Archiv Rückrunde 14/15

Nicht immer gewinnt der Bessere: Unglückliche 0:1-Niederlage in Hermsdorf zum Abschluss

20. Juni. Heute haben wir nochmal eine Erfahrung gemacht, die uns mehrfach in dieser Saison begegnet ist: Nicht immer gewinnt die Mannschaft, die den besseren Fußball spielt. Mit 0:1 WP_20150620_005[1]verloren wir beim VfB Hermsdorf – und so genau erklären kann man das eigentlich nicht. Obwohl, vielleicht schon: Uns fehlte heute der letzte Ball, die letzte Galligkeit vor dem Tor. Und: So mancher Spieler steckt mitten im Fastenmonat Ramadan, was kräftemäßig zu sehen war. Aber weil wir dennoch nicht müde wurden, den Sieg zu erringen, konterte uns der Gegner eben ein paar Minuten vor Spielende einmal aus – und nutze in dieser einen Szene aus, dass uns in der Abwehr die letzte Konsequenz fehlte. So ist Fußball – abgerechnet wird nicht nach Chancen oder Spielanteilen, sondern nach Toren. Und so laufen eben manchmal auch Spiele, bei denen man den Eindruck hat, der Platz hat WP_20150620_008[1]ein großes Gefälle, weil er immer in Richtung eines Tores rollt. Dennoch applaudierten am Ende die Eltern den Kindern – zu recht. Und ich forderte die Spieler auch auf, zurück zu applaudieren. Denn wir haben als jüngste Mannschaft der Liga eine sehr gute Saison gespielt, gehen nun als Vierter durchs Ziel hinter drei reinen 2000er-Truppen, von denen zwei in ihrer eigenen Liga spielten. Dass wir gegen beide null Punkte holten, spricht für sich – hängt aber auch damit zusammen, zu welchem noch frühen Saisonzeitpunkt wir sie bespielten. Am Ende deutet doch so manches Ergebnis darauf hin, dass auch bei Wilhelmsruh und JFC nach frühzeitig klarem Aufstieg die Spannkraft fehlte. Von Hermsdorf konnte man dies heute nicht behaupten. Die erwehrten sich WP_20150620_009[1]unserer stetigen Angriffe teilweise sehr rustikal. Wir wechselten frühzeitig als Ersatzbank die Seite auf dem kleinen, engen und schon etwas abgeranzten Kunstrasenplatz (für den neulich der Männertrainer des Nordberliner SC die Sperrung gefordert hat), weil manche Eltern des VfB völlig am Rad drehten. WP_20150620_016[1]War da nun noch eine Haarspitze dran – und hätte es Ecke geben müssen? Daran schaukelten sich einige hoch. Und da wir ja wissen, wie leicht sich bei uns einige provozieren lassen… Ich zitiere hier mal aus dem Liveticker, der von einem A-Jugendspieler des SCB erstellt wurde – und wieder sehr launig ist: „Das Trainerteam von Borsig wechselt die Seite, da die Eltern von Hermsdorf immer wieder herumpöbeln. Das Herummeckern der Eltern ist verständlich in so einem wichtigen Spiel, da man durch einen Sieg man noch auf die internationalen Plätze rutschen könnte.“ Zurück zu uns: Wir spielen nun noch zwei Turniere und die ein oder andere Testpartie, bevor es in die verdiente Sommerpause geht. Daraus zurück kehren werden wir mit einem klaren Ziel: Nächste Saison wollen wir versuchen aufzusteigen. Dafür haben wir in diesem Jahr schon hart gearbeitet und hoffentlich den Grundstein gelegt. Berichten möchte ich noch über eine besondere Begegnung in dieser Woche: Vor einigen Monaten hatte ich über Protus (Papa Malcolm) einen Adidas-Trikotsatz nach Kamerun geschickt – zur Cinyodev Fußball-Akademie. Die Leute dort haben sich sehr gefreut – und nun kam der Präsident des Klubs, der ab der U 9 zahlreiche Teams hat, zu Besuch: Valery Nchiakeh. Donnerstag nach unserem Training besuchte er WP_20150620_013[1]uns, wir plauderten – und er hatte Gastgeschenke dabei. Eine wunderbare afrikanische Holzmaske, Armbänder und Ketten für meine Spieler. Nun revanchierten wir uns heute mit einem Wimpel und Trikot des SC Borsigwalde, das wir mit seinem Namen haben beflocken lassen (danke an den Kiezshop für die schnelle Arbeit!) Vielleicht der Beginn einer spannenden Freundschaft. Wer bei uns im Verein Fußballschuhe und –kleidung übrig hat, die seinem Kind zu klein sind… der Verein in Kamerun freut sich, Protus schickt demnächst noch einmal einen Container rüber. Im Zweifelsfall einfach bei uns von der 1.C abgeben. Und: Nochmals Glückwunsch an die Truppe zu einer Saison, die Spaß gemacht hat. Für Borsigwalde heute: Onur, Kais, Bianca, Daniel, Simon, Momo, Eren, Pascale, Ahmed, Hussein, Jan, Tim, Malcolm, Maurice, Tobias. Für die 2.C (gegen Liberta): Muhudin, Vincent.

