie retteten wir gegen Staaken ein 2:1 über die Ziellinie.  A2   Ich sage mal so: Starke, sehr disziplinierte Partie von uns, aber über 80 Minuten hätte das vermutlich anders ausgesehen.  Zum Abschluss dann ein furioses 8:3 gegen den SC Charlottenburg, der in dieser letzten Partie seiner etwas dünnen Ersatzbank Tribut zollte. Die übrigen Ergebnisse: Staaken – SCC 2:0, SCC – L47 0:2, L47 – A1Staaken 1:5. Die drei Pokale gingen somit an uns, Staaken und L47. Ein überaus faires und interessantes Turnier. Unser Dank geht an die beiden Schiedsrichter David und Marc, die ihren Teil zu einem gelungenen Turnier beitrugen. Glückwunsch an meine Truppe, die trotz vieler Wechsel bereits viele gelungene Spielzüge zeigte.

Gleich im Anschluss dann unsere Abschlussfeier. Danke an den Jugend-Förderverein, der diese unterstützt hat. Bei Bratwurst, Steak und Salaten (danke an alle Eltern, die einen Salat gespendet haben) feierten B- und C-Jugend gemeinsam. Die Jungs, die allen im Verein viel Freude gemacht haben, sind ja auch in der vergangenen Saison zu einer verschworenen Gemeinschaft geworden – und haben gemeinsam das Wunder vonA31 A32 Borsigwalde geschafft. Das ist übrigens der Titel unseres neuen Buches, von dem es noch drei Exemplare gibt. Wer Interesse hat, muss schnell sein… Ein richtig dickes Buch mit vielen tollen Fotos.

Natürlich war das auch der gelungene Anlass, die spannende Saison noch einmal Revue passieren zu lassen. Großartig, was unser Kader geleistet hat. Zur Belohnung gab es für die C-Jungs Shirts A7 A8mit der Aufschrift „das Double“ vorne – und hinten „Meister Bezirksliga und Aufsteiger Landesliga“, die B-Jungs erhielten den Slogan „Das Wunder von Borsigwalde“. Der Text hinten ist ellenlang – lest auf dem Foto nach. Er drückt aber aus, was die Truppe geleistet hat. Von allen abgeschrieben – zu Wundermachern mutiert… Heute gab es teilweise noch einmal große Emotionen, vor allem als das Video im Vereinsheim nochmal abgespielt wurde, das Carsten gedreht hat. Beide Endspiele auf jeweils etwa fünf Minuten zusammen gefasst. Um ehrlich zu sein: Ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, welche Sprungkraft ich da teilweise entfaltet habe. Und natürlich gab es auch heute jede Menge Dankesworte. Und Geschenke. FürA13 A14 A15 A16 das Team hinter dem Team mit Heidi, Ayse, Totti, Tobias (Kassenwart), Carsten (Fotograf) und den Trainern. Danke an alle, die auch Es war einfach nur A4 A3eine geile Saison, die schwer zu toppen ist. Alle Augen gehen nun A6  A4 A3  A1schon auf die neue Saison, in der wir eine Hammer-Staffel erwischt haben. A19 A20A18Unser Ziel ist es, nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben.A21 A22 A23  A25 A27A29  Dafür werden wir hart arbeiten müssen. Aber erst einmal ist nach dem letzten A9  A11 A12Training am Dienstag Pause bis 16. August. Erholt Euch schön – dann brechen wir auf zu neuen Ufern. Danke auch heute wieder an Carsten, der die meisten Fotos gemacht hat. Borsigwalde spielte das Turnier heute mit: Eric, Dominik – Tim, Lucas, Marcel, Hussein, Kais, Muhudin, Eren P., Daniel, Jendrek, Ablaye, Elyas, Sami, Tobias, Ramesh, Maurice, Ahmed, Christian, Onur Y., Eren H., Bilal.

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Wahnsinn! Zwei Turniersiege an einem Tag bei C- und B-Jugend in Schackendorf. Guter Auftritt in Schönberg. Furiose Ostseereise der Borsigboys.

13. – 16. Mai. Das dürfte dann wohl neuer Vereinsrekord sein: Eine Mannschaft spielt zwei Turniere an einem Tag in zwei Altersklassen. Belegt dabei zwei Mal den ersten Platz – und ein Mal den zweiten. Geschafft hat das die 1.C-Jugend beim traditionellen Pfingstturnier des SV Schackendorf (die 28. Auflage). Teil eins, das C-Jugendturnier. Sechs Teams, darunter zwei der Borsigboys. Kein 20160513_184159[1]20160513_184132[1]Ersatzspieler, aber egal. Der Ball lief wie am Schnürchen, das war Spielfreude pur, die die Jungs auf dem schönen Rasenplatz des Schleswig-Holstein-Ligisten zeigten. Da hatten alle richtig Bock auf Fußball. Die erste Mannschaft siegte souverän fünf Mal. Gegen die SG Schlutup 2:0, gegen den 20160513_172932[1]Rendsburger TSV 3:0, gegen Blau-Weiß Wittor 2:0, gegen unsere zweite Mannschaft 3:0 und gegen den TSV Tangstedt 2:0. Klarer und überzeugender kann man ein Turnier nicht gewinnen. 20160513_172824[1]Unsere zweite Garnitur war auch gut unterwegs, holte Siege gegen Wittorf (2:0), Tangstedt (1:0) und ein Remis gegen Schlutup (0:0). Reichte für Rang zwei. Unser Auftritt muss den Turnierveranstalter beeindruckt haben, man fragte 20160515_142344[1]uns, ob wir nicht noch beim B-Jugendturnier mitmischen wollen. Da hatten gleich drei Teams abgesagt. Beim Anblick unserer Gegner sagte einer unserer Spieler diesen Satz: „Die werden uns 20160514_124855[1]zerstören.“ Falsch, die erlebten ihr blau-weiß-schwarzes Wunder. Zuerst der Walddörfer SV aus Hamburg. Wir siegten verdient 1:0. Dann, gleich ohne Pause, die Jungs des dänischen Klubs Ringe 20160514_101352[1]BK, die ein etwa einstündiges Aufwärmprogramm durchzogen. Das waren wahre Modellathleten, gegen die man normalerweise als zwei Jahre jüngere Spieler nichts reißen kann. Vor allem nicht bei einer Spielzeit von 25 Minuten. Erst Recht nicht, wenn man schon 70 Spielminuten in den Beinen hat – und gerade schon 25 Minuten gegen eine B-Jugend absolviert hat. Die Dänen starteten auch einen furiosen Sturmlauf, kombinierten wirklich stark. Aber wir verteidigten gut, überstanden die ersten Minuten auch mit ein wenig Glück – und setzten immer wieder Konter, die beim Gegner Eindruck hinterließen. Kurz vor Spielende 20160513_133153[1]dann die Szene des Tages. Flankenlauf über links, Flugkopfball – der Siegtreffer für die Borsigboys, die zeitweise wie im Rausch spielten. Zum Abschluss des Turniers wartet nun auf uns die zweite 20160514_144433[1]Mannschaft von Ringe BK aus Dänemark. Die Burschen waren vor allem – groß und aggressiv. Und hätten durch einen Sieg gegen uns selbst noch Turniersieger werden können. Die spielten 20160514_154536[1]regelrecht mit Schaum vor dem Mund, so als wollten sie ihre Kollegen „rächen“. Nach einem Regenguss war der Rasen nass, es wurde gegrätscht und zeitweise auch getreten. Das war eigentlich schon englischer Fußball, der Schiedsrichter hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Mancher aus unserem Begleittross verlor bei diesem Spiel seine Stimme, so aufregend war das Ganze. Zumal wir auch noch eine unberechtigte Zeitstrafe von 20160514_181254[1]fünf Minuten überstehen mussten. Am Ende schickte der Gegner sogar den Keeper zum Stürmen mit nach vorne. Aber auch hier setzten wir uns mit 1:0 durch und holten den Wanderpokal. Jürgen Esch vom Veranstalter, der uns ja schon viele Jahre kennt, war die Überraschung anzusehen – da rockt ausgerechnet der 20160514_181518[1]„Notnagel“ das Turnier… Die Gegner gratulierten uns aufrichtig, vor allem der dänische Cheftrainer war voll des Lobes über unseren Kampfgeist. Für seine Mannschaft, die zu den besten 20160515_142834[1]ihrer Region gehöre, sei dies eine lehrreiche Nummer gewesen… Nach fast neun Stunden schlichen wir alle müde und erschöpft in den Bus. Am nächsten Tag stand ja noch ein Turnier an: Wir hatten 20160515_151516[1]für das B-Jugendfeld beim Ostsee-Cup des TSV Schönberg gemeldet. Da hatte ich mit NNW 98 schon drei Mal gesiegt – der Pokal, den wir damals behalten durften, hat fast Champions-League-20160515_142808[1]Größe… Diesmal war allerdings die körperliche Überlegenheit manches Gegners zu groß. Zumal sich auch noch eine A-Jugend ins Teilnehmerfeld geschlichen hatte, der unsere zweite Mannschaft sogar ein 1:1 abtrotzte. Mit zehn Punkten aus sechs Partien landete unsere erste Mannschaft auf Rang drei, die zweite Truppe mit sieben Zählern auf Platz vier. Unserer Gegner waren die SG Schönberg (A und B-Jugend), der SV Rickling I und II sowie der SSV Elze. Wieder ein guter und couragierter Auftritt bei allerdings sehr schlechtem Wetter. Es war schon 20160513_184230[1]hart für die Spieler, sich mit nassen Trikots immer wieder aufs Neue zu motivieren, zumal mancher auch sehr müde vom Vortag wirkte. Hier auch mit zwei Mannschaften zu spielen – das war 20160516_084914[1]20160514_205116[1]zumindest hart an der Grenze. Ansonsten war es nicht nur sportlich wieder eine tolle Reise mit unserem altbekannten Busfahrer Ulf aus Waren. Mit Eltern und Geschwisterkindern waren wir 20160513_205411[1]wieder 40 Leute. Schon am Freitag war ein Teil der Mannschaft (samt Trainer) furchtlos in die 13 Grad kühle Ostsee gehüpft, Strand, Tischtennisraum und Fußballplatz der Jugendherberge in Dahme wurden von uns belagert. Es war wieder richtig schön und wir sagen: Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! Borsigwalde on tour mit – Spielern: Onur B., Onur Y., Kais, Simon, Bianca, Muhudin, Ahmed, Nico, Jan, Malcolm, Christian, Dominik, Pascale, Eren, Melvin, Daniel, Momo, Firat, Hussein, Maurice, Tobias, Vincent, Malek (aus der B) und Trainer Matthias. Fans:Tanja, Leni, Louisa, Heidi, Ayse, Raga, Umut, Kerstin, Alina, Tiara,Tatjana, Daria, Anette, Deniz, Ulf, Hilke.

