Test & Turnier

7:5 gegen Staaken – den Sieg unbedingt gewollt

16. Juni. Heute nur neun Spieler, also nur ein Wechsler. Wir hatten kein gutes Gefühl angesichts der Belastung gestern. Der Gegner, die künftige 4.D des SC Staaken kam mit mehr Manpower – und wir wissen ja alle, wie viel Qualität in solchen Teams steckt, deren Überbau seit Jahrzehnten die höchste Spielklasse ist. Doch am Ende muss ich sagen: Starker Auftritt unserer Jungs in einem erneut sehr fairen Spiel mit freundlichen Gästen, die auch einen sehr guten und gepflegten Ball spielten. Irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit wirkte es, als sei der Tank bei uns leer – da stand es plötzlich 2:4, obwohl es bis dahin ein Spiel absolut auf Augenhöhe war. Dann glichen wir aus zum 4:4, kassierten wieder das 4:5 – um noch in einem furiosen Finale 7:5 zu siegen. Diesmal wollten es die Jungs unbedingt – und sie wurden belohnt. Danke an Daniel, der prima gefpiffen hat. Borsigwalde heute: Luis – Umut, Mehdi, Timo, Magnus, Raguel, Jonas, Nils, Samed. (mw)

Härtetest gegen BAK mit hohem Lernfaktor

15. Juni. Echter Härtetest – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Brütende Hitze, 80 Minuten Spielzeit insgesamt (30, 25 und 25 min) und ein Gegner, der schon seit Jahren eingespielt ist und dessen Trainer die Truppe als „beste 3.E Berlins“ (künftige 4.D) bezeichnet. Das halte ich auch für realistisch beim Berliner AK, die Jungs sind richtig gut. Da stimmen schon viele Automatismen, die wir noch üben müssen. Umso besser haben wir es letztlich lange Zeit gemacht… Soll heißen: Lob trotz Niederlage! Nach dem zweiten Drittel stand es 5:3 für den Gast, wobei wir das zweite Drittel komplett dominierten – und zahlreiche hundertprozentige Chancen ausließen. Da spielten wir richtig guten Kombinationsfußball, hätten mehr verdient gehabt. Hinten raus ging uns schlichtweg die Puste aus. Der Gegner mit mehr Personal, läuferisch, spielerisch und konditionell letztlich dann doch auf einem anderen Level. So endete das Duell 3:9. Für uns doch ein sehr lehrreicher Test. Mal sehen, wie die Jungs das bis morgen wegstecken… Danke an den jungen Schiedsrichter des BAK, der das super gemacht hat. Insgesamt eine sehr faire Partie. Borsigwalde heute: Ivan, Luis – Umut, Mehdi, Timo, Magnus, Raguel, Jonas, Nils, Samed, Elias, Jamie, Adriano. (mw)

Platz vier beim eigenen Pfingstturnier

09. Juni. Durchwachsene Leistungen bei unserem eigenen Pfingstturnier an der Tietzstraße. Am Ende verdientermaßen der Platz in der Mitte des Tableaus: Vierter. Turniersieger wurde der MSV Neuruppin mit seinen 2008ern, der klar aufzeigte, was schon leistungsorientierter Fußball bedeutet. Gegen uns gewannen die Jungs aus Brandenburg 4:1 – unbd damit waren wir in 15 Minuten noch gut bedient. Wir hingegen brachten gegen den FC Polonia trotz drückenden Überlegenheit den Ball nur einmal über die Linie – 1:1. Gegen Viktoria 89 (Turnierzweiter) spielten wir ordentlich und engagiert, aber unterlagen 1:3. Siege gab es gegen den SV Tasmania (4:2) und unsere 2.E (6:0), ein weiteres Remis gegen den Berliner AK (1:1). (mw/Fotos: Wolf)