Trotz brennender Sohlen immer dran geglaubt: Steven Spielberg in letzter Minute zum 2:1 gegen Pfefferwerk

13. Juni. Wer hat hier Regie geführt in der Partie gegen den SV Pfefferwerk? Alfred Hitchcock oder Steven Spielberg? Das Spiel heute war jedenfalls Spannung pur, nach einem Drehbuch – das keiner hätte besser schreiben können. Der 70minütige Spielfilm lief so ab: Vor der Partie zahlreiche WP_20150613_007[1]WP_20150613_003[1]Ausfälle von Stammkräften: Klassenfahrten, die Schwiegeroma kriegt `nen Zahn und andere Familien-Zusammenführungen zu einem Saison-Zeitpunkt, wo man die Frage stellen muss: Was, wenn es heute noch um etwas gegangen wäre? Nun ja, dafür ist der Kader groß genug – andere müssen dann eben in die Bresche springen. Was sie auch taten. Aber eine Stammkraft trieb es, womöglich im Glauben, wir seien nun erst recht auf ihn angewiesen, auf die Spitze – und trudelte erst 15 Minuten vor Spielbeginn ein. Verschlafen… Ein Ausnahmefall, keine Frage, kommt sonst bei uns nicht vor – damit es aber auch eine Ausnahme bleibt, durfte der Spieler eben nur zugucken. Der Rest der Truppe, um es mit Jogi Pfeffer7Pfeffer6Pfeffer5Pfeffer4Pfeffer3Pfeffer2Pfeffer1zu sagen, von Beginn an im Zustand högschter Konzentration. Der Gegner aber glitschig wie Jogis Nivea-Creme. Und bei uns lief spielerisch über weite Phasen erst einmal nicht viel zusammen. Es war zu sehen, dass unser Herzstück heute umgestaltet werden musste. Aber gekämpft wurde von den meisten von Beginn an. Zur Pause ein 0:0. Wir hatten einen Lattenschuss und zahlreiche andere halbgare Gelegenheiten, der spielerisch und kämpferisch starke Gegner tauchte auch einige Male durch Konter gefährlich vor unserem Tor auf – ein Mal klärten wir zum Glück auf der Linie. Ein Rückstand wäre bei der Hitze womöglich schwierig aufzuholen gewesen. Stattdessen gingen aber wir kurz nach der Pause in Führung – und legten per Traum-Freistoß zum 2:0 nach. Mittlerweile verdient, weil wir gefühlte 70 Prozent Ballbesitz hatten und viel investierten. Das mit dem umjubelten 2:0 hatten alles so gesehen, inklusive Gegner (da reklamierte keiner) außer der Schiedsrichter. Der wollte bei Pfeffer10 Pfeffer11 Pfeffer14 Pfeffer13dem 25-Meter-Knaller ins rechte Tordreieck (da hätte kein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst) eine passive Abseitsstellung mit Irritation des Torhüters gesehen. Wie gesagt: Diese verwegene These hatte er exklusiv, den direkt geschossenen Ball hätte nicht einmal Manuel Neuer pariert. Es kam, wie es kommen musste – Pfefferwerk zog Kraft aus dieser Situation, war auch in dieser Pfeffer15 Pfeffer16 Pfeffer17 Pfeffer18 Pfeffer19 Pfeffer20zweiten Halbzeit mehrfach bei Kontern gefährlich. Lange Bälle auf ihren schnellen, gefährlichen Stürmer, wir natürlich – wie es unsere Natur ist – offensiv denkend, liefen ihnen auch prompt zwei, Pfeffer21 Pfeffer22 Pfeffer23 Pfeffer24drei Mal ins offene Messer. Kurz vor Spielende lag der Ball dann plötzlich in unserem Netz. Statt 2:0 stand es also 1:1, der Blutdruck beim Trainerteam mittlerweile im roten Bereich. Man ist ja schließlich auch Gerechtigkeitsfanatiker. Aber wenn Du denkst, es geht nichts mehr, kommt doch irgendwo noch ein Freistoß her. Der Spieler, dem sein Traumtor weg gepfiffen wurde, hämmerte das Ding diesmal aus 20 Metern ins linke Eck. Sekunden danach war Schluss. Tolle Geschichte, ein schöner Abschied vom heimischen Publikum. Ein Spiel unter dem Motto: Wer hart arbeitet, wird auch belohnt. Respekt vor den Jungs, denen die Fußsohlen brannten – und die trotzdem in der zweiten Halbzeit weiter liefen. Wir haben immer dran geglaubt. Für Borsigwalde heute: Onur, Melvin, Kais, Bianca, Simon, Momo, Eren, Pascale, Ahmed, Jan, Vincent, Maurice, Marcel, Tobias, Fabian, (Malcolm).

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Danke an Carsten und Ivonne für die Bilder vom Spiel.

Zwergen-Aufstand im Wrangelkiez. Verdienter 2:0-Erfolg nach gutem Kampf und intelligentem Spiel