Barcelona-Tour, 4. Tag: Finale knapp verpasst gegen Juve-Nachwuchsschmiede. Pech und Glück am Elfmeterpunkt nah beieinander. Toller dritter Platz bei starkem Turnier

27. März. Der dritte und letzte Spieltag bei der Copa Costa Brava – es wurde dramatisch aus Sicht der Borsigboys. Nur so viel vorneweg: Wir waren am Ende das beste deutsche Team im 40er-Teilnehmerfeld der U15. Im Viertelfinale wartete Raggruppamento Allievi Sassariente auf uns, ein 20160327_152551[1]U15-Team aus dem italienisch sprechenden Teil der Schweiz. Es wurde sofort klar: Die wollten uns mit brutaler Härte den Schneid abkaufen auf einem sehr engen Rasenplatz. Gleich in der der ersten Minute eine große Chance für die Eidgenossen, unsere Truppe sichtlich überrascht von der rustikalen Gangart – und noch mehr davon, dass die völlig überforderte Schiedsrichterin nichts 20160327_153123[1]abpfiff. Es dauerte ein paar Minuten, bis die Jungs begriffen hatte, wie man hier spielen musste: eben auch mal ein bisschen dreckig und mit langen Bällen. In die Karten spielte uns die frühe Führung nach etwa sieben Minuten durch Simon, dessen Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Wir bekamen die Partie immer besser in den Griff, die Schweizer rannten zwar mit großen und technisch guten Spielern an – aber wir spielten 20160327_152444[1]20160327_152448[1]das sehr clever, setzten unsere Konter wie Nadelstiche, und hatten die besseren Chancen. Drei Mal hätten wir frühzeitig alles klar machen müssen. Am Ende ein Spiel mit vielen gelben Karten und sehr schlechten Verlierern, die noch nach Abpfiff um sich traten. Und nicht müde wurden zu betonen, wir hätten ja soooo schlechten Fußball gespielt. Ich sage: taktisch und kämpferisch war das eine Meisterleistung unserer Mannschaft, die jedoch in dieser Partie sehr viel Kraft ließ. Nur eine Dreiviertelstunde später trafen wir im Halbfinale erneut auf eine sehr gute Mannschaft, diesmal aus dem italienischen Evancon. Viele große, schnelle und aggressive Spieler, allerdings alles im fairen Rahmen. Unterstützt von vielen Tifosi mit Fahnen. Aber zwei deutsche Teams aus dem Raum Köln unterstützten uns – und wir hielten in jeder Hinsicht prima dagegen. Zwischendurch gewannen die 20160327_152511[1]athletischen Italiener immer mehr die Oberhand – aber auch hier hatten wir unsere Möglichkeiten. Und leider nutzten wir in den letzten fünf Minuten zwei hundertprozentige Chancen nicht. 0:0 nach 40 Minuten. So mussten wir ins Elfmeterschießen, das seltsamerweise auf einem etwas entfernten Platz stattfand. Auf dem fünf Minuten langen Fußweg muss es wohl im Kopf des einen oder anderen Borsigboys gerattert haben, jedenfalls versagten vom Punkt gleich drei von vier Spielern die 20160327_145745[1]20160327_140517[1]20160327_122725[1]Nerven. Die Italiener siegten mit 3:1 nach Elfmeterschießen. Schade, dass man auf so bittere Weise das Finale verpasst. Vom fairen Gegner gab es allerdings viel Lob und Aufmunterung. Was 20160327_140423[1]soll ich sagen? Evancon wurde später Turniersieger, was es für uns noch schwerer machte… wobei wir uns nicht grämen müssen, denn dabei handelt es sich um eine Fußballschule, die von Juventus Turin betrieben wird und immer wieder Top-Talente hervorbringt. Allerdings schafften es die Borsigwalder Jungs und das Mädel, die Enttäuschung in einer einstündigen Pause zu verarbeiten. Im Spiel um Platz drei (Zweiter wurde eine starke Truppe 20160327_131457[1]aus England) trafen wir wieder auf Italiener. G.S. Fraore – das laut Homepage mit Arsenal kooperiert – hatten wir eine Halbzeit lang prima im Griff, bestimmten klar das Spiel, führten 20160327_095209[1]allerdings durch Malcolms spektakuläres Tor per Seifallzieher nur 1:0. Zu viel ließen wir liegen – und zollten plötzlich in den letzten zehn Minuten dem Kräfteverschleiß Tribut. Ganz klar, nach dem 1:1 retten wir uns mit letzter Kraft ins Elfmeterschießen – und zeigten, dass wir es doch können? Nicht ganz. Zwei verwandelt (Muhudin und Malvin), zwei verballert – aber die Italiener scheiterten drei Mal an Tobi, der im letzten Spiel für den im ganzen 20160327_095257[1]Turnier sehr starken Onur (der als Feldspieler ran durfte) das Tor hütete. Am Ende feierten sich die Spieler zurecht auf der Eurosportring-Bühne für den dritten Platz. Ein saustarkes Turnier haben 20160326_171049[1]sie abgeliefert: vier Siege, drei Remis, null Niederlagen, nur ein Gegentor. Bei der Bilanz wäre mehr drin gewesen, aber auch so dürfen wir rundum zufrieden sein. Teamgeist gestärkt in einem Turnier, das wirklich perfekt organisiert war. Kompliment an den Veranstalter Eurosportring, der in Sachen Turnier und Bustransfer eine organisatorische und logistische 20160326_170003[1]Meisterleistung vollbrachte – das war eine andere Liga als unser Turnier im letzten Jahr in Kroatien bei einem anderen Veranstalter. Oder, wie es Kapitän Pascale ausdrückte: „Eine super Reise war das, hat richtig Spaß gemacht!“ Danke an meine drei Helfer Norbert, Mehmet und Wilhelm – Ihr ward eine große Hilfe. Auch Tanja als Reiseleiterin machte wieder einen tollen Job. Eine Super-Auslandsfahrt der 20160325_112513[1]Borsigboys mit viel Spaß, sportlichem Erfolg, Top-Wetter bis zu 20 Grad und viel Sonnenschein (so mancher kommt mit Sonnenbrand heim), gutem Essen und einer interessanten Location, die speziell die Jungs begeisterte (und ihnen aufgrund des Unterhaltungswertes die Taschen leerte…). Wir Älteren genossen den Strand, das Meer – und sagen: Adios Lloret de Mar. Vielleicht auf ein Wiedersehen…

…danke an die vielen Eltern (im Übrigen die Sponsoren der Kids für das Turnier, was diese auch 20160328_120151[1]bedenken sollten) für den warem Empfang am Flughafen Schönefeld am Ostermontag mit Plakat 20160328_115930[1]und kleinen Kuchen, die Raga und Alina gebacken hatten. Wie viele Eltern dort standen, zeigt einmal mehr: Auch das Team hinter unserem Team ist einfach ein gutes Team.

Barcelona-Tour, 3. Tag: Kalter Pool, eiskalte Borsigboys bei starken Siegen gegen Franzosen und Italiener

26. März. Der zweite Spieltag bei der Copa Costa Brava – und auf uns wartete eine vermeintlich harte Nuss. Die Franzosen von St. Hilaire La Fanga-Longages hatten ihre ersten beiden Partien gewonnen. Gegen uns aber sahen sie heute kaum die Sonne. Angriff auf Angriff fuhren wir, 20160326_110715[1]allerdings ohne zählbare Erfolge. Es dauerte lange, bis wir den Riegel knackten – der 1:0-Erfolg 20160326_111632[1]durch den etwas kuriose Treffer von Kais (der Torwart hatte nach einem Pfostenschuss von Onur irgendwie die Orientierung verloren) mehr als verdient. Wieder trafen wir auf faire Verlierer, 20160326_121358[1]diesmal auf dem modernen Kunstrasen im Stadion von Palafolls. Diese Arena gefiel unseren Spielern, hatte nur einen Nachteil: Es gab keinen Aufwärmplatz. Die Vorbereitung fand im benachbarten Park mit Spielplatz statt. Während also Louisa und Leni schaukelten, machten die Jungs sich warm. Und ein herrenloser Hund immer mittendrin, bis wir wussten warum: Ausgerechnet um seinen Stammbaum hatten wir unsere Taschen und Sportbeutel platziert, die wir vor dem Wasserstrahl gerade noch 20160326_153320[1]rechtzeitig in Sicherheit 20160326_143525[1]brachten. Nach einer Dreiviertelstunde Pause warteten die bisher sieglosen Italiener von Fbc Zero Branco auf uns. Die spielten in typischer Landessitte sehr defensiv, setzten auf einen großgewachsenen Stürmer vorne, der sich aber an unseren Innenverteidigern die Zähne ausbiss. Wir machten den Gegner regelrecht mürbe und siegten verdient durch die Treffer von Simon, Hussein und Nico mit 3:0. Damit war klar, dass wir als Gruppenerster mit reiner Weste, 9:0 Toren, unter die besten 16 Teams dieses Riesenturniers mit rund 40 Mannschaften (zwei Gruppen mit jeweils vier Fünfer-Untergruppen) rücken würden. Ab nun geht es im K.o.-Modus 20160327_181902[1]weiter, auf uns wartet morgen früh um 9.45 Uhr ein Gruppenzweiter –die Schweizer von Sariento Tenero. Zur Belohnung für wirklich zwei sehr gute Spiele heute gab es für die Jungs Internet-Zeit und Ausgang bis 21 Uhr (nur unterbrochen vom Abendessen). Die meisten nutzten die Freizeit, um mal in den eiskalten Pool zu hüpfen (ich kann Euch sagen, ich habe es drei Mal eine Minute ausgehalten…) oder an den 20160326_154016[1]Strand zu gehen. Vamos Borsigboys, möge die Macht weiter mit uns sein. P.S. Tolle Läden gibt es hier, sogar einen Haribo-Shop. Und wer das Laster vom Trainer kennt, der weiß Bescheid…

Barcelona-Tour, Tag 2: Guter Turnierauftag bei der Copa Costa Brava. Sieg gegen Briten, Remis gegen Italiener