Ordentlich beim Stützpunktturnier

05. Juni. Einen ganz ordentlichen Auftritt legten wir beim Stützpunktturnier hin. Spielerisch im Kollektiv; würde ich mal sagen, waren wir die Besten. Gesichtet wurde dennoch keiner unserer Spieler. Das ist leicht erklärbar: Die DFB-Trainer suchen vor allem nach individueller Klasse. Da waren bei uns zwei, drei Spieler nah dran – aber eben noch nicht so weit. Es geht ja nur um die 25 Top-Spieler des Jahrgangs aus dem ganzen Norden, und das auch noch nach den Kriterien der Stützpunkttrainer… Nachsichtungen sind immer möglich, wurde uns noch einmal gesagt. Die Ergebnisse von heute, für die Statistiker: 4:1 gegen Blau-Weiß Hohen Neuendorf, 2:1 gegen SC Bosna, 1:1 gegen FCK Frohnau, 3:1 gegen Meteor 06. (mw)

Mutiger Auftritt gegen die JFG Wendelstein

31. Mai. Zur Pause nur 0:1, am Ende ein 0:7 – weil uns schlichtweg die Luft ausging am Ende mit acht Mann gegen die zwölf Jungs der JFG Wendelstein. Der Partnerklub des 1. FC Nürnberg spielt mit seinen 2008ern bereits als D-Jugend U13 – und kann am Dienstag Meister werden… Das zeigt, welch Kaliber wir da vor der Brust hatten. Aber unsere Kiezhelden kämpften wie die Löwen. Ganz anders als im gestrigen 26. Turnier gegen Ausländerfeindlichkeit, als wir im Teilnehmerfeld mit 07ern und 08ern nur Vorletzter wurden, sah das heute richtig nach Fußball aus… Und nur mit diesem Mut kommen wir auch weiter. Natürlich übten wir vornehmlich Verteidigen – aber das ein oder andere Törchen hätten wir eigentlich auch erzielen müssen. Doch der Wendelsteiner Keeper war ebenso stark wie unserer. Ich denke, das hat heute richtig Spaß gemacht. Danke an die Wendelsteiner, die wir bei uns zwei Tage beherbergt hatten. Sie haben uns hinterher gesagt, dass sie – obwohl weit gereist (weil immer wieder unterwegs bei Leistungsvergleichen mit Nachwuchsleistungszentren von Bundesligisten) noch nie so eine Gastfreundschaft erlebt hätten. (mw/Fotos: Wolf)


8 Responsesso far.

  1. Dieter Sedlacek sagt:

    Hallo Matthias,
    mein Sohn (rechter Verteidiger beim Nordberliner SC) hat mich erbost auf Deinen Bericht über das Fußballspiel am Sonntag hingewiesen. Das Spiel hat ihn auch im Nachhinein sehr beschäftigt und wir haben lange, ich hoffe produktiv, darüber gesprochen. Ich habe das Spiel als Zuschauer verfolgt.

    Klar, dass du in den Berichten das Hauptaugenmerk auf Deinen Jungs hast. Ich habe mehrere gelesen und fand sie informativ und engagiert. Überhaupt ein sehr schöner Internetauftritt der Borsig Boys.

    Wie Du die Jungs, und das sehr gut spielende Mädchen des Nordberliner SC, in Deinem Spiel-Bericht vom Sonntag abqualifizierst, ist allerdings völlig unangemessen, unsportlich und unfair. Ich verzichte hier auf Zitate, da Du ja weißt, was Du geschrieben hast. Unsere Mannschaft hat mitgespielt und sich ihrerseits Chancen erarbeitet. Ein „böses Foul“ unterstellt Absicht oder willentliche Inkaufnahme. Ich habe auf keiner Seite böse Fouls gesehen. Beide Mannschaften haben ihr bestes gegeben und gekämpft und du kannst der glücklich führenden Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie versucht die Führung über die Zeit zu bringen, zu verteidigen und vielleicht noch mal zu kontern. Ich kann mich erinnern, dass Du in der ersten Halbzeit lautstark einige Deiner eigenen Spieler kritisiert hast. Doch nicht, weil sie so toll und überlegen gespielt haben! Die angedeutete Selbstkritik in Deinem Bericht klang nicht richtig ehrlich.

    Das einzig Foule des Spiels war der Streit beider Trainer an der Seitenlinie. Der war völlig unangemessen und überflüssig. Er hat dem Spiel am meisten geschadet!!