07. Juni. Einen schwer erarbeiteten 2:0-Sieg feierten wir heute an der Wrangelstraße in Kreuzberg, beim FSV Hansa 07. Trotz enormer körperlicher Überlegenheit des Gegners, der mit zwölf Spielern des Jahrgangs 2000 und sehr viel Robustheit und Verve die Partie bestritt, lösten wir die heutige Aufgabe auf beeindruckende spielerische Weise. Die Jungs und das Mädel setzten sehr gut die letzten Trainingsinhalte um, die in erster Linie darauf abgezielt hatten, noch mehr flache Bälle mit mehr Druck zu spielen – so überrumpelten wir die Gastgeber trotz kompakter Deckung ein ums WP_20150607_002[1]andere Mal, gingen auch verdient vor der Pause in Führung. Nur die ersten fünfzehn Spielminuten gehörten Hansa, den Rest dominierten im Grunde wir spielerisch mit Ballbesitz-Fußball. Obwohl der Ball abstoßend und eklig schwarz-gelb war, gingen wir sehr intelligent damit um. Irgendwann, nachdem wir die ein oder andere Gelegenheit noch hatten liegen lassen, setzten wir dann einen WP_20150607_003[1]besonders bemerkenswerten Akzent. Unsere beiden kleinsten Akteure waren an diesem Treffer Mitte der zweiten Halbzeit beteiligt: Flanke, Kopfball – 2:0. Der Klassiker. Erwähnen muss man noch, dass der angesetzte Schiedsrichter leider nicht erschienen ist. Marcel erklärte sich bereit, auch nachdem der Heimverein betont hatte, er hätte sonst niemanden. Nachdem irgendwann eine Pfeife da war (auf Eckfahnen oder ähnliches WP_20150607_004[1]wurde gänzlich verzichtet,) ging es los. Leider auch mit den Meckereien von Hansa-Seite. War der Ball im Aus oder nicht? Daraus wurde schon früh ein Drama gemacht. Wenn unsere Spieler mal schreiend zu Boden gingen, waren sie Simulanten. Irgendwann gab es eine Ecke – und Hansa erzielte per Kopf den vermeintlichen Ausgleich. Ich hatte keinen Blick auf die Szene und kann sie folglich nicht beurteilen, habe aber danach sofort mit mehreren Spielern gesprochen, die alle die Version des Schiedsrichters (direkt daneben) WP_20150607_008[1]bestätigten: Ohne Foul wäre der Treffer nicht gefallen – also wurde er nicht gegeben. Das sorgte für teilweise sehr wüste Beschimpfungen, auch handfeste Drohungen („Ich finde Dich, nach dem Spiel …“) und Beleidigungen durch Spieler von Hansa in Richtung Marcel. Der Trainerkollege gab zwar hinterher an, er schäme sich für das WP_20150607_007[1]Verhalten seiner Spieler – aber er tat auch wenig, um es zu unterbinden, sondern betonte immer wieder, er habe Verständnis für die Reaktion seiner Spieler, denn der Schiedsrichter habe das Tor vorsätzlich nicht gegeben. Seine Mit-Trainerin ist, wie wir mittlerweile wissen, sogar Jugendleiterin des Vereins – und war auch ziemlich schmallippig, wenig einsichtig. So endete die umkämpfte Partie, in der man auch drüber diskutieren konnte, ob wir einen aus meiner Sicht klaren Strafstoß verdient gehabt hätten, ein wenig im Chaos. Ich will dazu wenig sagen, verstehe auch die ganze Aufregung nicht wirklich in einem Spiel, in dem es tabellarisch um nichts mehr ging. Nur eines liegt mir schon noch auf dem Herzen: Ist Hansa nicht einer dieser Vereine, die immer wieder ihre Einzigartigkeit und Besonderheit betonen? Ohne Frage wird dort gute Arbeit gemacht. Diese Einstellung sollte dann aber quer durch alle Teams gehen und gelebt werden – erst Recht, wenn Jugendleitung und Trainerteam verquickt sind (siehe oben). Wobei ich mich hüten möchte, alle Hansa-Spieler über einen Kamm zu schweren. Da waren viele dabei, die das Ding lieber seriös über die Runden gebracht hätten. Da auch der ein oder andere Spruch schon in Halbzeit eins in Bezug auf Größe und Spielvermögen meiner Spieler („Die können gar nix.“) fiel, könnte man es letztlich so auf den Punkt bringen: Heute war wahrhaft Zwergen-Aufstand im Kreuzberger Kiez. Nicht mit dem harmonischsten Ende, aber mit einem verdienten Sieg unsererseits. Mochte der Trainerkollege auch hier wenig einsichtig sein („Schwach, wenn man so die Punkte mitnehmen will…“), so bleibt eindeutig festzustellen: Der Bessere hat heute gewonnen! Kassenwart Tobias befand denn auch, die Spieler hätten ein Eis verdient – und das gab es dann auch eine halbe Stunde nach Spiel-Ende beim US-Franchise-Unternehmen schräg gegenüber. Borsigwalde heute mit: Onur, Melvin, Kais, Bianca, Daniel, Simon, Momo, Eren, Pascale, Ahmed, Hussein, Jan, Muhudin, Tim, Malcolm. Für die 2.C (Samstag gegen Oranje 4:5): Vincent, Maurice.

Witzig ist auch der Liveticker, der von einem B-Jugendspielerdes SCB erstellt wurde.

