Archiv 1, Juni 14 – Dez. 14

Bei Stralau: Drei Siege aus vier Spielen – aber nur Fünfter

20. Dezember. Drei von vier Spielen gewonnen, auch drei Mal richtig gut gespielt – und trotzdem nur Fünfter? Das geht nicht? Oh doch, das ist Borsigwalde Style. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich heute zu hoch greife: Ein Aussetzer kostete uns heute einen möglichen großen Wurf beim ersten WP_20141220_006[1]Hallenturnier der Saison. Gastgeber war Berolina Stralau in einer sehr schönen großen, modernen Halle – leider ohne Tribüne. Aber für die Spieler war es ein Erlebnis, in der hellen Halle zu kicken. Der Reihe nach: Wir legten los wie die Feuerwehr, führten bereits nach vier Minuten 3:0 gegen den SV Schmöckwitz-Eichwalde. Ein höheres Ergebnis wäre möglich gewesen, aber der Trainer WP_20141220_002[1]wechselte viel durch – alle sollten heute zum Spielen kommen. Für den Spielfluss war das vielleicht nicht so gut. Im zweiten Spiel dann unser Aussetzer, ich sage nochmal: typisch Borsigwalde. Eh verloren, da kann man sich auch gleich richtig verhauen lassen. Mancher fühlte sich an Spiele wie gegen Union erinnert… Das 0:1 hergeschenkt, und dann offen wie ein Scheunentor die anderen Treffer gegen den SV Empor über sich ergehen lassen. Das 0:5 tat da noch keinem außer den Trainern weh – aber es sollte später noch jedem einzelnen richtig weh tun. Denn im letzten Gruppenspiel besiegten wir ganz klar die eine Vertretung von Berolina Stralau. Die Gastgeber kamen gar nicht vor unser Tor, standen unter Dauerfeuer – aber wir machten nur zwei Treffer. Fünf, sechs wären locker möglich gewesen. Und mindestens zwei weitere wären nötig gewesen, um die Scharte aus dem zweiten Spiel auszuwetzen. So hatten am Ende drei Teams sechs Punkte – und die Tordifferenz zog uns die Beine weg. Nur Spiel um Platz fünf – da wieder ein starkes Spiel von uns und ein 2:0 gegen die andere Truppe von Berolina Mitte. Empor und Bero dann im Finale, die zwei aus unserer Staffel. Und es siegten in einem fairen und gut organisierten Turnier jene, die wir 2:0 besiegt und klar beherrscht hatten. Da muss ich nicht mehr sagen, oder? Selbst schuld. Aber Schwamm drüber, der Trainer ist ab sofort im Ruhemodus. Nur noch Meditieren und Sinnieren bis 2. Januar. Nächstes Training am 6. Januar. Zuvor ein Turnier am 3. Januar (Kader folgt) und die Weihnachtsfeier am Montag. Wer die so verpennt wie heute unser zweites Spiel, ist ebenfalls selber schuld. Team Borsigwalde heute: Onur, Eren, Hussein, Fabian, Simon, Bianca, Daniel, Pascale, Vincent, Momo.

2:7, aber ganz gefällig gegen Frohnauer SC

18. Dezember. Den letzten Trainingstag in diesem Jahr nutzten wir für ein Testspiel gegen den Frohnauer SC, eines der Top-Teams aus der Landesklasse. Rein von der Papierform her körperliche Chancengleichheit – weil auch 2001er Jahrgang. Doch rasch war zu sehen, was den Trainer natürlich WP_20141218_003[1]WP_20141218_004[1]nicht überraschte: Individuell ist Frohnau (obendrein mit vielen großen Spielern) auf vielen Positionen besser besetzt. Hinzu kommt, dass die Mannschaft eingespielt ist. Und sich zudem effektiv zeigte. Die ersten beiden Torschüsse waren denn auch gleich mal drin. Wir versteckten uns nicht, spielten auch ordentlich nach vorne – an der Strafraumgrenze war es aber dann meist mit unserer Herrlichkeit vorbei, zumindest in Halbzeit eins. Zur Pause ein um ein, zwei Tore zu hohes 0:4. Mancher Ball zu leicht her geschenkt, und manche gute Idee unsererseits eben um eine Justierung zu ungenau. Die zweite Halbzeit geradezu symptomatisch: Wir kommen mit drei Riesen-Chancen aus der Kabine – und der Gegner macht mit dem ersten gefährlichen Angriff das fünfte Tor. Allerdings war das Spiel nun deutlich ausgeglichener, wir gaben uns giftiger, erzielten verdientermaßen auch zwei Treffer. Endstand 2:7 in einem fairen Duell bei widrigen äußeren Bedingungen (Dauer-Nieselregen). Grundsätzlich finde ich, dass wir uns ganz ordentlich verkauft haben. Gegen so einen Gegner muss man sich erst mal zehn, zwölf gute Tormöglichkeiten erarbeiten. Dass davon zu wenige genutzt wurden, steht auf einem anderen Blatt. Ich betone nochmal: Nur solche Spiele bringen uns weiter, deshalb werden wir auch weiter versuchen gegen Teams zu testen, die gegen uns klarer Favorit sind. Übrigens haben wir ja nun mittlerweile gegen vier Landesklasse-Teams getestet und festgestellt: Auch in dieser Liga gibt es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Frohnau und SCC waren deutlich spielstärker als Dynamo und Füchse, die ich kaum besser als uns gesehen habe. Am Samstag nun noch ein Hallenturnier für uns, dann Weihnachtsfeier. 3. Januar wieder ein Hallentermin. Offizieller Trainingsbeginn ist am 6. Januar.Für Borsigwalde spielten: Onur, Nico, Eren, Hussein, Fabian, Simon, Bianca, Jan, Daniel, Maurice, Momo, Melvin, Pascale, Ahmed, Vincent, Marcel.