25. März. Wecken um 7.45 Uhr, Frühstück um acht, Frühstück – und ab zum Turnierplatz in Blanes. Herrliche Rasenplätze auf der Anlage Top Ten warteten bei der Copa Costa Brava auf uns. Und um 20160325_155646[1]11.15 Uhr ein richtig starker Gegner aus Italien. ASD Poggibonsese Calcio lieferte uns einen harten Fight auf einem engen Platz. Nach fünf Minuten der Schock: Die Schiedsrichterin unterbrach die Partie und wollte Hussein nicht mehr mitspielen lassen. In Spanien ist es nicht erlaubt, mit Brille zu 20160325_103739[1]spielen. Und die Referees, das weiß ich aus Erfahrung, sind hier sehr streng. Ausgewechselt wird nur an der Mittellinie – oder gar nicht…Tanja organisierte in der Halbzeitpause zum Glück ein Formular – wenn beide Trainer zustimmen, ist es gestattet, mit Nasenfahrrad zu agieren. Es geht 20160325_154321[1]20160325_124939[1]um Sicherheitsgründe. Mit seinem Gestelle auf der Nase setzte unser Vierauge dann später prompt einen Strafstoß neben das Tor. Es wäre allerdings des Guten zu viel gewesen, wenn wir die Partie 20160325_213354[1]gewonnen hätten – das Remis ging in einem flotten Spiel mit zwei emsigen Abwehrreihen und relativ harmlosen Offensivabteilungen absolut in Ordnung über zwei mal 20 Minuten. Nach nur eine halben Stunde Pause warteten auf uns die Engländer aus Newark von RHP. 20160325_124904[1]„Colts Warriors“ nennen sie sich sehr martialisch, teilweise gingen die Krieger auch sehr rustikal zur Sache. Aber wir waren fußballerisch überlegen, führten allerdings zur Pause nur 1:0 durch einen fragwürdigen Elfmeter von Onur. Danach durfte noch ein 20160325_124847[1]anderer einen Elfer veremmeln… Danach hatten die Briten durch hohe Bälle die ein oder andere halbgare Gelegenheit, bevor wir über Melvin (der Bursche liebt Naturrasen), der auf Kais flankte, den Sack zumachten. Gut, dass Knäcke diesmal nicht ängstlich dem Ball auswich. Nun war der Widerstand der Insulaner gebrochen und wir erhöhten durch Melvin 20160326_111242[1]auf dynamische Weise, Hussein in seiner unnachahmlichen Art (flach ins Eck) und Malcolm (mit links, volley, endlich mal zielstrebig und klar und nicht verschnörkelt im Afrika-Cup-Style) auf 5:0 20160326_111725[1]erhöhten. „Well done“ sagten die Engländer, gaben sich als faire Verlierer. Dem ist nichts hinzu zu fügen. Gut gemacht haben es die Borsigboys heute. Wir erlebten zwei interessante und faire 20160326_110214[1]Partien. Mit wesentlich mehr Elan als vor Jahresfrist am ersten Turniertag in Kroatien. Voller Spielfreude und Kampfgeist. Bisher macht das Turnier viel Spaß, auch abseits des Platzes hatten 20160324_201435[1]wir schon die ein oder anderen netten Gespräche. Das Gesangsduell mit den Engländerinnen bei uns im Bus bei der Fahrt zur Eröffnungsfeier, die richtig stimmungsvoll war – mit Nationalhymnen 20160325_163117[1]aller 16 teilnehmenden Länder in einer proppevollen Sporthalle. Zuvor waren wir gleich nach unserem zweiten Spiel nach Barcelona gedüst, um uns Camp Nou anzuschauen. Diesmal waren wir nicht nur im Museum, sondern sogar im 20160325_154956[1]Innenraum. Danach liefen wir noch ein paar Meter zu La Masia, der Jugendakademie, wo Messi & Co. ausgebildet wurden. Der Trainer hatte ein paar Sätze zu der Einrichtung vorbereitete, die Norbert prima rüberbrachte. Ich glaube, das machte schon Eindruck auf die Jungs, da zu stehen, wo die Stars groß wurden. Logisch, dass einige auch viel Geld im Fanshop ließen, der zu Recht Megastore heißt und echte Apothekenpreise hat. Ein 20160325_124903[1]toller Tag heute, morgen können wir einen draufsetzen, indem wir nochmal so gut spielen. Ansonsten präsentieren die Jungs sich bisher auch abseits des Platzes ordentlich. Gestern ließen wir sie an die realtiv lange Leine, was sie nicht ausnutzten. Gemeinsam waren sie beim Autoscooter, oder machten in Gruppen die Innenstadt unsicher. Borsigwalde spielt bei diesem Turnier mit Onur B., Bianca, Melvin, Onur Y., Kais, Hussein, Pascale, Daniel, Ahmed, Malcolm, Tobias, Vincent, Eren, Jan, Muhudin und Nico. Trainer, Betreuer und Fans: Matthias, Norbert, Tanja, Leni, Louisa, Mehmet, Wilhelm. Leider ist Maurice am Tag vor der Abreise krank geworden und konnte nicht mitkommen. Gute Besserung.

Barcelona-Tour, 1. Tag: Aus dem Flieger direkt ans Meer. Borsigboys erobnern Lloret de Mar

24. März. Um halb acht war heute Treffen am Flughafen Schönefeld. Auf nach Barcelona! Um die Mittagszeit landeten wir bei 15 Grad und herrlichem Sonnenschein. Auf dem Hinflug nach Spanien 20160324_081229[1]träumte ich gerade so vor mit hin, welch vorbildliche Mannschaft ich doch habe. Kein Krawall mehr im Flieger, da muss eine Gehirnreifung stattgefunden haben… da stupste mich ein Fluggast 20160324_160110[1]unsanft aus dem Schlaf. Ich wollte gerade noch verträumt fragen „was machen Sie in unserem Mannschaftsflieger“ – da war ich auch schon gefordert. Ich möge mich um einige Radaubrüder kümmern, was ich prompt tat. Einzelne, aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitrechte nenne ich hier keine Namen, sondern kürze nur ab mit K. und M., hatten es dann doch ein paar Reihen vor mir übertrieben mit der Lautstärke. Am Flughafen klappte alles wie am Schnürchen. Turnierunterlagen – und ab in den Bus nach Lloret de Mar. Um 15 Uhr schlenderten wir schon 20160324_152302[1]Richtung Strand, wo wir ein bisschen abhingen. Einige ganz harte (auf dem Foto durch den freien Oberkörper erkennbar) hüpften sogar ins kühle Meer. Hotel, Pool, Umgebung – alles macht einen 20160324_155302[2]Super-Eindruck. Unsere Fahne hängt auch schon (siehe Pool-Foto). Morgen um 11.15 Uhr 20160324_155032[1]dann unser erstes Spiel. Bericht erst abends, weil wir gleich nach dem zweiten Spiel nach Barcelona fahren zur Stadiontour. Vamos Borsigboys!

Schöne Tradition, schöner Jahresabschluss: An Weihnachten gehts zum Kicken in die Karibik

23. Dezember. Man könnte schon von einer Tradition sprechen. Weihnachten verbringen die Borsigboys im weißen Sand. So wie früher die NNW-Kids. Die Karibik liegt ja quasi um die Ecke – 20151223_130403[1]also auf zum Strandfußball im Märkischen Viertel. Eineinhalb Stunden Beachsoccer im Jump-Center, auf zwei Spielfeldern. Beach4 Beach3 Beach2 Beach1Mit einem kleinen Nachteil aus Trainer-Sicht: Weil wir nur 19 Spieler waren (Vincent verletzt, Jan 20151223_133458[1]schon im Urlaub), musste ich im Team E komplett mitspielen. Ich kann Euch sagen, das geht an die Substanz… Hut ab also vor den Kids, die wieder wirbelten als ginge es um die WM. Nach Hin- und 20151223_133535[1]20151223_135009[1]20151223_135214[1]20151223_135339[1]Rückrunde Jeder gegen Jeden ergab sich folgende Konstellation: Team B (Tobi, Daniel, Simon und Nico) auf Platz eins mit 17 Punkten aus acht Partien (à sechs Minuten). Zweiter war Team C (Onur B., Hussein, Ahmed und Pascale) mit 13 Punkten. Auf Platz drei Team D (Eren Onur Y., Kais und 20151223_135504[1]20151223_141338[1]Malcolm) sowie mit ebenfalls 13 Zählern und auf Platz vier mit zehn Zählern Team E (Muhudin, Christian, Firat und Matthias). Letzter mit nur zwei popligen Punkten Team A (Bianca, Melvin, Maurice, Momo). Das Spiel um Platz drei gewann Team E dann gegen Team D mit 1:0. Das Endspiel 20151223_133427[1]ging im Siebenmeterschießen (0:0, 2:0) an Team B. Glückwunsch! Kurz den Sand abgespült, dann kam der gemütliche Teil: Essen satt (wirklich sehr reichlich) am Buffet mit Chicken Nuggets, Pasta, Pommes und Pizza – auch viele Eltdrn und Geschwisterkinder waren mit von der Partie. Dann 20151223_141403[1]die obligatorischen Reden. Zu jedem Spieler ein paar Sätze – und ein Gesamtlob an die Mannschaft, die eine starke Hinrunde gespielt hat. Nimmt man das ganze Jahr 2015, dann war es zweifellos ein wirklich tolles Fußballjahr mit vielen Höhen und nur wenigen Tiefen. So, wie wir uns 20151223_145411[1]schon als jüngerer Jahrgang letzte Saison geschlagen haben – und nun Herbstmeister mit klarem Ziel vor Augen: Aufstieg. Das hat absolute Priorität, wenngleich wir versuchen wollen, auch die B-Jugend zu unterstützen, damit sie vielleicht noch das Wunder schafft und in der Landesliga bleibt. Es wäre auch zum Vorteil jener Jungs aus unseren Reihen, die ihre Zukunft in Borsigwalde sehen. Auf diesem Wege möchte ich, auch im Namen von Marcel, nun auch danke sagen: An Tanja, die mal wieder alles top organisiert hatte. An die Spieler für ihre Geschenke, ebenso an die Eltern, die uns beschenkten. Ich finde, wir haben eine super Elternschaft – nicht umsonst schlägt die 1.C von Borsigwalde immer noch mit einem Team neben dem Team bei Auswärtsspielen auf. Manchmal könnten sie, aus Sicht der Trainer, noch ein bisschen lauter sein – damit nicht immer nur wir zu hören sind (Ihr wisst schon, was ich meine…). Zum Abschluss der Feier erhielt auch jeder Spieler sein Geschenk (für das, nur nebenbei bemerkt, der Trainer stundenlang das Internet durchforstet hat). Weil es an Ostern nach Barcelona 20151223_145930[1]20151223_145952[1]geht, gab es ein Nike-Trikot in Barca-Farben, mit Turnier-Logo und jeweiliger Rückennummer samt Namen – alles im Barca-Design. Ich denke, eine schöne Erinnerung. Mancher war richtig begeistert… Ein Dankeschön geht auf diesem Wege auch an den Verein, der unsere Feier mit 80 Euro bezuschusst hat. Wir wünschen nun auf diesem Wege allen Fans und Freunden der Borsigboys 20151223_160619[1]ein Frohes Weihnachtsfest und ein20151223_151705[1]20151223_150836[1] glückliches und gesundes Jahr 2016! Ruht Euch aus, sammelt neue Kraft. Denn Ihr wisst ja alle: Wir haben im Neuen Jahr noch viel zusammen vor!