Spiel- und lauffreudige Borsigwalder lassen Anadolu-Umutspor keine Chance – 5:0

30. Mai. Heute stellten wir schon in der ersten Spielminute die Weichen auf Sieg. Ein schöner Spielzug über den Flügel, Flanke – Tor. In der Folge ließen wir den Kombinationsfluss eigentlich nie WP_20150530_010[1]WP_20150530_009[1]abbrechen. Nach zahlreichen Umstellungen im Team scheinen wir zu alter Spielfreude zurück gefunden zu haben. Das war schon gegen Croatia und an der Ostsee zu beobachten. Der Gast, KSF Anadolu-Umutspor aus Kreuzberg kam zwar nur mit zehn Mann – aber dafür mit dem ein oder anderen Akteur, der nicht älterer Jahrgang C-Jugend gewesen sein dürfte, sondern bereits überreifer Jahrgang C-Jugend. Mancher betrat sehr spät den Rasen, vielleicht weil es Stau vor dem Rasierspiegel gab. So kennen wir sie, so kennt sie die ganze Staffel. Aber nach den daraus resultierenden Turbulenzen beim Hinspiel machten wir diesmal kein Fass auf, verzichteten auf eine Passkontrolle – die Saison ist ja im Grunde gelaufen. Ich sagte meinen Jungs auch, wir können mit WP_20150530_005[1]WP_20150530_008[1]einem Spieler mehr auch eine halbe B-Jugend besiegen. Und genau so kam es. Anadolu war mit dem 0:5 noch sehr gut bedient. Im Grunde ließen wir Ball und Gegner nach Belieben laufen, unsere Abwehr (hinter der heute krankheitsbedingt ein Feldspieler im Tor stand) geriet kaum in Bedrängnis gegen die Gäste, die zwar sehr körperbetont und oftmals am Rande der Legalität arbeiteten – aber nicht unfair. Könnte auch daran gelegen haben, dass sie vor der Partie ein Beobachter vom Berliner Fußballverband vorstellte. Man kennt halt seine Pappenheimer. Wenn man unserer heute sehr lauf- und spielfreudigen Truppe einen Vorwurf machen will, dann nur diesen: Unsere Überlegenheit drückte sich nicht in der entsprechenden Toranzahl aus. Wir ließen zu viele hundertprozentige Chancen liegen, trafen mehrfach Aluminium – oder scheiterten freistehend am Torhüter. Fazit: Wenn wir so weitermachen, dann bleibt es auch bei einer sehr guten Saison, die wir bisher als jüngerer Jahrgang gespielt haben. Für Borsigwalde heute am Ball: Melvin, Nico, Kais, Bianca, Daniel, Simon, Momo, Eren, Pascale, Ahmed, Hussein, Jan, Marcel, Tim, Malcolm. 2.C (2:10 in Kladow): Vincent, Muhudin.

Eine einzige Drangphase, 70 Minuten lang:

Torfestival gegen Croatia an der Tietzstraße

16. Mai. Pflichtaufgabe erfüllt? So einfach wollen wir es uns heute nicht machen, nach einem Spiel – um nochmal das Wort der Woche zu wählen – das eine einzige Drangphase von uns war. Auch gegen den WP_20150516_001[1]WP_20150516_008[1]WP_20150516_005[1]Tabellenletzten SD Croatia muss man erst einmal 16 Tore erzielen – und das, obwohl viele Kinder auf ungewohnten Positionen gespielt haben. Und heute konnte man es sehen… Ja, wir haben es geübt: Flachpässe, schnelles Umschalten nach Balleroberung (noch Schwerpunktthema am Freitag) – und dazu die ein oder andere Flanke, die verwandelt wurde auch teilweise gegen deutlich größere Gegenspieler. Man soll bestimmt den heutigen Tag nicht überbewerten, aber mancher erzielte heute sein erstes Saisontor; und viele, die zuletzt weniog gespielt hatten, bekamen heute eine große Portion Spielzeit. Und so gingen am Ende nach zuletzt zwei frustrierenden Niederlagen alle zufrieden vom Platz. Ein Wort zum Gegner: Wir sind ja nun nie erpicht darauf, zweistellig zu gewinnen. Aber in diesem Fall war doch die ein oder andere Unsportlichkeit dabei, die es uns am Ende leicht machte, die Sache nicht auf die Spitze zu treiben und auch noch Verteidiger stürmen zu lassen. Lange stand Croatia mit einer gut funktionierenden Abseitsfalle sehr gut – irgendwann hatten wir sie dann müde kombiniert und gewannen auch in der Höhe verdient. Nun freuen sich alle auf die Pfingstreise mit Sonne, Strand und einer Prise Fußball (zwei Turniere). Danach gilt es, die Saison, in der für uns nach oben und unten nichts mehr geht, weiter seriös zu Ende zu bringen. Für Borsigwalde spielten Onur, Hussein, Eren, Tim, Pascale, Malcolm, Bianca,Simon, Momo, Marcel, Kais, Vincent, Muhudin, Nico, Ahmed.