Mit neuem System auf Augenhöhe gegen die Füchse

30. November. Normalerweise testen wir ja nicht während des laufenden Punktspielbetriebs. Heute WP_20141130_001[1]machten wir mal eine Ausnahme. Am Tag nach dem durchaus kräftetaubenden Derbysieg gegen WP_20141130_005[1]den VfB Hermsdorf. Zum einen war mit den spielfreien Füchsen aus der Landesklasse ein spielstarker Gegner auf dem Markt. Zum anderen wollten wir ein neues System ausprobieren. Ich muss sagen, ich war überrascht, wie schnell die Spieler dies umgesetzt und verinnerlicht haben – nach gerade einmal 20 Minuten an der Taktiktafel und sehr viel Erklärungen meinerseits. Das so schnell aufzusaugen ist beileibe nicht selbstverständlich. Wobei ich die grüne Tafel bereits vor dem Umziehen aufgebaut habe, damit mancher schon einen Blick auf die vielen Striche und Punkte WP_20141130_006[1]WP_20141130_004[1]WP_20141130_003[1]werfen konnte. Wir lieferten in der Folge eine exzellente erste Hälfte ab, in der wir zwar auch drei, vier hochkarätigen Chancen der Füchse zulassen mussten, aber selbst auch zu zwei erstklassigen Einschussmöglichkeiten kamen. Ein leistungsgerechtes 0:0 zur Pause. Wie gesagt: Taktisch eine Klasse-Leistung von unseren Spielern. Nach Umstellungen in Hälfte zwei hatten wir dann mal eine längere Schwächeperiode, in der wir drei Tore kassierten – und waren um eine Erkenntnis reicher: Nicht jeder tut sich leicht mit so einer Systemumstellung. Schön jedoch war, dass wir nicht den Kopf in den Sand steckten, bis auf 2:3 heran kamen und auch zum 3:4 noch einmal verkürzen konnten. Das war denn auch sechs Minuten vor dem Ende gleichbedeutend mit dem Endstand in einer ebenso fairen wie interessanten Partie, die aus meiner Sicht weitgehend auf Augenhöhe stattfand. Erwähnen möchte ich noch, dass wir heute nur mit einem 2000er antraten – und somit „jünger“ als unsere Gäste von den Füchsen waren, die im harten Kampf der Landesklasse mittlerweile auch zur Stabilisierung auf den ein oder anderen Reservisten aus der eigenen C1 zurückgreifen. So auch heute, was ich aber nicht schlecht fand – schließlich müssen wir in den letzten beiden (und sehr schweren) Partien vor der Winterpause auch gegen Ältere antreten. Anmerken möchte ich auch noch, dass wir heute gegen die Füchse auf unseren alten Kumpel und Mannschaftskameraden aus erfolgreichen NNW-Tagen Onur I trafen – der ein gutes Spiel gegen uns machte. Alles Gute für den weiteren Saisonverlauf! Für Borsigwalde spielten: Onur, Nico, Eren, Hussein, Malcolm, Fabian, Simon, Bianca, James, Jan, Daniel, Maurice, Momo, Melvin, Pascale.

Aus Fehlern gelernt: Stark gegen 1.FC Wilmersdorf

26. Oktober. Nimmt man die drei Testspiele gegen TeBe, SCC und den 1.FC Wilmersdorf binnen fünf Tagen als Serie, so lieferten wir heute unsere beste Partie ab. Nun könnte man zu Recht sagen, dass wir heute auch nicht gegen einen so starken Gegner gespielt haben – aber nur in WP_20141026_004[1]WP_20141026_001[1]Relation zu den beiden anderen. Immerhin handelt es sich beim FC Wilmersdorf um einen Landesligisten, der bisher sehr gut in die Saison gestartet ist, Rang fünf belegt – und gerade Tabellenführer Tasmania 2:0 besiegt hat. So gesehen würde ich unseren heutigen vollauf verdienten 2:1-Erfolg als durchaus bemerkenswert einstufen. Und ich muss sagen, dass sich einige Spieler die kritischen Worte zuletzt zu Herzen genommen haben – und wir nahezu geschlossen eine sehr gute Partie ablieferten, mit sehr viel Disziplin und Leidenschaft. Bei einem Gegner, der sehr körperbetont spielte. Unter dem Strich steht die Erkenntnis: Wer hart arbeitet, wird oft auch belohnt. Natürlich kann man gegen so einen Gegner nicht 70 Minuten WP_20141026_005[1]dominieren, aber mir gefiel es sehr gut, wie wir von der ersten Minute an die taktischen Vorgaben umsetzten, unter anderem sehr frühes Pressing war verlangt worden. So kamen wir bereits nach zwei Minuten zu einer Chance, bei der unser Stürmer wohl immer noch nicht weiß, wie er den nicht WP_20141026_006[1]reinmachen konnte. Nur so viel: Das Tor war leer, der Torwart auch schon geschlagen… Prompt gerieten wir kurz darauf durch eine sehr schöne Kombination der Wilmersdorfer in Rückstand. Schlugen aber schnell zurück und verdienten uns schon das 2:1 zur Pause redlich. Das war dann letztlich auch bereits das Endergebnis, wobei die zweite Halbzeit keineswegs ereignislos verlief. Wir trafen heute noch zwei Mal Aluminium – und hatten noch einige sehr gute Möglichkeiten. Nur in den letzten drei, vier Minuten kamen wir noch einmal etwas ins Schwimmen – aber alles in allem sahen die Zuschauer ein wirklich spannendes, temporeiches Spiel unserer Mannschaft, mit vielen guten Kombinationen. Fair war es obendrein, so dass der Dank nochmal an den FC Wilmersdorf geht für den Besuch an der Tietzstraße. Für Borsigwalde spielten: Marcel, Nico, Eren, Hussein, Malcolm, Fabian, Simon, Bianca, Onur, James, Jan, Abobakar, Ahmed, Vincent, Henrik.

Wer die Anfangsphase verpennt, der hinterher rennt…

25. Oktober. Bestimmt habe ich schon besser gedichtet, aber heute fällt mir nix Besseres ein. Durch zwei haarsträubende individuelle Fehler lagen wir im Testspiel gegen die U14 des SC WP_20141025_005[1]Charlottenburg aus der Landesklasse schon nach vier Minuten 0:2 hinten. Und das, nachdem wir die erste Chance des Spiels kläglich hatten liegen lassen. Die Mannschaft erholte sich von dem Schock lange nicht, die Experimente, die wir heute gewagt hatten, gingen meist schief. Nach 20 Minuten stellten wir wieder um, da stand es aber schon 0:4. Fortan konnten wir die Partie offener gestalten, ließen nur noch wenige Chancen zu, verteidigten kompakter. Ein weitere Schnitzer brachte noch das fünfte Tor in Minute 24. Zur Pause also ein auch in dieser Höhe verdientes 0:5 – WP_20141025_006[1]zu dilettantisch stellte sich der ein oder andere in den ersten 20 Minuten an, manchen Spieler, den ich schon seit Jahren kenne, habe ich noch nie so schlecht wie heute gesehen. Kaum einer, der nach dem frühen Rückstand den Kopf oben behielt – an der Einstellung müssen wir weiter arbeiten, zumal man in Halbzeit zwei gesehen hat, dass wir auch unsere Qualitäten haben. Fazit: Das WP_20141025_002[1]WP_20141025_004[1]Mannschaftsgefüge ist noch zu fragil für Versuche jeglicher Art, auf manchen Positionen können Ausfälle, wie wir sie aktuell haben, nicht kompensiert werden. Wir Trainer sehen aber nur in solchen Partien gegen starke Konkurrenten sehr viel, an dem wir arbeiten werden. Und auch für Trainer bedeutete Wissen nicht immer Macht, wie es so schön heißt. Zwei Spieler kamen zu mir und sagten, der Gegner (den ich kürzlich gegen Hertha Zehlendorf gesehen habe) hätte genau so gespielt wie von mir angekündigt – ja, aber verhindern konnten wir die Taktik dennoch nicht. Mag sein, dass es auch teilweise an individueller Klasse fehlt – aber an einigen Stellen kann man schon den Hobel ansetzen, denken wir. Falls es einige tröstet: Das, natürlich kraft der Stellung des Vereins im Berliner Fußball bis zur C-Jugend, „Auswahl-Team“ (im Sinne von großem Zulauf sehr guter Spieler aus unterschiedlichsten Vereinen; einer wandert demnächst gleich weiter zum VfL Wolfsburg – warum haben wir heute gesehen….) des SCC hat in dieser Saison in Testspielen schon ganz andere Teams ganz anders zerlegt. Nicht umsonst liefen vor dem Spiel auch schon Wetten von SCC-Seite, dass man Borsigwalde zweistellig abschießen würde. Nach 20 Minuten hätte ich nicht mehr dagegen gewettet… So gesehen darf Halbzeit zwei als Mutmacher gelten. Am Ende ein 1:7. Danke an den SCC für eine überaus faire Partie, danke an Luca, den überaus souveränen Schiedsrichter. Marcel, Nico, Eren, Maurice, Hussein, Malcolm, Fabian, Mohammad, Simon, Vincent, Bianca, Onur, James, Jan, Ahmed.

