Wunder von Borsigwalde 2015/16

Das war die Rettungsmission BORSIG B

 

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Ende Dezember 2015 haben wir den Reset-Knopf gedrückt bei der B-Jugend. Mit nur sechs Punkten ging die Truppe, reichlich deprimiert und eigentlich mausetot, in die Winterpause. Es fehlte bisweilen nicht am Können – aber an Herz, Leidenschaft, Teamgeist. Ab 5. Januar haben wir hart gearbeitet, um nicht nur eine neue Truppe auf die Beine zu stellen, sondern diese auch wieder mit Leben zu erfüllen. Gemeinsam aus den Kadern der C- und B-Jugend haben wir Woche für Woche eine Mannschaft gebildet, die es angepackt hat. Die Mission Impossible.

…und heute wissen wir: Nichts ist unmöglich!

Das Wunder von Borsigwalde

19. Juni. Ich greife jetzt mal in die hohe Schublade und schreibe von… einem kleinen Fußball-Wunder. Will einer widersprechen? Da ist eine Mannschaft zur Winterpause völlig abgeschlagen B13punktgleich mit dem Tabellen-Letzten, hat zwischenzeitlich ob des schweren Startprogramms elf, dreizehn Punkte Rückstand – und hat am letzten Spieltag plötzlich noch die Chance auf das Unerwartete. Dumm bloß, dass ein Aufstiegsanwärter zu einem Lokalderby kommt, der selbst B1 B2 B3 B4 B5 B6durch einen Sieg in die Verbandsliga aufsteigen kann. Und dann gewinnt diese Mannschaft, auf die noch im Januar, als wir begonnen haben, keiner einen Pfifferling gegeben hat mit 6:2. Sechs zu zwei!!! Gegen den Nordberliner SC, unseren großen Nachbarn. Geht nicht, gibt es nicht? Geht – und ja, es ist passiert. Aus dieser desaströsen Vorrunde der B-Jugend waren heute nur noch zwei B7 B8 B9 B10 B11 B12Spieler auf dem Feld. Einer, der nicht mehr an uns geglaubt hat, spielte heute nach uns im bedeutungslosen Spiel der A-Jugend, andere sind weg, aus Furcht vor der schweren Aufgabe. Neue, furchtlose, sind gekommen. Und diese Jungs haben es geschafft. Malek, unser Kapitän, den wir überzeugen konnten, wieder mit Fußball anzufangen. Hamoudi, Sami, Volkan, Yunus, Dominik – tolle Jungs über die alte Wolfsche Wedding-Connection. Danke hier an Heidi, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. In Heidis Wohnzimmer im Wedding entschied sich im Grunde die Zukunft der B-Jugend Anfang Januar. Zwei Burschen mit Herz aus dem Flüchtlingsprogramm: Abelaye und Bilal. Dazu Fabi, der auch schon mit Fußball aufgehört hatte, Marcel, Mahmoud, Ceyhan, der eigentlich Deutscher Meister im Boxen ist – und immer kam, wenn er konnte, um uns zu helfen. Dazu unser C-Jugendtorwart Tobi, der eigentlich gar kein Torwart sein will – dabei ist er eine Granate im Tor. Muhudin, eigentlich C-Jugendspieler, ebenso wie Pascale, die zwei haben in der Rückrunde im Grunde nur noch B-Jugend gespielt. Und dazu kamen immer wieder punktuell Jungs aus der C-Jugend, die ausgeholfen haben. Bis zu sieben 2001er pro Spiel. Aus diesem bunten Haufen wurde eine verschworene Gemeinschaft. Ja, ich gebe offen zu: Wir wollten mehrfach aufgeben, schon im Februar, als wir gerade mal sechs spielberechtige B-Jugendspieler hatten und deshalb einen Punkt verloren, den wir überraschend gegen den Tabellenführer Trabzonspor geholt hatten. Die Jungs haben uns bekniet, weiter zu machen – und es entstand etwas Faszinierendes: eine Zweckgemeinschaft voller Sympathie und Harmonie. Spieler, die als Ritual nach Siegen meine Glatze (eigentlich unverschämt, ich habe noch Haare…) küssten, die unserem Betreuer Totti sowie Marius und mir so viel zurück gaben, dass ich heute sagen kann: Ich liebe Euch alle! Ich bin stolz 20160619_133023[1]auf Euch. Und mit diesem tollen Sieg gegen den Nordberliner SC sind wir Elfter. Da der BFC Dynamo mit der ersten Mannschaft aus der Verbandsliga absteigt, muss  die zweite Mannschaft runter. Ausgerechnet diese 2.B des BFC, die uns als einzige Mannschaft deutlich überlegen war in dieser Rückrunde, die wir auf einem sensationellen Rückrunden-Rang sechs beenden. Tut mir leid für den BFC – aber wir haben es auch verdient. 22 Punkte haben wir in der Rückrunde geholt, mit Trabzon sogar 23. Ein Wahnsinn. Das Spiel heute passte dazu: Zur Pause ein glückliches 1:0 durch ein Freistoßtor, vom Torwart des NOBSC begünstigt. Danach Konterfußball vom Feinsten. Laufbereitschaft, Kampfgeist, Herz. Draußen eine Kulisse, die Spieler von alleine laufen lässt: Trommeln, Fanfaren, das Hämmern auf die Banden – und ein Tor schöner als das andere. Was haben wir gejubelt. Ein Wahnsinn. Als die Jungs Totti und mir Poloshirts mit dem Aufdruck „Bester betreuer“ und „Bester Trainer“ übergaben, hatte ich – zugegeben – Pippi in den Augen. Was für eine Mannschaft. Aus der Not geboren – um ein Wunder zu vollbringen. Das Wunder von Borsigwalde. Danke an Carsten für die Fotos, die er die gesamte Saison über auch für die B erstellt hat. Klasse Bilder, toller Einsatz. Und hier der Kommentar von Thorsten Bernd, Trainer und Jugendleiter des Nordberliner SC:

