Punkt & Pokal

Unwürdig: Hilalspor sorgt für Spielabbruch

15. Oktober. Am Ende hat einer von Hilalspor einfach nur brutal zugetreten. Und der Schiedsrichter brach ein Spiel ab, über das ich  am liebsten gar nichts schreiben würde. Doch das wäre auch nicht richtig. Bevor ich mich zu sehr auf den Gastgeber fokussiere: Aus unserer Sicht geht dieser Spielabbruch, den letztlich allein Hilalspor zu verantworten hat, leider auch auf das Konto des Unparteiischen. Das 2:1 für die Kreuzberger, irgendwie Sinnbild für eine Spielleitung mit vielen Gesten und wenig Gespür. Vor dem entscheidenden Kopfstoß zum 2:1, ein zweiter Ball, wird unser Spieler vom Torschützen mit Knien und Ellbogen brutal weggerammt (bleibt danach minutenlang liegen, wirkt benommen) – doch der Treffer zählt. Ein lapidares „Er kann sich ja nicht in Luft auflösen“ sagt der Schiedsrichter dazu. Von da an dachten die Spieler von Hilalspor wohl, sie könnten sich alles erlauben. Wir wurden nicht mehr bespielt, wird wurden aufs Übelste bekämpft. Immer wieder Ellbogen. Erst recht, nachdem wir mal darauf hingewiesen haben, wer da alles nicht auf dem Spielberichtsbogen steht, aber in der Coaching-Zone sitzt und steht – und nach dem 2:1 Mittelfinger und andere wüste Gesten zu uns entsandte. Bereits in der Pause, beim Stande von 1:1, aber auch mehrfach während des Spiels, haben wir Trainer und meine Spieler sowie der von uns gestellte Linienrichter (der auch körperlich angegriffen wurde) den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht, dass unsere farbigen Spieler ständig getreten und mit „Nigger“-Schimpfworten bedacht werden. Immer wieder hörten wir: „Ich habe nichts gehört.“ Mit einem Satz: So ein dreckiges, unwürdiges Spiel habe ich selten erlebt. Und das Ende, ebene eine Tätlichkeit gegen einen unserer Afrikaner, könnte man als den Endpnkt einer „Treibjagd“ beschreiben. Sorry, aber mir fällt kein besseres Wort ein. Wie groß muss der Hass sein, wenn er sogar das Gefühl eines Sieges überlagert???? Mehr will ich jetzt auch nicht mehr sagen, denn die Sache geht vors Sportgericht. Und: Wer so blöd ist wie die letztlich drei besonders aggressiven Spieler von Hilalspor und wenige Minuten vor dem Ende offenbar im blinden Hass gegen einen Migranten so zutritt gegen und eine Massenkeilerei auf dem Platz auslöst (unglaublich, wer da auch alles an Zuschauern auf den Platz stürmte) – der muss sich nicht wundern, wenn er am Ende trotz 4:1-Führung mit leeren Händen dasteht. Dass wir Angst hatten, in die Kabine zu gehen – und auch gebeten wurden, das erst einmal nicht zu tun, sei nur am Rande erwähnt. Kurz zum Spiel: Das 1:1 zur Pause ging in Ordnung. Die Partie kippte nach dem irregulären 2:1. Zur Verteidigung des Referees muss ich eines aber noch sagen: Vielleicht kann ein einzelner Mann auch so ein Spiel auf so einem Platz nicht leiten – schon gar nicht, wenn er nicht konsequent ist. Nach dem 2:1 wurden wir aus der Coaching-Zone von Hilalspor beschimpft – wo über 15 Leute saßen und standen. Da haben nur jene was verloren, die auf dem Spielberichtsbogen stehen…. Und: Die „Zuschauer“ stehen auf diesem Gitterplatz nur wenige Zentimeter vom Geschehen entfernt und sind alles andere als nur Zuschauer. Von mir hier noch ein: „Kopf hoch!“ an unsere Afrikaner. Wir hatten gerade intern Diskussionen darüber, wo die Grenze zur Diskriminierung beginnt. Heute wurde sie überschritten. Danek an Carsten für die Fotos. Borsigwalde mit  Justin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Volkan, Christian, Lamin, Fayes, Kandia.