Lehrstunde gegen Verbandsligist Tennis Borussia

21. Oktober. Heute war der Tag der großen Namen bei uns: Erst bespielten wir Tennis Borussia in einem Testspiel, dann wurde uns im BFV-Pokal der 1.FC Union zugelost – damit es richtig nett wird, WP_20141021_006[1]WP_20141021_001[1]WP_20141021_004[1]auch noch auswärts. Unter der Woche bis nach Köpenick, das wird hart… Aber damit sind wir auch gleich beim Thema: Der Kulturschock dürfte bei diesem Pokal-Spiel geringer ausfallen, nachdem wir heute unsere Erfahrungen gegen eine Verbandsliga-Spitzenmannschaft gemacht haben (die unlängst Hertha BSC acht Tore im Punktspiel eingeschenkt hat). Warum spielen wir gegen so eine starke C1-Truppe, auch noch als überwiegend jüngerer Jahrgang? Das wurde ich in letzter Zeit häufiger gefragt, leider auch von Spielern unseres Teams. Das sind jene, denen ich solche Erlebnisse künftig ersparen werde – denn man konnte ihnen die Selbstzweifel auch auf dem Feld ansehen. Andere lieferten heute dem übermächtigen Gegner einen respektablen Kampf und nahmen das Spiel als das, was es sein soll: Eine Herausforderung, zum Lernen. Man hat nicht häufig die Chance, gegen solche Topteams zu spielen und hautnah zu erleben, wie schnell auf diesem Niveau kombiniert wird. So gesehen muss ich sagen: Die erste Halbzeit war von unserer Seite sehr ordentlich. Wir liefen sehr viel, störten früh, hielten eine Viertelstunde die Null, kamen auch zum 1:2-Anschlusstreffer. Mit einem 1:4 gingen wir in die Kabine; das einzig Ärgerliche war, dass wir drei Tore dem Gegner quasi servierten. Arg unnötige Gegentore waren das. Beispiel: Einen Ball klärten wir völlig unbedrängt aus drei Metern direkt zum Gegner. Oder: nach einer Ecke liegt der Ball in unserem Strafraum herum, das erste Herbstlaub sammelt sich schon auf dem Ball – aber keiner schlägt ihn weg, oder holt wenigstens den Laub-Rechen. Ansonsten machten wir es gut. Genauer: Der Großteil machte es sehr gut. Einzelne liefen nur nebenher und hatten schlichtweg zu viel Respekt oder einfach nur Angst, Fehler zu machen. Das ist schade, weil es geht in solchen Partien nicht in erster Linie um Können (keiner war so vermessen, an einen Sieg zu glauben) – sondern um Willen. Darum, das Spiel anzunehmen und sich nicht vor schwierigen Aufgaben zu drücken. In der zweiten Halbzeit, so ehrlich muss man sein, hätte deshalb TeBe auch den einen oder anderen Treffer mehr noch erzielen können, weil mancher nur noch hoffte, es möge schnell vorbei sein. So blieb es wenigstens einstellig. 1:9. Fazit: Der ein oder andere hat heute nochmal bewiesen, aus welch hartem Holz er geschnitzt ist, suchte immer wieder die Zweikämpfe; anderen bin ich nicht böse, wenn sie sich die S-Bahn-Karte bis Köpenick vielleicht lieber sparen – oder die raren Sitzplätze im Auto jenen überlassen, die schon verstanden haben, wie der Schleifer tickt (Undl ängst auch Co-Trainer Marcel): Wir wollen Euch kämpfen sehen. Sehen, dass jedes Spiel als Herausforderung begriffen wird. Jedes! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Danke an TeBe für ein faires Spiel, das für die meisten von uns bestimmt einen großen Lerneffekt hatte. Einen wesentlich größeren Lerneffekt als ein 8:1 gegen die tapferste SG Baumschulenweg, die man sich vorstellen kann. Mancher hat es leider nicht so gesehen. Für Borsigwalde spielten: Marcel, Nico, Eren, Maurice, Hussein, Malcolm, Fabian, Mohammad, Simon, Henrik, Melvin, Bianca, Onur, James, Jan, Ahmed.