„Auch wenn ich natürlich noch enttäuscht bin über den Nichtaufstieg muss ich Euch ein großes Kompliment aussprechen. Alles was in dem Bericht steht hat heute so stattgefunden. Es stand ein Team gegen Einzelspieler auf dem Platz. Völlig verdient gewonnen. Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt. Wir haben den Aufstieg nicht heute verschenkt sondern in den Spielen davor.
Gruß vom Nachbarn aus Heiligensee „

Wir ziehen den Hut vor so viel Größe.

Torfestival am Neuen Ufer

12. Juni. Pflichtaufgabe erfüllt. Pflichtaufgabe? Ich erinnere an die damalige B-Jugend, aus der Hinrunde. Die führte zwischenzeitlich auch mal 5:2 gegen die SpVgg Tiergarten B1 B2 B3und vergeigte noch mit 5:6. Wir führten diesmal auch mit 5:2, zwischenzeitlich – und siegten am Ende mit 12:2. Gegen einen Gastgeber, der ohne Ersatzspieler agierte und somit irgendwann einbrach unter dem Druck, den wir von der ersten Minute an aufbauten. Nur zwei starke Phasen, eine davon gleich nach der Halbzeit, als wir das 4:2 B4 B5 B6verteidigen mussten, hatten die Jungs vom Neuen Ufer auf ihrem schönen neuen Kunstrasen, ansonsten dominierten wir die Partie. Bevor ich jetzt den Rechenschieber auspacke und über mögliche Chancen spekuliere, hier nur zwei Fakten: Erstens, wir haben es sowieso nicht selbst in der Hand. Zweitens: Unsere Truppe, die mit der aus der Hinrunde nichts mehr gemeinsam hat, belegt in der Rückrundentabelle Rang sechs. So oder so: Ich ziehe den Hut vor den Jungs. Danke an Carsten für die Fotos.

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2:1 gegen Lichtenberg – mit neun Mann über die Zeit gebracht

05. Juni. Auch heute warfen wir noch einmal alles in die Schlacht. Die letzten Reserven, wenn man so will. Drei C-Jugendspieler verstärkten die B-Jugend, so dass wir immerhin 13 Akteure hatten. Ob das B1 B2 B3bei der brütenden Hitze gut gehen würde? Am Ende muss ich sagen: Zwei Mannschaften kämpften aufopferungsvoll um ihre letzte theoretischer Chance, noch in der Landesliga zu bleiben. Wir B4 B5 B6konnten sie uns durch den 2:1-Erfolg erhalten, für Lichtenberg ist alles vorbei. Genau wie wir hat L47 in der Rückrunde eine gute Aufholjagd hingelegt – in unserer ausgeglichenen Staffel allerdings war es besonders schwer. Schaut man nur auf die Rückrundentabelle, liegen wir – mit neuer Mannschaft und neuen Übungsleitern – mittlerweile vier Punkte vor einem Abstiegsrang, L47 – ebenfalls mit neuem Trainer seit Spätherbst – nur zwei Zähler dahinter. Bei beiden Teams kam der Umschwung wohl einfach zu spät. Trotzdem freut es mich für unsere Jungs, die am Ende nach zwei Zeitstrafen die Partie sogar zu neunt mit sehr viel Herz über die Zeit brachten. Ich denke, dass wir deutlich mehr Akzente nach vorne setzen konnten als L47 und somit den Sieg auch verdient hatten. Danke an Carsten für die Fotos.

Starker 5:2-Sieg gegen FC Brandenburg 03

21. Mai. Eigentlich kann man es ganz kurz machen: Ein richtig geiler Kick unserer jungen B-Jugend beim FC Brandenburg 03. Bei brütender Hitze zeigten unsere Jungs beeindruckende läuferische Qualitäten, garniert mit viel Spielwitz und Kampfgeist. Ein verdienter 5:2-Sieg. „Das sah nicht aus FCB1 FCB2 FCB3wie ein Absteiger“, sagten einige der Gastgeber nach dem wirklich fairen Spiel. Und wahrlich, es mag sich krass anhören, aber heute hätten wir gegen den Tabellenfünften noch einige Tore mehr erzielen können – und ließen gleichzeitig aus dem Spiel heraus kaum was zu. Das sieht langsam FCB4 FCB5 FCB6richtig eingespielt aus, was wir machen. Um ehrlich zu sein, hätte ich darauf nicht einen Cent verwettet, dass wir heute gewinnen. Zu beeindruckend athletisch und körperlich überlegen wirkte beim Gang aus der Kabine auf mich der Gast, der überwiegend mit 99ern antrat (und wir mit sieben 2001ern). Gut, dass die Jungs nicht auch so viel Respekt hatten… Bisher unser bestes Spiel unter der Leitung eines wirklich sehr guten Schiedsrichters. Man könnte fast bedauern, dass uns die Spiele ausgehen… Danke an Carsten für die Fotos.