    Schlimm fand ich auch , dass nach so einem Spiel keine sportliche Verabschiedung stattgefunden hat. Hier hast Du Deinem Trainerkollegen Provokation unterstellt, als er seine Mannschaft das Abschieds-Ritual aufsagen ließ. Der Schiedsrichter war zwar bedient, aber er stand da noch dabei! Gefehlt hast Du und Deine Mannschaft. Was wolltest Du denn Schlimmeres verhindern? Der eine oder andere Spieler hätte vielleicht nicht abgeklatscht, ok, aber die meisten eben doch. Das hätte ich wichtig gefunden. Schade, dass es beiden Trainern nicht möglich war, trotz Aufregung und unterschiedlicher Meinung, einander die Hand auszustrecken und ihren Mannschaften auch im sich-vertragen-wollen ein Vorbild zu sein. Vermutlich bist Du inzwischen auch unzufrieden mit Deiner Vorgehensweise.

    Es war wie es war und ist nicht mehr zu ändern. Hoffentlich ist aber eine sportliche Annäherung der Trainer (und der Mannschaften) wieder möglich, wenn die Emotionen sortiert sind.

    Ich wünsche Dir, Deinen Trainerkollegen und Deiner Mannschaft viel Erfolg und gutes Gelingen in der kommenden Saison-

    mit sportlich freundschaftlichen Grüßen!

    Dieter Sedlacek

    • Admin sagt:

      Hallo Dieter,
      danke für Deine sachlichen Anmerkungen. Teile Deiner Kritik sind auch berechtigt. Ich selbst ziehe mir den einen oder anderen Schuh nicht an, weil mein Konflikt mit dem gegnerischen Trainer sich auf ein Minimum reduzierte, nachdem er mich – ich bleibe dabei – arrogant hat abtropfen lassen. Beim verbalen Erstkontakt wohlgemerkt. Aber mein Co-Trainer war wütend und hat ein paar Sachen gesagt, die er im Nachhinein auch bedauert – er sagt aber auch, Euer Trainer habe ihm „angeboten“, die Sache draußen zu regeln… Alles nicht schön, da sind wir uns einig. Muss besser werden, auch von unserer Seite – auch und eben weil es sportlich um nichts ging. Wobei: Wer mich so behandelt, dem muss ich nicht die Hand geben. Das werde ich auch in Zukunft so handhaben. Umd es mit Edith Piaf zu sagen: Non, je ne regrette rien. In dieser Hinsicht.
      Ich habe auch schon nach dem Spiel einigen Eltern erklärt, warum es keinen Sportsgruß gab. Und dazu stehe ich auch. Vergangene Saison wurden meine Jungs bei einem Auswärtsspiel beim Shake-hands als „Neger“ etc. beschimpft, und haben entsprechend reagiert– ich mache mir heute noch zum Vorwurf, dass ich (nach einem ebenfalls hitzigen Spiel) da nicht sofort die kühle Dusche angeordnet habe… Zum Sonntag: Es fielen, und da stand ich zwei Meter daneben, aus den Reihen der Spieler des Nordberliner SC (von zwei Spielern) nach dem Schlusspfiff sehr böse Schimpfwörter in Richtung meiner Spieler. Am Sonntag habe ich sie gegenüber einigen Eltern zitiert, hier lasse ich das. Da ich weiß, wie emotional manch einer meiner Jungs ist, fand ich es besser, auf das Abklatschen zu verzichten… Und eines ist auch Fakt: Als ich den Sportplatz betreten habe, frühmorgens, kam ein Spruch, der auf die Herkunft einiger meiner Spieler und ihren alten Verein abzielte. Ich denke, der Nordberliner SC ist in dieser Hinsicht so vorbelastet, dass sowas unterbleiben sollte. Wenig hilfreich ist in diesem Gesamt-Zusammenhang auch, dass es bei Euch Spieler gibt, die ganz offen damit hausieren gehen, warum sie ihren alten Verein im Wedding verlassen haben – und wieder in den Schoß des Nordberliner SC zurückgekehrt sind. Ich habe fünf Jahre selbst in einem Verein mit fast ausschließlich Migranten trainiert – und bin dafür, bei diesem Thema zu differenzieren. Aber, wir sind ja auch beileibe keine Engel: Ich musste einen meiner Spieler auf der Ersatzbank zusammenfalten, weil er aufs Feld gerufen hat, man solle die Nordberliner „auch umhauen“. Das gehört sich nicht. Nochmal: Manche Kritik, die Du formulierst, nehmen wir an. Eines sei versichert: Meine Kritik an der Spielweise meiner Mannschaft ist so gemeint, wie ich sie geschrieben und dem Team auch bereits gesagt habe. Wer 60 Minuten von 70 nur auf ein Tor spielt – und nur eines erzielt, der hat was falsch gemacht. Möglicherweise auch ich als Trainer, der partout nicht von dem mittlerweile mühsam einstudierten System abrücken wollte – obwohl der unerwartet defensive Gegner ob seiner Taktik ein anderes verlangt hätte. Du wirst auch registriert haben, dass ich mehrfach die Truppe aufgefordert habe, nicht aufs Ergebnis zu schauen, sondern weiter zu kombinieren – sowas meine ich schon, wie ich es rufe…. Aber egal, in diesem Zusammenhang gilt natürlich auch: Wenn der Gegner nur ein Gegentor bekommt, dann hat er das gut verteidigt. Ich denke aber, sie können mehr als verteidigen. Ich hatte ein wesentlich interessanteres, offeneres Spiel erwartet – und war nun über die taktische Ausrichtung enttäuscht. Mittlerweile weiß ich: Es war das erste Spiel Eures neuen Trainers, er wollte um jeden Preis gewinnen. Muss man nicht gut finden, ist aber nunmal so. Für ein Freundschaftsspiel finde ich das ebenso eine falsche Herangehensweise, wie nach so einem Spiel zu feiern, als sei man gerade DFB-Pokalsieger geworden. Wir haben einige Testspiele gewonnen, erst tags zuvor eines ebenso glücklich wie Ihr bei uns – wir haben`s zur Kenntnis genommen, mehr nicht. Nun ist jeder anders gestrickt, aber eines weiß ich: Wenn er andere Trainerkollegen, so wie am Sonntag mich, ebenso von oben herab behandelt, dann wünsche ich Euch viel Spaß, wenn er mal wirklich auf einen Kollegen prallt, der noch nicht altersmilde ist, so wie ich meist mittlerweile . Und eines noch: Bei Euch sind alle wieder gesund heim gekommen. Wir haben (durch gegnerische Einwirkung) zwei Verletzte. Und in einem Fall war der Ball schon weit weg – und bei dem Jungen sieht es nicht gut aus… Das war der Moment, als ich reden wollte – und er drüber hinweg ging, als sei ich Luft… Dass nicht alle Nordberliner so unnahbar sind, sehe ich an Deinem Kommentar. Ich wünsche Euch auch eine erfolgreiche Saison! Glück auf! Matthias