0:1 im Grottenkick – ohne Ideen

und Torchancen bei Brandenburg 03

09. Mai. Den heutigen Spielbericht möchte ich schnell hinter mich bringen. Aus spielerischer Sicht war das 0:1 beim FC Brandenburg 03 der absolute Tiefpunkt der Saison. Der Gegner hat zwei Mal gefährlich auf unser Tor geschossen – und mit 1:0 gewonnen. Wir waren nicht in der Lage WP_20150509_001[1]Torchancen zu kreieren – kamen auf maximal drei Gelegenheiten. So fand ein Grottenkick das verdiente Ende, das ich bereits nach wenigen Spielminuten vorhergesagt habe. Zu auffällig war bereits die Körpersprache von mindestens der Hälfte unserer Mannschaft. Hohe Bälle puffern, mit denen kein Mitspieler was anfangen kann – das ist es, was manche unter Fußball verstehen. Das im Training geübte (dazu gehört auch das schnelle Flachpassspiel) wird nicht angewandt. Und es scheint wieder mal so zu sein, dass mancher mit dem bereits Erreichten zufrieden ist – erst recht, seit der Aufstieg sowieso passé ist. So wirkte es schon letzte Woche gegen den JFC. Der Vater und ein Großvater eines Spielers waren heute der Ansicht, wir haben zu oft gewechselt – und gaben die Schuld an der Niederlage den Trainern. Das nehmen wir gerne auf uns, ist Teil unseres Jobs. Nur eines möchte ich hier auch mal sagen: Dass die Kritik von Leuten kommt, die nicht einmal ein Freundschaftsspiel pfeifen wollen, dies regelmäßig den Trainern überlassen (und dann auch noch meckern) finden wir unpassend. Meckern darf, wer sich einbringt und Einblicke hat. Dazu gehört auch mal ein Trainingsbesuch. Punkt. Fakt ist auch: In Drangphasen, die einzelne gesehen haben wollten, konnten wir gar nicht wechseln – denn es gab sie nicht. Das war pures Mittelfeldgeplänkel, mit Alibi-Zweikämpfen und hohen Bällen. All das, was ich hasse wie die Pest. Mag sein, dass mancher in Borsigwalde sowas als Drangphase sieht und damit zufrieden ist – wir sind es nicht. Getrieben von der Enttäuschung, weil heute fußballerisch gar nichts lief (auch, weil einige nicht darauf hören wollen, was wir sagen) haben wir in der Tat viel probiert. Und wir werden auch in den nächsten Wochen viel probieren. Recht mögen auch einige haben, wenn sie sagen, wir erwarten zu viel von einer jungen Mannschaft. Es stimmt auch, dass einige in den letzten Jahren fußballerisch nicht gut ausgebildet wurden – und nun vielleicht überfordert sind mit dem, was wir wollen. Das mag alles sein – aber heute gingen wieder zu viele vom Platz, die nicht ausgepumpt waren, aus unserer Sicht nicht alles gegeben haben. Das zumindest sollte man erwarten können. So kommt es, dass wir derzeit alles in Frage stellen. Und mit alles meinen wir auch: alles. Ein Zwei-Jahres-Plan hat nur Sinn, wenn alle mitziehen. Heute für Borsigwalde (mancher nur anwesend): Onur, Fabian, Hussein, Jan, Eren, Tim, Pascale, Malcolm, Daniel, Bianca, Maurice, Simon, Momo, Marcel, Kais. In der 2.C (0:4 gegen SSC Südwest) spielten: Vincent, Muhudin, Nico.

Mutlos und hilflos: Tabellen-Zweiter

JFC zeigt uns wieder die Grenzen auf

25. April. Identische Aufstellung wie in der Vorwoche – allerdings eine ganz andere Mannschaft. Von JFC13 JFC14 JFC15 JFC16der ersten Minute an kein Mut. Symptomatisch das erste Tor schon in der Anfangsphase. Der WP_20150425_001[1]Gegner vom JFC Berlin als reiner 2000er-Jahrgang nicht nur körperlich – wie schon im Hinspiel – gewaltig überlegen, sondern auch spieltaktisch und läuferisch. Wir guckten nur zu, mancher wirkte hilflos und überfordert. So kann man das nicht verteidigen, geschweige denn Eigeninitiative entwickeln. Kaum ein Spieler glaubte an eine Überraschung (nicht einmal nach unserem glücklichen 1:1) und erreichte die Form der Vorwoche. Klare taktische Vorgaben wurden zeitweise regelrecht ignoriert. Darauf müssen und werden wir reagieren. Nach dem 1:4 öffneten wir, kamen auch zu deutlich mehr Offensivanteilen – ließen uns aber auskontern. Naivität pur. Und Aufgabe nach dem 2:5. Uns wurde insgesamt heute deutlich aufgezeigt, warum wir nur hinter den beiden Aufstiegsplätzen liegen, die nunmehr fest vergeben sind. Auch, weil der JFC den Aufstieg in die Landesliga wahrnehmen wird. Mag es mancher als arrogant empfunden haben, was der Trainer von Concordia Wilhelmsruh (Glückwunsch zum bereits auch rechnerisch feststehenden Aufstieg!) neulich geschrieben hat, als er den Rest der Liga hinter JFC und seinem Team arg abqualifizierte – heute konnte man sehen, dass die Einschätzung realistisch ist, weil die beiden in der Tat (natürlich auch kraft Ihres Alters und damit verbundener Athletik) in einer eigenen Liga spielen. Borsigwalde mit Onur, Hussein, Jan, Eren, Tim, Pascale, Fabian, Kais, Bianca, Marcel, Malcolm, Daniel, James, Simon, Maurice. Weitere Actionfotos von Ivonne. Wenn man in die Gesichter der Spieler guckt, packt einen das Mitgefühl. Ja, auch sie haben sich über die Niederlage geärgert. Und ihnen sei gesagt: Im nächsten Jahr werden wir meistens die Großen sein… Den Spielbericht des JFC findet Ihr hier

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Tempo, Technik, Kampfgeist, Leidenschaft:

hochverdientes 2:0 gegen Verfolger Tiergarten

18. April. Tja, woran lag es? Die Frage aller Fragen. Vielleicht an der Videoanalyse vom Mittwoch, als so mancher über Großbildleinwand nochmal sehen konnte, was zuletzt bei uns schief lief, WP_20150418_005[1]taktisch, läuferisch. Womöglich lag es auch an personellen Umstellungen. Da wurden Abwehrspieler zu Mittelfeldakteuren und umgekehrt. Im Grund ist egal, woran es lag. Wir haben heute mal wieder WP_20150418_006[1]WP_20150418_004[1]einen starken Auftritt unserer Truppe gesehen. Tolles Pass- und Flügelspiel, eine Giftigkeit und Galligkeit, die dem Gegner von der ersten Minute an klar machte: Das hier ist unser Platz! Das sind unsere drei Punkte! Und so siegten wir verdient, eher im Ergebnis zu niedrig, mit 2:0 gegen unseren direkten Verfolger SpVgg Tiergarten. Zur Pause haderten wir ein wenig, dass wir nur einmal eingenetzt hatten, der Ball noch an den Pfosten prallte – oder knapp vorbei ging. Am Ende aber war das egal. Und hielten WP_20150418_003[1]o den dritten Platz in einem Sechs-Punkte-Spiel. Die Jungs und das Mädel hatten sich hinterher den Applaus der Eltern redlich verdient. Mit so viel Spiel- und Lauffreude, die wir eingefordert hatten, ist auch nächsten Samstag gegen den Tabellen-Zweite JFC Berlin was drin für uns. Wir ließen Tiergarten durch unser frühes Pressing nie zur Entfaltung kommen, die Torchancen unserer Gäste konnte man WP_20150418_001[1]an einer Hand abzählen – im Grunde so, wie es letzte Woche Empor mit uns gemacht hat. Und, wie gesagt: Auch diese Stärke des damaligen Gegners war bei der Videoanalyse deutlich zu erkennen. Ich denke also, wir werden demnächst mal wieder eine Gopro-Kamera aufhängen – und danach gucken, gucken, gucken – und lernen. Leid getan haben mir heute nur ein wenig die Reservisten, die auf wenig Einsatzzeit kamen – eben weil es die ersten Elf gleich so famos und tempreich gemacht haben, und auch im Verlauf der von einem souveränen Referee geleiteten Partie kaum schwächelten. Ansonsten: Endlich mal wieder ein begeisterndes Spiel unserer Truppe, die zuletzt etwas den Eindruck vermittelte, die vielen Verletzungen und Krankheiten hätten sie aus dem Tritt gebracht. Nein, wir können es noch, schnell und flott kombinieren. Kompliment von den Trainern. Danke an Co-Trainer Marcel, der danach eine Runde schmiss. Ja, heute hat es mal wieder richtig Spaß gemacht. Weiter so! Heute spielten für Borsigwalde: Onur, Hussein, Jan, Eren, Tim, Pascale, Fabian, Kais, Bianca, Marcel, Malcolm, Ahmed, James, Simon, Maurice, (Momo).

Ein blutarmes 0:0 in Wannsee –

und eine Super-Nanny mit Pfeife

22. März. Mit einem 0:0 kehrten wir heute aus Wannsee zurück. Am Ende muss man konstatieren, dass weder wir noch die örtliche Fußballvereinigung den Sieg verdient hatten – das Remis also in Ordnung ging in einer sehr zerfahrenen Partie mit nur wenigen Höhepunkten vor beiden Toren. WP_20150322_001[1]WP_20150322_002[1]WP_20150322_005[1]Beide Abwehrreihen standen sehr kompakt, man könnte fast sagen: bombensicher. Dass wir letztlich, als wir einmal durch waren und gefoult wurden, den fälligen Strafstoß leichtfertig verschossen – passte heute ins Bild von einem spielerisch eher dürftigen Auftritt unsererseits. Nach vorne klappte nur sehr wenig – beim Gegner sah das zum Glück ähnlich aus, sonst hätten wir heute gar nichts mitgenommen. Wenn man denn das Glas halb voll sehen will, dann unter diesem Aspekt: Andere, wie unsere Verfolger aus Tiergarten, haben kürzlich in Wannsee verloren. Und: Wir haben Wannsee erst einmal auf Distanz gehalten. Dennoch muss ich sagen, dass wir heute von einigen Spielern sehr enttäuscht waren. Nicht von jenen, die Woche für Woche ackern und heute mal einen schlechten Tag hatten – aber von anderen, die immer nur im Training zeigen, welch gute Spieler sie doch eigentlich sind bzw. sein könnten, wenn sie denn begreifen würden, dass Fußball ein Sport ist, in dem der eine für den anderen auch mal laufen muss. Aber gut, jeder hatte seine Chancen – irgendwann muss auch mal Kritik erlaubt sein. Und außerdem haben wir heute auch einige positive Aspekte gesehen: Gekämpft wurde von fast allen, um nicht mit leeren Händen heimzufahren. Auf eine Szene möchte ich noch eingehen: Drei Minuten vor Spielende kommt es zu einem Zweikampf an der Seitenlinie und einem Disput zwischen einem Spieler von Wannsee und uns. Das war der Moment, als der junge Schiedsrichter auch mal wichtig sein wollte – und unserem Akteur die Rote Karte zeigte, der als tadelloser Sportmann gilt und zuvor auch nicht auffällig geworden war. Wo ist hier noch die Verhältnismäßigkeit? Wobei im Zweifelsfall vor dem Sportgericht erst einmal zu klären sein wird, ob das, was der Schiedsrichter gehört hat, überhaupt den Tatbestand der Beleidigung des Gegners erfüllt. Ich denke, dafür müsste man bei der Super-Nanny nicht einmal auf die stille Treppe. Unschönes Ende einer unschönen Partie, die zwar harte Momente hatte – aber fair war. Und garantiert keinen Feldverweise nötig hatte, um aufgepeppt zu werden. Oder anders formuliert: Der Schiedsrichter passte sich am Ende unser aller Spiel-Niveau an. Borsigwalde heute: Onur, Hussein, Simon, Jan, Mohammad, Eren, Tim, Pascale, Fabian, James, Kais, Maurice, Bianca, Marcel, Daniel. 2.C: Muhudin, Melvin, Jan.