Guter Auftritt und 2:2 gegen TSV Rudow

8. Mai. Großer, leidenschaftlicher Kampf der B-Jugend gegen den Tabellensechsten. Das 2:2 mit einer erneut sehr jungen Mannschaft (sieben C-Junioren) gegen den TSV Rudow war verdient. Am Rudow 1 Rudow2 Rudow3Ende aber waren beide Teams mit dem Zähler nicht zufrieden. Bei besserer Verwertung unserer Chancen (erinnert sei nur an den verschossenen Elfmeter) in der ersten Hälfte wäre sogar mehr Rudow4 Rudow5 Rudow6drin gewesen. Nach 15 starken Minuten der Gäste haben wir den Rest der ersten Halbzeit dominiert. Die zweite Halbzeit hatte Rudow in Summe mehr Gelegenheiten. Trotzdem schade, dass ein individueller Fehler nach einem Freistoß, der keiner war, zum Ausgleich führte. So haben wir heute erneut ein bisschen Wehmut aufkommen lassen: Hätten wir in dieser Konstellation bereits in der Hinrunde agiert, als die damaligen Trainer und Spieler (nur noch zwei von heute hatten bereits auch das Hinspiel gegen Rudow erlebt) nicht zusammen passten, wäre mehr drin gewesen. So geht es weiter darum, sich anständig aus der Landesliga zu verabschieden. Das dürfte uns gelingen, wenn wir so weiter machen. Danke an Carsten für die Fotos.

 

1:4 in Mahsldorf

1.Mai. Mit sieben 2001ern, drei 2000ern und nur fünf 99ern stemmten wir uns heute gegen eine reine Mannschaft des Jahrgangs 1999. Und wieder lieferten wir eine ordentliche Partie ab beim 1:4 20160501_121729[1]20160501_121748[1]in Mahlsdorf. Nach zwei Minuten zeigte der Linienrichter des Gespanns Elfmeter an – leider folgte der Haupt-Referee dem nicht. Zehn Minuten später tauchte Eintracht Mahlsdorf zum ersten Mal überhaupt vor unserem Tor auf – ein absolut unnötiges Foul, ein Strafstoß und das 0:1, dem wir auf dem ungewohnten Rasenplatz hinterher rannten. Wir waren spielerisch über weite Phasen mindestens ebenbürtig, aber es fehlte uns vorne an Durchschlagskraft in einer fairen Partie. Bezeichnend die Szene vor unserem 1:2, als wir drei Mal den Ball aus kürzester Distanz den Ball nicht im Tor unterbringen – und dann in einem Konter laufen zum 1:3. Der Abstieg rückt nun immer näher. Das mag man bedauern, andererseits möchte ich daran erinnern, dass wir bereits mehr Punkte erzielt haben als in der kompletten Hinrunde, aus der nur noch vier Spieler übrig sind. Neue Jungs, die wir quasi von der Straße geholt haben, und viele C-Jugendspieler schaffen es Woche für Woche, den Verein bis Saisonende würdig zu vertreten. Die Alternative wäre der Rückzug der B-Jugend gewesen. So gesehen möchte ich den Jungs zurufen: Ihr macht es gut, lasst Euch nicht hängen.

Schiedsrichter sorgt für Entscheidung

24. April. Die heutige Niederlage gegen den SC Staaken ordne ich in zwei Kategorien ein. Erstens: viel zu hoch, aber sportlich verdient. Staaken war unterm Strich gefühlt ein Tor besser. Zweitens: unglücklich und bitter. Weil begünstigt durch eine ganz fatale Schiedsrichter-Fehlentscheidung. Staaken1 Staaken2 Staaken3 Staaken4 Staaken5Dem Referee kreide ich in diesem Zusammenhang an, dass er erst 18 Minuten vor Spielbeginn auf dem Platz war. Es ist immer wieder ein Schlag ins Gesicht von Trainern und Spielern, die sich akribisch auf so ein Spiel vorbereiten, wenn der Unparteiische sich so respektlos verhält. Eine Entschuldigung hörten wir nicht. Eine ordentliche Spielvorbereitung ist so für den Schiedsrichter nicht möglich. Im Gegenteil: Die Partie begann bereits mit fünf Minuten Verzögerung. Und das Spiel wurde dann etwa 15 Minuten vor Schluss vom Referee entschieden. Da stand es 3:1 für Staaken, wir waren am Drücker und erzielten ein Tor zum 2:3. Das pfiff er ab (genauer: den Vorteil pfiff er ab). Stattdessen gab es Freistoß. Auch der Ball war (gerechterweise) drin – 2:3. Alle jubelten, die Staakener drehten enttäuscht ab. Nur einer wollte nichts gesehen haben – und gab Ecke. Wohlgemerkt: Nicht nach einem Tor aus dem Gewühl, sondern nach einem Freistoß… Wo ist der Schiedsrichter in diesem Moment mit seinen Gedanken und seinen Augen, wenn er da nicht sieht, dass ein Tor gefallen ist? Kein Staakener protestierte, alle sagten dann auf Nachfrage, sie hätten nichts gesehen. Nun ja… Aber wer will schon Richter spielen in so einem wichtigen Spiel, bei so jungen Leute? Das ist Unsinn, meine Jungs hätten es womöglich genauso gemacht, zumal der Trainerkollege die Szene nicht sehen konnte, was ich ihm abnehme. Ich behaupte aber mal: Zumindest der Torhüter hätte sich die Fairplay-Geste des Monats vom Berliner Fußballverband für sich und sein Team abholen können… Fakt ist: Es gibt ein Video von dem Tor, das uns vorliegt. Der Ball schlägt klar neben dem Pfosten ein. Noch in der Situation stellten wir fest, dass ein Loch im Netz war. Aber auch das beeindruckte den Referee (der ja für eine Netzkontrolle keine Zeit mehr hatte) nicht. Er blieb bei seiner Entscheidung (absurderweise Ecke). Dieses nicht gegebene Tor sorgte für den Genickschlag bei unserer Truppe, die danach lustlos die Begegnung zu Ende brachte. Ich muss ehrlich sagen: schade, aber ich kann es verstehen. Alles nur Menschen, junge Menschen… Schon das 1:3 war bitter: Wir hatten vorne eine hundertprozentige Chance zum 2:2 – und kriegen stattdessen den Konter zum 1:3. Deprimierend. Ich möchte aber eines betonen: Kein Vorwurf an die Staakener – und im Grunde tat mir auch der Schiedsrichter leid, der nicht glücklich abzog. Der Unparteiische war an diesem Tag, in dieser Situation und auch mit mancher Zweikampfbewertung, in diesem Abstiegsduell einfach überfordert. Ich bin sicher, so viel Menschenkenntnis traue ich mir zu, dass er es nicht mit Absicht gemacht hat – und auch aus diesem Spiel gelernt hat. Das sollten wir übrigens auch:  Wir haben nur eine Chance, wenn wir von Beginn an hellwach sind und alles abrufen. Das war heute nicht der Fall. Zudem können wir zwei personelle Ausfälle wie heute in unserem Mini-Kader nicht kompensieren. Danke an Carsten für die Fotos.