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Teambuilding: Alles hatte Hand und Fuß: Borsigboys schieben große Kugeln. And the winner is…the old man

23. Oktober. Teambuilding heißt das neudeutsch, was wir heute veranstalteten. Große, schwere Bälle – so mancher benutzte zeitweise tatsächlich den Fuß, wenn mit der Hand gar nix ging… alles Bowling1 Bowling2 Bowling3in allem aber lief unser Bowlingnachmittag heute sehr gesittet ab. Der Trainer heute gaaaanz alleine mit 20 Pubertierenden, die nicht immer leise w3aren und auch nicht immer auf ihren Stühlchen saßen – aber sich ordentlich benahmen und teilweise sehr viel Leidenschaft auch bei diesem Sport entwickelten. Unser Modus im „All In Bowling“ am Zerpenschleuser Ring: Zwei Durchgänge als Qualifikationsrunde. Wer die meisten Pins sammelte, kam in die Champions Gruppe, die anderen spielten in den anderen Gruppen (je nach Punktzahl) weiter. Die erreichten letztlich mit Punktzahlen um die 200 Melvin, Onur Y., Maurize, Momo (der bemerkenswerterweise heute zum  Bowling8ersten Mal in seinem Leben bowlen war…) und der Trainer. And the winner was… der Trainer. Mit 148 Punkten vor Melvin mit 143, der bis zur letzten Runde heftigsten Widerstand leistete, dann aber wohl doch Angst bekam, künftig nur noch auf der Ersatzbank zu versauern…. Mochte sich auch manch einer über den Lauf- und Wurfstil des Übungsleiters lustig machen, the winner was: the old man… In der Champions Gruppe gab es letztlich keinen, der nicht über 100 Punkte hatte – Bowling4da ging die Luzi richtig ab. Hinterher gaben einige zu Protokoll: toller Nachmittag. Besonders schön fanden wir, dass unsere „alten Kameraden“ Tim, Fabi und Marcel (jetzt in der B-Jugend) auch mitkamen. Es war, als wären diese tollen Jungs nie aus unserem Kreise weg gewesen…Hat Spaß gemacht.

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Ein Saisonabschluss wie gemalt: Sieg beim eigenen Turnier im Elfmeterschießen gegen Verbandsligist Füchse. Und viel Harmonie und Spaß danach.

11. Juli. Wie stellt man sich einen Wunsch-Saisonausklang vor? Mit prächtigem Sommerwetter, einem fairen und interessanten Turnier mit netten Gästen. Möglichst noch einem Turnier-Sieger SC Borsigwalde. Aber bitte nicht einfach so, unspektakulär – nein, sondern mit Dramatik und Elfmeterschießen. Und danach dann noch eine gemütliche, harmonische Abschlussfeier. Ende der turnier1Wunschliste. Und was soll ich sagen? Genau so kam es. Wir erlebten heute unseren Traum-WP_20150711_008[1]Saisonausklang. Aber der Reihe nach. Wir hatten nach dem Modus jeder gegen jeden vier Teams eingeladen, die also jeweils drei Partien über 30 Minuten absolvierten. Wenig Wartezeit, viel Turnier2 Turnier3 Turnier4Fußball. Nach dreieinhalb Stunden war das Turnier gespielt. Geleitet wurden die Partien von Mark WP_20150711_004[1]und Luca, an die auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön geht. Ebenso an Andreas, unseren Schiri-Obmann, der das für uns organisiert hatte. WP_20150711_003[1]Spiel eins bestritten wir gegen den SV Lichtenberg 47, im Übrigen ein Staffelgegner von uns. Es dauerte ein bisschen, bis wir die Turnier5 Turnier6Jungs geknackt hatten – aber dann machte sich bemerkbar, dass wir schon eingespielter sind. Am Ende ein 4:0 für Borsigwalde. Nun hatten wir nur fünf Minuten Pause, bevor es gegen unsere Freunde vom BSC Rehberge ging. Wir hatten das Spiel klar im Griff, gingen aber sehr schludrig mit unseren Chancen um – und mussten am Ende noch zittern, weil Rehberge sich noch auf 1:2 heran Turnier7robbte. Während Lichtenberg (letztlich durch das 2:3 Vierter) und Rehberge (Dritter) nun die Plätze ausspielten, kam es für uns gegen die Füchse Berlin Reinickendorf zu einem echten Endspiel. Die Füchse aus der Verbandsliga von Beginn an spielbestimmend – wir aber giftig, gallig, gierig. Früh Turnier8 Turnier9pressend. Und genau das führte zu unserem 1:0, das wir leidenschaftlich verteidigten – und immer wieder Nadelstiche durch Konter setzten. Zehn Minuten vor Spielende dann eine strittige Situation: Der Ball prallte gegen den Innenpfosten – und von dort wieder heraus (siehe Foto). Der Schiedsrichter aber gab Tor – ärgerlich, weil später auch der Fotobeweis etwas anders sagte. Aber WP_20150711_011[1]WP_20150711_012[1]was mir nun imponierte: Die Borsigboys gaben nicht auf, spielten noch mit mehr Elan nach vorne als zuvor. Wir kamen so kurz vor Spielende noch zu einem Lattentreffer und weiteren Chancen. Es blieb aber beim 1:1, das wir uns redlich verdient hatten – und es kam zum Elfmeterschießen. Um WP_20150711_013[1]es kurz zu machen: Alle unsere fünf Schützen und die Schützin blieben cool, einen hielt unser Keeper – Turniersieger. Jubel und Trubel. Bei der Siegerehrung gab es für jede Mannschaft einen Nike-Ball, Urkunde und Süßes, für uns den Pokal. Ich muss sagen: Das war von uns phasenweise richtig guter Fußball. wieder mal bestens dokumentiert von Carsten mit der Action-Kamera. Für Borsigwalde spielten heute: Onur B., Kais, Bianca, Melvin, Momo, Eren, Jan, Vincent, Tobias, Simon, Muhudin, Daniel, Malcolm, Onur Y., Pascale, Ahmed, Nico.

Danach unsere Saison-Abschlussfeier. Auch rundum gelungen. Das Team des Borsigheims hatte sich gut organisiert, wirbelte am Grill und hinter den Tresen – und so ging auch kulinarisch letztlich WP_20150711_016[1]WP_20150711_017[1]WP_20150711_019[1]WP_20150711_021[1]jeder zufrieden nach Hause. Dazwischen wurde noch einmal viel gelacht, gequatscht, offizielle Reden geschwungen – und verabschiedet. Präsente gab es für Kassenwart Tobias und die beiden Trainer. Wobei ich sagen muss: Dieses Geschenk für mich (ein Megaphon) ist wirklich der Knaller. Danke an die Eltern! Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Ich habe mir sagen lassen, dass sich eine Mutter davon hat inspirieren lassen, wenn ich beim allseits geliebten Konditionstraining spaßeshalber ein großes Hütchen zur Verstärkung meines Stimmchens zur Hand genommen habe. Verabschiedet wurden mit Käpt`n Tim, Fabian und Marcel unsere drei 2000er, die eine gute Saison gespielt haben und Stützen waren für die junge Mannschaft. Wir werden das Trio vermissen. Tränen flossen heute bei Deniz, der schon bei NNW unser Team-Betreuer war – und der nun aufhören muss. Es warten viele Therapien auf ihn, die ein Weitermachen unmöglich machen. Hinzu kommt das Problem mit dem Weg vom Wedding nach Borsigwalde, den er alleine WP_20150711_018[1]nicht bewältigen kann. Schade – aber auch Deniz wurde gebührend verabschiedet. Bevor wir noch alle gemütlich beisammen saßen und fast vier Stunden quatschten, gab es natürlich noch einen Saisonausblick: Ohne wenn und aber wollen wir aufsteigen. Wenn es nicht gelingt – dann ist eben WP_20150711_022[1]WP_20150711_023[1]so, aber wir müssen am Ende sicher sein, alles dafür getan zu haben. Am 11. August fällt dafür der Startschuss. Ansonsten bringen wir Trainer die Saison mal so auf den Punkt, was die Zusammenarbeit mit den Kindern und Eltern angeht: Leute, es war uns ein Vergnügen. Hat Spaß gemacht. Jetzt geht es aber erst richtig los!

Tolle Pfingstreise mit Sonne, Strand und Meer. Gastfreundschaft pur beim TSV Dahme und ein überraschender Turniersieg beim SV Schackendorf