Ordentlicher Pokal-Auftritt, aber drei irreguläre Tore in Frohnau

11. Oktober. Das heutige Pokalspiel beim Frohnauer SC möchte ich mal so auf den Punkt bringen: Der Sieg für die Gastgeber geht in Ordnung. Sie waren einen Tick überlegen. Einen Tick? Ja, nur einen Tick. Das Ergebnis von 6:1 wirkt klarer als der Spielverlauf war. Das überrascht angesichts der Konstellation: Verbands- gegen Landesliga. Halbe B-Jugend gegen halbe Männermannschaft… Frohnau war gefühlt vielleicht ein, zwei Tore besser – und meine Spieler, denen ich ausdrücklich für ihren Kampfgeist ein Lob aussprechen möchte, haderten mit dem Schiedsrichter-Gespann. Eines vorweg: Von unserer Coaching-Seite habe ich viele der aus Sicht des Referees entscheidenden Szenen nicht klar sehen können. Das Licht dafür einfach zu schummrig. Recht deutlich war aber wohl für alle, dass dem Treffer zum 2:0, ein Strafstoß, eine Fehleinschätzung voraus ging. Da ist der Spieler maximal ausgerutscht. Es folgte vor der Pause noch ein Tor, bei dem sich viele der Zuschauer, die direkt auf Ball-Höhe waren, echauffierten – den Ball soll der Spieler mit der Hand mitgenommen haben vor dem Torabschluss. Der  Assistent winkte, der Schiedsrichter (hatte schon auf Tor entschieden) ging erst zu ihm, dann zum Spieler und befragte ihn (was ich gut finde) – der sagte aber, es sei kein Handspiel gewesen. der sagte aber, es sei kein Handspiel gewesen. Lasse ich wertungsfrei so stehen, weil ich es nicht gesehen habe. Gleiches gilt für eine Szene, als die komplette Frohnauer Bank vehement Rot für einen unserer Spieler forderte – für einen bestimmten. Rot gab es dann auch in der Folge der Diskussionen – aber für einen ganz anderen Spieler… Wie gesagt: Es ist recht duster auf dem Poloplatz – und so bleibt auch dieser Fall weitgehend im Dunkeln. Unsere Videoaufnahmen (Carsten hat mitgefilmt) bringe ich mal so auf den Punkt: Ein Treffer von Frohnau klar abseits, Handspiel vor dem Tor auch klar zu sehen und der Elfmeter ein Witz, weil unsere Spieler weit weg von dem rausrutschenden Frohnauer – also drei Treffer irregulär. Die Bilder von Spreekick-TV bestätigen diesen Eindruck. Berechtigt allerdings die Rote Karte. Aber alles in allem gilt: Ich hatte mir von der Spielleitung durch ein Gespann mehr Klarheit, mehr Kommunikation, mehr Ball-Höhe erhofft. Aber vielleicht ist es halt wie in der Champions League: Wenn die Anzahl der Schiedsrichter (man denke nur an die Torlinienrichter) immer größer wird, bedeutet das eben noch lange nicht die erhoffte Klarheit. Es durfte also – und das ist ja das Schöne am Fußball – fleißig diskutiert werden nach dieser Partie. Allerdings habe ich dieses Duell recht schnell abgehakt. Auch, weil unsere Truppe das richtig gut gemacht hat. Wir ließen kaum Chancen zu, selbst als wir nur noch zu zehnt waren, verteidigten die Jungs mit sehr viel Geschick und Leidenschaft, Frohnau fiel wenig ein. Im Strafraum des Gegners ging bei uns im gesamten Spiel allerdings auch wenig – auch ein Grund, warum der Frohnauer Sieg in einem Spiel mit sehr vielen Mittelfeld-Zweikämpfen in Ordnung geht. Der Pokal, das ist klar, hat für unsere junge Mannschaft (die wieder mit sieben 2001ern antrat) keine Priorität. Vielleicht sollten wir sogar froh sein, dass uns womöglich eine Reise mittwochs ans andere Ende der Stadt erspart bleibt. Ein SC Borsigwalde wird nicht Pokalsieger in einer Altersklasse, in der andere schon viel Geld investieren. Und selbst jene, die in der A-Jugend-Verbandsliga schon üppig Siegprämien zahlen, werden noch ihre Meister in diesem Wettbewerb finden. Ab jetzt: volle Konzentration auf die Punkterunde. Borsigwalde heute mit:Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Volkan, Nikola, Christian, Lamin.