2:1 gegen Berliner AK – Überraschung im Poststadion

17. April. Zweiter Sieg in Serie für die B-Jugend. Durchaus bemerkenswert, denn das gab es in dieser Saison noch nicht. Und heute wurde auch ein richtig starker Gegner besiegt. Wie sagt man so schön: glücklich, aber nicht unverdient. Bevor allerdings mancher überschnappt:  Wir brauchen B1weiterhin unser Fernglas, um die rettenden Plätze zu sehen. Kurz zum Spiel: Der Berliner Athletik-Klub hätte heute mit einem Sieg gegen uns auf Platz zwei springen können. Von Beginn an brannten die Rot-Weißen im Poststadion ein Feuerwerk ab. Pressing vom Feinsten, eine gefährliche Flanke nach der anderen. Wir hatten da so unsere Probleme, und ganz ehrlich: Wenn man das nicht engagiert verteidigt, kann man schnell richtig B2 B3 B4 B5unter die Räder kommen gegen diesen BAK. Aber unsere Jungs hielten wacker dagegen, liefen sich im Poststadion regelrecht einen Wolf gegen den spielstarken Gegner – und konterten mehrfach gefährlich. Belohnt wurde dieser tolle Einsatz mit zwei Toren bis zur Pause. Der BAK kam wütend und noch aggressiver aus der Kabine – und schnell zum Anschlusstreffer. Zu schnell für meinen Geschmack. Nun hatten wir fast eine Halbzeit lang noch mehr Laufarbeit zu verrichten, setzten in der Offensive kaum noch Akzente. Man muss ehrlich sagen: Wir brachten das Spiel über die Zeit, allerdings mit so viel Leidenschaft, Mut, Begeisterung und Fortune, dass es eine wahre Freude war, den Jungs zuzusehen. Es war ein wirklich rasantes, packendes Landesligaspiel – allseits fair geführt, auch vom BAK. Unter der Leitung eines älteren Referees, der sehr sicher und souverän wirkte. Um ehrlich zu sein habe ich es noch nie erlebt, dass mir ein Schiedsrichter fünf Minuten vor Schluss das Auswechseln verbietet – hat er aber fast zwei Minuten lang gemacht… Dachte wohl, ich will an der Uhr drehen. Kurzum: Starker Auftritt der am Ende erschöpften Borsigwalder gegen einen bärenstarken Gegner. Das macht den Sieg wertvoll, wenngleich er uns leider in der Tabelle nicht wirklich weiterhilft, weil auch andere punkten. Danke an den Trainerkollegen Boris vom BAK, der sich an unsere Abmachung hielt und den im Winter von uns zum BAK gewechselten Spieler nicht einsetzte. Schön in der heutigen Zeit, dass ein Wort unter alten Trainerkollegen noch was gilt. Die Spielfotos sind, wie immer, von Carsten. Danke.

2:1 gegen Kickers – Lebenszeichen im Keller

10. April. Lebenszeichen von der B-Jugend. Heute schafften wir einen nicht unverdienten 2:1-Erfolg gegen die Spandauer Kickers. Dabei ließen sich die Jungs auch von einem unglücklichen Kickers1 Kickers2frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, spielten zeitweise einen recht ordentlichen Fußball – immer vor dem Hintergrund, dass es sich um einen seit Anfang Januar bunt zusammen gewürfelten Haufen handelt. Da kann man keine Wunderdinge erwarten, auch keinen Zauberfußball – aber eben eine disziplinierte und couragierte Leistung. Kompliment an die Jungs, die heute wieder viel Herz zeigten. Schlüssel zum Erfolg war in einem fairen Spiel mit wenigen Kickers 3Kickers4Torchancen hüben wie drüben eine bemerkenswert konzentrierte Abwehrleistung der Borsigwalder. Nimmt man nun die Ergebnisse in unserer Staffel, Woche für Woche, dann zeigt sich, wie schwierig die Liga ist. Teutonia gewinnt, im Grunde klar, bei uns – verliert  dann gegen die Kickers; und wir gewinnen nun unsererseits gegen die Kickers. Da kann ab dem Mittelfeld im Grunde jeder jeden schlagen. Das sorgt dafür, dass wir zwar heute drei Punkte eingefahren haben, aber absolut kein Grund für Euphorie besteht – denn wir stecken da unten weiter fest. Um die rettenden Plätze zu sehen, benötigen wir nach wie vor ein Fernglas. So gesehen in erster Linie Punkte für die Moral. Danke an Carsten für die Fotos.