25. Mai. Ich sage es mal am besten mit unserem kleinsten Reiseteilnehmer. Louisa wollte sich am Montag gar nicht lösen von ihrem Riesen-Sandkasten, bevor sie in den Bus kletterte. Dann sagte WP_20150522_017[1]WP_20150522_005[1]WP_20150522_013[1]sie: „Tschüss liebes Meer. Danke für den schönen Sandkasten, danke für den schönen Strand. Bis zum nächsten Jahr.“ So genau weiß man das ja nie genau im Leben – aber eines bringt diese Szene zum Ausdruck: So manchem fiel der Abschied aus Dahme an der Ostsee verdammt schwer. Es war wieder eine wunderbare Reise, bei der nahezu alles perfekt war. Das Wetter spielte mit, unser Kerngeschäft Fußball florierte – und zwischenmenschlich ist die Truppe wieder ein Stück zusammen gerückt. Sehr zum Leidwesen manches erwachsenen Reiseteilnehmers, der speziell von Freitag auf Samstag und in der letzten Nacht mehr Ruhe und weniger Zimmer-Party gehabt hätte – aber gut, es sind halt Jungs. Eine gute Entscheidung war jedenfalls, auf die Handys zu verzichten. So gab es viele Gespräche, gemeinsames Tischtennis spielen – und vor allen Dingen: Fußball, Fußball, Fußball. Der Bolzplatz bei der Jugendherberge war dauerhaft von uns belegt. Der Reihe nach: Am ersten Tag landeten wir um 17.20 Uhr in Dahme. Zimmer beziehen, Essen fassen (und das Essen ist in dieser Jugendherberge ein absolutes Gedicht) – und auf zum Strand und zum WP_20150522_031[1]Fußballplatz. Die Spieler durften die Zimmereinteilung selbst vornehmen. Am nächsten Tag nieselte es erst ein wenig – aber um 11 Uhr kam die Sonne. Wir hatten uns zu einem Blitzturnier beim TSV Dahme verabredet. Eigentlich sollte die SG Störtal dazu stoßen – die aber Donnerstagnacht WP_20150522_020[1]absagte. Schade, aber es wurde auch so richtig schön. Der Trainer und die Jungs aus Dahme sind echt schwer in Ordnung. Wir bildeten drei Teams und kickten auf einem Rasenplatz, der den Begriff Rasenteppich verdient hat. Ob da einer mit der Nagelschere schneidet? Unsere WP_20150522_021[1]Borsigboys & Girls kombinierten aus einem Guss. Und das, jetzt kommt der Clou – ob wohl die Mannschaften ausgelost wurden. Die Auslosung behielten wir auch am Sonntag bei. Um zu demonstrieren: Es geht hier nicht so sehr um Ergebnisse. Kurzum: Es gab am Samstag für jedes der drei Teams 80 Minuten Fußball pur, dazwischen ein Grillfest vor dem WP_20150522_011[1]WP_20150522_024[1]WP_20150522_023[1]WP_20150522_019[1] WP_20150522_028[1]Vereinsheim, das „Möwennest“ heißt. So idyllisch war es auch beim TSV Dahme, der als JSG Baltic Stars in einer Spielgemeinschaft kickt. Für den Trainer nicht so einfach, jede Saison im ländlichen Raum aus mehreren Teams eins zu machen – aber in ihrer Staffel lagen die Jungs (und das Mädchen im Tor, das sehr gut hielt) lange Zeit ganz vorne, sind aktuell Vierter. Wie gesagt, die Ergebnisse sind nicht ganz so wichtig, aber Borsigwalde hat immer gewonnen. So mancher Besucher der Spiele lobte unsere Kicker für ihren Elan und ihr Kombinationsspiel. Platz eins und zwei also nach insgesamt sechs Partien für die Borsigboys. Gespielt wurde in Neuner-Mannschaften, von Strafraum zu Strafraum. Mal was anderes. Hat den Borsigwaldern richtig Spaß gemacht. Auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön an Piet und seine C-Jugend vom TSV Dahme. Vielleicht können wir das Ganze ja im nächsten Jahr wiederholen. Und natürlich wärt Ihr auch bei uns herzlich willkommen. Übrigens: Womöglich haben wir auch so gut gespielt aufgrund der „Anreise“ – 1,6 km Fußmarsch bis zum Waldstadion, das direkt am Waldesrand liegt. Mal was anderes. Danach ging es bei herrlichem Wetter an den Strand, das Trainerteam machte sich sogar zum längeren Strandspaziergang auf – um eine Sky-Kneipe zu finden. Nun ja, nur halbwegs erfolgreich. Dafür verirrten wir uns noch in irgendwelchen Hirse-Feldern, weil wir nicht die von Wolf bereits täglich erprobte Jogging-Strecke nach Kellinghusen nutzen – sondern abkürzen wollten. Der Sonntag führte uns zu unserem Freund Jürgen Esch vom SV Schackendorf. Nimmt man die NNEW-Zeit dazu, war das unser sechster Auftritt bei diesem traditionsreichen Pfingstturnier (27. Auflage). Was soll ich sagen? Wieder zwei Teams – und die Verabredung, dass wir pro Partie zwei Spieler „rüberschieben“ durften. Das haben wir auch ganz fair genauso gemacht. War nicht leicht für die Spieler, bei wirklich hochsommerlichen Temperaturen durchzuhalten, mancher Akku war am End leer nach jeweils fünf Partien à 15 Minuten pro Team auf einem Rasen, in dem man regelrecht versank. Da sollten sich die Schackendorfer mal den Greenkeeper aus Dahme WP_20150522_032[1]WP_20150522_035[1]WP_20150522_036[1]ausleihen… Der Turnierverlauf unserer ausgelosten Team, nun ja: kurios. Lange waren wir Trainer gar nicht zufrieden, so fiel in den ersten sechs Partien für Borsigwalde nicht einmal ein Tor. An einen möglichen Turniersieg dachte da keiner. Doch auch in den anderen Spielen fielen kaum Treffer, gab es fast nur Unentschieden – ein klares Indiz dafür, dass es heute keine Übermannschaft gab (auch nicht die Hamburger Jungs vom SC Alstertal Langenhorn, die nach eigenem Bekunden in der höchsten Klasse spielen und auf Augenhöhe mit dem HSV sind), sondern alles recht ausgeglichen war. Während das Turnier also so vor sich hinplätscherte, der Co-Trainer öfter mal hyperventilierte weil die Referees teilweise nicht gerade Bundesliga-Niveau hatten, fingen wir vor unserem letzten Spiel mal spaßeshalber an zu rechnen (kein Scherz). Und, siehe da: Ein Sieg – und wir wären mit WP_20150523_001[1]WP_20150522_037[1]WP_20150522_042[1]WP_20150523_002[1]acht Punkten aus fünf Partien Turniersieger. Geht nicht? Und ob. Jetzt legte die Truppe von Borsigwalde II aber nochmal richtig Kohlen auf, spielte die SG Störtal (heute waren sie gekommen) gut weg – und siegte mit 2:0. Erster Platz. Die andere Truppe wurde mit fünf Zählern Vorletzter – so kurios kann manchmal Fußball sein. Denn hätten sie das direkte Duell nicht kurz vor Schluss mit 0:1 verloren, wäre gar keiner von uns Turniersieger geworden. Und bei einem Sieg von Borsigwalde I wären die Erster geworden. Das nenne ich mal Turnier-Arithmetik. Die Ergebnisse im WP_20150523_010[1]WP_20150523_005[1]Einzelnen: Borsigwalde – TSV Bemerode 0:0, 0:0; Borsigwalde SC Alstertal 0:0, 0:2; Borsigwalde – SG Störtal 0:0, 2:0; Borsigwalde – TuS Lübeck 93 0:1, 2:1. Damit hatten die Jungs und das Mädel auf den letzten Drücker erreicht, dass die von uns ausgesetzte Prämie eingelöst und sie bis zwei Uhr nachts aufbleiben durften. Was sie auch WP_20150523_012[1]ausnutzten. Und dafür sorgte, dass die Rückfahrt recht ruhig verlief. Alles in WP_20150523_018[1]allem: Eine wieder rundum gelungene Pfingstreise. Soviel sei schon verraten: Wir haben Unterkunft fürs nächste Jahr schon wieder gebucht… Tschüss – und auf ein Wiedersehen, liebe Ostee… Und ein herzliches Dankeschön auf diesem Wege an alle, die mitgekommen sind, vor allem Chef-Organisatorin Tanja – und an unseren langjährigen Busfahrer Ulf und seine Gattin Hilke. Auch Ihr wart wieder super.

WP_20150523_024[1]WP_20150524_004[1]WP_20150524_005[1]WP_20150524_012[1]WP_20150524_001[1]WP_20150524_008[1]WP_20150523_026[1]WP_20150524_020[1]WP_20150524_021[1]WP_20150524_035[1]

Der Istria-Cup und ein intensiver Dialog: Ernst genommen, aufgearbeitet – und Zeichen von Komm mit

UPDATE, 12. Mai, zum Istria-Cup.

Auf diesem Wege noch ein kurzes Fazit zu unseren Problemen bei der Kroatien-Reise, die auf dieser Seite ausführlich beschrieben wurden. Was die Kritik z.B. am Turnierleiter angeht, haben wir nichts zurück zu nehmen. Wir bleiben dabei: So darf ein Turnierleiter nicht agieren. Allerdings haben auch wir in den vergangenen Wochen Verständnis für die „andere Seite“ entwickelt. Das liegt in erster Linie daran, dass Florian Heuschmid, einer der Geschäftsführer von Komm mit auch versucht hat, Verständnis für unsere Seite zu entwickeln. So entstand, wie ich finde, ein fruchtbarer und konstruktiver Dialog. Herr Heumschmid wird mir als sympathischer und verständnisvoller Gesprächspartner in Erinnerung bleiben! Zuerst erreichte uns ein langer, achtseitiger Brief aus Bonn, aus der Komm-mit-Zentrale. Dem dann ein langer Brief unsererseits folgte. Und wiederum ein Brief von Komm mit. In dem sich übrigens auch noch die restlichen Medaillen für unser Team befanden (Ausgabe dieser Tage beim Training). Vor wenigen Tagen nun ein 90minütiges Telefonat meinerseits mit Herrn Heuschmid. In diesem Telefonat, auch schon in den Briefen zuvor, wurde sehr wohl eingeräumt, dass auch aus Sicht von Komm mit nicht alles gut gelaufen ist. Vor allem, was das Gespräch am Tag nach dem Vorfall angeht. Dass zum Beispiel die Hauptbetroffenen, unsere farbigen Spieler, nicht befragt wurden – sowas würde wohl künftig anders gehandhabt. Auch unser Eindruck von einem Turnierleiter, der uns nicht ernst nahm – wurde nun sehr wohl zur Kenntnis genommen. Ich denke, das wird Komm mit nun intern auswerten. Gleichzeitig wurde deutlich, wie schwer die Beweislage gegen Istra Pula zu dokumentieren ist – und somit ein Ausschluss wohl tatsächlich nicht möglich war. Das liegt auch daran, dass Istra Pula erstmal dicht gemacht hat – und in der Folge Vorwürfe gegen uns erhoben hat. Aussage gegen Aussage – der Klassiker. Es gibt nun mal leider kein Ton- oder Bildaufnahmen von den rassistischen Beleidigungen. Die Angriffe auf unser Team nach dem Spiel sind hingegen beweisbar – und es wurde mir von Komm mit versichert, dass Istra Pula dafür (also auch für das Verhalten von Eltern oder Fans) auch kritisiert wurde – und Sanktionen für den Wiederholungsfall angedroht wurden. Gleichzeitig ist aber auch klar: Komm mit hätte das Thema noch einmal bei der Siegerehrung ansprechen können. Auch das haben wir nochmal zum Ausdruck gebracht. In jedem Fall habe ich den Eindruck gewonnen, dass man sich mit uns und unseren Befindlichkeiten mittlerweile beschäftigt hat. Intensiv. Man sollte auch einem Veranstalter zugestehen, aus solchen Vorfällen zu lernen. So wie wir lernen müssen. Ganz klar: Wir hätten das Spiel vorzeitig beenden müssen. Selbst auf die Gefahr hin, Kopfschütteln zu ernten. Komm mit hat uns nun angeboten, eine Spende zu entrichten, möglicherweise auch in Sachleistungen. Das hätte letztlich auch für uns sein können – aber das wollen wir gar nicht. Ich denke, es ist viel besser, die bemerkenswerte Summe fließt an Projekt, das mit dem Thema zu tun hat. Ich denke, es wird auf ein soziales Projekt zu Flüchtlingsarbeit und Fußball hinauslaufen, zu dem auch der SC Borsigwalde eine enge Beziehung hat. Wenn das in trockenen Tüchern ist, werde ich Euch informieren. Da ich selbst nicht bei Facebook bin, würde ich mich freuen, wenn sich aus den Reihen der dort aktiven Kritiker nun auch jemand findet, der der virtuellen Außenwelt das Wichtigste mitteilt: Dass wir uns in dieser Angelegenheit von Komm mit mittlerweile ernst genommen fühlen. Und dass der Vorfall auch die Sinne des Veranstalters zweifellos geschärft hat. Rückgängig können wir alle das Erlebte leider nicht mehr machen. Mit sportlichem Gruß! Matthias.

Istria-Cup, unser Fazit: „Die Reise war übertrieben cool.“ Teamgeist gestärkt. Komm mit verspricht Aufklärung. 