  2. Klaus sagt:

    Glückwunsch…das Jahr fängt ja schon mal gut an 🙂

  3. Lars sagt:

    Großes Kompliment aus Köpenick für die wirklich starke Truppe und die top Internetseite. Mit der Mannschaft geht in der Rückrunde sicher noch einiges nach oben. Die Trainer des KSC wünschen viel Erfolg.

    PS: Für solch faire Gegner stehen wir jederzeit für spielerische Vergleiche zur Verfügung. 🙂

  4. Klaus sagt:

    Ich wünsche Euch viel Spaß,Glück und lasst die Tischtennisschläger heil…
    Ich finde es gut,dass die Handtelefone(tolles Wort) zu Hause bleiben sollen,somit kann man sich auf andere Dinge konzentrieren hahaha.Das wird die härteste Zeit für die Jungs/Mädel:-)

    • Matthias sagt:

      Hallo Klausi, war wirklich wieder nett an der Ostsee… Die Handtelefone hat tatsächlich keiner vermisst (kein Scherz), allerdings habe ich den ein oder anderen geschrotteten Tischtennisschläger gesehen (allerdings aus Eigenbständen). In diesem Sinne: Bis bald mal.

  5. Klaus sagt:

    Respekt von meiner wohlklimatisierten Kellerwohnung 🙂
    5 Tore gegen TeBe ist schon beachtlich!
    Das Bild,wo Grace zu sehen ist,finde ich total super…der Gesichtsausdruck –>
    unbezahlbar…hahaha