Wenig „Test“ und „Freundschaft“ beim 1:2 gegen NOBSC

31. August. Heute war der Tag wichtiger Erfahrungen. Erstens: Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft im Fußball. Selbst wenn sie gefühlte 70 Prozent Ballbesitz hat. Zweitens: Man muss auch nicht gegen jeden ein Testspiel machen. Nachdem wir nun nach der Sommerpause acht WP_20140831_003[1]Freundschaftspiele ohne Problem in jederzeit freundschaftlicher Atmosphäre absolviert haben, trafen wir in der neunten Partie auf den Nordberliner SC, der erst dieser Tage mal mit der Saison-Vorbereitung begonnen hat – und offensichtlich der Ansicht war, sein erstes Testspiel sei dementsprechend extrem-super-wichtig. Ins Detail möchte ich hier nicht gehen, aber das Ergebnis in so einem bedeutungslosen Vergleich war dem Trainerkollegen heute verdammt wichtig. Ich weiß gar nicht, wie oft er den Schiri gedrängelt hat, endlich abzupfeifen, damit seine Truppe irgendwie das Ding über die Zeit kriegt. Auf den Sportsgruß verzichteten wir aus gegebenem Anlass (und zum ersten Mal, seit ich Trainer bin). Ich wollte Schlimmeres verhindern nach einem Spiel, in dem mir heute viel zu wenig „Test“ und „Freundschaft“ drin waren. Der Trainerkollege ließ derweil demonstrativ allein den Sportsgruß am Mittelkreis aufsagen – obwohl auch der Schiedsrichter, ebenfalls längst bedient von der Atmosphäre, längst auf dem Weg in die Kabine war. Ton- und Bilddokumente dieser skurrilen Situation existieren leider nicht. Kurzum: Ein unschönes Spiel, das wir nicht mehr gebraucht hätten nach bisher so fairen Duellen. Schade auch, dass wir uns zeitweise haben provozieren lassen. Dabei nehme ich mich selbst gar nicht aus. Aber es ist schon krass, wenn ich einen Trainerkollegen nach einem bösen Foul bitte, er möge seine Spieler mal um mehr Besonnenheit bitten – und er a) sagt, dazu sehe er keinen Grund und b) mir rät, wenn es mir nicht passt, solle ich das Spiel doch abbrechen. Sowas nenne ich arrogant. Sportlich möchte ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Einige wirkten müde nach dem Kampf gestern gegen einen starken Landesligisten. Und wir trafen heute auf einen Gegner, der nicht so richtig mitspielen wollte – oder es nicht konnte. Vielleicht, weil sie ja gerade erst angefangen haben mit ihrer Vorbereitung. Nach noch guten zehn Nordberliner Minuten prallten wir fortan auf eine Neuner-Abwehrkette, die meist die Bälle hoch auf die zwei verbliebenen Offensivkräfte drosch. Damit kamen einige bei uns nicht klar, gegen so einen tief stehenden Gegner haben wir noch nicht gespielt. Es ist bezeichnend, dass der Nordberliner SC seine beiden Tore in Halbzeit eins aus einem völlig absurden Elfmeter und einem krassen, individuellen Fehler nach Rückpass unsererseits machte. Echte Chancen hatte der Gegner vielleicht zwei, wohlwollend drei. Zumindest das Verteidigen haben sie aber heute gut üben können gegen Borsigwalder, die immer in der Vorwärtsbewegung waren – aber oft nicht den nötigen kühlen Kopf besaßen, oder den Ball ins Tor tragen wollten. Wir müssen mit unserer jungen Mannschaft lernen, gegen solche Gegner besonnener anzugreifen. Öfter abzuschließen, wie beim Pfostenschuss kurz vor Spielende. Da wir heute, wie in einigen Vorbereitungsspielen, fußballerisch ordentlich waren und Ergebnisse in der Vorbereitung nicht so hoch hängen wie andere, ziehen wir einen positiven Strich drunter – und gehen nun in die Detailarbeit. Hoffentlich mit den beiden Spielern, die heute verletzt wurden. Einer davon schwer. Auch das hätte es wahrlich nicht gebraucht. Wir brachten heute noch einmal alle Spieler zum Einsatz, die verfügbar waren: Andreas, Pascale, Marcel, Nico, Eren, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Daniel, Mohammad, Vincent, Simon, Henrik, Melvin, Mohammad, Armando.

Herz schlägt Größe: Blaue Terrier siegen in Marienfelde

30. August. Als wir nach dem Spiel in Marienfelde zurück in die Tietzstraße abbogen, kam uns ein Spieler entgegen, der schon früher wieder am Platz war. Der Bursche lief nicht, nein der schlich WP_20140830_008[1]nach Hause. Als habe der Muskelkater bereits von ihm Besitz ergriffen. Das war einer von den Jungs, die heute mal wieder alles gegeben haben. Sonst könnt man nicht einen Landesligisten wie WP_20140830_006[1]den FC Stern Marienfelde, dessen Ziel es ist, um den Verbandsliga-Aufstieg mitzuspielen (und der in dieser Vorbereitung schon zahlreiche gute Ergebnisse erzielt hat), mit 3:2 niederringen. Eine Mannschaft, die im Schnitt gut und gern 30 Zentimeter größer war als wir (hier lohnt ein Blick auf die Fotos – beim Abklatschen habt Ihr schon drei unserer insgesamt vier 2000er im Bild…). Der Größte unter den Riesen des Jahrgangs 2000 war exakt 1,92 m lang. Und obendrein einer von vielen sehr, sehr guten Fußballern im Team des FC Stern. Weshalb man auch ehrlich sein muss: Nach unserer frühen 1:0-Führung per Strafstoß und starken zehn WP_20140830_002[1]WP_20140830_005[1]Minuten der Blauen, in denen wir die Gastgeber mit flottem Kombinationsspiel überraschten, waren wir zur Pause mit dem 1:1 sehr gut bedient. Ein 1:3 oder 1:4 wäre auch möglich gewesen, weil Stern drückte – und einige gute Einschussmöglichkeiten vergab. In der zweiten Hälfte aber konnten sich die Marienfelder kaum noch Torchancen erspielen – da waren wir aus meiner Sicht, was diesen Part anging, ebenbürtig. Klar, die robusten Südberliner hatten mehr Ballbesitz, aber unsere Jungs störten sehr früh – verbissen sich teilweise in die Gegenspieler wie die Terrier. Mit sehr viel Laufarbeit gelang es also, den Gegner weitgehend von unserem Tor fernzuhalten – oder vielbeinig zu verteidigen, wenn doch mal einer durchkam. Gleichzeitig setzten wir nach vorne hin immer wieder Nadelstiche – und waren auch zwei Mal erfolgreich. So war der Sieg, wie man so schön sagt, glücklich aber nicht unverdient. Vom Torhüter bis zum Stürmer hat jeder alles gegeben in dieser von einem 78jährigen Referee (seit 60 Jahren Dienst an der Pfeife) äußerst souverän geleitete Partie. In jedem Fall kann man sagen: Herz schlägt Größe. Das ist ein Satz, den ich in Zukunft noch häufiger verwenden möchte. Mal gucken, was morgen in unserem letzten Testspiel gegen den Nordberliner SC noch die Spaghetti-Beinchen beim ein oder anderen hergeben. Und, Jungs: Aus Solidarität bin ich selbst heute im Wald noch ein paar Runden mehr gelaufen als sonst. Mir tut jetzt auch alles weh… Bis morgen! Und wer was über unseren Besuch bei den Füchsen lesen will: Solche außersportlichen Berichte finden sich unter „Abseits“. Für Borsigwalde spielten: Andreas, Pascale, Marcel, Nico, Eren, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Daniel, Mohammad, Vincent, Simon, Henrik, Melvin.