07. April. Wir sind wieder gut gelandet in Berlin. Erst nachts um fünf, weil uns eine Vollsperrung in Österreich drei Stunden kostete – aber gesund und munter (nun ja…). Um unsere Reise nach Kroatien zum 18. Istria-Cup tobt immer noch eine Diskussion. Auch über Facebook, bekanntlich ja nicht gerade mein Lieblings-Medium – aber das jüngerer Leute… Auch hier hat Komm mit versprochen, Aufklärung zu betreiben. Das, was vor Ort in Kroatien aus unserer Sicht nicht stattfand. Da es auch zufriedene Komm-mit-Fahrer ohne Ende gibt, mag es sein, dass wir das Pech hatten und einen WP_20150403_005[1]überforderten Turnierleiter erwischt haben. Wie gesagt: Dieser Bernhard Martini hat sich bisher nicht geäußert, nicht das Gespräch mit uns gesucht. Man hört nur, dass er sehr unglücklich damit ist, dass wir das Ganze über unsere Homepage so an die große Glocke gehängt haben. Das kann ich verstehen, weil es ja gilt, den Schein zu wahren. Auch für andere. Bei der Siegerehrung stellte sich ja der Geschäftsführer von Komm mit, Markus Egyptien, nochmal hin und ratterte seine Come-together-und-Fairplay-Slogans runter. Er sprach auch von ein, zwei Spielen, die „nicht so fair“ verlaufen sind – auch hier verpasste er die Chance, noch einmal klar zu sagen, dass es zu rassistischen Vorfällen gekommen sein soll (er hätte gerne den Konjunktiv wählen können, da ja WP_20150403_007[1]Komm mit hier seine groß angekündigte und als Selbstverständlichkeit gepriesene Aufsichtspflicht auf den Plätzen massiv verletzt hat und vor Ort nur einen nicht Deutsch sprechenden Praktikanten hatte) und vor allem: Dass Komm mit sich gegen Rassismus stellt. Anders ausgedrückt: Einer unserer Spieler mit afrikanischen Wurzeln war gut genug, um die Komm-mit-Fahne beim Einlaufen zu tragen – wie es ihm nach diesem Spiel ging, interessierte keinen. Wie gesagt: Unser Eindruck WP_20150406_002[1]WP_20150406_003[1]WP_20150406_001[1]ist, dass man solche Vorfälle unter den Tisch kehren will, um das heile Bild von der Jugend Europas, die sich zum entspannten Kicken trifft, nicht zu zerstören. Letztlich geht es ja auch darum, Fußballreisen zu verkaufen. Nun, nach den Ankündigungen aus der Bonner Komm-mit-Zentrale sind wir gespannt, wie die Aufklärung aussieht… Der Glaube stirbt zuletzt. Und eines müssen wir auch festhalten: Es ist IHR Turnier, nicht unseres. Wir können nicht richten. Nur eines haben wir deutlich gemacht, indem wir bereits kurz nach dem Spiel gegen Pula eines klargemacht haben: Wir wollen, dass Pula ausgeschlossen wird aus dem U15-Wettbewerb – aber wir wollen keinesfalls nachrücken. Für uns ist das Turnier hier und heute beendet – obwohl wir nach einem leidenschaftlichen und fußballerisch guten zweiten Tag zu Unrecht ausscheiden mussten aufgrund der Rahmenbedingungen. Uns ging es also nicht um eigene Interessen, sondern um Elementares: Fairplay. Ansonsten ist unser Eindruck, dass diese Reise das Team zusammen geschweißt hat. Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Dazu hier die Wortmeldungen der Spieler. Und ein besonderer Dank geht von Seiten des Trainerteams von Wilhelm und Norbert, die einen sensationellen Job gemacht haben als Betreuer der Mannschaft. Das war großes Kino! Oder, wie es Norbert ausdrückte: „Eine angenehme Truppe. Es haben sich neue Allianzen im Team gebildet.“

Hier nun, zum Abschluss, die Hauptakteure, unsere Spieler:

Melvin : „ich fand es von den Trainer nett, dass sie es uns ermöglicht haben, auch mal in einem anderen Land Fußball zu spielen. Die neuen Trikots sind super, schlecht war das Spiel gegen die aggressiven Spieler von Pula.“

Onur: „Es war geil! Nur eines war schlecht: Ich fand zwei Mädchen von den U17-Teams superhübsch, die aber keine Fotos mit mir machen wollten – ich sei zu jung, haben sie mir gesagt. Gut war, dass wir NNW-Spieler uns sehr gut mit den Borsigwaldern verstanden haben.“

Tim: „Ich fand die Reise übertrieben cool.“

WP_20150405_004[1]Marcel: „Es war alles gut – außer das Spiel gegen Pula. Die waren richtig fies. Es war gut, dass wir uns die Zimmerbelegung nicht aussuchen durften – damit wir uns untereinander besser verstehen. Das hat geklappt.“

Daniel: „Das Turnier hat Spaß gemacht, nur der eine Vorfall gegen Pula war blöd. Da wiederum war gut, dass wir als Team bei der Siegerehrung diese Aktion gemacht haben.“

Maurice: „Die Reise hat uns geholfen, ein Team zu werden. Wir haben uns gefunden, man hat mit Jungs kommuniziert, zu denen man bisher nicht so viel Kontakt hatte. Nicht so gut war der kalte Pool – und die rassistischen Angriffe gegen unsere farbigen Mitspieler durch die Pula-Spieler. Das war krass, wie die die ganze Zeit beleidigt haben.“

Jan: „Ich habe neue Freundschaften gefunden. Schlecht waren der kalte Pool, und dass das Fußballspielen auf dem Hotel-Platz extra gekostet hat. Ich würde aber gerne nächstes Jahr wieder so eine Reise machen.“

WP_20150402_017[1]Malcolm: Ich fand die Reise toll. Ich habe die Aussicht aufs Meer vom Hotelzimmer genossen. Und wir haben eine neue Freundschaft zu dem Team von Weiss-Blau Frankfurt. Schlimm war das Spiel gegen Pula. Aber was soll man machen? Das ist ihre Denkweise. Die hassen uns Farbige.“

James: „Ich fand die Reise gut – auch weil wir lange aufbleiben durften, die Trainer das nicht so eng gesehen haben mit den Spielen am nächsten Tag. Traurig war für mich, dass ich rassistische beleidigt wurde. Diese Spiel gegen Pula werde ich nie vergessen. Das war leider wirklich sehr schlimm.“

IMG-20150404-WA0002[1]Pascale: „Ich habe neue Freunde gefunden, in der eigenen Mannschaft. NNW und Borsigwalde sind zusammen gerückt.. Das Turnier war auch gut – bis auf das eine Spiel.“

Fabian: „Ich fand die Reise gut. Ich hätte nur gerne das Finale im Stadion gespielt…“

Melvin: „…ja, wenn wir gewusst hätten, dass das Finale im Stadion stattfinden, hätten wir uns bestimmt mehr angestrengt… Bis auf die lange Busfahrt war wirklich alles schön.“

Hussein: „Alles toll. Außer das Spiel gegen NK Istra Pula. Sehr schön war die Eröffnungsfeier.“

Eren: „Alles super. Nur die Zimmer waren zu eng. Schlecht war das Wetter an dem einen Tag.“

Kais: „Es hat Spaß gemacht. Leider war ich krank und konnte deshalb nicht so viel zeigen. Die Typen von Pula, die uns so beleidigt und angegriffen haben, sind einfach nur doof.“

Bianca: „Alles gut. Außer die Idioten von NK Pula.“

Simon: „Ich habe mich mit vielen Spielern angefreundet. Das war richtig gut für den Teamgeist.“

Vincent: „Mir hat die Reise Spaß gemacht: ein anderes Land, ein anderer Fußball – das ist doch eine schöne Erfahrung. Was NK Pula abgezogen hat, dafür habe ich nur ein Wort übrig: asozial!“

Ahmed: „Ich habe geweint, als der eine Vater von Pula mich getreten hat. Ich konnte ja gar nicht mehr laufen. Aber jetzt ist alles wieder gut. Wichtig ist doch, dass wir als Mannschaft uns gut verstanden haben. Es gibt nicht mehr zwei Lager, NNW und Borsigwalde – wir sind jetzt eine Mannschaft. Und unsere neuen Trikots sind super.“

Nico: „Das war in Ordnung, hat unseren Teamgeist gestärkt. Das Pula-Spiel war nicht so schön – und die Busfahrt zu lang.“

Istria-Cup: Von Fairplay, Scheinheiligkeit und Heuchlerei. Borsigboys & Girl setzen zumindest ein kleines Zeichen gegen Rassismus.