Hier gehts zum Zusammenschnitt von Spreekick-TV

Hier gehts zum Trainer-Interview

Tag der Arbeit – 7:1 beim Friedenauer TSC

8.Oktober. Sieben zu eins. Das hört sich deutlich an. Deutlich deutlicher als es war. Um ehrlich zu sein, gingen wir heute nicht mit jenen Gefühlen nach Hause, die so ein 7:1 auslösen kann. Der Friedenauer TSC tat mir, ehrlich gesagt, sogar ein bisschen leid. Ich bin auch sicher, die stetig ackernden Jungs (die bis zu unserem Strafraum teilweise wirklich prima kombinierten) werden noch Punkte machen in dieser ausgeglichenen Staffel, in der wir aktuell als Spitzenmannschaft aufgewiesen werden – allein haben wir heute nicht so gespielt. Wir gerieten mit 0:1 in Rückstand – das war Ausdruck unserer großen Orientierungsprobleme, die wir vor allem im Abwehrbereich heute hatten. Unser Glück, dass wir sofort das 1:1 erzielten, fast im Gegenzug. So gewannen wir erst einmal an Sicherheit. Wobei wir 20 Minuten lange nicht das spielten, was uns stark macht – sondern uns der körperlichen Spielweise des robusten Gegners anglichen. Viel zu oft hoch und weit auf einem schwierig zu bespielenden Terrain. Der uralte Kunstrasen in Teppichform, nass, glitschig – der ein oder andere bei uns hatte schlichtweg das falsche Schuhwerk und musste sich nicht wundern, dass er heute etwas kürzer zum Zuge kam. Irgendwann begriffen wir, dass auf so einem Geläuf schnelles Kurzpassspiel die beste Variante ist – und damit hatte dann selbst die diesen Rasen gewohnte Heim-Elf ihre Probleme. Wir wackelten zwar nach dem 2:1 noch mehrfach, aber wir hatten das Glück des Tüchtigen und wir machten ein wunderschönes Tor zum 3:1. Und kurz vor der Pause das 4:1 – nun machten wir es bis zum Ende nicht souverän, aber durchaus ordentlich. Die Jungs haben prima gearbeitet, auch wenn einige nicht ihren besten Tag hatten. Es war, zugegeben, für die Zuschauer auf dem engen Platz kein schönes Spiel – aber wir nahmen verdient die Punkte mit. Wohl wissend, dass nun noch vor den Herbstferien zwei richtige Brocken (gerne dürfen wir auch von Herausforderungen sprechen) auf uns warten: Hilalspor, die letztjährige Verbandsliga-Truppe von Trabzonspor, die dorthin gewechselt ist – und am Mittwoch bereits im Pokal das Verbandsliga-Topteam Frohnauer SC. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Gianluca, Christian, Nikola.

Das dreckige Dutzend – dann gibt Lübars auf

3. Oktober. Was soll man sagen? Pflichtaufgabe erfüllt. So lange uns der Gegner ließ. Zwanzig Minuten vor dem Ende signalisierten die Spieler des 1.FC Lübars dem Schiedsrichter, dass sie aufhören wollen. Der Referee pfiff dann achselzuckend ab. Von vier Verletzten war die Rede, was seltsam war – draußen saßen noch zwei Ersatzspieler und auf dem Feld waren elf Mann. Aber gut, so richtig wehrten die sich ohnehin nicht mehr am Tag der Deutschen Einheit. Es stand bereit 12:1 für uns – und wir hatten schon Mühe, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Soll nicht arrogant klingen, aber ich glaube nicht, dass diese A-Jugend der Lübarser in dieser Zusammensetzung landesligatauglich ist. Mal sehen, ob sie die Saison durchstehen. Nur eine Viertelstunde hielten sie gut mit, nach unserer schnellen 2:0-Führung wurden wir zu früh nachlässig, erlaubten das 1:2 – und stellten uns zeitweise recht umständlich an. Spielten so gar nicht das, was angesagt war. In der Folge, nach einem Eigentor der Marke Slapstick,  legten wir das ab – und zogen schon zur Pause auf 6:1 davon. In Halbzeit zwei kam Lübars im Grunde kaum noch über die Mittellinie. In der Truppe sind einige gute Individualisten – aber da passt noch recht wenig zusammen. Ich wünsche den Nachbarn, meinem ersten Verein als Trainer, dass sie sich konsolidieren können. In allen Bereichen – es sieht ja insgesamt nicht so gut um den Verein aus, sportlich drückt speziell im Großfeldbereich der Schuh übel. Auf uns warten nun härtere Brocken. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nico, Fayes, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Gianluca.