Neun Tore aus der Wundertüte gegen NFC Rot-Weiß

26. August. Die Mannschaft ist im Moment eine echte Wundertüte. Heute kamen wieder tausend schöne Sachen, die den Menschen Freude machen, zum Vorschein. Nach zehn grottigen WP_20140826_001[1]WP_20140826_002[1]Anfangsminuten (die doch stark an den vergangenen Sonntag erinnerten) gegen unsere Gäste vom NFC Rot-Weiß Neukölln, in denen der zur Ungeduld neigende Trainer regelrecht zu personellen Rochaden gezwungen wurde, zeigten die Borsigwalder zeitweise sehr schnellen Kombinationsfußball. So war das frühe 0:1 rasch wett gemacht – und zur Pause stand es bereits verdientermaßen 4:1. Wir schraubten das Ergebnis gegen immer müder werdende und resignierende Neuköllner bis zum Ende auf 9:2. Dabei ließen wir noch zahlreiche WP_20140826_006[1]Gelegenheiten aus. Man kann festhalten, dass es wirklich Spaß gemacht hat, der Truppe heute zuzusehen. Bewährt hat sich auch das Prinzip, bei einem so großen Kader all jene, die nicht WP_20140826_004[1]gespielt haben, auf dem kleinen Platz das gepflegte Passspiel üben zu lassen. So waren alle durchgehend in Bewegung – und kamen alle Wechselspieler bereits mit Betriebstemperatur und leicht angeglühten Zündkerzen auf den Platz. Danke an den NFC (der noch vor wenigen Tagen mit einem klaren 3:0-Sieg gegen die 2.C der Füchse auf sich aufmerksam machte) für ein bis zum Ende faires Spiel. Alles Gute für die Bezirksliga-Staffel. Danke an Jan aus der Borsigwalder Schiedsrichterabteilung, der nun schon die dritte Partie von uns in Serie leitete – und das jedes Mal sehr unaufgeregt, souverän, schlichtweg gut gemacht hat. Wir haben nun noch zwei Testspiele vor der Brust, bevor es dann langsam ernst wird. Als teambuildende Maßnahme gehen wir am Freitag nach dem Training noch gemeinsam zum Bundesliga-Handball. Borsigwalde spielte heute mit Andreas, Pascale, Marcel, Nico, Eren, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Daniel, Mohammad, Ahmed, Vincent, Simon, Henrik und Melvin.

Blutarmer Auftritt und ein 2:3 gegen BFC Dynamo U14

24. August. Im Laufe der Jahre habe ich eine Erfahrung gemacht: Wer bei mir die Vorbereitung voll durchzieht, fällt irgendwann in ein Loch – zwei, drei Wochen vor Saisonstart. Dieses Loch scheinen WP_20140824_002[1]nun einige Spieler erreicht zu haben. Ich kann bloß hoffen, dass sie – ebenso wie ihre Vorgänger  unter meiner Regie – umso gestärkter aus diesem Loch wieder heraus kommen. Fakt ist, dass wir WP_20140824_003[1]WP_20140824_004[1]heute gegen die U14 des BFC Dynamo aus der Landesklasse unser schlechtestes Spiel bisher abgeliefert haben. Dabei spielt das Ergebnis von 2:3 nicht die Hauptrolle; auch nicht, dass man mit einem etatmäßigen Torhüter (wir probierten heute wieder mal einen anderen Feldspieler aus) vermutlich zwei der drei Treffer erst gar nicht bekommt (was keinesfalls ein Vorwurf an irgendjemanden sein soll, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt) – es geht mir um die Art und Weise wie wir Fußball gespielt haben. Oder, besser: nicht gespielt haben. Wir ließen dem Gegner viel zu viel Raum, vor allem im Mittelfeld, wirkten unkonzentriert, fahrig, operierten zu viel mit hohen Bällen (was wir nicht üben lassen). Und einige wirkten, nun ja, leblos, lustlos. Die Folge waren wenige gelungene Aktionen. Im Abwehrbereich herrschte bisweilen totale Konfusion, wir standen so weit weg von Gegenspielern und attackierten diese so spät – als hätten alle Dynamos vor dem Spiel noch eine Pizza mit extra Knoblauch gegessen. Im Angriff herrschte die Harmlosigkeit pur, wir kamen vielleicht auf ein halbes Dutzend gefährlicher Abschlüsse. Einer davon landete an der Latte. Zwei, drei Spieler rieben sich mit ihrer Laufarbeit völlig auf – andere wirkte zeitweise teilnahmslos. Wie gesagt: Möge es das berühmte schwarze Loch namens Schleifer sein… Borsigwalde spielte mit Pascale, Marcel, Nico, Eren, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Daniel, Armando, Mohammad, Ahmed, Alex, Vincent, Simon.

Danke an Ivonne, Hausfotografin der 1.B, für diese Fotos:

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Zwei Gesichter und ein 3:1 nach Facelifting bei Rehberge

22. August. Ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten lieferten wir heute beim BSC Rehberge an der Lüderitzstraße ab. 20 Minuten hatten wir gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, verloren WP_20140822_002[1]uns aber in Einzelaktionen und ungenauen Pässen. Prompt kassierten wir aus dem ersten wirklich guten und schnellen Angriff von Rehberge das 0:1 – und gaben bis zur Pause das Spiel dann völlig WP_20140822_005[1]WP_20140822_003[1]aus der Hand. Da zeigten wir die schwächste Phase unserer bisherigen Saisonvorbereitung. In der Kabine flitzte der Stift nur so über die Taktiktafel – es wurde komplett umgebaut. Von ganz hinten, wo wir wieder mit zwei Feldspielern im Tor agieren mussten, die ihre Sache gut machten – bis ganz vorne. Das Facelifting funktionierte erstaunlich gut. Rehberge setzte nur noch einen Schuss auf unser Tor, wir kombinierten wie am Fließband, und zwar schon aus der eigenen Abwehr heraus wurde endlich sehr gut verschoben. Da überraschte mich auch mancher Akteur auf bisher ungewohnter Position. Das hatte dann plötzlich Verwöhnaroma – und die drei Treffer, die wir noch markierten, spiegelten eigentlich nicht die nunmehr einseitige Partie wider. Wir trafen noch Pfosten und Latte, mehrere Bälle entschärfte der Torhüter. Aber egal, in der zweiten Halbzeit versöhnte die Truppe die mitgereisten Fans; es zeigte sich auch, dass wir konditionell noch einiges zulegen konnten. Danke an den BSC Rehberge für ein faires Spiel. Ich denke, wir werden uns bestimmt bald nochmal treffen zu einem Testspiel. Dann, wenn beide Teams nach der Urlaubszeit auch endlich komplett sind. Ein Wort noch am Rande: Heute kam es schon zum zweiten Mal vor, dass ein verletzter Spieler (diesmal Henrik, am Mittwoch war es Theo) zum Spiel kommt – einfach nur, weil er den Kollegen zusehen will. Sowas spricht für Teamgeist! Mal ganz zu schweigen davon, dass auch Heidi (danke für die Eisspray-Spende!) Raga und Kais wieder da waren… NNW weiter auf Tour… Kader: Marcel, Nico, Melvin, Eren, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Daniel, Armando, Mohammad, Ahmed.