BFC Dynamo eine Nummer zu groß

12. März. Eine Nummer zu groß war für uns der heutige Gegner. Nicht unbedingt körperlich, aber spielerisch. Beim BFC Dynamo eine perfekt geölte Maschine, der Motor schnurrte  – bei uns zu viel BFC1 BFC2 BFC3 BFC4 BFC5 BFC6Einzelspieler. Durchaus Qualität – aber eben keine Einheit. Dazu einige, die nicht dagegen halten wollen oder können. In Summe eine etwas zu hoch ausgefallene Niederlage, aber diese dafür rundum verdient. Dass dieser Gegner, aus meiner Sicht eine Klasse besser als Trabzonspor, kein Maßstab sein konnte, war vorher klar. Aber ein bisschen mehr wehren hätten sich einige schon können. Im Hinspiel gab es unter dem alten Trainergespann noch ein 0:20, diesmal ein 1:8 – nicht weniger enttäuschend. Danke an Carsten für die wieder einmal sehr gelungenen Action-Fotos.

Rückschlag – 2:4 gegen SSC Teutonia Spandau

6. März. Eine verdiente 2:4-Niederlage setzte es heute gegen Teutonia Spandau. Dabei war unsere schwache erste Hälfte mit haarsträubenden Defensivfehlern und ärgerlichen Ballverlusten in der B1 B2 B3Vorwärtsbewegung entscheidend, in der hoffentlich einige Spieler verstanden haben: Es geht nur gemeinsam und nicht, wenn manche ihr Ego (Stichwort Lieblingsposition) in den Vordergrund stellen. Nach einem 0:3-Rückstand zur Pause gegen – in positivem Sinne – sehr einfach spielende und früh pressenden Teutonen kam die Leistungssteigerung über eine nun wesentlich kompaktere B4 B5Defensive und mehr Kampfgeist und Laufarbeit in Halbzeit zwei zu spät, um das Ruder noch rumzureißen. Was wir auch noch lernen müssen: Wenn wir einen Schiedsrichter (der beleileibe nicht schuld an der Niederlage war) haben, der von Beginn an auf ausnahmslos alle unsere Spieler voreingenommen und arrogant wirkt, ist es erst recht wichtig, sich auf das Spiel zu konzentrieren. Ja, wer verstünde das besser als ich: Manchmal ahnen wir schon Schlimmes, wenn Menschen in dieser abstoßenden schwarz-gelben Farbkombination vor uns stehen – aber wir müssen das verdrängen und dran denken: Der Typ läuft nur mit, manchmal braucht er auch einfach nur dringend das Geld und hat keinen anderen Nebenjob gefunden – es gibt viele mögliche Gründe, warum er das tut, was er tut und warum er so ist, wie er ist. Es ist aber UNSER Spiel, auf das wir uns konzentrieren müssen. In diesem Sinne: Mit kühlerem Kopf in die nächsten Partien, dann klappt`s auch mit dem Pfeifenmann und den Punkten! Danke an Carsten für die Fotos.

Hier der Bericht der Teutonen

Die nächste Überraschung – 3:2 in Lichtenrade

28. Februar. Meinen Lieblingsspruch aus der Partie vorneweg. Also sprach ein Spieler des Lichtenrader BC nach wenigen Minuten: „Jungs, lange Bälle – die sind doch alle nur 1,10 Meter groß…“ Ich weiß nicht, wen sie damit gemeint haben, vielleicht den Borsigwalder Trainer – aber LBC1 LBC2 LBC3 LBC4eines ist Fakt: Die Jungs der B-Jugend wuchsen heute teilweise wieder über sich hinaus. Herz schlägt Größe. Zweites Spiel, zweite Überraschung der neu formierten B-Jugend. 3:2 siegten wir, vollauf verdient, beim Lichtenrader BC 25, der 17 Zähler mehr als wir auf dem Konto hatte. Wieder war es eine Darbietung voller Leidenschaft, mit großem läuferischen Einsatz und taktischer Disziplin. Die Jungs hatten einfach Spaß – und wir an der Seitenlinie auch. Im Grunde hätten wir die Partie schon in den ersten Minuten entscheiden können, weil Lichtenrade sehr schläfrig begann und wir früh in Führung gingen gegen einen schlecht sortierten Gegner. Statt diese Führung aber auszubauen, kassierten wir viel zu einfach das 1:1. Aber es spricht für die Jungs, dass sie auch nach dem 2:2 der Gastgeber weiter nach vorne spielten – und mit einer verdienten Führung in die Kabine durften. Wer hätte da gedacht, dass dies schon das Resultat sein sollte? Denn die erste Hälfte hatte etwas vom Tag des offenen Tores. Umso besser verteidigten beide Teams in Halbzeit zwei, wobei ich der Ansicht bin, dass wir – trotz wütender und auch gefährlicher Angriffe des LBC nach der Pause – noch viel, viel weniger zuließen als die Südberliner. Und die besseren Chancen hatten. Auch ein fälliger Strafstoß wurde uns verweigert. Sei`s drum, am Ende die ersten drei Zähler in der Rückrunde. Durch die Bank haben alle 16 eingesetzten Spieler prima agiert. Das war richtig klasse, aaaaaaaaber: Wir dürfen aber bei aller Freude jetzt nicht nachlassen. Danke an Carsten für die Fotos.