1:1 gegen Dynamo. Da war sogar mehr drin.

30. September. Ist das Glas halb voll oder halb leer, nach diesem 1:1? Lassen wir den Trainerkollegen Piotr vom BFC Dynamo zu Wort kommen. Er sprach am Ende von einem glücklichen Punktgewinn für seine Mannschaft, und davon, dass er sehr enttäuscht sei von den Seinen, die Borsigwalde wohl unterschätzt hätten. Das liegt durchaus nahe. Beim BFC, einem der Top-Favoriten unserer Staffel, bestand die Hälfte des Kaders aus 99er-Jahrgängen, manch einer würde auch gerne in der Regionalliga-Mannschaft des Vereins mitwirken – beim SC Borsigwalde bestand die Hälfte des Kaders aus 2001er-Jahrgängen. Doch Größe schlägt nicht immer Herz, das wissen wir an der Tietzstraße seit Jahren. Immer wieder wagen wir den Kampf gegen Größere – und oft genug haben wir ihn gewonnen. Heute leider nicht, obwohl das verdient gewesen wäre. In Halbzeit eins empfand ich die Partie als weitgehend ausgeglichen, das 1:1 ging in Ordnung – auch wenn wir da schon gegen Ende die besseren Gelegenheiten hatten. In Halbzeit zwei war es über weite Phasen ein Spiel auf ein Tor – auf das des Favoriten. Uns fehlt halt einfach schlichtweg im einen oder anderen Moment die nötige Cleverness. Heute kam noch hinzu, dass auch der Unparteiische im Zweifelsfall eher gegen uns entschied, seltsamerweise auch und vor allem bei den Freistoß-Pfiffen. Schade, dass mit dem Mann nicht zu reden war – weder auf dem Feld, durch unsere Spieler, noch danach. Wie er darauf beharrte, dass es nach etwa einer Stunde, als unser Angreifer im Strafraum ab geräumt wurde, nie im Leben Strafstoß gewesen wäre – das passte ins Bild. Nur so viel: Die Videoaufnahmen zeigen eindeutig, dass es Elfmeter für uns hätte geben müssen. Kein Vorwurf, dass der Referee es im Spiel nicht so gesehen hat – aber diese Herangehensweise, wonach alle anderen definitiv alles falsch sehen und er alles richtig – sowas finde ich nicht gut. Aber, um nicht zu viel über den Unparteiischen zu schreiben: Dass wir die anderen fünf, sechs Hundertprozentigen nicht rein gemacht haben – das geht allein auf unsere Kappe. Unschön, aber auch irgendwie sinnbildlich für die Spielleitung, die doch arg von oben herab wirkte, war jene Rote Karte in der Nachspielzeit, als unser Spieler einfach einen Schritt zu spät kommt. Nichts Böses in einer umkämpften, aber weitgehend fairen Partie – und dann, zack, die Rote Karte. Die zweite schon gegen uns, im vierten Spiel. Es wirkt auf Außenstehende, als seien wir eine unfaire Truppe – und das ist einfach nicht korrekt. Wir sind eine Mannschaft mit viel Herz und Leidenschaft. Die Jungs haben das bittere 3:4 unter der Woche prima weggesteckt. Wenn wir so weiter machen, sind wir auf einem ordentlichen Weg. Danke an Carsten für die Spielfotos. Borsigwalde heute: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nico, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel,  Stefan, Gianluca.