1:6, aber großes Herz bei Verbandsligist BFC Dynamo

20. August. Heute wagten wir uns an ein dickes Brett. Und versuchten uns daran mit unseren, nun ja, teilweisen recht kleinen Bohrern. Anders formuliert: Wir bespielten als Bezirksligist den WP_20140820_008[1]Verbandsligisten BFC Dynamo, in der Höhle des Löwen: im Sportforum. Am Ende hieß es 1:6 aus Borsigwalder Sicht – aber ich denke, wir haben uns mit unserer jungen Truppe ordentlich verkauft. WP_20140820_001[1]WP_20140820_002[1]WP_20140820_009[1]Zumindest hatten auch die gegnerischen Trainer lobende Worte für unsere Spieler parat, die manch ein Dynamo noch vor dem Spiel etwas milde lächelnd anguckte: „Gegen die Kleinen spielen wir…?“ Da sagte ich aber schon, in festem Glauben an meine Truppe, dass sie zwar teilweise recht klein sind – aber ein großes Herz haben. Zur Pause stand es 3:1 für Dynamo, das in den ersten 35 Minuten noch deutlich sichtbar seine besten Spieler aufbot. Insgesamt standen 28 Spieler da – der ein oder andere Dynamo muss noch in die 3.C. In dieser ersten Hälfte waren der Klassenunterschied in spielerisch-taktischer Form und die körperliche Überlegenheit teilweise sehr, sehr deutlich sichtbar. Nur, muss ich auch sagen: Die Borsigwalder kämpften und rannten nach ersten respektvollen Minuten (und gleich einem Gegentor nach zwei Minuten) um ihr Leben – und hatten neben dem Torerfolg weitere gute Gelegenheiten, die wir leider ungenutzt ließen. Wir waren heute krankheitsbedingt auch wieder ohne etatmäßigen Keeper angetreten. Paradox ist, dass wir in Halbzeit zwei viel besser mithielten, nachdem Dynamo teilweise kräftig durchmischte und bei den Jungs der zuvor beeindruckende Spielfluss und das Pressing WP_20140820_013[1]etwas verloren gingen. Nun aber machten wir einfache Fehler im Abwehrbereich. Alle drei Tore waren weniger herausgespielt denn von uns eingeleitet. Obendrein versagten uns mehrfach frei vor dem Keeper die Nerven – und wir schossen einen Elfmeter neben das Tor. Ein bisschen ärgerlich, aber alles in allem sehe ich das Glas halb voll: Die Borsigboys (und Girl) haben mit sehr viel Leidenschaft eine ordentliche Visitenkarte abgegeben. Extrem hoch war die Laufbereitschaft, vor allem ist dies auch vor dem Hintergrund zu loben, dass sich kurz vor dem Spiel und dann beim Warmmachen zwei weitere der eingeplanten Spieler noch verletzungsbedingt abmeldeten. Danke an Dynamo für ein faires testspiel, das von einem Dynamo-Trainer sehr gut gepfiffen wurde. Und danke an die Mannschaft für das Geburtstagsständchen vor dem Anpfiff in der Kabine – die warteten schon alle an mich. Dafür gab es den (bisher bei NNW) schon traditionellen Geburtstagskuchen von Tanja. Mit blau-weißen Schlümpfen. Versichert sei, dass wir nicht wie die Schlümpfe gespielt haben… Borsigwalde spielte mit: Marcel, Henrik, Melvin, Alex, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Vincent, Daniel, Armando, Mohammad, Ahmed.

Fein kombiniert: 4:2 gegen Landesligist Hilalspor

17. August. Unser bisher bestes Testspiel lieferten wir heute beim klassenhöheren Landesligisten Hilalspor ab. Der Gegner zwar, mal wieder, körperlich klar überlegen – aber wir spielerisch von der WP_20140817_005[1]ersten Minute an auf Augenhöhe. In Halbzeit zwei dann sogar besser, zeitweise klar überlegen. Am Ende ein verdientes 4:2 für die Blauen. In der ersten Hälfte war es ein sehr umkämpftes Spiel, WP_20140817_003[1]WP_20140817_004[1]bei dem um jeden Meter Kunstrasen gefightet wurde. Beide Teams spielten sehr rasant nach vorne, Hilalspor und wir kombinierten teilweise wirklich herzerfrischend. Ich denke, es war ein Testspiel auf sehr hohem Niveau. Beide Teams besaßen Chancen, aber es ging mit einem 0:0 in die Kabine. Was insofern aus unserer Sicht auch bemerkenswert war, weil a) die Abwehr heute im Gegensatz zu gestern sehr sicher stand und b) wir mit einem Feldspieler im Tor agierten, der seine Sache aber sehr gut machte. Da schlummert wohl ein Talent in Marcel… Kurz nach der Pause erzielten wir den ersten Treffer, recht schnell danach den zweiten. Es war plötzlich ein ganz anderes Spiel. Die Jungs von Hilalspor wirkten platt, liefen uns fast nur noch hinterher – und schauten zu, wie wir einige wirklich tolle Chancen kreierten. Es war heute zu spüren, dass wirklich alle Borsigwalder den Sieg unbedingt wollten. Wir kauften dem Gegner regelrecht den Schneid ab, spielten ihn zeitweise schwindlig. Der Trainer der Gastgeber war hinterher richtig bedient und kritisierte vor allem die Einstellung seiner Jungs. Ich hingegen konnte die Truppe loben für ihren unbändigen Einsatz – und wirklich sehr viel Spielfreude. Hut ab, so eine Leistung nach drei Testspielen an drei Tagen hinzulegen. Es wirkt, als seien wir auf einem guten Weg. Zumindest wäre es heute unangebracht, auch nur einen Spieler zu kritisieren. Danke an Hilalspor für die Einladung in den Waldeckpark – alles Gute für die Saison! Gefreut haben wir uns, dass mit Kais, Grace, Betreuerin Heidi und Raga gleich vier alte NNWer das Spiel anschauten – schön, Euch wiederzusehen! Borsigwalde spielte mit:  Marcel, Nico, Melvin, Alex, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Vincent, Daniel, Armando, Mohammad.