Echte Liebe – und ein Überraschungs-Punkt gegen Trabzon

21. Februar. Was heute passiert ist, hilft uns, eines einzuordnen: Wie schwierig diese Mission ist. Wir holen gegen den souveränen Tabellenführer Cimbria Trabzonspor (12 Siege, ein Remis) einen Trab1  Trab3 Trab4 Trab5ebenso überraschenden woe völlig verdienten Punkt – und verlieren in der Tabelle trotzdem an Boden im Abstiegskampf. So ist das eben bei einer solchen Ausgangslage. Kann aber durchaus sein, dass dieser hart erkämpfte Zähler gegen Trabzon Gold wert ist – weil andere ihn nicht holen. Wir werden sehen – und haben im Grunde beschlossen, erst in einigen Wochen mal wieder ernsthaft auf die Tabelle zu gucken. Wer weiß, was bis dahin geschehen ist. Heute jedenfalls haben die Jungs Großartiges geleistet. Einer hat für den anderen gefightet – so kann man als Team Bäume ausreißen. Der Gegner war jedenfalls verblüfft von so viel Kampfgeist, war doch dieser SC Borsigwalde 1910 kurz vor der Winterpause noch bei Trabzonspor zur Pause beim Stande von 0:6 vom Platz geschlichen. Allerdings mit einer ganz anderen Mannschaft. Einige dieser Spieler waren heute auf dem Platz an der Tietzstraße, guckten zu. Vielleicht werde ich langsam zu alt, um zu begreifen, was in Köpfen von Schwerstpubertierenden vorgeht, die lieber bis zum Sommer gar nicht mehr kicken als bei uns mitzuhelfen – ich weiß nur eines: Sie bekamen eine ganz andere Show geboten als sie womöglich erwartet haben. Eine Show von charakterstarken Jungs, die an sich glauben. Jungs, die diesen großartigen Sport Fußball lieben! Mit einem Satz: Ich war stolz auf die Truppe. Vor allem nach Trab6 Trab7dieser Woche. Fünf Tage zuvor stand nach einer, nun ja, etwas seltsamen Jugend-Jahreshauptversammlung mit dem (vorläufigen) Abgang von Bernd, dem diese B-Jugend immer sehr am Herzen lag, alles infrage. Aber die Spieler wollten nicht, dass es vorbei ist. Und ich als Trainer gebe zu: Ich habe unterschätzt, wie wichtig den Jungs diese Mission ist. Wie sehr wir alle schon in den ersten sechs Wochen zusammen gewachsen sind. In Anlehnung an den Slogan eines Revierklubs (besser: einer Kapitalgesellschaft) mit ekelhaften Vereinsfarben aus der Nähe von Lüdenscheid sage ich: DAS ist ECHTE LIEBE. Einem emotionalen Ende folgte also schon zwei Tage später eine Jetzt-erst-recht-Reaktion – und dann dieses faszinierende Spiel. Klar hatte Trabzon die weitaus größere Spielkultur, mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz und in Summe die größeren und kräftigeren Spieler. Aber unsere Jungs hatten alle ein großes Herz, Leidenschaft, Willen. Eine Stunde führten wir 1:0, hatten sogar Chancen, das Ergebnis auszubauen – und erwehrten uns tapfer den Angriffswellen eines wütenden Gegners. Am Ende zitterten wir den Punkt nach Hause. Wie es nun weitergeht? Wer will schon angesichts einer solchen Gemengen-Lage Prognosen abgeben? Ich weiß nur eines: Wir haben eine zwar kleine, aber starke Mannschaft beisammen, die diesen Namen auch verdient. Einen tollen Zusammenhalt. Möge er anhalten und uns zu weiteren Überraschungen treiben. Danke an unseren Vereinswirt Norbert für die Team-Runde danach.

4:5 – eine zweite Halbzeit, die Mut macht

13. Februar. Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf: Die zweite Halbzeit ging mit 4:2 Toren an uns. Was uns das sagt? Ach würden wir doch einfach mal von Beginn an diese Leichtsinnsfehler VfB2 VfB3 VfB4 VfB5vermeiden. Ein unnötiges Foul im Strafraum – Elfmeter. Zwei Ballverluste vorne, aus denen statt eigener Torschüsse zwei Kontertore für die Gegner fallen. So stand es in Halbzeit eins 0:3. Dass wir im Grunde schon da nicht schlechter waren als der VfB Hermsdorf, die ein oder andere Chance VfB1 VfB2 VfB3 VfB4fahrlässig liegen ließen – interessiert letztlich keinen, denn Fußball ist bekanntlich ein Ergebnissport. Und bisweilen werden Fehler gnadenlos bestraft. Weil aber die zweite Hälfte nicht nur gefühlt, sondern auch in Sachen Ergebnis an uns ging, sollten wir das Glas vielleicht heute halb voll sehen. Nimmt man noch unseren Lattentreffer dazu, wäre ein Remis auf jeden Fall verdient gewesen. Wir haben wieder gesehen, auf wen wir uns verlassen können, wer Herz hat und zumindest das fußballerische Rüstzeug. Nächste Woche beginnt dann die Rückrunde, im ersten Spiel gegen den Tabellenführer Trabzonspor sind wir gleich krasser Außenseiter. Danke an Marc für seine gute Schiedsrichter-Leistung. Danke an Hermsdorf für ein faires Spiel. Beide Mannschaften werden im Abstiegskampf der jeweiligen Landesliga-Staffel sehr viel Glück brauchen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Bilal, Tarek, Hamoudi, Sami, Mahmoud, Malek, Harris, Tim, Ramesh, Volkan, Tobias, Hussein, Maurice, Pascale, Onur Y., Ahmed.