3:4 gegen Rudow – Lehrgeld bezahlt

27. September. Bitter. Das war das Wort des Abends. Und so manche Phrase wurde bemüht. Der Fußball ist nicht gerecht. Fußball ist ein Ergebnissport. Es gewinnt eben nicht immer die bessere Mannschaft.  Das alles trifft den Nagel auf den Kopf, wenn man dieses 3:4 gegen den TSV Rudow betrachtet. Nichts gegen den Gast, der aus meiner Sicht alles in die Waagschale warf, allseits fair und leidenschaftlich. Aber der wirklich gute Fußball wurde an diesem Mittwochabend an der Tietzstraße nicht mit Punkten belohnt. Gehen wir in die kurze Analyse: Wir hatten die Partie komplett im Griff, hätten statt 1:0 schon früh höher führen müssen. Dann passieren drei Fehler, die auf diesem Niveau nicht passieren dürfen – und wir verlieren den Faden. Auf das ganze Spiel bezogen kann man sagen: jeder unserer Fehler wurde heute gnadenlos bestraft. Abgesehen von den vier Toren hatte Rudow vor unserem Gehäuse kaum etwas zu bieten. Was für unsere Truppe spricht: Sie riss in Halbzeit zwei die Partie wieder an sich, mit faszinierendem Offensiv-Fußball und Pressing, der Gast kam kaum noch zum Atmen – und nach dem 3:3 muss das vierte Tor für uns fallen. Wir waren so gut… Stattdessen: Eine halbseidene Szene vor unserem Tor – 3:4. Enttäuschung. Niedergeschlagenheit. Viel investiert, kein Ertrag. Es war zu erwarten, dass unserer jungen Mannschaft sowas passieren kann. Daraus müssen wir lernen. Wir dürfen aber nicht weiter so Schindluder treiben mit unseren Chancen. Und auch jene, die das bisher so nicht kannten, müssen verstehen: Dieses Trainergespann will totale Hingabe, von jedem. Und ja, wir halten es wie Otto Rehhagel einst: Das Alter des Spielers ist völlig egal, nebenbei auch die Größe – es spielen die besten. Punktum. Und genau so gehen wir weiter auf Punktejagd in einer Liga, die verrückt wirkt. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt: Scheinbar kann fast jeder jeden schlagen. Da kommen selbst ernannte Aufstiegsanwärter böse unter die Räder – und eben auch ein Außenseiter wie Borsigwalde erlebt im Kampf um den Klassenerhalt mal einen Rückschlag. So gesehen: nichts Schlimmes passiert. Wir müssen nur draus lernen, dass wir heute Lehrgeld bezahlt haben. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute: Justin, Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nico, Julian, Eren, Lucas, Daniel, Volkan, Stefan, Gianluca, (Fayes).

4:1 in Wartenberg – Spiel gedreht und dominiert

21. September. Hut ab vor den Jungs! Erneut ein kompliziertes Spiel gegen einen körperlich überlegenen Gegner – erneut spielerisch und läuferisch besser. Und so holen wir die nächsten drei Punkte. Ich will ehrlich sein: Dieser Saisonstart überrascht mich, fühlt sich aber gut an. Zum Duell beim Wartenberger SV, der am ersten Spieltag mit dem 5:0 bei Lichtenberg 47 eine Duftmarke gesetzt hatte: Wir gerieten an diesem lauschigen Donnerstagabend unglücklich nach ausgeglichener erster Viertelstunde in Rückstand. Unglücklich deshalb, weil die Ecke, die zum Gegentor führte, keine Ecke war. Die Mannschaft wirkte durch den Rückstand durchaus beeindruckt und musste erst von außen ermahnt werden, das eigene Spiel durchzuziehen und sich nicht die Gangart des Gegners aufdrücken zu lassen. In einem hart umkämpften Spiel kamen wir nach einer halben Stunde durch einen sehenswerten Weitschuss zum Ausgleich, per Strafstoß dann sogar gleich darauf zur Führung. Die verdienten wir uns in der Folge immer mehr. Wartenberg hatte aus meiner Sicht früh den Eindruck erweckt, das 1:0 verwalten zu wollen – nun kamen die Jungs nicht mehr so richtig in den Rhythmus. Den wir aber zum Glück die ganze Zeit hatten. Ärgerlich nur, dass wir uns Mitte der zweiten Halbzeit selbst dezimierten. Der Schiedsrichter war in einer für ihn aufgrund der vielen Zweikämpfe schwer zu leitenden Partie nach einem wiederholten unfairen Einsteigen eines WSV-Spielers schon auf dem Weg zu ihm, um ihm Rot zu zeigen – da ließ sich unser Gefoulter zu einer Revanche hinreißen. Nichts Schlimmes, ein typischer Testosteron-Ausstoß – aber nun war Rot für beide durchaus vertretbar. Zehn gegen zehn, wir fürchteten nun, den Faden zu verlieren angesichts der notwendigen Umstellungen. Aber letztlich muss man sagen: Wartenberg schadete der ganze Vorgang mehr, bei den Grün-Weißen war nun kaum noch Struktur im Spiel. Durch einen individuellen Fehler kamen wir zum 3:1 und auch noch per Konter zum 4:1. Der Sieg am Ende vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch – aber verdient. Für den WSV war es nach Aussage des Trainerkollegen, für den ich mich für den allseits fairen Umgang an der Seitenlinie (trotz hektischer Momente auf dem Platz) bedanken möchte,  erst die zweite Niederlage im Jahr 2017. Für uns der zweite Sieg als A-Jugend. Ich möchte noch einmal betonen, dass beide Siege nicht vom Himmel gefallen sind, sondern hart erarbeitet wurden. Nicht nur in diesen Partien. In der Vorbereitung haben – und das ist für A-Jugendspieler schon bemerkenswert – die Jungs nahezu geschlossen die von uns Trainer verordneten neun bis zehn Stunden Fußball pro Woche „abgearbeitet“ – nun werden sie mit einem guten Start belohnt. Jetzt sind wir am Wochenende erst einmal spielfrei, weil unsere Partie in Lübars auf den 3. Oktober verschoben wurde. Der ein oder andere Spieler wird bei der B1 aushelfen, für uns geht es bereits nächsten Mittwoch gegen Rudow weiter. Borsigwalde heute: Justin, (Martin) – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nikola, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel, Volkan, Stefan, Gianluca.