5:3 gegen SG Stern Kaulsdorf:

Wieder ein Sieg des Willens

14. März. Das heutige Spiel war fast eine Dublette der Partie aus der vergangenen Woche. Wieder mussten wir hart für den Sieg arbeiten, wieder stand die Partie mehrfach auf der Kippe. Auch, weil WP_20150314_005[1]WP_20150314_004[1]WP_20150314_003[1]WP_20150314_002[1]der Gegner SG Stern Kaulsdorf ein robuster und ehrgeiziger Widersacher war, der aus wenigen Torchancen drei Treffer machte – und stets gefährlich blieb. Wir führten zweimal schon mit zwei Toren, beim 3:1 und 4:2 – aber erst wenige Minuten vor Spielende konnten wir mit dem 5:3 den Sack zumachen. Zuvor hatten wir große Mühe, die kompakte Defensive der Gäste zu knacken. Dies gelang nur, wenn wir schnell und direkt spielten, ansonsten beeindruckten die Kaulsdorfer bereits mit einer teilweise nahezu perfekt organisierten Abseitsfalle. Der Defensivverbund der Gäste aus dem Südosten stand gut, wurde von uns allerdings letztlich über die Außen geknackt. Ein Kompliment an unsere Mannschaft, in der immer noch sehr viele Rekonvaleszenten stehen, die noch lange nicht bei hundert Prozent sind. Ein Spieler kam sogar erst morgens um 8 Uhr von der Klassenreise, und stand um elf Uhr auf dem Platz. Das nenne ich Einsatz! Auch mancher andere kämpfte sich in die Partie rein, so dass man konstatieren darf: Es war auch heute wieder ein Sieg des Willens gegen einen körperlich extrem überlegenen Gegner. Oder, wie ein Außenstehender zu mir sagte: „Deine Zwerge sind giftig.“ Kaulsdorf, wie im Hinspiel, ein starker Kontrahent, aus meiner Sicht deutlich besser als der Tabellenplatz – und wir besiegten ihn in einer umkämpften, aber fairen Partie nur dank sehr viel Herz und Leidenschaft. Solche Tugenden werden wir auch in den nächsten Spielen benötigen. Für Borsigwalde spielten: Onur, Hussein, Simon, Jan, Momo, Eren, Tim, Pascale, Fabian, Malcolm, Kais, Maurice, Bianca, Marcel, Daniel. 2.C: Muhudin, Vincent, Ahmed.

Nicht den besten Tag erwischt:

Arbeitssieg gegen Viktoria Mitte

8. März. Wenn man selbst nicht den besten Tag erwischt hat, der Gegner zäh wie Leder ist – und man am Ende das Spiel dennoch nicht unverdient gewinnt, dann nennt man das: Arbeitssieg. Diese WP_20150308_001[1]WP_20150308_006[1]WP_20150308_004[1]Siege sind nicht schön, aber auch wertvoll. Und genau so war es heute. Durch den 4:2-Erfolg beim SV Rot-Weiß Viktoria Mitte schoben wir uns wieder auf den dritten Tabellenplatz vor. Und ja, es war ein hartes Stück Arbeit. Immer noch personell geschwächt, und mancher heute nicht wirklich bei der Sache – so konnten wir am Schluss froh sein, bei frühlingshaften Temperaturen an der Stralsunder Straße den Dreier eingefahren zu haben. Zumal Viktoria Mitte Qualität hinzu gewonnen hat. Ein Spieler, der Sohn des Trainers, ist direkt aus der Mitteldeutschen Talentliga und Hertha BSC in die Bezirksliga zu Viktoria gewechselt, wo er nun für die Rückserie quasi geparkt wird. Ich sage nur: Geburtsdatum 1.1.2000. So ein auch körperlich starker Klassespieler kann die Mentalität einer Truppe schon verändern, wir mussten den Spieler jedenfalls in vielen Situationen doppeln – und verloren dabei auch Energie, die wichtig für einen kreativen Spielaufbau gewesen wäre. Den sah man heute bei uns nur selten. Hinzu kam eine ganz schlechte Chancenverwertung, sonst hätten wir wenigstens den Sack frühzeitig schon zumachen können, auch ohne Glanz. Doch nicht einmal eine 2:0-Führung nach etwa 20 Minuten gab uns heute Sicherheit; und dem 3:1 folgte wieder der Anschlusstreffer der Gastgeber, die im Offensivbereich richtig giftig waren. Erst fünf Minuten vor dem Ende kam die Erlösung in Form des 4:2. Fast jedes Tor war heute irgendwie: reingewürgt. Aber egal, erstens sah man da den Willen einiger, die Bude unbedingt machen zu wollen – und zudem, wie gesagt: Auch über Arbeitssiege darf man sich freuen. Für Borsigwalde spielten Onur, Hussein, Simon, Jan, Momo, Eren, Tim, Vincent, Fabian, Malcolm, Ahmed, Kais, Melvin, Maurice, Bianca.