6:4 gegen Spandauer Kickers: vorne gut, hinten zu lässig

16. August. Nur 18 Stunden nach dem Test bei Liberta stand heute ein Heimspiel gegen die 1.C der Spandauer Kickers (Bezriksliga) auf dem Programm. Eine ganz andere Partie, in der wir von der WP_20140816_008[1]ersten Minute an das Spiel machten und im Verlauf der Begegnung auf bestimmt 70 Prozent Ballbesitz kamen. Nach vorne sah das auch schon sehr gut aus, es wurde schnell verschoben, im Abwehrbereich zeigten wir heute allerdings einige bedenkliche Wackler, die auch zu vier WP_20140816_006[1]WP_20140816_005[1]WP_20140816_002[1]Gegentoren führten. Weil wir gleichzeitig sechs Treffer erzielten, siegten wir verdient – aber zwischendurch konnte man schon hin und wieder vom Glauben abfallen, wie lax da in der Defensive teilweise gehandelt wurde. Eine Viertelstunde vor Schluss fiel plötzlich das 4:4 – und alle guckten sich an: Wie kann es sein, dass man ein Spiel so beherrscht, aber… Nun, das passiert, wenn man nach der von absolut dominant geführten ersten Hälfte nur mit 2:1 in die Kabine geht, weil wieder Mal Chancen in Serie liegen gelassen wurde. Ohne die Leistung der nie aufsteckendenden und auch auf Offensive eingestellten Spandauer schmälern zu wollen, aber da ist für uns noch einiges zu tun, nicht nur betreffs der Chancenverwertung, sondern vor allem in punkto Zweikampfhärte beim ein oder anderen Spieler. Morgen wartet ein Härtetest bei Landesligist Hilalspor. Danke an Spaki für ein sehr faires und interessantes Spiel an der Tietzstraße, im übrigen mit einer super Schiedsrichterleistung. An unser Team WP_20140816_003[1]möchte ich trotz einiger Kritikpunkte auch ein Kompliment verteilen: Es ist auch nicht selbstverständlich, an zwei Tagen hintereinander eine so engagierte Leistung zu bringen. Die Einsatzfreude war heute wieder deutlich zu sehen, sehr viele spielen mit extrem viel Herz und Leidenschaft – genau so, wie wir es sehen wollen. Und ich denke, das ist das Wichtigste überhaupt. Borsigwalde spielte mit: Andreas, Nico, Melvin, Alex, Maher, Theo, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Vincent, Daniel, Armando, Marcel, Mohammad.

Lernen, sich zu wehren: unglückliches 2:3 bei Liberta

15. August. Beim RFC Liberta (Landesliga) kassierten wir heute eine sehr unglückliche Niederlage. Nicht nur, weil der 3:2-Siegtreffer für die Gastgeber erst zwei Minuten vor dem Ende fiel, sondern weil wir zuvor zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt ließen, um das Spiel selbst für uns zu entscheiden. Aber WP_20140815_010[1]WP_20140815_009[1]dafür sind Testspiele da: Sie sollten einen Lerneffekt haben. Und den hatte diese Partie. Wir trafen auf einen sehr präsenten und sehr, sehr robusten Gegner. Aus meiner Sicht meist fair, aber eben sehr, sehr hart. Möglicherweise wird uns in der Staffel manches Team mit ähnlichem Strickmuster begegnen, weshalb mir so ein Spiel mehr bringt als Ringelpieps mit Anfassen. Anfangs ließen sich unsere Spieler davon schwer beeindrucken. Aber nach einigen Minuten klarer Unterlegenheit und Igel-Verhalten zeigten wir selbst, dass wir auch strukturiert nach vorne spielen können. Unsere zwei Tore in Halbzeit eins verdienten wir uns, weil wir der Partie mehr und mehr den Stempel aufgedrückt hatten und vorne sehr schmerzhafte Nadelstiche gesetzt hatten. Wobei man ganz klar sagen muss, dass Liberta immer gefährlich blieb, die körperlichen Vorteile sehr gut einsetzte und bisweilen unsere Abwehr schwer beschäftigte – aber da waren wir meist sehr gut sortiert. Wir kamen dann auch sehr gut aus der Pause, hätten das dritte Tor erzielen müssen – stattdessen kam Liberta zum Ausgleich, weil wir zwei Mal nicht griffig genug waren. Auch danach WP_20140815_005[1]versagten uns mehrfach vor dem Tor die Nerven, wir trafen noch das Lattenkreuz, bevor die Nachbarn von der Scharnweberstraße das Siegtor erzielten. Ich denke, ein Remis hätte dem Spielverlauf eher entsprochen – aber so iläuft es eben manchmal. Mag sein, dass uns nach einer anstrengenden Einheit am Tag zuvor hinten raus ein paar Körner fehlten – aber alles in allem hat das Team das auch heute gegen den klassenhöheren Gegner gut gemacht. So mancher unserer gerade frisch der D-Jugend entwachsenen kleineren Spieler (und damit meine ich nicht die Streetfighter aus dem Wedding) bekam heute große Augen, mit welcher Wucht so mancher Gegenspieler vorging. Tja, Jungs, daran müssen wir uns gewöhnen. Auch dafür ist die Vorbereitung da: um zu lernen, was gegenhalten bedeutet. Danke an Liberta für einen temporeichen und interessanten Vergleich. Alles Gute an die Jungs von Trainerkollege Pascal, der beim RFC einen super Job macht, für die anstehende Saison! Boresigwalde spielte mit: Andreas, Nico, Alex, Maher, Theo, Maurice, Hussein, Tim, Malcolm, Fabian, Bianca, Vincent, Daniel, Armando, Marcel, Mohammad, Ahmed.

Hitzeschlacht mit 5:4 gegen Grün-Weiß Neukölln

6. Juli. Unser zweites – und letztes Testspiel vor der Sommerpause – bestritten wir an der Tietzstraße gegen Grün-Weiß Neukölln. Die U14 der Grün-Weißen, die überwiegend aus 2001ern WP_20140706_002[1]besteht. Wie erwartet ließ die Mannschaft den Ball sehr gut laufen, wir brauchten gut und gern eine Viertelstunde, bevor wir richtig im Spiel waren. Die Tatsache, dass uns heute acht Spieler WP_20140706_009[1]WP_20140706_006[1]fehlten (Abschlussreise der D1 von Borsigwalde, dazu ein Früh-Urlauber) machte sich durchaus bemerkbar, unser Mittelfeldspiel funktionierte nicht so gut, wir gaben zu viele Räume preis. Dazu einige Unstimmigkeiten in der Defensive. Dass wir dennoch zur Pause 4:2 führten, war der Tatsache geschuldet, dass sich Neukölln in der Abwehr als sehr anfällig gegen unsere dann doch sehr schnell vorgetragenen Konter erwies. In der zweiten Halbzeit zollten beide Mannschaften den sehr hohen Temperaturen Tribut. Wir vor allem, weil wir im Gegensatz zu Neukölln (acht Auswechsler) nur zwei Ersatzspieler reinbringen konnten. So kamen wir gerade noch zu zwei Torchancen, waren ansonsten schwer damit beschäftigt, den Gegner in Schach zu halten. Eine unserer spärlichen Chancen führte kurz vor dem Ende zu einem klaren Elfmeter, den der souverän WP_20140706_010[1]pfeifenden Referee Luca ohne Zögern gab. Wir verwandelten sicher – und gewannen 5:4. Das war aus meiner Sicht mehr als glücklich, im Grunde konnten wir uns in Halbzeit zwei bedanken, dass die uns heute spielerisch überlegenen Grün-Weißen nicht mehr aus ihren Möglichkeiten machten. Gepaart mit sehr viel Kampfgeist unsererseits kommt dann eben auch mal ein Sieg heraus. Fazit: Die WP_20140706_005[1]Zuschauer erlebten ein sehr unterhaltsames Spiel. Kompliment an die Spieler beider Teams für sehr viel Fairness – und vor allem sehr, sehr viel Laufbereitschaft, was bei dieser Hitze nicht selbstverständlich war. Danke an Grün-Weiß mit seinem sehr sympathischen Trainergespann für den Besuch bei uns. Schön fand ich, dass mit Andy und Klausi zwei Freunde aus gemeinsamen NNW-Tagen vorbei schauten. Wir nutzen das Treffem, um bei einer Apfelschorle mal an der Taktiktafel ein paar Fachgespräche zu führen. Wir Borsigwalder sehen uns am Dienstag zum letzten Training vor der Sommerpause.