4:2 gegen Spandauer Kickers – starker Auftritt im ersten Punktspiel

16. September. Es war vermutlich die jüngste A-Jugend, die jemals für den SC Borsigwalde 1910 in einem Pflichtspiel angetreten ist – und gleich in der ersten Partie einen Sieg landete. 4:2 gegen die Spandauer Kickers. Hart erkämpft – und hochverdient. Großer Jubel bei den zahlreichen Zuschauern und auch bei uns nach einem Spiel, das nervenaufreibender kaum noch geht. Respekt für die Truppe! Der Spielfilm: Die Kickers traten sehr selbstbewusst auf, die ersten Minuten ließen sie den Ball gut laufen – aber das änderte sich schnell. Unsere Jungs legten alsbald den Respekt ab vor den Gästen, die mit neun 99er-Jahrgängen und zwei 2000ern begannen, entsprechend körperlich überlegen waren. Wir übrigens mit acht 2001ern im Aufgebot heute, wovon sieben zum Einsatz kamen. Der Gegner irgendwann fast nur noch mit hohen Bällen bei der Spieleröffnung, wir mit gepflegtem Pass- und sehr schnellem Umschaltspiel. Verdient damit unsere 2:0-Führung. Nach dem Anschlusstor ließen wir recht bald das 3:1 folgen – wirklich allesamt sehr schöne Treffer. Im Grunde machten wir nur einen Fehler, wenn man das so nennen darf: Wir hätten mit einer höheren Führung in die Kabine gehen müssen. Allein kurz vor der Pause ließen wir zwei hundertprozentige Möglichkeiten liegen. Der Aufwand, den unsere Jungs betrieben hatten, war ihnen schon während der 15 Minuten Erholungsphase anzusehen – einige waren wirkten ganzschön kaputt aufgrund unseres laufintensiven Systems. Und leider kamen die Spandauer auch recht schnell zum Anschlusstreffer. Wir verloren den Faden, und um ein Haar wäre die Partie gekippt – wären da nicht immer wieder unsere Konter gewesen, von denen wir einen nutzten. Damit war der Drops gelutscht, die Gäste dezimierten sich danach auch noch selbst in einer insgesamt sehr fairen Partie, die von einem guten Referee geleitete wurde. Apropos Schiedsrichter: Unfassbar, aber wahr: Als 20 Minuten vor Spielbeginn der angesetzte Schiedsrichter noch nicht da war, riefen wir ihn mal an – und er erzählte uns, dass er längst kein Schiedsrichter mehr sei. Wie kann sowas passieren? Fakt ist: Der Schiedsrichter vom BFC Preussen, der danach die B-Jugendpartie leiten sollte, erklärte sich bereit, auch bereits unser Spiel zu pfeifen. Danke dafür, einfach war dieses schnelle, umkämpfte Spiel nicht zu leiten – und der Schiri hatte danach auch fast drei Fußball in den Beinen. Respekt. Am Ende freuen wir uns über die ersten drei Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Der Anfang ist gemacht, am Donnerstag wartet bereits der nächste schwere Gang – es geht nach Wartenberg. Danke an Carsten für die Fotos von einem tollen Spiel. Borsigwalde heute: Martin – Alexander, Simon, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Nikola, Nico, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel, Fayes, Stefan, (Gianluca).