5. April. Heute setzten wir ein Zeichen. Bei der Siegerehrung zum 18. Istria-Cup, bei der alle 64 Teams anwesend waren, nahmen wir nur unsere Medaille und den Pokal in Empfang. Dann stellten wir uns hin, hoben die rechte Faust wie einst schon afroamerikanische US-Leichtathleten bei Olympia und riefen: „Wir sagen nein zu Rassismus.“ Dem Turnierleiter Bernhard Martini und dem Geschäftsführer von Komm mit, Markus Egytien, verweigerten wir den Handschlag. Nicht demonstrativ, wir drehten uns einfach nur weg. Trainerkollegen kamen später zu uns und sprachen von einer guten, auch von einer „coolen Aktion“, so wie der Trainer der U19 des TSV Venningen-Fischlingen: „Was Ihr erlebt habt, darf nicht unkommentiert bleiben.“Um Aufsehen ging es uns nicht, aber schon sehr wohl WP_20150405_006[1]darum, Menschen nicht die Hand zu schütteln, denen man Heuchlerei unterstellen muss. Wie waren doch die letzten Worte von Herrn Egytien bei der Siegerehrung? „Für uns“, also Komm mit, sei er der „wichtigste Pokal“ … „Für ein friedliches Miteinander auf und neben dem Platz.“ Er sprach vom Fairplay-Pokal, den er bei der Eröpffnungsbesprechung unter den Trainer hatte rumgehen lassen. Dolles Ding. Wie wichtig der Pokal den Organisatoren ist, konnte man dann auch daran sehen, dass da das Stadion bei der Überreichung schon nahezu leer war – bis auf 40, 50 Nasen, die offenbar teilweise schon wussten, dass sie das WP_20150405_012[1]Teil kriegen. Wofür, wurde nicht gesagt. Und ja, von uns aus hätten sie das Ding auch ins Mittelmeer werfen können. Denn aus unserer Sicht wurde in dem einen Spiel gegen uns folgenlos Fairplay mit Füßen getreten. Ach ja: Auf den Medaillen stand „No racism“… Viele wissen mittlerweile, was uns passiert ist, WP_20150405_011[1]viele hat das bewegt. Nur den Veranstalter nicht. Der Turnierleiter Martini, dem ich in nur zwei Sätzen bei der Siegerehrung mitgeteilt was ich von ihm halte, hat nicht einmal das Gespräch mit uns gesucht – aber von mir verlangt, am Samstag bis 17 Uhr einen Bericht abzuliefern, damit er WP_20150405_015[1]WP_20150405_017[1]WP_20150405_002[1]der Sache nachgehen könne. Nochmal: Der will nen Bericht von mir – und spricht nicht einmal mit mir drüber. Gaaaaanz schwach. Tags darauf, um elf Uhr, hatten wir ein Gespräch bei Komm mit: Da grüßte Herr Martini uns nicht einmal, geschweige denn nahm er an dem Gespräch teil. Um es mit Oliver Kahn zu sagen: Der hat das nicht, was man braucht, um mitspielen zu können, wenn es mal hart auf hart kommt. Eier. Und: Am nächsten Tag um elf Uhr,. als 20 Stunden nach dem Spiel, hatten sie von Komm mit-Seite vom gegnerischen Trainer noch keinen Bericht eingefordert – oder mit ihm gesprochen. Sieht so das Bemühen um Aufklärung aus? Um es ansonsten kurz zu machen: Komm mit hat den Schiedsrichter aus dem Skandal-Spiel gegen NK Istra Pula rasiert, der soll angeblich nie mehr ein Spiel leiten dürfen unter der Flagge dieses Organisators – das schwächste Glied wurde also ausgetauscht. Nicht mehr als Alibi vom Veranstalter, der hier in Pula ein schwaches Bild abgab. Istra Pula durfte weiter mitspielen, so als wäre nichts geschehen. Der Geschäftsführer, um im Bild zu bleiben, eierte rum: Man wisse ja nicht, was genau passiert ist… Ja, auch wiel – entgegen der Ankündigung – keiner vor Ort war, der sich kümmerte auf den Plätzen. Dabei gab es unzählige neutrale Zeugen (zum Beispiel Busfahrer), die der Turnierleitung geschockt gemeldet hatten, wie unsere Spieler geschlagen und beleidigt wurden. Ich sage: Da gingen einige den einfachsten Weg. Mit NK Pula will man es sich vor Ort nicht verscherzen, man braucht die Plätze dieses sauberen Klubs, der auch bei der U13 wütetet: Drei Rote Karten und zwei Zeitstrafen in einem Spiel, zudem nicht spielberechtigte Spieler eingesetzt. Und trotzdem durften sie auch dort weiterspielen, einen Pokal in Empfang nehmen. Was uns betrifft: Diese Nicht-Reaktion von Komm mit ist ein weiterer Schlag ins Gesicht unserer Jungs, die als „Nigger“ beleidigt und geschlagen wurde. Kein Wort des Bedauerns, nichtmal eine Nachfrage, wie es den Jungs geht. Wir spielten heute nochmal auf dem Platz neben dem Hotel, in dem die Turnierleitung im Warmen saß, WP_20150405_008[1]als alles eskalierte. Kein Ansprechpartner vor Ort war, das Krisenmanagement schlechter war als bei jedem Popelturnier auf dem Dorf. Und dabei tun sie, als seien sie die Größten bei Komm mit. Hier haben sie sich entzaubert. Für viele Teilnehmer – dank großer organisatorischer Schwächen wie: keine Unterstellmöglichkeiten an den Plätzen bei Regen, keine sanitären Anlagen. Und selbst die Siegerehrung fand (bei einem Jugendturnier!) erst um 20.45 Uhr ein Ende, in einem zugigen Stadion, in das wir bereits dreieinhalb Stunden zuvor gekarrt worden waren und es nichts zu Essen oder zu trinken gab – und die Toiletten abgesperrt waren. Dann erhielten die Teilnehmerteams nur 16 Medaillen – wir zum Beispiel waren mit 20 Spielern vor Ort, die alle bezahlt haben, aber für die nun galt: Ihr habt bezahlt, Ihr könnt jetzt gehen. Wobei ich ein paar bei uns kenne, die verzichten bestimmt gerne auf die Medaille, auf der auch – wie blanker Hohn – „no racism“ steht. So viel Scheinheiligkeit wie hier habe ich selten erlebt, hier werden inhaltschwere Worte nur noch am Mikrofon dreisprachig runtergerattert – und wer Kritik übt, so wie wir, gilt als Unruhestifter. Als bei der klärenden Besprechung um 11 Uhr im Hotel ein so genannter Klubvertreter von NK Pula auftauchte und log, dass ihre Spieler ja von unseren durch Spucken provoziert worden seien – da reichte es mir. Wir schüttelten noch einmal die Hand des Lügners (weil wir gut erzogen sind), der bei den Prügeleien der Elternschaft in vorderster Linie stand – und gingen. Weg aus einem Land, in dem in der Profiliga die farbigen Spieler mit Bananen beworfen werden und man aus gutem Grund kaum Menschen anderer Hautfarbe auf der Straße sieht. „Die haben hier keine Chance, sich etwas aufzubauen. Kroatien ist stolz darauf, reinrassig zu sein“, sagte mir ein Trainerkollege mit kroatischen Wurzeln. Er selbst verurteile das – aber – es sie nun einmal Realität. Der Vorgang von Pula: Nur ein Kavaliersdelikt? Scheinbar auch für Komm mit. Zumindest gehen wir mit diesem Gefühl nach Hause. Wobei wir eines nicht verschweigen möchten: Abgesehen von einem lieblos organisierten Turnier – das nicht mithalten konnte mit der pompösen Eröfffnungsfeier – haben wir Freundschaften geknüpft. Heute spielten wir nochmal zwei kurze Freundschaftsspiele gegen die fairen und freundlichen Jungs von Weiss-Blau Frankfurt (0:1) aus unserem Hotel, bei dem wir viel experimentierten, das Team auf neun Positionen personell und taktisch veränderten im Vergleich zu dem Duell auf gleichem Platz gegen den bärenstarken 2000er-Jahrgang vom VfL Vichttal 08, der aus Aachen kommt, dort in einer Sonder-Leistungsstaffel spielt. Da ließen wir in 40 Minuten nur drei Torschüsse zu, erarbeiteten uns voller Spielfreude mit unserer Stammelf selbst viele, viele Gelegenheiten – aber verloren dennoch 1:2. Egal. Es waren ebenso harte wie faire Duelle, darauf allein kommt es an. Wir ließen den Tag noch vor der unsäglichen Siegerehrung in einem italienischen Restaurant ausklingen. Die Teamreise war ein Erfolg, die Jungs in unserem neu formierten Team haben zueinander gefunden. Ich sah das Strahlen in den Augen unserer „Blackies“, als alle überlegten, was wir bei der Siegerehrung machen könnten: Ein Plakat gegen Rassismus malen, einfach nicht zur Siegerehrung gehen? Wir entschieden uns dafür, ein Zeichen zu setzen. Bestimmt ganz im Sinne unseres Vereins, in dem der Kampf gegen Rassismus eine große Rolle spielt. Morgen früh geht es nun zurück nach Berlin. Übrigens mit zwei an Bord, die Geburtstag feierten: Onur und Louisa, beide am Sonntag. Unserem kleinen Fan brachte die freundliche Leitung des Hotels Brioni, in dem wir uns sehr willkommen fühlten, sogar noch eine kleine Torte zum vierten Wiegenfest. Und die ganze Delegation des italienischen Klubs ASD Cartigliano, rund 100 Leute, sagen Lulu noch ein Geburtstaglied. Das war rührend. Und lässt uns mit einem guten Gefühl heimfahren. Nach unserer Rückkehr könnt Ihr hier noch lesen, wie unsere Spieler die Reise sahen – wir haben alle gefragt.

Istria-Cup: Rassismus-Skandal und Schande von Pula. Beleidigt, geschlagen – und aus dem Turnier gepfiffen!

4. April. Den heutigen Spielbericht – das sage ich ganz offen – schreibe ich im Zustand höchster Erregung. So etwas habe in zehn Jahren als Trainer noch nicht erlebt. Wir wurden heute beim 18. WP_20150404_007[1]Istria-Cup geschlagen und beleidigt – und aus dem Turnier gepfiffen. Was noch das Harmloseste war. Und ich sage „wir“, auch wenn vor allem unsere farbigen Spieler heute die Haupt-Betroffenen WP_20150404_006[1]waren. Mehrfach war deutlich zu hören, wie diese als „Nigger“ von den Spielern des kroatischen Klubs NK Istra Pula beschimpft wurden. Nicht ein Spieler, das war der überwiegende Teil. Ich habe später zu dem Schiedsrichter gesagt: „Du wolltest nichts sehen – und vor allem, was noch viel schlimmer ist – nichts hören.“ Auf dem rechten Auge blind, auf dem rechten Ohr taub. Ich hoffe nicht, dass es hier Landessitte ist, so mit Menschen anderer Herkunft umzugehen. Auch nach dem Spiel gab es wüste Szenen: Einer unserer Spieler mit afrikanischen Wurzeln wurde wieder als „fucking Nigger“ von kroatischen Spielern beschimpft – und sogar geschlagen. Der Schiedsrichter drehte sich um – WP_20150404_005[1]und ging. Ihm war auch egal, dass, natürlich, mehrere unserer Spieler sofort unseren Akteur schützen wollten. Es drohte eine wüste Keilerei, die wir mit Mühe verhindern konnten. Wir gingen vom Platz – und da warteten schon kroatische Eltern, mit Regenschirmen, und attackierten uns als WP_20150404_003[1]Gruppe. Einer unserer Spieler wurde von einem dieser Typen getreten, andere geschlagen. Unter Tränen kletterten einige in den Bus. Ein Skandal. Ich bin froh, dass das auch von vielen neutralen Zuschauern registriert wurde, die versprachen, Meldung bei der Turnierleitung zu machen. Denn WP_20150404_001[1]leider war kein Mitarbeiter des Veranstalters „komm mit“ vor Ort, der den Mumm gehabt hätte einzugreifen, für Deeskalation zu sorgen. Schon während des Spiels immer wieder Beleidigungen gegen unsere Spieler – und offensichtliche Pfiffe gegen uns. Dazu muss man sagen, dass ich nicht WP_20150403_004[1]WP_20150402_014[1]verstehen kann, warum bei so einer Partie ein kroatischer Referee angesetzt wird. Das fing schon vor dem 1:0 an. Da war unser Spieler allein auf dem Weg zum Tor, muss nur noch einschieben – und wird umgeholzt. Auf jedem Platz der Welt ist das eine Rote Karte wegen Notbremse – dieser Schiedsrichter gibt nur Freistoß, den wir aber verwandelten. Zur Pause eine 1:0-Führung für uns, und uns fehlte nur noch ein Tor zum Viertelfinaleinzug. Nun pfiff der Mann alles gegen uns, teilweise willkürlich. Die Krönung der irrsinnige Freistoß vor dem 2:1 für Pula. Dem Tor ging zudem eine glasklare Abseitsstellung voran ging. So verloren wir ein Spiel, das wir nicht hätten verlieren dürfen. Aber man wollte wohl keine Deutschen mit „Niggern“ im Viertelfinale! Wer meinen beruflichen Hintergrund kennt, der weiß, dass ich mir im Klaren bin, was es bedeutet so etwas zu schreiben. Das war und ist mein Eindruck. Das war Rassismus in Reinkultur, den wir erlebt haben. Wenn die Turnierleitung von Fairplay und „Come together“ ernst meint, gibt es nur eine Entscheidung: Diese Truppe muss ausgeschlossen werden! Meiner Mannschaft möchte ich ein Kompliment machen, vor allem dem einen Spieler, der ständig rassistisch beleidigt wurde – und den Gegenspielern immer wieder den Rücken zudrehte. Dafür habe ich ihn gelobt während des Spiels, ich fand das ganz stark. Aber weil er sich nicht provozieren ließ, schlug dann wohl ein Kroate nach dem Spiel zu. Übrigens nicht das erste Mal. Als der Ball weit weg war, wurde von einem Pula-Stürmer, der unfairste Spieler, den ich je unter dieser Sonne gesehen habe, unser Verteidiger umgetreten – ein völliger WP_20150402_012[1]Irrsinn. Im Übrigen vor den Augen des Kampfgerichts… Wir mussten die Partie in Unterzahl beenden. Das blieb ebenso ungeahndet wie weitere brutale Tritte – und sogar ein Vogel-Zeichen, als es der einheimische Referee mal wagte, einen Freistoß für uns zu geben. Kurzum: Dieses Spiel war die Hölle. Das völlige Kontrastprogramm zur Partie zuvor gegen Weiss-Blau Frankfurt. Die Jungs sind mit uns in einem Hotel, die Kinder und Trainer WP_20150402_005[1]verstehen sich gut. Wir spielten schönen Fußball gegen ein Team mit ähnlicher Altersstruktur wie wir – und siegten 5:0. Man gab sich trotzdem die Hand – so wie wir auch den beiden italienischen Teams gestern fair gratuliert haben. Jeder Spieler hat jeden abgeklatscht, die Trainer sich in die WP_20150402_002[1]Augen geguckt. Das alles war bei Pula nicht der Fall. Nach dem 0:1-Rückstand zur Pause hat der Trainerkollege seine Spieler so angebrüllt, dass die noch mehr Schaum vor dem Mund hatten danach. Den Pfiff des Referees zur Fortsetzung der Partie hat er um fünf Minuten ignoriert – was dem Schiedsrichter, der sich prima mit dem Trainerkollegen verstand und uns immer noch angrinste, auch egal war. Ich will ehrlich sein: Heute hat „komm mit“ keine gute Rolle abgegeben. Mit dieser Ansetzung ebenso wie mit dem Krisenmanagement. Hinzu kam, dass seit Tagen klar war, dass es heute regnen würde – und es gab keine Möglichkeit, sich unterzustellen, aufzuwärmen. Wir haben uns im Turnierbüro beschwert. Und ich will ehrlich sein: ich bin gespannt auf die Reaktion des Veranstalters, der nun zeigen muss, was ihm wirklich wichtig ist. Ein Dank geht an Dennis von „Komm mit“, der es möglich macht, dass wir morgen gegen die Jungs aus Frankfurt und ein anderes Team noch ein kleines Freundschaftsturnier bestreiten können. Bestimmt in sehr friedlicher Atmosphäre.