Finale unglücklich verpasst – Platz drei in Siemensstadt

28. Juni. Das erste Turnier für die Borsigboys (& Girl). Der SC Siemensstadt, mit dessen Trainerteam mich eine lange FreundschaftWP_20140628_010 verbindet, hatte auf seine wunderbare Sportanlage am Rohrdamm zu seinem Turnier eingeladen, das eigentlich für 2001er ausgeschrieben war. Im Endeffekt waren wir neben der C2 der Gastgeber so ziemlich die einzige Truppe, die diese Vorgabe umsetzen konnte… Aber egal, unter dem Strich steht ein bemerkenswert guter Auftritt unserer Mannschaft, die in fünf Mal 20 Minuten trotz hoher Temperaturen sehr viel Lauf- und Spielfreude zeigte. Im ersten Duell trafen wir auf die C2 des SC WP_20140628_009Siemensstadt. Unsere Überlegenheit spiegelte sich in einem 2:0-Erfolg wider. Es folgte das Duell mit dem BSC Rehberge (C1). Trainerkollege Rolf hatte den einen oder anderen Hünen mit im Gepäck. Rehberge gehörten die ersten Minuten des Spiels. Den Sieg aber fuhren wir ein. Vielleicht ein wenig glücklich, aber bestimmt nicht unverdient angesichts der Leidenschaft, die nicht nur beim 1:0-Siegtreffer deutlich wurde. Im letzten Vorrundenspiel nun trafen wir auf die C1 der Sportfreude Kladow. WP_20140628_007Hier gerieten wir in Rückstand, schafften aber per Kopf nach Eckstoß das 1:1, und schließlich auch noch das verdiente 2:1. Mit neun Zählern waren wir nun Gruppenerster, Gegner im Halbfinale war die C1 des SC Siemensstadt, ein Team. Die Jungs waren nachgerutscht ins Turnier, weil ein Team kurzfristig abgesagt hatte. Körperlich waren wir nun klar unterlegen – aber das war nicht das Problem. Der Schiedsrichter hatte, um es mal so zu umschreiben, nicht unbedingt das glücklichste Händchen. Eine völlig unverständliche Zwei-Minuten-Strafe gegen uns – und das einzige Tor fiel nach einem klaren Handspiel, das er nicht gesehen hatte. Witzig, dass er später bei Facebook postete, er sei bei der Heimfahrt beim Schwarzfahren erwischt worden. Nun ja, die kleinen Sünden werden sofort bestraft… Wie auch immer, wir verpassten wir nach dem 0:1 gegen größere, aber spielerisch keineswegs bessere Gegner, höchst unglücklich das Finale, der Gerechtigkeits-Nerv einzelner Spieler bei uns war schwer getroffen worden. Da ruhiger zu bleiben, daran müssen wir auch noch arbeiten. Nehmt Euch am Beispiel am Trainer, der heute wie Buddha in sich ruhte… Kurzum, uns blieb nun nur das kleine Finale im Achter-Feld. Der SC Gatow erwies sich als harte Nuss.WP_20140628_008 Mancher Zweikampf schaukelte sich hoch, es fiel auch ein wirklich unschöner Satz eines Gatower Spielers in Richtung eines unserer Akteure. Aber am Ende gab man sich die Hand… Dem 1:1 nach regulärer Spielzeit folgte ein Elfmeterschießen, bei dem unsere drei Schützen ausnahmslos die Nerven behielten. Ein Gatower nicht. Platz drei für uns, die C1 von Siemensstadt gewann gegen Rehberge das Finale – auch nach dem ersten Turnier konnten wir ein positives Fazit ziehen. Das war ein Auftritt mit viel Herz. Wer weitere Fotos sehen möchte, kann dies hier tun. Danke an Thomas und Christian vom SCS für die schönen Bilder.

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Erstes Spiel, erster Sieg – 2:1 gegen VfB Hermsdorf

27. Juni. Erstes Testspiel für die neuformierte 1.C des SC Borsigwalde. Gegner war heute im Borsigpark der VfB Hermsdorf. Beide Teams in nahezu identischer „Alters-Aufstellung“, überwiegend mit 2001ern bestückt. So war es für viele Spieler der erste Auftritt auf einem Großfeld. Ich finde, beide Mannschaften haben das sehr gut gelöst, sehr zur Unterhaltung der zahlreichen Zuschauer bei diesem Derby. Untypisch für ein Jugendspiel, dass das erste Tor erst nach etwa 55 Minuten fiel. Bis dahin hatten wir zahlreiche hochkarätige Torchancen liegen gelassen. TeilwWP_20140627_035eise versagten uns da die Nerven frei vor dem Tor – oder der Torhüter der Hermsdorfer schien vier Hände zu haben. So fiel die Führung für Hermsdorf eher aus heiterem Himmel nach einem Stellungsfehler unseres Außenverteidigers. Die Roten hatten bis dahin nur eine wirklich sehr gute Torgelegenheit zu verzeichnen gehabt, wir ein gutes halbes Dutzend. Außerdem besaß Borsigwalde im Grunde ab der 10. Spielminute die deutliche Hoheit im Spiel, mit mehr Ballbesitz (der aber ja bekanntlich noch keine Garantie für Treffer ist). Es spricht für die Moral derWP_20140627_032 Jungs, dass sie sich nach dem überraschenden Rückstand in ihrem Spielfluss nicht bremsen ließen. WirWP_20140627_033 kamen recht schnell zum Ausgleich und fünf Minuten vor dem Ende durch einen sehenswerten Freistoß zum vollauf verdienten 2:1-Siegtreffer. Erstes Spiel, erster Sieg. Vor allem die Abwehr wirkte heute schon sehr gut geordnet. Das Trainerteam freute sich, dass sogar die tags zuvor geübte Raumdeckung (von der im Grunde alle Spieler zum ersten Mal hörten) bei Eckbällen umgesetzt wurde. Insgesamt kamen 18 Spieler zum Einsatz, wir probierten munter aus – und alle hinterließen aus unsererWP_20140627_034 Sicht einen sehr guten Eindruck. Ein Spiel, das Lust auf mehr machte. Danke an Hermsdorf für den Besuch und eine faire Partie.


Comments & Responses

3 Responsesso far.

  1. Patrik sagt:

    Starker Auftritt Eurer 2001er bei Teutonia Spandau – und das als B-Jugend, die Ihr mehr als verstärkt habt. Respekt.

  2. Lars sagt:

    Meisterschaft und nebenbei noch die B-Jugend gerettet. Das muss Euch erst einmal jemand nachmachen. Tolle Truppe. weiter so.

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