Geschwächt, aber gekämpft: Beim Ersten

Wilhelmsruh deutlich unter Wert geschlagen

28. Februar. Wer mich kennt, der weiß: Ich bin keiner, der Niederlagen schön schreibt. Aber heute muss ich feststellen: Das Ergebnis spiegelt nicht das Spiel wider. Hätten wir mit einem Treffer WP_20150228_001[1]Unterschied verloren – okay. Aber das 1:5 spottet unserer Leistung, dem Kampfeswillen unserer Truppe wirklich Hohn. 1:5 haben wir auch im Hinspiel gegen Tabellenführer Concordia Wilhelmsruh verloren – damals waren wir gut bedient, weil ein Klassenunterschied sichtbar war. Den habe ich heute nicht gesehen. Damals hatten wir auch so gut wie keine Torchancen – heute ließen wir leider WP_20150228_002[1]Riesen-Gelegenheiten gleich mehrfach liegen. Hinzu kommt, dass wir Pech mit dem Schiedsrichter hatten, der große Probleme bei der Einschätzung von Zweikämpfen und Abseitsstellungen (wobei er da beide Teams benachteiligte) hatte. Aber gut: Im Grunde sind wir selbst schuld. Da der Referee, ohne ins Detail zu gehen, schon vor der Partie einen etwas seltsamen Eindruck machte, bot Wilhelmsruh an, auf ihn zu verzichten. Ich suchte letztlich das Gespräch mit dem Unparteiischen, WP_20150228_003[1]der mir dann ein bisschen leid tat. So gesehen darf ich mich jetzt nicht beschweren, dass das 2:0 durch einen völlig absurden (unberechtigter geht nicht) Freistoß fiel. Dass wir –trotz körperlicher Unterlegenheit – fast nur Freistöße gegen uns bekamen. Und dass uns vor der Pause ein klarer Strafstoß verweigert wurde – alles Punkte, die ich nun zwar anführe, aber nicht beklagen darf. Statt mit 0:2 wären wir wohl mit einem 1:1 in die Kabine gegangen – und da hätte ich an diesem Tag Concordia mal sehen wollen. Die Reaktion der Wilhelmsruher Trainer nach dem Spiel zeigte: Da war keiner zufrieden mit dem Spiel, da ist die Erwartungshaltung gegen einen jüngeren Jahrgang wie uns deutlich höher. Und in der Tat: Vom Kombinationsspiel des Hinspiels war heute bei den Gastgebern nur selten etwas zu sehen. Schade, dass wir selbst kein Kapital draus schlagen konnten, dass Wilhelmsruh nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Das lag womöglich auch an unserer personellen Besetzung. In der Nacht vor dem Spiel hatte der Grippevirus unseren ohnehin diesmal aufgrund von Verletzungen und Auswahl-Verpflichtung schon auf Kante genähten Kader heimgesucht. Zwei Spieler konnten nur punktuell eingesetzt werden, ein dritter klagte beim Aufwärmen über Schwindel, war kreidebleich – wir verzichteten auf seinen Einsatz. Wir mussten also umbauen. Die dann auf dem Feld waren, machten es gut, erstaunlich gut dafür, dass mancher auf ungewohnter Position spielte. Einer unserer Spieler spielte das erste Punktspiel seiner Karriere ganz durch. Hut ab! Wie gesagt: Wir waren alle wesentlich besser als es das Ergebnis besagt, ließen nur sehr wenig von Concordia aus dem Spiel heraus zu. Und das sollten wir als sportliches Fazit aus der Partie mit nehmen. Ein Wort möchte ich noch zu den Rahmenbedingungen loswerden. Nicht jedoch, ohne vorher zu erwähnen, dass das faire und sympathische Wilhelmsruher C1-Trainerteam, das ich seit Jahren schätze, dafür nichts, aber auch gar nichts kann: Der Ansetzer des Vereins hatte unser Spiel auf 13 Uhr terminiert und eine Ü40-Partie auf 14 Uhr. Wie soll das gehen? So kann nicht einmal Paulchen Panther an der Uhr drehen. Bereits zur Pause mussten ich und meine Spieler sich von Alte Herren anmachen lassen, die zweite Halbzeit dürften wir nun nur noch 20 Minuten spielen. Da dachte ich noch: Hallo? War das letzte Bier schlecht? Bereits ab der 40. Spielminute lungerten dann die Alten Herren direkt an der Außenlinie herum, die letzten zehn Minuten wurde unser Torwart von Ü40-Spieler der Wilhemsruher direkt hinterm Tor angemacht, er solle vom Platz gehen – kein Zufall aus meiner Sicht, dass unser zuvor starker Keeper bei den letzten Toren nicht gut aussah. Außerdem wurde der Schiedsrichter ständig angebrüllt, er möge endlich abpfeifen. Was er dann auch prompt drei Minuten zu früh tat. Unfassbar, wie sich danach erwachsene Menschen aufführten, inklusive des Schiedsrichters dieser nachfolgenden Partie: Man besetzte sofort den Mittelkreis, ein Sportgruß war nicht mehr möglich. Als ich darauf hinwies, dass das nun nicht gerade fair wäre, wurde ich erneut angepöbelt. Ein ganz, ganz schwaches Bild der Ü40 des FC Concordia. Richtig, richtig asozial! Da haben wohl einige Herren im Laufe der Jahre sämtliche Fairness-Regeln vergessen – oder einfach nur, dass sie auch mal Kinder waren. Aus meiner Sicht ein unwürdiges Schauspiel, ausgelöst durch eine schwachsinnige Ansetzung. Bevor ich es vergesse: Ich möchte heute wirklich nochmal allen Jungs danken, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben, obwohl sie nicht fit waren. Da saß mancher am Ende hustend und mit gläsernem Blick in der Kabine. Ein anderer hat nicht nur geziegt, dass man mit Gipsarm trainieren kann, sondern auch nach Abnehmen der Schiene gleich wieder engagiert spielen. Ja, das sind die Momente, in denen Helden reifen – da bedarf es keines Sieges, um sich den Respekt des Trainerteams zu verdienen. Erholt Euch gut, denn ab jetzt greifen wir in unserer Stafell nochmal richtig an, behalten Platz drei im Visier! Für Borsigwalde am Start: Onur, Hussein, Simon, Jan, Daniel, Momo, Eren, Tim, Vincent, Fabian, Malcolm, Ahmed, Kais, Melvin, Pascale (leider nicht einsatzfähig).