11:0 im Pokal: SFC Friedrichshain keine Hürde

10. September. Die erste Pokalhürde haben wir problemlos genommen. So eine richtige Hürde war es auch nicht. Um es kurz zu machen: Der Gegner hat nicht aufgegeben und blieb immer fair – damit ist fast alles gesagt über dieses 11:0. Es war eine einseitige Partie, die im Grunde fast nur    in der Hälfte des SFC Friedrichshain stattfand, der lediglich zu einem Eckball kam und eigentlich zu keiner Torchance. Da haben wir in der Vorbereitung durch die Bank andere Gegner gehabt, mit drei Verbands- und einigen Landesligisten sowieso – und im Nachhinein ist das auch gut so. Auch gut, dass wir am Freitag nochmal eine Konditionseinheit eingeschoben haben, zu der 17 (!) Spieler erschienen sind – obwohl klar war, dass zum vierten Mal der Berg ruft. Ich bin sehr optimistisch, dass da was zusammen wächst. Die Jungs verstehen sich prima, alle ziehen mit. Das Betriebsklima ist so gut derzeit, dass mit Justin sogar ein Spieler von Stern 1900 zu uns wechselt – obwohl er erst im Dezember spielberechtigt sein wird. Kurzum: Wir freuen uns auf den Ligastart. Danke an Carsten für die Fotos. Borsigwalde heute mit: Martin – Alexander, Simon, Volkan, Tobias, Ablaye, Pascal, Lamin, Gianluca, Nikola, Nico, Christian, Julian, Eren, Lucas, Daniel, (Fayes).


9 Responsesso far.

  1. Raffaela sagt:

    Hallo Sportfreunde aus Borsigwalde,
    bin durch Zufall auf Eurer Seite gelandet. Der erste Eindruck ist sehr vielversprechend. Wenn Ihr so aktuell bleibt, komme ich öfter mal vorbei und lese bei Euch mit.
    Viele Grüße und eine erfolgreiche Saison!

    • Angeela sagt:

      Ihr seid eine wirklich sympathische Mannschaft. Ich wünsche Euch alles Gute für die neue Saison. Wobei die alte erfolgreiche Saison ja nur noch durch den Aufstieg getoppt werden kann…

  2. Osiakowski sagt:

    Super Berichte

  3. Marcel sagt:

    Von mir auch ein Lob an die Mannschaft wir sind auf einem guten Weg. Ein großer Dank geht aber auch an die vielen Eltern die uns bei den Spielen unterstützen sowie sich als Fahrer zur Verfügung stellen.

    • Jaspreet sagt:

      Schön, daß die Truppe zusammen geblieben ist. Viel Erfolg und Gesundheit in der neuen Saison, bleibt so fair und cool. Den einzigen Ausreißer (Co-Trainer) in dieser Hinsicht könnt Ihr ja an die Bank binden oder ihm vor jedem Spiel zwei Liter Beruhigungstee einflößen :). Cheers aus Lichtenberg

  4. Klaus sagt:

    1.C gewonnen,1.B gewonnen,Schalke gewonnen und zudem auch noch die Gelben aus Lüdenscheid verloren…
    Glückwunsch von mir und weiter so.

    • Matthias sagt:

      Danke Klausi, war schön, Dich mal wieder in unserer Mitte begrüßt zu haben. Ich wundere mich auch: Das Spiel Schalke vs. Hertha ist schon eine Stunde aus – und die ganzen Schwätzer und Experten, die mir heute auf dem Platz haushohe Siege der Blauen bei den Köningsblauen (man achte auf den Unterschied bei der Farbgebung) prognostiziert haben, sind stumm wie Fische im Goldfischglas. Blubblub, Treffer, Hertha-Dampfer wieder mal versenkt. Business as usual.

  5. Klaus sagt:

    Ja mir hat es auch gefallen und man traf auf viele alte bekannte Gesichter.
    als Laie sagte ich dir den Schalke-Sieg vorraus und beim Tippspiel kreuzte ich ein 2:0 an 🙂
    Wer also ein Experte sein möchte,soll sich einfach bei uns melden…hahaha

    • Matthias sagt:

      Ja, heute war ja wieder halb NNW da: Heidi, Ayse, Onur, Umut, Kais, Raga – immer fleißige Beobachter unserer Spiele… Apropos Beobachter: Deine Mailadresse ist auch wieder Kult – ein bisschen sperrig zwar, aber kultig…