0:2 beim NFC wie Not gegen Elend

7. Februar. Das heutige Spiel könnte man so auf den Nenner bringen – ohne dem allseits fairen Gegner dabei zu nahe treten zu wollen: Not traf auf Elend. Keine Spielkultur, kaum NFC1 NFC2 NFC3 NFC4 NFC5 NFC6Bemerkenswertes auf dem Sportplatz am Maybachufer: Sowohl der Neuköllner FC Rot-Weiß als auch wir zielten jeweils gefühlte fünf Mal auf das Tor. Für unsere mitgereisten Zuschauer wurde keine Vergügungssteuer fällig. Wir trafen nicht ins Netz, nicht einmal bei einem Elfmeter, Neukölln hingegen immerhin zwei Mal, darunter kurz vor Schluss, als wir noch einmal alles nach vorne warfen. Ein Spiel ohne echte Höhepunkte, bei dem in unseren Reihen deutlich wurde, dass kein Spielfluss aufkommen kann, wenn sich die Jungs so wenig kennen und einige Leistungsträger auch noch einen rabenschwarzen Tag erwischt haben. Positiv allein zu erwähnen, dass wir – wie gesagt – hinten kaum was zuließen. Und alle haben sich wieder bemüht, sind sehr wissbegierig. Ob allerdings die Jungs aus Syrien und Afghanistan verstehen, was ich so an die Tafel kritzle – wir werden sehen… Die Einstellung und die taktische Grundordnung stimmen jedenfalls. Das ist schon mehr als in der Hinrunde, meinen jene, die es optimistisch sehen. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Bilal, Tarek, Hamoudi (C), Maher, Mahmoud, Samir, Harris, Malek, Ramesh, Pascale, Kais, Hussein, Nico, Tobias.

Lehrgeld gezahlt beim 1:4 gegen CFC Hertha 06

31. Januar. Ich gehöre ja nicht zu der Sorte Trainer, die Niederlagen schön schreiben, deshalb – auch wenn es schwer zu glauben ist: Dieses 1:4 fühlt sich nicht wie eine richtige Niederlage an. So 20160131_115855[1]ein Spiel habe ich selten erlebt. In Halbzeit eins schoss der Charlottenburger FC Hertha 06, ein ambitionierter Klub, fünf Mal auf unser Tor – vier Mal war der Ball drin. Drei Mal ließen wir uns übertölpeln mit einem langen Ball. Als Trainer ist man da bisweilen machtlos, wenn erfahrene B-Jugendspieler, die von sich eigentlich denken, dass sie A-Jugendspieler sind (und denen jegliche Selbstkritik fehlt), einfachste taktische Anweisungen ignorieren, im Grunde 20160131_115858[1]Arbeitsverweigerung betreiben. Mehr sage ich zu diesem einen speziellen Fall nicht mehr. In der Offensive ließen wir die hundertprozentigen Möglichkeiten gleich in Serie liegen. Oft zu überhastet. Zur Pause wäre ein 4:4 vollkommen in Ordnung gewesen – aber es stand 0:4. 20160131_133309[1]Bezeichnend, dass nach der Taktik-Besprechung und einigen Umstellungen der Gegner in den folgenden 30 Minuten zu keiner einzigen Torchance mehr kam. Wir standen nun tiefer, 20160131_133330[1]erarbeiteten uns nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten – aber die wir hatten wären für mehr als nur das Ehrentor ausreichend gewesen. So standen uns weiterhin neben dem starken Keeper auch Aluminium im Wege. Ich fand aber jedenfalls prima, wie die Jungs in Halbzeit zwei weiter gespielt haben, als stünde es noch 0:0 – nun ja: fast alle Jungs. Und deshalb komme ich zu folgendem Fazit: Ein toller Test mit wichtigen Erkenntnissen. So etwas wie heute passiert uns nicht mehr, da bin ich sicher. Den Charaktertest haben auch fast alle bestanden – die Ausnahme ist, wie gesagt, der Rede nicht mehr wert. Man kann nur den Kopf schütteln, was hier zuletzt vermurckst wurde. Nun, da CFC1 CFC2Ende Januar gekommen und Hilfe von umliegenden Vereinen nicht mehr zu erwarten ist, möchte ich mich – auch im Namen meiner Mitstreiter – bei Bernd Nass bedanken, der viel getan hat und weiter tut für diese B-Jugend. Er hat erkannt, welche Schande es für einen Verein wie den SC CFC3 CFC4 CFC5Borsigwalde 1910 gewesen wäre, die B zurückziehen zu müssen. Und genau das war mangels Plan B die einzige Alternative zu dem, was wir nun versuchen: Ein Himmelfahrtskommando noch irgendwie zu einem glücklichen Ende zu führen. Wir haben wenig Zeit und wenig Ressourcen. Aber: So komisch es klingen mag nach einem 1:4 – gestern beim Hallenturnier und heute habe ich richtig CFC6gute Jungs gesehen. Jungs mit teilweise noch kleinen Körpern (die Kämpfer aus der C-Jugend), aber einem großen Herzen. Und Jungs mit großen B-Jugend-Körpern, die zurück gekommen oder neu dazu gestoßen sind – und die brennen für unsere Mission. Wer gestern und heute nicht gefühlt hat, was ich meine, in wem nicht dieses Feuer brennt wie in diesen Jungs und dem Trainer- und Betreuerteam – der soll wegbleiben. Wir brauchen jetzt Männer und keine Männchen, denen bisher erzählt wurde, sie seien die größten. Nur, da stellt sich mir eine Frage: Wer hat in der Hinrunde die Suppe eigentlich angerührt, die wir jetzt auslöffeln? Die Angesprochenen dürfen gerne mal drüber nachdenken. Und wir machen derweil weiter, immer weiter. Wie heißt es so schön im Wörterbuch des Fußballerlateins? Wir haben keine Chance – und genau die wollen wir nutzen. Danke an Hertha 06 für ein faires Spiel. Hat mich auch gefreut, den heutigen Vereinschef, meinen alten Trainerkumpel Ergün, mal wieder zu sehen. Gute Besserung an unseren Malek, der sich heute verletzt hat. Und danke an Schiri Schulle sowei Totti – das von ihm organisierte Catering in der Kabine hat schon Bundesliganiveau. Die Spielfotos sind übrigens von Carsten, der auch bei der C immer mit der Kamera unterwegs ist. Danke auch ihm. Borsigwalde heute: Bilal, Tarek, Hamoudi, Maher, Mahmoud, Samir, Harris, Malek, Jascha, Kevin – Onur B., Pascale, Eren, Jan, Muhudin, Kais, Onur Y., Hussein.