Istria-Cup in Kroatien: Tolle Bedingungen. Wenn da nur der störende Fußball nicht wäre…

2./3. April. Vorsicht, bitte kein Neid… Diese Zeilen schreibe ich mit Blick auf das abendliche Meer. Inklusive Rauschen… Kurzum: Nach zwei Tagen hier in Pula, Kroatien, bleibt festzuhalten: Die WP_20150403_024[1]Rahmenbedingungen bei unserer Team-Auslandsreise sind absolut top. Wir hatten die beiden ersten Tage herrlichen Sonnenschein, bei 15 bis 16 Grad haben sich einige schon einen WP_20150403_022[1]Sonnenbrand geholt. Einzelne (inklusive Trainer) waren auch schon kurz im Meer baden. Herrliche Strände und klares Wasser. Das Essen ist hervorragend hier im Hotel Brioni, die Unterkunft WP_20150402_008[1]ebenfalls gut. Es gibt also wenig bis gar nichts zu meckern… Wäre da nicht dummerweise die Tatsache, dass wir nicht nur zum Urlaub machen hier sind. Andere nennen das Wettkampfreise. Das würde der Einstellung, die bei uns die Hälfte des Kaders beim 18. Istria-Cup von „Komm mit“ WP_20150403_010[2]an den Tag legt allerdings nicht gerecht. Mag sein, dass manch einer sich von der 18stündigen WP_20150403_029[1]WP_20150403_021[1]Busfahrt immer noch nicht erholt hat, der ein oder andere räumte aber in einer heute einberufenen einstündigen Teamsitzung (auf Anregung der Trainer ohne die Übungsleiter) ein, dass er sportlich WP_20150403_030[1]das Ganze hier nicht so ernst nehmen will. Entsprechend waren die Darbietungen. Wir hatten heute den schwarzen italienischen Tag. Ja, in der Tat: Es gibt noch deutsche Teams, die gegen Italiener verlieren… Man muss ehrlich sein: Die Jungs von ASD Cartigliano waren auch die zwei Tore besser als wir – das 0:2 verdient, wenngleich beide Treffer unnötig durch grobe individuelle Fehler zustande kamen. Im zweiten Spiel gegen ASD Football Valbrenta hatten wir die Partie die erste Halbzeit komplett im Griff, um uns dann wieder durch zwei individuelle Fehler auf die Verliererstraße zu bringen. Wieder 0:2, diesmal unnötig wie ein Kropf. Es fehlte von einigen leider der letzte Biss, die Galligkeit und Leidenschaft, um heute mehr zu erreichen. Nun ist für uns aufgrund des Modus das Viertelfinale schon so gut wie erledigt. Wir müssten morgen schon zwei Mal gewinnen, um noch hoffen zu dürfen. Wahrscheinlicher ist, dass nach den beiden Partien morgen schon alles vorbei ist. Grundsätzlich finde ich das schade, weil unnötig. Und es gibt auch Jungs, die sich darüber richtig ärgern. Andern wiederum scheint es egal zu – sie sind nur hier, um Spaß zu WP_20150403_018[1]WP_20150403_017[1]WP_20150403_014[1]haben. Erfolg ist dazu scheinbar nicht unbedingt vonnöten. Diese Kicker halten sich in den Partien teilweise seltsam zurück. Eine Frage der Mentalität. Das kannte ich so von früheren Turnierreisen nicht, als alle bis aufs Blut gekämpft haben, um es den anderen im internationalen Vergleich zu zeigen. Allerdings hatte ich es auch noch nicht, dass manche Spieler auf der Anreise kein Auge zumachen, sich mit allen Mitteln wach halten. Und den ganze Bus zutexten. Das war schon WP_20150403_011[1]grenzwertig. Erwähnen möchte ich noch die wunderbar stimmungsvolle Eröffnungsfeier im Amphi-Theater von Pula. Hier haben früher die Gladiatoren gekämpft – um ihr Leben. Für uns wäre es nur um drei Punkte gegangen. Ich habe jedenfalls beim Abendessen auf Spaghetti verzichtet. Eine Frage der Ehre. Aber genug der Worte. Nur eines noch: Die neuen Trikots sind chic. So schick, dass sich mancher auf dem Laufsteg wähnte…

Kinobesuch: Borsigboys im Babylon

21.03. Die Borsigboys waren im Kino. Und zwar im Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Platz) zum 11mm-Filmfestival. Bei freiem Eintritt für die Kids (danke an die DFB-Kulturstiftung), nur die Erwachsenen mussten symbolische vier Euro berappen, gab es am Kinoeingang sogar noch ein kleines Präsent (wir sind jetzt alle Spielführer), bei reichlich Popcorn wurden dann interessante Filme genossen: Kurzfilme, die viel mit Integration zu tun hatten, Flüchtlingsfußball, Mädchenfußball, auch Tradition (BFC Meteor). Zweieinhalb wirklich interessante Stunden unter den Filmtiteln  „Doppelpass“, „Bamboule“, „Mr. Meteor“ sowie  „Bleib am Ball“ in Anwesenheit von Mitwirkenden. Mit dabei ware auch die Berliner Band Hirokesen.Hier ein paar Fotos, verewigt wurden wir übrigens per Foto auch auf der Facebook-Seite des Veranstalters.WP_20150321_006[1]

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Abtauchen in eine andere Welt: Borsigboys & Girl feiern Weihnachten im warmen, weißen Sand

22. Dezember.Als alles vorbei war, sagte ein Spieler: „Danke für diesen schönen Tag.“ Das sind die Momente, in denen man als Trainer weiß: Es lohnt sich… Spaß hat es allen gemacht WP_20141222_008[1]WP_20141222_007[1]heute, bei unserer Weihnachtsfeier. Erst spielten wir 100 Minuten im weißen Sand, in der WP_20141222_018[1]WP_20141222_009[1]Beachsoccer-Halle in Wittenau (bei dem Schmuddelwetter draußen ist das immer wie Abtauchen in eine andere Welt). Ein Turnier, Schlag auf Schlag ging das. Immer Fünf-Minuten-Partien. Und wer da mal mitgespielt hat (ein Spieler kam etwas später, weshalb der Trainer in WP_20141222_020[1]einer Dreiermannschaft aushelfen musste), der weiß: Das kostet richtig Körner. Weshalb auch einige aus verständlichen Gründen die letzten Spiele auf dem Zahnfleisch absolvierten. Immerhin hatten wir zwei Spielfelder, sechs Teams – so dass immer nur zwei Mannschaften pausieren WP_20141222_033[1]durften, oft zwei oder drei Spiele hintereinander angesagt waren. Ich wette, heute haben alle gut geschlafen. Am Ende setzte sich im Finale per Golden Goal das Team C (Eren, Marcel, Fabi) WP_20141222_001[1]WP_20141222_002[1]WP_20141222_013[1]verdientermaßen durch, das auch schon in der Hauptrunde die meisten Zähler (22) ergattert hatte, vor Team F Pascale, Simon, Jan bzw. zuerst Matthias (19 Zähler). Den Sieg im Spiel um Platz drei sicherte sich Team B (Vincent, Daniel, Melvin) vor Team A (Hussein, Ahmed, Onur). Das Spiel um Platz fünf gewann Team D (Bianca, Maurice, Tim) durch ein 1:0 gegen die Allstars Trainer & Betreuer (Marcel, Deniz, Matthias), denen die drückende Überlegenheit am Ende auch nix nutzte – man lief in einen Konter… Im Spiel um Platz sechs zockte das Team Eltern (Norbert, Adam, Tobias) das zuvor schon recht glücklose Team E (Momo, James, Nico) routiniert mit 3:1 ab. Ein Vater meinte aber danach: „Noch zehn Sekunden länger und ich wäre umgekippt.“ Umso mehr muss man den Hut vor dem Einsatz der Kinder ziehen, die scheinbar nicht müde wurden. Diese Energieleistung kam uns danach beim Essen mit Geschenkübergabe (jedes WP_20141222_015[1]Kind erhielt einen Aufwärmpulli mit seiner Rückennummer) im Restaurant „Little Italy“ zugute, umme Ecke von der Soccerhalle. Da habe ich wahrlich schon lautere Weihnachtsfeiern mit Jung-Fußballern erlebt. So wurde also ganz brav, und mit letzter Kraft, die Pizza verdrückt, bevor die obligatorische Trainer-Ansprache im Beisein von einigen Eltern und Fans folgte. Tenor: Gute Hinrunde gespielt, aber in der Rückrunde müssen wir vielleicht noch härter gegen uns selbst WP_20141222_011[1]sein – um Platz drei zu sichern. Auf diesem Wege wünschen wir allen Spielern, Eltern und Fans der WP_20141222_021[1]WP_20141222_024[1]WP_20141222_029[1]Borsigboys (&Girl) ein wunderbares und besinnliches Weihnachtsfest mit vieeeeelen Geschenken. Erholt Euch gut, schaltet auch mal ab vom Fußball (so wie wir Trainer, die erst ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag wieder an der Taktik tüfteln). Außerdem wünschen wir alllen ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2015. Und das Wichtigste überhaupt: Bleibt alle gesund!

Zweikampfhärte ganz nah erleben: Borsigboys im Fuchsbau beim Bundesliga-Handball

29. August. Vorneweg ein großes Dankeschön an Bob Hanning: Den Manager der Füchse hat Tanja, ohne Furcht vor großen Namen, angeschrieben. Der Mann, ohnehin ein sympathischer Zeitgenosse (zumindest kommt er immer sehr sehr volksnah rüber) fackte nicht lange, schrieb eine Mail an seinen Marketingchef – und stellte so unserem Team Karten für den Besuch des ersten