Platz eins beim SC Siemensstadt

30. Januar. Erfolgserlebnis (und davon gab es ja zuletzt nicht so viele) für die neuformierte B-Jugend: Bei der 1. B des SC Siemensstadt gab es einen Turniersieg in der schönen großen Halle 20160130_135622[1]am Rohrdamm. Bei nur einer Niederlage (0:2 gegen Berolina Stralau) gelangen ansonsten fünf Siege. Vor allem das Duell gegen unseren Staffel-Mitbewerber SC Staaken war hochemotional – da 20160130_182609[1]lag sehr viel Testosteron in der Luft. Sagen wir es mal so: Die Mentalität stimmt, wir lassen uns nix gefallen – an der Contenance müssen wir noch etwas arbeiten. Von der Tribüne dürfen wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, vor allem, wenn das Spiel zwar umkämpft ist, aber der Gegner fair – da muss man die Ohren mal auf Durchzug schalten, wenn Eltern nicht begreifen, dass Fußball nicht mit Wattebäuschchen gespielt wird. Kurzum: Dieses 3:1 20160130_191702[1]im vorletzten Turnierspiel, diese packenden 13 Minuten, brachten uns letztlich Rang eins ein. Denn zudem siegten wir gegen die beiden Teams der Gastgeber (jeweils 5:0), außerdem gegen den BSC Marzahn beim „Tag der offenen Tür“ mit 5:4 und gegen die 2.B von Hertha 06 (die erste empfangen wir morgen zum Testspiel) mit 5:0. Viele schöne Tore, viele gelungene Kombinationen, wenn man bedenkt, dass wir ein sehr junges Team stellten (die Hälfte C-Jugend) und die anderen Jungs erst einige Trainingseinheiten miteinander absolviert haben. Dafür sah das zeitweise schon sehr gut aus – so dass der Turniersieg vollauf in Ordnung geht. Glückwunsch an die Jungs – und danke an den SC Siemensstadt für ein gut organisiertes Fünf-Stunden-Turnier. Für Borsigwalde spielten: Bilal, Tarek, Hamoudi (C), Samir, Malek – Melvin, Hussein, Tobias, Onur Y., Simon, Christian, Pascale, Ahmed.

Neuformierte B-Jugend mit guter Einstellung beim 6:3-Sieg gegen BSC Rehberge

16. Januar. Die Zukunft hat begonnen. Erstes Spiel der neuformierten B-Jugend, erster Sieg. Gegen die 1.B-Jugend des BSC Rehberge gelang heute ein verdientes 6:3 an der Tietzstraße. Man 20160116_120251[1]sollte jetzt wahrlich noch nicht ins Schwärmen geraten, weil es nur der erste Schritt auf einem langen Weg war – aber wir hatten heute eine Mannschaft auf dem Platz, in der jeder das 20160116_120335[1]ausstrahlte, was wir uns wünschen: Spielfreude und Siegeswillen. In der Kabine herrschte ebenso eine gute Stimmung wie auf der Bank. Es darf wieder gelacht werden – bei aller Ernsthaftigkeit des 20160116_134012[1]Projektes, das wir „Mission Impossible“ genannt haben. Es ist auch zu spüren, dass sich da eine Gruppe findet, die es gemeinsam nochmal anpacken will. Natürlich gab es noch zahlreiche Abstimmungsprobleme, aber es waren auch schon einige erstaunlich gute Kombinationen zu sehen. Und bei einem Freistoßtor sah es sogar aus, als hätten wir das schon hundert Mal geübt…. Wir wechselten heute noch einmal fleißig durch – es kristallisiert sich aber heraus, dass wir gute 20160116_134033[1]Typen hinzugewinnen konnten. Vor allem in der Offensive scheinen wir an Wucht gewonnen zu haben. Weitere Spieler werden noch zu uns stoßen, so dass man die Gemütslage bei Andy, Totti, Marius und mir derzeit so auf den Punkt bringen kann: Wir sind optimistisch nach einer guten Trainingswoche und einem ansprechenden ersten Spiel. Weiter so! Erwähnen möchte ich noch, dass der eigentliche Gegner SV Empor gestern Abend abgesagt hat – und es Tottis Verdienst war, dass wir heute überhaupt spielen konnten. Danke an Rehberge, die es schafften, über Nacht 15 Mann zu mobilisieren. Spricht dafür, dass die Truppe gut organisiert ist. Die Jungs lieferten uns einen guten, fairen Kampf. Danke auch an Hans-Peter, unseren Referee. Borsigwalde heute mit: Tor: Tobias/Onur B, jeweils eine Halbzeit. Feldspieler: Bilal, Hamoudi (C), Maher, Fabian, Mahmoud, Sami, Harris, Malek, Kevin, Niclas, Jendrek,Onur Y., Momo, Hussein, Kais, Daniel, Eren, Pascale, Jendrek.